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Gesellschaft in Bewegung bringen. Zu den gesellschaftlichen Transformationspotenzialen der Spiel- und Bewegungskulturen

Titel: Gesellschaft in Bewegung bringen. Zu den gesellschaftlichen Transformationspotenzialen der Spiel- und Bewegungskulturen

Hausarbeit , 2021 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Frederik Brauner (Autor:in)

Gesundheit - Sportwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit lotet die gesellschaftlichen Transformationspotenziale von Sport- und Bewegungskulturen aus. Dabei geht sie in besonderem Maße auf das Phänomen der Trendsportart ein.

Bewegungs-, Spiel- und Sportkulturen befinden sich seit jeher im ständigen Wandel und zeigen je nach historischer Epoche und kulturellem Kontext je spezifische Ausprägungen. Im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen lässt sich feststellen, dass sich eine zunehmende Diversifizierung und Stilisierung des Sich-Bewegens, Spielens und Sporttreibens vollzieht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sozialer Wandel

2.1 Soziale Wandlungsprozesse und ihre körper- und spielsoziologische Fundierung

3 Zum Wandel des Sports

3.1 Trends, Trendsportarten und ihre gesellschaftlichen Implikationen

3.2 Spielende Subjekte als Transformationsagenten

3.3 Trendsport aus raumaneignungs- und geschlechtertheoretischer Perspektive

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Spiel- und Bewegungskulturen als Indikatoren und Triebkräfte für gesellschaftliche Transformationsprozesse. Ausgehend von körpersoziologischen Perspektiven und dem Wandel des Sports analysiert die Autorin, wie neue Trendsportarten und die damit verbundene Aneignung von Räumen sowie die Inszenierung des Körpers soziale Strukturen verändern und bestehende Normen in Bewegung bringen können.

  • Körpersoziologische Dimensionen in einer modernen Leistungsgesellschaft
  • Individualisierung und die Entstehung von Erlebniswelten im Sport
  • Der soziologische Wandel des Sports und die Charakteristika von Trendsportarten
  • Die Rolle des "Stil-Könnens" als Ablösung traditioneller Leistungsnormen
  • Raumaneignung und Geschlechterrollen in informellen Sportpraktiken

Auszug aus dem Buch

3.1 Trends, Trendsportarten und ihre gesellschaftlichen Implikationen

„Trends sind eine Art kulturelle Anpassungsübung an veränderte Gegebenheiten. Die Gesellschaft nimmt mit Trends die Spannungen, denen sie durch Modernisierungen und veränderte Bedingungen ausgesetzt ist, auf und versucht so, mit ihnen umzugehen“ (Horx, 1993, 11-12).

Schildmacher (1998) greift diese Definition auf und weist exemplarisch drei Trends auf, die sich wechselseitig konstituieren und fortschreitend dynamisieren. Diese stehen im direkten Verhältnis zu den eingangs skizzierten gesellschaftlichen Entwicklungen und sind in zentraler Weise mit den dargelegten Dimensionen von Körper und Körperlichkeit (vgl. Meuser, 2004) verbunden. So spielen in einer gesamtgesellschaftlichen und feldspezifischen Wechselwirkung im Kontext von Sport nach Schildmacher (1998) folgende drei Trends eine gewichtige Rolle, die maßgeblich zum Wandel des Felds Sport beigetragen haben und es weiterhin dynamisieren.

1) Die Suche nach Authentizität

In einer schnelllebigen Gesellschaft, in der „alles“ auch immer anders möglich scheint und es schwerfällt sich auf etwas festzulegen, entsteht eine Suche nach Halt, Dauerhaftigkeit und Verbindlichkeit. Der Körper steht bei dieser Suche unmittelbar zu Verfügung. Sport wiederum kann zur Formung des Körpers beitragen und gibt dem Individuum auf diese Weise Sicherheit, Verlässlichkeit und Selbstwirksamkeitserfahrung. Der trainierte Körper wird dann wiederum als Garant für dauerhafte Gesundheit und Leistungsfähigkeit zur Schau gestellt (vgl. Schildmacher, 1998, S.15)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Dynamik von Bewegungs- und Sportkulturen ein und definiert diese als kulturelles Feld, das gesellschaftliche Wandlungsprozesse sowohl widerspiegelt als auch anstoßen kann.

