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Digitalisierung im Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich

Digitale Einflüsse entlang der Wertschöpfungskette

Título: Digitalisierung im Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich

Tesis de Máster , 2020 , 202 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: MBA Christian Jäkel (Autor)

Economía de las empresas - Comercio y distribución
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Ist der Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich auf die veränderten Kundenbedürfnisse durch den Einfluss der Digitalisierung vorbereitet?

Das 21. Jahrhundert stellt den Handel gesamtheitlich betrachtet vor neue und bislang nicht vorhersehbare Herausforderungen, die Handelsunternehmen zu drastischen Veränderungen in vorhandenen Prozess- und Organisationsstrukturen zwingen. Um der Restriktion der analogen Welt zu entkommen und den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden, bedarf es einer Unternehmensstrategie, die das Unternehmen flexibler, agiler, schneller und vor allem kundenorientiert werden lässt.

Gerade der Handel zählt im Moment zu jenen Branchen, die durch die Digitalisierung sowohl positiv als auch negativ stark beeinflusst werden. Neue Wettbewerber mit disruptiven Geschäftsmodellen, ein verändertes Kundenverhalten sowie neue Handelsformate und Vertriebskanäle machen dem Handel schwer zu schaffen.
Gleichzeitig ergeben sich durch neue Informationstechnologien, erhöhte Rechenleistungen durch zum Beispiel Cloud-Services und modifizierte Kundenbedürfnisse im Bereich der Verfügbarkeit und Informationen von Produkten und Dienstleistungen zahlreiche neue Möglichkeiten für Handelsunternehmen.

Wie eine Organisation ausgestaltet sein muss, damit sie über einen möglichst langen Zeithorizont erfolgreich funktioniert, ist seit jeher eine der elementaren Fragen der Betriebswirtschaftslehre. Zudem ist diskutabel, wie die Digitalisierung den ‚Heiligen Gral‘ der Unternehmensführung unter neuen Gesichtspunkten beeinflusst und was geschehen muss, um Organisationen in performante und wirkungsvolle digitale Unternehmungen zu transformieren. Unabhängig davon, welche Erkenntnisse die nächsten Jahre bringen werden und was aus gelebten Best-Praktika-Beispielen mitgenommen werden kann, ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt erkennbar, dass kontinuierliche Innovation notwendig ist.

Welche bestehenden technologischen und innovativen Möglichkeiten für den Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich bereits existieren und gelebt werden oder inwieweit die Handelsunternehmen auf die Veränderungen in der Branche vorbereitet sind, ist noch nicht in Gänze klar. Eines lässt sich aber bereits jetzt sagen: Die Stahl- und Metallhandelswelt wird sich rasant verändern. Den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, um das eigene Handelsunternehmen auf diese Evolution vorzubereiten, kann fatale Folgen haben, da die Transformation des Marktes bereits stattfindet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. Signifikanz des Themenbereichs und Problemstellung

1.2. Zielsetzung und Hypothesen

1.3. Aufbau der Arbeit

1.4. Methodisches Vorgehen

2. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN DER DIGITALISIERUNG ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE IM STAHL- UND METALLHANDEL

2.1. Hintergrund und Notwendigkeit einer digitalen Unternehmensstrategie

2.1.1. Digitaler Darwinismus versus digitale Disruption

2.1.2. Chancen und Risiken digitaler Transformation im B2B-Bereich

2.2. Kernprozesse einer Wertschöpfungskette im Stahl- und Metallhandel

2.2.1. Primärkategorien des Wertschöpfungsprozesses

2.2.2. Unterstützende Aktivitäten zusammenhängender primärer Aktivitäten

2.2.3. Analyse der Wertschöpfungskette zur Gestaltung neuer Geschäftsmodelle

3. NEUE GESCHÄFTSMODELLE ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE VERÄNDERN DEN KLASSISCHEN STAHL- UND METALLHANDEL

