In modernen Netzwerken steigen die Anforderungen an das Dateisystem. Außer, das dieses kostengünstig sein sollte, sollte es so konzipiert sein, dass es auf verschiedenen Plattformen leicht zu implementieren ist, was voraussetzt,dass der Quellcode und vorallem die Spezifikation frei verfügbar sind. Im westenlichen muß ein Dateisystem die Verfügbartkeit der Daten im Netzwerk sicherstellen.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Technische Anforderungen
2.1 Server Replication
2.2 Disconnected Operations
3 Dateisystem - Coda
3.1 Propagieren von Daten - Server Replication
3.1.1 Volume
3.1.2 Volume Storage Group
3.1.3 Accessible Volume Storage Group
4 Kein Netz erreichbar - Disconnected Operations
4.1 Aufbau eines Client-Rechner unter Coda
5 Dateisystem - InterMezzo
5.1 Grundstruktur
5.2 Zugangsfilter und Update-Aufzeichnungen für Disconnected Operations
5.3 Lento - Der Cache Manager und File Server
6 Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht moderne Anforderungen an Dateisysteme in verteilten Rechnerumgebungen, insbesondere die Notwendigkeit von Hochverfügbarkeit und der Unterstützung von getrennten Arbeitszuständen. Ziel ist es, die Funktionsweisen der Dateisysteme Coda und InterMezzo als Lösungen für diese Herausforderungen darzustellen.
- Anforderungen an Server-Replikation und Datenkonsistenz.
- Herausforderungen und Mechanismen bei Disconnected Operations.
- Technische Architektur des Coda-Dateisystems.
- Aufbau und Arbeitsweise von InterMezzo in Cluster-Umgebungen.
- Vergleich der Cache-Management-Strategien.
Auszug aus dem Buch
3 Dateisystem - Coda
Coda wird an der Carnegie Mellon University von Prof. Mahadev Satyanarayanan entwickelt. Es unterstützt Disconnected Operations und Server Replication. Laut Entwicklerteam es unter liberaler Lizenz frei erhältlich und hat eine hohe Performance durch persistentes Caching auf Clientseite. Dauerhafte Verfügbarkeit soll auch bei einem Teilausfall des Servernetzes gewährleistet sein. Es sei gut skalierbar und habe wohldefinierte Zustände bei Anwesenheit von Netzwerkausfällen.
3.1 Propagieren von Daten - Server Replication
In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie unter Coda der Server-Replikation-Mechanismus funktioniert.
3.1.1 Volume
Die kleinste Vervielfältigungseinheit ist ein volume. Unter einem Volume versteht man die Menge an Dateien, die auf einem einzelnen Server gespeichert ist. Ein Volume bildet somit einen Unterbaum des gemeinsamen Namensraumes. (Abb. 1 auf Seite 3)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Datenverfügbarkeit in modernen Netzwerken anhand eines Krankenhaus-Szenarios.
2 Technische Anforderungen: Erläuterung der Notwendigkeit von Server-Replikation zur Datenhaltung und der Herausforderungen bei Disconnected Operations.
3 Dateisystem - Coda: Vorstellung der Architektur von Coda, insbesondere der Konzepte von Volumes und ihrer Replikation.
4 Kein Netz erreichbar - Disconnected Operations: Beschreibung des Verhaltens von Client-Rechnern bei Netzwerkausfällen und der Rolle des Prozesses Venus.
5 Dateisystem - InterMezzo: Analyse des InterMezzo-Systems, das für Cluster entwickelt wurde und auf vorhandene Protokolle wie SSH und SSL setzt.
6 Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Relevanz von Coda und InterMezzo im Vergleich zu etablierten Systemen wie NFS.
Schlüsselwörter
Dateisysteme, Coda, InterMezzo, Server Replication, Disconnected Operations, Mobile Computing, Cache Manager, Venus, Lento, Presto, Datenverfügbarkeit, Cluster, Replikation, Netzwerkausfall, Client-Rechner
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen bei der Implementierung von Dateisystemen in verteilten Rechnerumgebungen, insbesondere den Schutz vor Datenverlust bei Netzwerkausfällen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen Mechanismen zur Server-Replikation und Strategien für einen unterbrechungsfreien Betrieb bei fehlender Netzwerkanbindung (Disconnected Operations).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Analyse und Vorstellung der beiden Dateisysteme Coda und InterMezzo als Lösungsansätze für hochverfügbare, verteilte Datenhaltung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systemorientierte technische Dokumentations- und Vergleichsarbeit, die die Funktionsweisen und Architekturen der vorgestellten Dateisysteme theoretisch erläutert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Architektur, Replikationsmechanismen und Cache-Strategien der Systeme Coda und InterMezzo.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit den Begriffen Server-Replikation, Disconnected Operations, Cache-Management und verteilte Dateisysteme charakterisieren.
Wie unterscheidet sich der Ansatz von InterMezzo von dem von Coda?
Während Coda spezielle Multicast-Transporte verwendet, setzt InterMezzo auf bestehende Betriebssystem-Mechanismen wie TCP/IP, SSH und SSL.
Welche Aufgabe hat der Prozess "Venus" unter Coda?
Venus agiert als Client-Prozess, der entfernte Dateisystemanfragen bearbeitet und Dateien lokal im Cache zwischenspeichert, um autonomes Arbeiten zu ermöglichen.
- Quote paper
- Oliver Lichte (Author), 2002, Dateisysteme in verteilten Rechnerumgebungen - Coda und InterMezzo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1173