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Zwischen Persönlichkeitsbildung und Professionalisierung. Die Erzieherausbildung in der Reflexion

Titel: Zwischen Persönlichkeitsbildung und Professionalisierung. Die Erzieherausbildung in der Reflexion

Hausarbeit , 2020 , 24 Seiten , Note: 1

Autor:in: Sarah Strecker (Autor:in)

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich damit, die Ausbildung der Erzieher im Zeitraum von 2009 bis 2012 zu untersuchen und zu reflektieren. Dazu werden die damaligen prägenden sozioökonomischen Anforderungen und politischen Veränderungen innerhalb des Ausbildungszeitraums und – damit verbunden – deren Einfluss auf den Erzieherberuf und die an ihn gestellten Anforderungen aufgezeigt. Neben dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan, dem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz für die ersten drei Lebensjahre und dem damit verbundenen U3-Ausbau sind auch die PISA- Diskussion und die Debatte über die Bildung in den ersten Lebensjahren zentrale Einflussfaktoren in dem betrachteten Zeitraum. Durch diese Aspekte sind die Ausbildung und der Beruf stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Gerade in der Zeit 2009 bis 2012 wurde sich zunehmend vom Bild der Kindergärtnerin distanziert; das Bild der Erzieherin etablierte sich.

Diese Veränderungen haben auch Einfluss auf die Ausbildungsstätten. Denn sowohl die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung von frühkindlicher Bildung im Elementarbereich als auch die steigenden Ansprüche an eine qualifizierte Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher müssen an der Basis aufgegriffen werden. 2011 wurde der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) verabschiedet und ein umfassendes, bildungs- bereichsübergreifendes Profil der in Deutschland erworbenen Kompetenzen vorgelegt. Damit einhergehend gewann auch die praktische Ausbildung für den Kompetenzerwerb zukünftiger Fachkräfte an zentraler Bedeutung und Schwerpunkt im Lehrplan. An dieser Stelle aber stellen sich wichtige Fragen: Kann die vordergründig schulische Ausbildung überhaupt adäquat auf die Anforderungen in den Arbeitsbereichen, auf die Praxis, und auch auf die Vielfalt der individuellen Bedarfe und Bedürfnisse der Zielgruppen vorbereiten? Und ist die Ausbildung im Kontext der damaligen Veränderungen noch zeitgemäß und passend?
Um dies genauer zu analysieren, wird neben dem gesellschaftlichen Wandel und den veränderten Kompetenzen und Tätigkeiten des Erziehers auch gezielt der hessische Ausbildungsplan und die persönliche Erfahrung mit diesem reflektiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gesellschaftlicher Wandel und Entwicklung der Ausbildung

2. Das Berufsbild und die Ausbildung der Erzieher

2.1 Kompetenzen und Fähigkeiten

2.2 Aufgaben von Erziehern und Entwicklungsaufgaben für den Erzieherberuf

2.3 Vorgaben des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans an Fachkräfte

3. Rahmenlehrplan der Fachschule für Sozialwesen in Hessen

3.1 Ausbildungsziel und Qualifikationsprofil der Fachrichtung Sozialpädagogik

3.2 Unterrichtsgestaltung und Lehrinhalte der Ausbildung

4. Reflexion der eigenen Ausbildung

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht und reflektiert die Ausbildung zum Erzieher im Zeitraum von 2009 bis 2012 unter Berücksichtigung des gesellschaftlichen Wandels und veränderter Anforderungen an das Berufsbild. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob die schulische Ausbildung den heutigen Anforderungen in der Praxis gerecht wird und inwiefern sie den vielfältigen Bedürfnissen der Zielgruppen sowie den politischen Entwicklungen im frühkindlichen Bereich entspricht.

  • Gesellschaftlicher Wandel und dessen Einfluss auf den Erzieherberuf
  • Anforderungsprofil und notwendige Kompetenzen pädagogischer Fachkräfte
  • Strukturanalyse des Rahmenlehrplans der Fachschule für Sozialwesen in Hessen
  • Reflexion persönlicher Erfahrungen im Kontext der Ausbildung

Auszug aus dem Buch

1. Gesellschaftlicher Wandel und Entwicklung der Ausbildung

Das Berufsbild des Erziehers hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Seit 1960 wird der Beruf mit dem Bild der empathischen Mütterlichkeit assoziiert, die Aufgaben waren lange der mütterlichen Erziehung in der Familie gleichgestellt. Aber das Berufsbild hat sich im Zuge des gewandelten Bildes vom Kind in den letzten Jahren wesentlich geändert und auch zunehmend mehr an öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen, was sich auch auf die beruflichen Anforderungen ausgewirkt hat. Heutzutage gehen wir vom eigenaktiven, lernenden und erforschenden Kind aus und distanzieren uns von der defizitären Denkweise hin zur Ressourcen- und Kompetenzorientierung.

