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Dinge neu erfahren. Verfremdete Gegenstände im Kunstunterricht

Projektbericht Fachpraktikum Kunst

Title: Dinge neu erfahren. Verfremdete Gegenstände im Kunstunterricht

Internship Report , 2008 , 11 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Bettina Freude-Schlumbohm (Author)

Pedagogy - Art education
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Kunst und Realität bedingen sich gegenseitig und verändern einander stets. In der heutigen Zeit leben Kinder mehr denn je in ästhetischen Welten und ihrem Umgang mit Bildern und der Ausbildung ihrer künstlerischen Kompetenz wird hinsichtlich der kulturellen Sozialisation eine wachsende Bedeutung zugesprochen. Als angehende Lehrkräfte für das Unterrichtsfach Kunst unterliegen wir im Besonderen dem institutionellen Kontext und wir sollten dahingehend sensibilisiert sein, Kunst nicht zu instrumentalisieren. Als Kunstlehrer ist es unsere Aufgabe, unseren Schülern einen anderen, individuellen Zugang zu Bildern und ästhetischen Erlebniswelten zu ermöglichen und sie zu befähigen, über bereits Vorhandenes, Bekanntes hinauszugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele des Konzepts

3. Gegenstand des Projekts

4. Inhalt

5. Methode

6. Durchführung und Beobachtung

7. Auswertung und Reflexion des Projekts

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die praktische Erprobung und Reflexion eines künstlerischen Vermittlungskonzepts in einer Schulklasse, das darauf abzielt, durch Verfremdung und Perspektivwechsel eine differenziertere Wahrnehmung alltäglicher Gegenstände zu fördern.

  • Vermittlung von Strategien zur ästhetischen Differenzierung
  • Einsatz von Verfremdung (Displacement) als künstlerisches Werkzeug
  • Förderung einer individuellen ästhetischen Sichtweise bei Schülern
  • Reflexion des Lehrerhandelns und der fachdidaktischen Praxis

Auszug aus dem Buch

3. Gegenstand des Projekts

In der Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts finden sich zahlreiche Künstler und Kunstrichtungen, die sich mit dem Thema der Perspektivverschiebung auf vielfältige Weise auseinandergesetzt haben. Besonders im Surrealismus wird die Fragestellung des Realen bildlich bearbeitet. Auch der Dadaismus, besonders Marcel Duchamp wirkte hier maßstäblich. Er hat mit der Ausstellung alltäglicher Gegenstände wie beispielsweise der Darstellung eines Flaschentrockners, Urinals etc. zum Hinterfragen angeregt. Was ist das eigentlich? Ist das real? Gibt es einen Flaschentrockner? Und wo ist Kunst? Erfundene Dinge, wie auch die Schokoladenmühle von 1911 wurden zu Kunst weil etwas Irreales, etwas Nicht- Greifbares war und somit alles Herkömmliche um sich herum infrage stellten. Diese Herangehensweise wurde von zahlreichen Künstlern fortgeführt und findet sich wieder in der Kontextkunst. Eine elementare Strategie der Kontextkunst ist die der Verschiebung (Displacement) und Verfremdung. Diese Verfremdung und Entkontextualisierung wollen wir uns zunutze machen und als Gegenstand der Vermittlung einbringen.

Die Verfremdung begünstigt eine differenzierte Wahrnehmung und somit eine genauere und kritischere Betrachtung der Realität. Die Auseinandersetzung mit alltäglichen, bekannten Gegenständen hat viele Künstlerinnen und Künstler inspiriert, die äußere Welt in ihrer gegeben Gestalt zu hinterfragen und das „Andere“ zu thematisieren. Irritation, Displacement und Dislocation sind dafür wichtige Werkzeuge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Rahmen des Seminars und die Zielsetzung, ein künstlerisches Vermittlungsanliegen in der Schule in Zweiergruppen praktisch umzusetzen und zu reflektieren.

2. Ziele des Konzepts: Dieses Kapitel beschreibt das Ziel, Schülern durch eine künstlerische Auseinandersetzung eine neue Sicht auf die Realität zu ermöglichen und die individuelle ästhetische Sichtweise zu erweitern.

