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Methoden und Ergebnisse der Leserforschung und ihre Anwendung auf die Zeitungsgestaltung

Title: Methoden und Ergebnisse der Leserforschung und ihre Anwendung auf die Zeitungsgestaltung

Seminar Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Georg Drabner (Author)

Communications - Print Media, Press
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„Was wird warum gelesen?“ – Eine Frage, die die Leserforschung den Zeitungsmachern beantworten kann. Durch immer differenziertere Messungen des „Was“ und einer Analyse der so als beachtet identifizierten Beiträge will sie mit dem resultierenden „Warum“ Rezepte liefern, die die Qualität eines Mediums erhöhen können. Dies gilt sowohl für die redaktionellen Inhalte als auch für deren Gestaltung.
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden ausgewählte Fragestellungen und Methoden der Leserforschung vorgestellt und die gewonnenen makrotypografischen Erkenntnisse zur Zeitungsgestaltung zusammengestellt. Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Wirkung der Makrotypografie, die sowohl auf der Seite als auch im einzelnen Artikel wesentlich zur Orientierung des Lesers beträgt.
Wie bereits erwähnt, beschäftigt sich die Leserforschung auch mit Qualität. Dabei geht es im Rahmen dieser Arbeit ausdrücklich nicht um die inhaltlichen Qualitäts-Dimensionen von Journalismus wie Aktualität, Relevanz, Richtigkeit und Vermittlung. Soweit anwendbar werden jedoch Ergebnisse von Studien aus diesem Forschungsgebiet herangezogen. Vielmehr steht die andere Betrachtungsebene, die gestalterische Qualität kompletter Seiten, im Mittelpunkt des Interesses.
Gute, qualitätvolle Gestaltung ist in diesem Sinne gleichbedeutend mit erfolgreicher Gestaltung. Ziel aller Bemühungen in dieser Richtung ist es, eine hinreichende Verweildauer bei einem Artikel oder auf einer Seite zu erreichen. Dies ist sowohl für das Zustandekommen einer journalistisch gewünschten Wirkung auf den Leser im Sinne der Vermittlung als auch für den kommerziellen Erfolg eines auch durch bezahlte Anzeigen finanzierten Produktes unerlässlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Leserforschung zur Gestaltung

2.1 Ausgewählte Methoden der Leserforschung

2.2 Ausgewählte Studienergebnisse

3 Resultierende Anforderungen an die Gestaltung

4 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht ausgewählte Methoden der Leserforschung, um daraus makrotypografische Erkenntnisse für eine erfolgreiche und qualitätvolle Zeitungsgestaltung abzuleiten, die eine hinreichende Verweildauer des Lesers sicherstellen soll.

  • Methoden der Leserforschung (Copytests, Benchmarking, Blickregistrierung)
  • Makrotypografie als zentraler Gestaltungsfaktor
  • Wirkung von Text-Bild-Kombinationen und Seitengestaltung
  • Empirische Erkenntnisse zur Aufmerksamkeitssteuerung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Leserforschung mit Copytests

Die Hauptinstrumente der Leserforschung sind die Befragung und die Beobachtung sowie Kombinationen der beiden Instrumente (Hingst, 2006: 106). Von herausragender Bedeutung unter den Befragungsinstrumenten sind die Copytests. Sie entsprechen methodisch einem von dem amerikanischen Medienforscher Daniel Starch seit 1931 verwendeten Starch-Test. Er ist das klassische Wiedererkennungsverfahren (Recognition-Test) der Leserschaftsforschung, das auch heute noch in dieser Form durchgeführt wird. Auf ihm beruhen die in Deutschland bedeutenden Anzeigen-Copytests (ACT) der Zeitungs-Marketing Gesellschaft (ZMG), die dabei Standardmäßig 250 Leser der Testzeitung befragt. Mit Hilfe des Anzeigen-Copytests lassen sich der Werbeerfolg von Anzeigen und die Medialeistung der Zeitung sehr anschaulich und überzeugend dokumentieren (Donnerstag).

Koschnick (2003) definiert den Copytest als ein Verfahren der Originalheftmethode, bei dem den Befragten ein tatsächlich erschienenes Exemplar des Mediums präsentiert wird. Ziel ist die Messung der Werbewirkung. Es werden drei Größen der Wirkung ermittelt. Der Noted Score gibt den Anteil (Prozentsatz) der Befragten an, die angeben, dass sie eine den Untersuchungsgegenstand darstellende Anzeige oder auch einen redaktionellen Beitrag bemerkt haben (Beachtungswert). Der Seen/Associated Score bestimmt den Anteil der Leser, die angegeben haben, die Anzeige bemerkt zu haben (ad noters) und auch das beworbene Produkt, den Werbenden oder den Markennamen richtig erinnern. Der Read most Score steht für den Anteil der Leser, die eine bestimmte Seite oder Anzeige gesehen und wenigstens die Hälfte ihres Textes gelesen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, wie Leserforschung durch die Analyse des „Was“ und „Warum“ der Zeitungslektüre die gestalterische Qualität und somit die Verweildauer steigern kann.