3.1. Beschaffung und Eingangslogistik

3.1.1. E-Procurement: erste Digitalisierungsprozesse im Einkauf

3.1.2. Einkauf 4.0 - Anforderungen an das Wertschöpfungsmanagement der Beschaffung

3.1.3. Vernetzung von lagerhaltenden Handelsunternehmen im Logistikverbund

3.2. Lagerhaltung

3.2.1. Darstellung des Lagersortiments durch die Erhebung von Kundenbedürfnissen mit Einsatz von Big Data

3.2.2. Das Konzept von Warehousing 4.0

3.3. Marketing und Vertrieb

3.3.1. Kundenbedürfnisse im Wandel durch virtuelle Realitäten

3.3.2. Datenmanagement als Grundlage digitalisierter Marketing- und Vertriebsstrategie

3.3.3. Vertrieb 4.0

3.3.4. Marketing 4.0

3.4. Ausgangslogistik

3.4.1. Bedingungen für Logistik 4.0

3.4.2. Mehrwert für Logistik und Kunden

4. EMPIRISCHER TEIL: DIGITALE EINFLUSSFAKTOREN IM KLASSISCHEN STAHL- UND METALLHANDEL

4.1. Erhebungsmethode und Untersuchungsdesign

4.2. Analyseverfahren

4.3. Grundannahmen und Leitfaden

4.4. Darstellung der Ergebnisse

4.5. Kritische Betrachtung der Ergebnisse der Einflussfaktoren aus der Digitalisierung des Stahl- und Metallhandels

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Masterthesis untersucht die digitalen Einflussfaktoren entlang der klassischen Wertschöpfungskette im deutschen und österreichischen Stahl- und Metallhandel, um zu prüfen, wie Unternehmen agil auf veränderte Kundenbedürfnisse im B2B-Bereich reagieren können.

  • Digitalisierung der klassischen Wertschöpfungskette
  • Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle
  • Herausforderungen für das Personalmanagement und die Unternehmenskultur
  • Einsatz von Technologien wie Big Data, IoT und Industrie 4.0
  • Optimierung von Beschaffung, Lagerhaltung und Logistikprozessen

Auszug aus dem Buch

Digitaler Darwinismus versus digitale Disruption

Beim Meistern der digitalen Transformation geht es um die Dominanz im Prozess des digitalen Darwinismus. Zu klären ist, was genau mit ‚digitalem Darwinismus‘ gemeint ist und warum im Zusammenhang mit der dritten industriellen Revolution Charles Darwin und seine Evolutionstheorie bemüht wird (Darwin, 1858, „Über die Entstehung der Arten“). Nach Kreutzer wird unter dem Begriff ‚Darwinismus‘ jener Auswahlprozess verstanden, der sich automatisch einstellt, wenn sich – unter betriebswirtschaftlicher Betrachtung – Unternehmen, Branchen und ganze Industriezweige den veränderten Rahmenbedingungen nicht schnell genug anpassen und deshalb vom Markt aussortiert werden (vgl. Kreutzer et al., 2016, Kap. 1.1, Abs. 4, Pos. 465 [dynamisches E-Book]).

Der digitale Darwinismus im Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich basiert darauf, dass zahlreiche physische Gegenstände und manuelle Arbeiten digitalisiert und automatisiert werden. Durch die Überführung analoger Prozesse in Nullen und Einsen passieren immer mehr Arbeitsschritte auf Computern bzw. in der Cloud. Damit verändert sich nicht nur der Handel von Stahl- und Metallwaren, sondern die gesamte Wertschöpfungskette und Branche der stahl- und metallverarbeitenden Industrie.

Verändert sich die Gesellschaft aufgrund neuer Technologien schneller als die Fähigkeit von Unternehmen, sich diesen neuen Gegebenheiten anzupassen, setzt der digitale Darwinismus ein. Ein zentraler und elementarer Punkt zum Werk von Darwin (Darwin, 1858, „Über die Entstehung der Arten“) und damit der Bezug zu den evolutionären und gleichzeitig revolutionären Veränderungen ist folgender: „Es sind weder die Stärksten einer Art, die überleben, noch die Intelligentesten. Es sind vielmehr diejenigen, die sich einem Wandel am besten anpassen können“ (Kreutzer et al., 2016, Kap. 1.1, Abs. 5, Pos. 492 [dynamisches E-Book]). Auf den Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich projiziert bedeutet dies, dass nur Handelsunternehmen eine Chance haben, die Herausforderungen der Digitalisierung der Branche auch annehmen. Dazu sollte die dritte industrielle Revolution nicht als Bedrohung, sondern als Wandel verstanden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung der Digitalisierung im Stahl- und Metallhandel und skizziert Zielsetzung sowie methodisches Vorgehen.

2. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN DER DIGITALISIERUNG ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE IM STAHL- UND METALLHANDEL: Erläutert die Notwendigkeit digitaler Strategien und analysiert die Kernprozesse der Wertschöpfungskette.

3. NEUE GESCHÄFTSMODELLE ENTLANG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE VERÄNDERN DEN KLASSISCHEN STAHL- UND METALLHANDEL: Untersucht konkrete Anwendungsfelder wie E-Procurement, Logistik 4.0 und datengestütztes Marketing.

4. EMPIRISCHER TEIL: DIGITALE EINFLUSSFAKTOREN IM KLASSISCHEN STAHL- UND METALLHANDEL: Dokumentiert die empirische Untersuchung mittels Experteninterviews zu den digitalen Veränderungen in der Branche.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Bündelt die Kernergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die notwendige organisationale Transformation.

Schlüsselwörter

Digitalisierung, Stahlhandel, Metallhandel, Wertschöpfungskette, Industrie 4.0, E-Procurement, Logistik 4.0, Geschäftsmodellinnovation, Big Data, Digitale Transformation, Kundenbedürfnisse, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Digitaler Darwinismus, Supply-Chain-Management

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und Einflussfaktoren der Digitalisierung auf die traditionelle Wertschöpfungskette innerhalb der Stahl- und Metallhandelsbranche in Deutschland und Österreich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Studie deckt Bereiche wie Beschaffung, Lagerhaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik ab, wobei der Fokus auf digitalen Transformationsprozessen und technologischen Neuerungen liegt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu identifizieren, wie Handelsunternehmen auf veränderte Kundenbedürfnisse reagieren können und welche technologischen Lösungen für eine digitale Wertschöpfungskette erforderlich sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein Methodenmix aus Literaturanalyse, Webcrawling und qualitativen Experteninterviews mit Führungskräften der Branche eingesetzt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Definition der Wertschöpfung 4.0, der Analyse neuer Geschäftsmodelle und dem empirischen Nachweis von Einflussfaktoren durch Expertenmeinungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Digitaler Darwinismus, Industrie 4.0, intelligente Wertschöpfungskette, Datenmanagement und Organisationsentwicklung.

Wie stehen die interviewten Experten zur Digitalisierung?

Die meisten Experten sehen in der Digitalisierung eine notwendige Chance, betonen jedoch die Herausforderung, bestehende konservative Strukturen und Denkmuster aufzubrechen.

Welche Rolle spielt der Faktor Mensch?

Die Arbeit identifiziert das Personalmanagement und die Unternehmenskultur als kritische Erfolgsfaktoren, da der Wandel neue Fähigkeiten erfordert und die Angst vor Arbeitsplatzverlusten mindern muss.

Final del extracto de 202 páginas  - subir

Detalles

Título
Digitalisierung im Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich
Subtítulo
Digitale Einflüsse entlang der Wertschöpfungskette
Universidad
( Middlesex University in London )  (KMU Akademie und Management AG)
Calificación
2
Autor
MBA Christian Jäkel (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
202
No. de catálogo
V1173861
ISBN (PDF)
9783346595102
ISBN (Libro)
9783346595119
Idioma
Alemán
Etiqueta
Digitalisierung digital business digital Leadership CRM Personalmanagement digital marketing Vertrieb 4.0 Industrie 4.0 Einkauf 4.0 Logistik 4.0 Marketing Betriebswirtschaft eCommerce Omni-Channel Organisationsentwicklung Vernetzung EDI eProcurement e-Mobilität Robotic Big Data künstliche Intelligent AI Algorithmen DSGVO Ethik & Moral
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
MBA Christian Jäkel (Autor), 2020, Digitalisierung im Stahl- und Metallhandel in Deutschland und Österreich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1173861
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