Insbesondere durch die Einführung der von den Bundesländern entwickelten Bildungspläne und -programme erfuhr die Ausbildung die wohl sichtbarste und deutlichste Veränderung und der Beruf an Anerkennung. Durch die Pläne verlagerte sich der Blickwinkel von der bisherigen Betreuung der Kinder auf die frühkindliche Bildung. Kindertageseinrichtungen sind nicht mehr bloße Verwahrungsstellen, sondern bedeutende Bildungsinstitutionen in der kindlichen Entwicklung und auch in der Gesellschaft geworden. Hinzu kommt der rechtlich verankerte Bildungsauftrag, der durch das SGB VIII untermauert wird: Kita und Erzieher werden nun als wichtiger Teil des öffentlichen Bildungssystems gesehen und sind in Zeiten von PISA stark in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Erzieherausbildung im Zeitraum von 2009 bis 2012 vor dem Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Veränderungen.

1. Gesellschaftlicher Wandel und Entwicklung der Ausbildung: Dieses Kapitel thematisiert den Wandel vom Betreuungs- zum Bildungsauftrag sowie die veränderten Anforderungen durch eine ressourcenorientierte Pädagogik.

2. Das Berufsbild und die Ausbildung der Erzieher: Hier werden die komplexen Aufgabenbereiche von Erziehern und die notwendigen Kompetenzprofile definiert.

3. Rahmenlehrplan der Fachschule für Sozialwesen in Hessen: Dieses Kapitel analysiert die strukturellen Vorgaben der Ausbildung und den Lehrplan in Hessen.

4. Reflexion der eigenen Ausbildung: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Ausbildungszeit und die Verknüpfung von Theorie und Praxis.

5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel bewertet die Qualität der aktuellen Ausbildung und formuliert Perspektiven für eine zukunftsorientierte Professionalisierung.

Schlüsselwörter

Erzieherausbildung, Berufsbild, Professionalisierung, Frühkindliche Bildung, Rahmenlehrplan, Sozialpädagogik, Kompetenzerwerb, Reflexion, Hessischer Bildungs- und Erziehungsplan, Pädagogisches Handeln, Theorie-Praxis-Transfer, Ausbildungsqualität, Gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ausbildung zum Erzieher im Zeitraum von 2009 bis 2012 und hinterfragt deren Angemessenheit hinsichtlich gesellschaftlicher Veränderungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Anforderungen an den Erzieherberuf, der Rahmenlehrplan der Fachschule in Hessen sowie die Reflexion über die Professionalisierung der Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die theoretisch geprägte Schulausbildung den komplexen praktischen Anforderungen der sozialen Arbeit gerecht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse in Kombination mit einer reflexiven Darstellung der eigenen Ausbildungserfahrungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Berufsrolle, die Darstellung der Lehrplanstrukturen in Hessen und die persönliche Reflexion der Ausbildungsphasen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind unter anderem Professionalisierung, Kompetenzerwerb, Theorie-Praxis-Transfer und frühkindliche Bildung.

Welche Rolle spielt der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan?

Er dient als zentrale Grundlage für die Definition von Anforderungen an pädagogische Fachkräfte und deren Rolle im Bildungssystem.

Warum wird die schulische Ausbildung im Fazit kritisch hinterfragt?

Die Autorin kritisiert eine teils isolierte Wissensvermittlung und fordert eine stärkere Verzahnung der Theorie mit den vielfältigen Anforderungen des Berufsalltags.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Persönlichkeitsbildung und Professionalisierung. Die Erzieherausbildung in der Reflexion
Note
1
Autor
Sarah Strecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V1174087
ISBN (PDF)
9783346594075
ISBN (Buch)
9783346594082
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen persönlichkeitsbildung professionalisierung erzieherausbildung reflexion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Strecker (Autor:in), 2020, Zwischen Persönlichkeitsbildung und Professionalisierung. Die Erzieherausbildung in der Reflexion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174087
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Leseprobe aus  24  Seiten
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