2 Leserforschung zur Gestaltung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Zeitungsgestaltung, insbesondere die Unterscheidung von Mikro- und Makrotypografie, und stellt verschiedene empirische Methoden sowie aktuelle Studienergebnisse dazu vor.

2.1 Ausgewählte Methoden der Leserforschung: Hier werden gängige Verfahren wie Copytests, Benchmarking und die Blickregistrierung (Eye-Tracking) detailliert in ihrer Funktionsweise und Methodik beschrieben.

2.2 Ausgewählte Studienergebnisse: Dieser Abschnitt fasst Erkenntnisse verschiedener Studien zusammen, die aufzeigen, wie Leser Zeitungsseiten scannen und welche Elemente wie Farbe, Bildgrößen und Textelemente die Aufmerksamkeit beeinflussen.

3 Resultierende Anforderungen an die Gestaltung: Basierend auf den zuvor vorgestellten Studien werden konkrete layouttechnische Empfehlungen und Regeln für die tägliche redaktionelle Arbeit abgeleitet.

4 Zusammenfassung: Der abschließende Teil resümiert, dass Eye-Tracking wertvolle Hinweise liefert, betont jedoch den Bedarf an weiteren kombinierten Forschungsansätzen zur tiefergehenden Analyse.

Schlüsselwörter

Leserforschung, Zeitungsgestaltung, Makrotypografie, Blickregistrierung, Eye-Tracking, Copytest, Verweildauer, Aufmerksamkeit, Layout, Medienforschung, Journalismus, Wahrnehmung, Printmedien, Rezeptionsforschung, Informationsdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Methoden der Leserforschung und untersucht, wie deren Ergebnisse genutzt werden können, um Zeitungen gestalterisch so zu optimieren, dass sie die Aufmerksamkeit der Leser besser binden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Methoden der empirischen Leserforschung, die theoretische Abgrenzung von Mikro- und Makrotypografie sowie die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse auf das Zeitungslayout.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Leserforschung aufzuzeigen, wie gestalterische Qualität – im Sinne einer höheren Verweildauer auf der Seite – erreicht werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden vorgestellt?

Es werden primär Copytests, Benchmarking, die Blickregistrierung (Eye-Tracking), die Computermaus-Aufmerksamkeitsverfolgung und der Readerscan vorgestellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Methoden und die detaillierte Auswertung aktueller Studien, die sich mit dem Blickverlauf und den Anforderungen an die makrotypografische Gestaltung beschäftigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Leserforschung, Makrotypografie, Eye-Tracking, Aufmerksamkeitssteuerung und Zeitungsgestaltung.

Warum wird die Makrotypografie als besonders relevant für Redakteure hervorgehoben?

Die Makrotypografie ist deshalb so relevant, da Redakteure und Layouter in der täglichen Arbeit den größten Einfluss auf die Verteilung und Anordnung der Elemente auf der Seite haben.

Welche Erkenntnis ziehen die Autoren bezüglich der Wirkung von Farbe in der Zeitung?

Die Ergebnisse sind uneinheitlich; während ältere Studien die Wirkung von Farbe betonten, konnten neuere Untersuchungen keinen signifikanten Einfluss von Farbe auf die Aufmerksamkeit mehr feststellen.

Welche Rolle spielt das "Lead-Satz-Prinzip" laut der Arbeit?

Da viele Texte nicht bis zum Ende gelesen werden, gilt das Lead-Satz-Prinzip als besonders wichtig, um Leser bereits am Anfang eines Artikels zu binden.

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Details

Title
Methoden und Ergebnisse der Leserforschung und ihre Anwendung auf die Zeitungsgestaltung
College
University of Leipzig  (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
Course
Seminar Visuelle Information in der Zeitung
Grade
1,7
Author
Georg Drabner (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V117274
ISBN (eBook)
9783640197002
ISBN (Book)
9783640197125
Language
German
Tags
Leserforschung Zeitungsgestaltung Zeitung Eye-Tracking Tageszeitung Medien Journalismus Gestaltung Cross-Media Mikrotypografie Makrotypografie Copytest Benchmarking
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Georg Drabner (Author), 2008, Methoden und Ergebnisse der Leserforschung und ihre Anwendung auf die Zeitungsgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117274
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