3. Gegenstand des Projekts: Hier werden kunstgeschichtliche Grundlagen wie Surrealismus, Dadaismus und Kontextkunst als Basis für die Strategien der Verfremdung und Verschiebung (Displacement) herangezogen.

4. Inhalt: Es wird dargelegt, wie die Schüler dazu angeregt werden sollen, Alltagsgegenstände durch einen Perspektivwechsel neu zu definieren und sich mit dem „Fremden“ auseinanderzusetzen.

5. Methode: Die Methode basiert auf der sogenannten „kunsthaften Kunstvermittlung“, die den Prozess des Schaffens und das eigene Bewusstwerden in den Mittelpunkt stellt.

6. Durchführung und Beobachtung: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Umsetzung des Projekts in der Schule, bei der Schüler Alltagsgegenstände zeichnerisch in neue, originelle Funktionen überführten.

7. Auswertung und Reflexion des Projekts: Die Autoren reflektieren den Verlauf der Unterrichtsstunde, würdigen die rege Beteiligung, benennen aber auch ein Versäumnis in der expliziten Reflexionsphase mit den Schülern.

8. Fazit: Das Fazit resümiert die persönlichen Lernprozesse der Autorin bezüglich der Verbindung von Theorie und Praxis sowie die Erkenntnis über die Bedeutung einer authentischen, kunstorientierten Vermittlung.

Schlüsselwörter

Kunstvermittlung, Verfremdung, Displacement, Kontextkunst, ästhetische Bildung, Wahrnehmung, Perspektivwechsel, Surrealismus, Dadaismus, Projektunterricht, Kunstpädagogik, Schüleraktivierung, Differenzierung, Reflexion, künstlerische Praxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Projektbericht über eine kunstpädagogische Unterrichtssequenz, in der Studierende ein Konzept zur Vermittlung künstlerischer Strategien in einer Schule erprobten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Anwendung von Verfremdungstechniken im Kunstunterricht, die kunstgeschichtliche Einordnung von Objektkunst und die Reflexion von Vermittlungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die eigene Praxis als angehende Kunstlehrerin zu erproben und herauszufinden, wie durch bewusste Irritation und Verfremdung eine differenziertere ästhetische Wahrnehmung bei Schülern gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine praxisorientierte, explorative Methode gewählt, die sich auf den Ansatz der „kunsthaften Kunstvermittlung“ nach Pierangelo Maset stützt und durch direkte Beobachtung im Unterricht evaluiert wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über den Gegenstand des Projekts, die methodische Konzeption und die anschließende Durchführung mit Schülern, inklusive der Dokumentation ihrer Zeichnungen und Ideen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kunstvermittlung, ästhetische Bildung, Verfremdung, Displacement und Reflexion beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Andersheit“ in diesem Konzept?

Die „Andersheit“ dient als zentraler Impuls, um den Schülern zu helfen, sich vom instrumentellen Gebrauch der Dinge zu lösen und einen neuen, künstlerischen Zugang zur Welt zu finden.

Warum wurde die Idee mit dem „Außerirdischen“ in der Durchführung gewählt?

Dieses Szenario diente als motivierender altersgerechter Zugang, um den Schülern die Alltagsgegenstände fremd zu machen und sie spielerisch dazu zu bringen, deren Funktionen kreativ neu zu interpretieren.

Welches „Versäumnis“ gesteht sich die Autorin in der Reflexion ein?

Die Autorin reflektiert kritisch, dass sie im Unterrichtsgespräch den Fokus zu stark auf die reine Produktion der Zeichnungen legte und es versäumte, mit den Schülern intensiver über deren Herangehensweisen und Strategien zu sprechen.

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Details

Title
Dinge neu erfahren. Verfremdete Gegenstände im Kunstunterricht
Subtitle
Projektbericht Fachpraktikum Kunst
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Fachbereich Kunst)
Course
Entwicklung von Vermittlungskonzepten
Grade
2,3
Author
Bettina Freude-Schlumbohm (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V117418
ISBN (eBook)
9783668710535
ISBN (Book)
9783668710542
Language
German
Tags
Projektbericht Entwicklung Vermittlungskonzepten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bettina Freude-Schlumbohm (Author), 2008, Dinge neu erfahren. Verfremdete Gegenstände im Kunstunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117418
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