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Welche Auswirkungen hat der Fernunterricht auf das Job Crafting von Lehrkräften?

Title: Welche Auswirkungen hat der Fernunterricht auf das Job Crafting von Lehrkräften?

Bachelor Thesis , 2022 , 37 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Julia Mödinger (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Diese Studie befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Job Crafting und dem durch die COVID-19-Pandemie bedingten Fernunterricht bei Lehrkräften der Sekundarstufe aus Österreich und Deutschland.

Wie keine andere Krise zuvor hat die COVID-19-Pandemie das Arbeitsleben vieler Menschen weltweit außergewöhnlich stark verändert. Sei es das Arbeiten unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der extreme Druck und Stress insbesondere beim Personal im Gesundheitswesen oder der komplette Wegfall vielfacher Arbeitsstellen im Gastronomie-, Hotellerie-, Event- und Kulturbereich. Zu den über 30% aller Jobs in Österreich, die sich zu Beginn der Pandemie ins Homeoffice verschoben haben, gehört auch die Berufsgruppe der LehrerInnen.

Gerade Lehrkräfte, die in der Primär- oder Sekundarstufe unterrichten, waren besonders stark betroffen dadurch, dass sie völlig unvorbereitet und oft ohne jegliche Unterstützung seitens der Schulen oder Bildungsministerien von der kompletten Präsenz in die reine On-line-Lehre umsteigen mussten. Auch von Seiten der SchülerInnen stellt sich vor allem bei den jüngeren die Frage, ob die für einen adäquaten Fernunterricht technisch notwendige Ausstattung vorhanden ist, damit die LehrerInnen überhaupt die Möglichkeit haben, sie zu erreichen

Neben den materiellen Voraussetzungen stellt auch die Didaktik eine der größten Herausforderungen für den Fernunterricht dar. Wie können Lehrkräfte denselben Stoff, den sie all die Jahre für den Präsenzunterricht aufbereitet und optimiert haben, nun ins Digitale übertragen, ohne dass dies zu Verständnisproblemen und Leistungseinbußen bei den SchülerInnen führt? Wie kann Individualförderung gelingen, die insbesondere für sozial schwächere SchülerInnen während der Corona-Pandemie so wichtig geworden ist? Für das Problem des Abfragens der Prüfungsleistungen hat sich beispielsweise im Nachhinein betrachtet keine adäquate, einheitliche Lösung finden lassen, weshalb häufig gar keine Noten vergeben wurden.

Aufgrund der Relevanz dieses Themas war es Ziel dieser Forschungsarbeit, einerseits zu untersuchen, ob das Job Crafting von Lehrkräften in der Sekundarstufe im Fernunterricht geringer ausfällt als im Präsenzunterricht, und andererseits, ob die Fähigkeiten in der digitalen Mediennutzung den negativen Einfluss des zunehmenden Alters der LehrerInnen auf das Job Crafting im Fernunterricht mediieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Das Job Demands-Resources Model nach Bakker und Demerouti (2006)

2.2 Job Crafting nach Wrzesniewski und Dutton (2001)

2.3 Job Crafting nach Tims und Bakker (2010)

2.4 Die verschlechternde Wirkung von Fernunterricht auf Job Crafting

2.5 Die mediierende Wirkung der Fähigkeiten in der digitalen Mediennutzung auf den negativen Zusammenhang zwischen Alter und Job Crafting im Fernunterricht

3. Methoden

3.1 Stichprobe

3.2 Design

3.3 Verfahren

4. Ergebnisse

4.1 Deskriptive Daten

4.1.1 Stichprobe

4.1.2 Unterrichtsform während der jeweiligen Schulhalbjahre

4.1.3 Digitale Mediennutzung

4.2 Der Einfluss des Fernunterrichts

4.3 Fähigkeiten in der digitalen Mediennutzung als Mediator

5. Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Bachelorarbeit untersucht den Einfluss des COVID-19-bedingten Fernunterrichts auf das Job Crafting von Lehrkräften der Sekundarstufe in Österreich und Deutschland, wobei zudem analysiert wird, ob digitale Kompetenzen den Zusammenhang zwischen dem Alter der Lehrkräfte und ihrem Job Crafting mediieren.

  • Zusammenhang zwischen Fernunterricht und proaktivem Arbeitsverhalten (Job Crafting)
  • Anwendung des Job Demands-Resources Modells auf den Lehrberuf
  • Untersuchung von Altersunterschieden bei der digitalen Mediennutzung
  • Analyse der vier Dimensionen des Job Crafting im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Die verschlechternde Wirkung von Fernunterricht auf Job Crafting

Die erste Hypothese, die im Rahmen dieser Forschungsarbeit untersucht wird, bezieht sich auf das Job Crafting von Lehrkräften im Sekundarbereich, von dem erwartet wird, dass es im Fernunterricht geringer ausfällt als zur Zeit des Präsenzunterrichts vor der Corona-Pandemie. Diese Annahme stützt sich vor allem stark auf die Veränderungen der Dimensionen sowohl im JD-R Modell nach Tims und Demerouti (2006) als auch in den Job Crafting-Konzepten von Wrzesniewski und Dutton (2001) und von Tims und Bakker (2010).