2 Sozialer Wandel: Dieses Kapitel expliziert den Begriff des sozialen Wandels und beleuchtet die Modernisierungs- und Individualisierungsprozesse sowie die Rolle der Erlebnisgesellschaft.

2.1 Soziale Wandlungsprozesse und ihre körper- und spielsoziologische Fundierung: Hier wird die zentrale Bedeutung des Körpers als Medium der Selbstpräsentation und als „agens“ innerhalb der modernen Gesellschaft untersucht.

3 Zum Wandel des Sports: Das Kapitel analysiert die Ausdifferenzierung des Sports in Richtung qualitativer Merkmale und das Konzept des „Stil-Könnens“.

3.1 Trends, Trendsportarten und ihre gesellschaftlichen Implikationen: Hier werden die Triebkräfte für Trendsportarten wie die Suche nach Authentizität, Konsumismus und Eventorientierung dargestellt.

3.2 Spielende Subjekte als Transformationsagenten: Dieses Kapitel verdeutlicht, wie Spielpraktiken als mimetische Prozesse fungieren, um gesellschaftliche Prinzipien körperlich erfahrbar zu machen und zu verändern.

3.3 Trendsport aus raumaneignungs- und geschlechtertheoretischer Perspektive: Die Analyse konzentriert sich auf die Nutzung von Raum („Spacing“) und die Möglichkeiten, durch Trendsport traditionelle Geschlechterrollen zu nivellieren.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass insbesondere informelle Spielpraktiken und eine widerständige Körperpraxis dazu beitragen, soziale Ordnungen performativ in Frage zu stellen.

Schlüsselwörter

Sozialer Wandel, Körpersoziologie, Trendsport, Stil-Können, Individualisierung, Erlebnisgesellschaft, Raumaneignung, Geschlechtertheorie, Transformationspotenzial, Selbstinszenierung, Spielkultur, Körperkult, Habitus, Mimesis, Soziokulturelle Dynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie moderne Spiel- und Sportkulturen als Motoren für gesellschaftliche Veränderungsprozesse wirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Körpersoziologie, dem sozialen Wandel, der Entwicklung von Trendsportarten und der raumaneignungstheoretischen Perspektive auf sportliche Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Sportpraktiken nicht nur bestehende gesellschaftliche Strukturen abbilden, sondern aktiv dazu beitragen können, soziale Verhältnisse zu verändern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse, indem sie Konzepte der Spielsoziologie (Caillois), der Sozialtheorie (Bourdieu) und der Raumtheorie (Löw, Deinet) miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Wandel des Sports, definiert Trendsportarten über deren Stilmerkmale und untersucht die Rolle des Körpers als "Transformationsagens".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Sozialer Wandel, Körpersoziologie, Trendsport, Stil-Können und Transformationspotenzial.

Wie unterscheidet sich "Stil-Können" vom klassischen Leistungssport?

Während der klassische Sport auf messbare Leistungen und objektiven Vergleich fokussiert, orientieren sich Trendsportarten an qualitativen Merkmalen, Ästhetik und individuellem Ausdruck.

Welche Bedeutung hat das Konzept des "Spacing" für Trendsportler?

Spacing beschreibt die aktive Aneignung und Umdeutung von Räumen, durch die Sportler sich von Alltagskonventionen abgrenzen und eigene "gegenkulturelle" Räume schaffen können.

Inwiefern kann Trendsport zur Geschlechtergleichstellung beitragen?

Durch die Abkehr vom klassischen, oft geschlechtertrennungsorientierten Leistungsvergleich hin zu bewegungsästhetischem Ausdruck können traditionelle Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern gemindert werden.

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Details

Titel
Gesellschaft in Bewegung bringen. Zu den gesellschaftlichen Transformationspotenzialen der Spiel- und Bewegungskulturen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Frederik Brauner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1174161
ISBN (PDF)
9783346594754
ISBN (Buch)
9783346594761
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gesellschaft bewegung transformationspotenzialen spiel- bewegungskulturen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederik Brauner (Autor:in), 2021, Gesellschaft in Bewegung bringen. Zu den gesellschaftlichen Transformationspotenzialen der Spiel- und Bewegungskulturen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174161
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Leseprobe aus  18  Seiten
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