Dieser Unterrichtsentwurf ist für eine Unterrichtsstunde von 45 Minuten im Fach Deutsch in einer zweiten Klasse zum Thema "Auslautverhärtung: g oder k?" erstellt worden. Die Arbeit enthält eine Bedingungsanalyse, eine Sachanalyse, eine didaktisch-methodische Analyse, die tabellarische Stundenverlaufsplanung und das Tafelbild.
Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtseinheit
2. Unterrichtsvorbereitende Analyse
2.1 Bedingungsanalyse
2.2 Sachanalyse
2.3 Didaktisch-methodische Analyse
3. Stundenverlaufsplanung
4. Literatur- und Quellenverzeichnis
5. Anhang
Tafelbild
Lesetext
Übungsaufgaben
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist die didaktische Planung und methodische Gestaltung einer Deutschstunde in der Klassenstufe 1/2 zum Thema Auslautverhärtung. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Schülerinnen und Schüler durch gezielte Lernstrategien, wie die Grundform- und Mehrzahlprobe, die rechtschreibliche Korrektheit bei der Differenzierung zwischen Laut- und Schriftbild erreichen können.
- Didaktische Einordnung der Auslautverhärtung im Deutschunterricht der Grundschule
- Analyse der Lernvoraussetzungen unter Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie
- Theoretische Fundierung der Graphem-Phonem-Korrespondenz
- Methodik zur Vermittlung von Rechtschreibregeln durch "Geheim-Tricks"
- Strukturierung einer Unterrichtseinheit nach dem Modell des Integrierten Frontalunterrichts
Auszug aus dem Buch
2.2 Sachanalyse
Das zugrunde liegende Konzept beim Phänomen der Auslautverhärtung ist die Graphem-Phonem-Korrespondenz (Leibnitz-Institut für deutsche Sprache [IDS] (Hrsg.), Grammatisches Informationszentrum „Grammis“: Rechtschreibewortschatz – Die Graphem-Phonem-Korrespondenz). Die deutsche Sprache „basiert auf einem phonologischen System“ (Schründer-Lenzen, 2004, S.49), somit orientieren sich die Schriftzeichen an den Lauten der Sprache. Dabei werden die kleinsten bedeutungsdifferenzierenden Laute „Phoneme“ und die zugeordneten Zeichen oder Zeichengruppen „Grapheme“ genannt. Jedoch ist diese Zuordnung von Graphemen zu Phonemen sehr komplex, denn das Deutsche ist nur eine lautorientierte Sprache. Ein Phonem kann durch verschiedene Grapheme dargestellt (Schründer-Lenzen, 2004, S.49f.). Zum Beispiel kann das gesprochene [f] in fahren durch ein <f> und in Vater durch ein <v> repräsentiert werden. Doch auch ein Graphem kann durch verschiedene Phoneme ausgesprochen werden (Schründer-Lenzen, 2004, S.49f.). Ein Beispiel dafür wäre das geschriebene <v>. Bei dem Wort Vater wird es wie ein [f] gesprochen und bei dem Wort Vase wie ein [w].
Die Bestimmung, welche Graphem mit welchem Phonem korrespondiert wird durch die jeweilige Stellung im Wort und in der Silbe festgelegt. Dafür existieren zahlreiche Regeln. Die SchülerInnen lernen in der ersten Klasse die jeweiligen Basisgrapheme zu den häufigsten Phonemen kennen. Basisgrapheme sind die „statistisch häufigsten Graphemformen“ (Schründer-Lenzen, 2004, S.50) für die entsprechenden Phoneme. Das mögliche Auftreten von Orthographemen – weniger häufig vorkommende Grapheme für ein Phonem – als Verschriftlichung eines Phonems und Besonderheiten, die zwischen dem Laut und Schriftbild auftreten können werden danach erarbeitet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel verortet das Thema Auslautverhärtung innerhalb des Lehrplans der Klassenstufe 1/2 und beschreibt die Einbettung in die laufende Unterrichtsreihe.
2. Unterrichtsvorbereitende Analyse: Hier werden die lernrelevanten Bedingungen, die fachwissenschaftlichen Grundlagen des Graphem-Phonem-Konzepts sowie die didaktischen Überlegungen zur methodischen Gestaltung dargelegt.
3. Stundenverlaufsplanung: Dieser Abschnitt enthält die konkrete zeitliche und inhaltliche Planung der Unterrichtsstunde inklusive der Zielsetzungen und der eingesetzten Sozialformen.
4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Zusammenstellung aller verwendeten wissenschaftlichen Quellen und didaktischen Handreichungen.
5. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie das Tafelbild, den Lesetext sowie die verwendeten Übungsaufgaben und deren Lösungen.
Schlüsselwörter
Auslautverhärtung, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Schriftspracherwerb, Deutschunterricht, Grundschule, Rechtschreibung, Unterrichtsplanung, Lautsprache, Phonem, Graphem, Lernstrategien, Grundformprobe, Mehrzahlprobe, Laut- und Buchstabenebene, Basisgrapheme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsplanung grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die didaktische und methodische Vorbereitung einer Deutschstunde zur Auslautverhärtung für die Klassenstufe 1/2.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Bereich „Richtig schreiben“, insbesondere der Graphem-Phonem-Korrespondenz und dem Umgang mit verhärteten Konsonanten am Silbenende.
Was ist das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit?
Ziel ist es, den Schülern Strategien wie die Grundform- und Mehrzahlprobe zu vermitteln, damit sie die Schreibung von Wörtern mit Auslautverhärtung eigenständig ableiten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Vermittlung verwendet?
Es wird das Modell des Integrierten Frontalunterrichts genutzt, das durch Phasen der inneren Differenzierung, wie Partner- und Einzelarbeit, ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse, eine fachwissenschaftliche Sachanalyse und eine didaktisch-methodische Begründung des gewählten Vorgehens.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Auslautverhärtung, Schriftspracherwerb, Graphem-Phonem-Korrespondenz und Lernstrategien.
Warum spielt die COVID-19-Pandemie eine Rolle für die Planung?
Die Pandemie erzwang eine flexible Planung, da die Unterrichtsstunden so gestaltet werden mussten, dass sie auf verschiedene Klassen übertragbar waren und auch in Phasen von Home-Schooling funktionierten.
Welche „Geheim-Tricks“ lernen die Kinder in der Stunde?
Die Kinder lernen die Grundformprobe und die Mehrzahlprobe, um zu entscheiden, ob ein Wort mit einem weichen oder harten Konsonanten geschrieben werden muss.
- Quote paper
- Annabell Kühnert (Author), 2021, Auslautverhärtung - g oder k? Vergleichen von Sprech- und Schreibweise (2. Klasse Deutsch), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174241