Hinsichtlich des JD-R Modells lässt sich im Allgemeinen ein starker Anstieg in den Arbeitsanforderungen und eine starke Abnahme in den Arbeitsressourcen der Lehrkräfte während des Online-Unterrichts im Vergleich zum Präsenzunterricht vermuten. Bei beiden Dimensionen stehen vor allem psychologische, soziale und organisatorische Aspekte im Fokus. Auf psychologischer Ebene können Themen wie Einsamkeit und psychische Belastung bedingt durch womöglich schwindende Selbstwirksamkeit und Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zentraler werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Arbeitsleben von Lehrkräften und die damit verbundene Notwendigkeit, das proaktive Arbeitsverhalten in der Online-Lehre zu untersuchen.

2. Theoretischer Hintergrund: Erläutert die wissenschaftlichen Grundlagen wie das Job Demands-Resources Modell sowie die Konzepte von Job Crafting nach Wrzesniewski und Dutton sowie Tims und Bakker.

3. Methoden: Detailliert die Stichprobenakquise mittels Anfallsstichprobe, das konfirmatorische Studiendesign sowie das quantitative Erhebungsverfahren über SoSci Survey.

4. Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten der Lehrkräfte sowie die statistischen Analysen zum Einfluss des Fernunterrichts und der Mediationsfunktion digitaler Fähigkeiten.

5. Diskussion: Interpretiert die statistischen Befunde, beleuchtet die Limitationen der Studie durch die Stichprobenauswahl und gibt Ausblicke für zukünftige Forschung im Bildungssektor.

Schlüsselwörter

Job Crafting, Lehrer, Sekundarstufe, Fernunterricht, Online-Unterricht, Homeschooling, COVID-19, Arbeitsanforderungen, Arbeitsressourcen, digitale Medien, Mediennutzung, Mediation, Arbeitsstress, psychische Belastung, Lehrberuf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Umstellung auf den Fernunterricht während der COVID-19-Pandemie auf das proaktive Arbeitsverhalten (Job Crafting) von Lehrkräften der Sekundarstufe in Österreich und Deutschland ausgewirkt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Arbeitspsychologie, insbesondere dem Job Demands-Resources Modell, den Anpassungsprozessen von Lehrern im digitalen Unterricht und der Rolle digitaler Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es wird untersucht, ob Job Crafting im Fernunterricht geringer ausgeprägt ist als im Präsenzunterricht und ob digitale Medienkompetenz den Einfluss des Alters auf das Job Crafting beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quantitative Studie, bei der mittels eines Online-Fragebogens Daten erhoben wurden, die anschließend durch t-Tests und Mediationsanalysen ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Hypothesen, der Beschreibung der gewählten Erhebungsmethodik und der ausführlichen Darstellung der statistischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Job Crafting, Fernunterricht, Lehrer, COVID-19, Arbeitsressourcen, Arbeitsanforderungen und digitale Mediennutzung.

Welche Rolle spielt das Alter der Lehrkräfte bei den Ergebnissen?

Die Studie untersuchte, ob jüngere Lehrkräfte aufgrund höherer digitaler Fähigkeiten ein anderes Job Crafting-Verhalten zeigen, wobei sich diese Mediatoreigenschaft statistisch nicht bestätigte.

Hat sich der Fernunterricht negativ auf das Job Crafting ausgewirkt?

Ja, die Studie ergab eine signifikante Verschlechterung des Job Crafting im Fernunterricht im Vergleich zum Präsenzunterricht, mit Ausnahme der Dimension der abnehmenden hinderlichen Anforderungen.

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Details

Title
Welche Auswirkungen hat der Fernunterricht auf das Job Crafting von Lehrkräften?
College
University of Vienna  (Psychologie)
Grade
1,00
Author
Julia Mödinger (Author)
Publication Year
2022
Pages
37
Catalog Number
V1174004
ISBN (PDF)
9783346594327
ISBN (Book)
9783346594334
Language
German
Tags
Job Crafting Lehrer Sekundarstufe Fernunterricht Online-Unter-richt Homeschooling COVID-19
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Mödinger (Author), 2022, Welche Auswirkungen hat der Fernunterricht auf das Job Crafting von Lehrkräften?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174004
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