Kunst und Realität bedingen sich gegenseitig und verändern einander stets. In der heutigen Zeit leben Kinder mehr denn je in ästhetischen Welten und ihrem Umgang mit Bildern und der Ausbildung ihrer künstlerischen Kompetenz wird hinsichtlich der kulturellen Sozialisation eine wachsende Bedeutung zugesprochen. Als angehende Lehrkräfte für das Unterrichtsfach Kunst unterliegen wir im Besonderen dem institutionellen Kontext und wir sollten dahingehend sensibilisiert sein, Kunst nicht zu instrumentalisieren. Als Kunstlehrer ist es unsere Aufgabe, unseren Schülern einen anderen, individuellen Zugang zu Bildern und ästhetischen Erlebniswelten zu ermöglichen und sie zu befähigen, über bereits Vorhandenes, Bekanntes hinauszugehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ziele des Konzepts
- Gegenstand des Projekts
- Inhalt
- Methode
- Durchführung und Beobachtung
- Auswertung und Reflexion des Projekts
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Seminar verfolgt das Ziel, Studierenden die Möglichkeit zu geben, ein künstlerisches Vermittlungsanliegen in der Schule umzusetzen. Dabei sollen die Studierenden ihre bereits erworbenen Kenntnisse über Kunstvermittlung anwenden und durch konkrete Projekte transportieren. Der Fokus liegt auf der Definition eines Vermittlungsanliegens, der Auswahl des zu vermittelnden Gegenstands und der fachdidaktischen Positionierung, die die Umsetzung in der Praxis ermöglicht. Eine anschließende Reflexion soll zu einer selbstkritischen Einschätzung und somit zum Lernprozess der Studierenden beitragen.
- Hinterfragen der Realität und deren Wahrnehmung
- Alternativen zur herkömmlichen Sichtweise auf die Welt entdecken
- Erweiterung der individuellen ästhetischen Sichtweise
- Verfremdung und Entkontextualisierung als Mittel der Kunstvermittlung
- Entwicklung individueller Strategien für eine differenzierte Herangehensweise
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Seminar vor, dessen Ziel es ist, ein künstlerisches Vermittlungsanliegen in der Schule umzusetzen. Die Studierenden sollen ihr Wissen über Kunstvermittlung anwenden und durch konkrete Projekte transportieren.
Das Kapitel "Ziele des Konzepts" beschreibt das Anliegen, den Schülern eine neue Sicht auf die Realität zu ermöglichen und Gegebenes zu hinterfragen. Die Schülerinnen und Schüler sollen Realität aus einer anderen Perspektive betrachten und dabei Alternativen entdecken.
Das Kapitel "Gegenstand des Projekts" erläutert, wie Künstler des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere im Surrealismus und Dadaismus, sich mit der Perspektivverschiebung auseinandersetzten. Die Verfremdung und Entkontextualisierung, wie sie im Surrealismus und Dadaismus vorkommen, werden als Gegenstand der Vermittlung vorgestellt.
Das Kapitel "Inhalt" beschreibt die Absicht, den Schülern zu zeigen, dass nichts feststehend und statisch ist. Durch die Auseinandersetzung mit dem Bekannten sollen sie neue Möglichkeiten zulassen und die eigene Sichtweise erweitern.
Schlüsselwörter
Kunstvermittlung, Realität, Perspektivverschiebung, Surrealismus, Dadaismus, Verfremdung, Entkontextualisierung, Differenz, ästhetische Sichtweise, individuelle Strategien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des vorgestellten Kunstunterricht-Konzepts?
Das Ziel ist es, Schülern einen individuellen Zugang zu ästhetischen Erlebniswelten zu ermöglichen und sie zu befähigen, über das Bekannte hinauszugehen und die Realität zu hinterfragen.
Welche Rolle spielt die Verfremdung in diesem Projekt?
Verfremdung und Entkontextualisierung dienen als Mittel der Kunstvermittlung, um eine Perspektivverschiebung zu bewirken und Alternativen zur herkömmlichen Sichtweise zu entdecken.
Welche Kunstströmungen werden als Grundlage herangezogen?
Das Projekt orientiert sich an Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts, insbesondere aus dem Surrealismus und dem Dadaismus.
Warum ist die Ausbildung künstlerischer Kompetenz heute so wichtig?
Da Kinder zunehmend in ästhetischen Welten leben, kommt dem Umgang mit Bildern für die kulturelle Sozialisation eine wachsende Bedeutung zu.
Welche fachdidaktische Position wird in der Arbeit vertreten?
Lehrkräfte sollten Kunst nicht instrumentalisieren, sondern Schülern helfen, durch die Auseinandersetzung mit dem Bekannten neue Möglichkeiten der Wahrnehmung zuzulassen.
- Arbeit zitieren
- Bettina Freude-Schlumbohm (Autor:in), 2008, Dinge neu erfahren. Verfremdete Gegenstände im Kunstunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117418