Ansätze zur Clusterförderung durch die Politik und der Beitrag von Unternehmungen zur Infrastrukturentwicklung eines regional-sektoralen Wertschöpfungssystems


Seminararbeit, 2008
32 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Bedeutung der Clusterförderung für wirtschaftliche Entwicklung

2 Definitorische Grundlagen: Cluster und kritische Masse
2.1 Clusterbildung als besonderer Fall der Regionalentwicklung
2.2 Das Prinzip der kritischen Masse: Notwendigkeit des Vorhandenseins einer ausreichenden Anzahl an Akteuren

3 Clusterförderung durch politische Akteure: Gründe und Maßnahmen
3.1 Gründe für eine politisch motivierte Clusterentwicklung: Effektive Wirtschaftsförderung mit dem Ziel der Schaffung lokaler Arbeitsplätze
3.2 Maßnahmen zur Förderung der Clusterbildung: EU-Clusterförderung, Infrastrukturausbau und Erhöhung der regionalen Attraktivität
3.2.1 Paradigmenwechsel auf Ebene der EU sowie in der Regionalpolitik: Von der Struktur- zur Clusterförderung
3.2.2 Ausbau unterstützender Infrastruktur: Bedeutung der Spezial- ausbildung, öffentliche Forschungsinfrastruktur sowie Förderung von Clustervereinen
3.2.3 Marketing nach innen und außen: Erarbeitung einer gemeinsamen Vision und aktive Vermarktung der Region
3.3 Mangelnde Mitwirkung der Unternehmungen als Grenze öffentlicher Infrastrukturentwicklung

4 Clusterförderung durch Unternehmungen: Gründe und Maßnahmen
4.1 Gründe für unternehmungsseitige Clusterförderung: Produktivitätssteigerung und Verbesserung der Innovationskraft durch Nutzung des Standortvorteils
4.2 Nutzung der EU-Fördermittel, Infrastruktur und regionalen Attraktivität durch Unternehmungen
4.2.1 Förderung durch die EU: Anreiz für eine Clusterbeteiligung seitens der Unternehmungen
4.2.2 Infrastruktur als Basis eines Standortvorteils gegenüber isoliert arbeitenden Unternehmungen
4.2.3 Gemeinsame Vision sowie regionale Attraktivität als wichtige Erfolgsfaktoren
4.3 Geringe Aussagemenge zur betrieblichen Nutzung von Clustern als Defizit in der Forschung

5 Chancen und Grenzen der gezielten Clusterförderung unter Einbezug von Unternehmungen

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Bedeutung der Clusterförderung für wirtschaftliche Entwicklung

In den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass das Thema der Regionalentwicklung mit einer damit einhergehenden Schaffung von Arbeitsplätzen zunehmend an Relevanz gewann.[1] Für die Wirtschaftsförderung ergibt sich hieraus eine Situation, welche Chancen und Risiken zugleich beinhaltet – eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Unternehmungen gilt als grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche externe Unter- stützung.[2] Zurückführen lässt sich der Perspektivenwandel in der Forschung auf den Nie- dergang verschiedener Industrieregionen. Die internen Strukturen rückten ab Mitte der achtziger Jahre in den Mittelpunkt des Interesses der Regionalökonomie. Gegenstand der Untersuchungen waren fortan vermehrt die sektoralen Gestaltungsmöglichkeiten.[3]

Als wichtige Idee einer regionalen Wirtschaftsförderung gilt insbesondere die Clusterkon- zeption, bei welcher seit Anfang der neunziger Jahre eine wachsende Bedeutung zu ver- zeichnen ist.[4] Ausgangspunkt für das neu entwickelte Interesse ist das Werk The Competi- tive Advantage of Nations von Porter.[5] Das Phänomen der räumlichen Konzentration gab es allerdings schon lange vor dieser Veröffentlichung und kann bis in die Antike zurück- verfolgt werden.[6] Clusterbildung lässt sich zudem nicht durch ein einziges Prinzip be- schreiben, sondern besteht aus mehreren differierenden Ansätzen.[7] Folglich ist eine exakte Beschreibung schwierig, da in der Theorie weder über die genaue Ausgestaltung noch in Bezug auf die räumliche Ausbreitung Einigkeit besteht.[8] Es kann jedoch festgestellt wer- den, dass verschiedene Autoren eine stärkere Fokussierung auf Cluster empfehlen.[9]

Die vorliegende Arbeit soll die wichtigsten Aspekte dieses Phänomens sowie verschiedene Möglichkeiten einer Unterstützung aufzeigen. Hierzu erfolgt zunächst eine Darstellung wichtiger begrifflicher Grundlagen. Im Hauptteil geht es danach um die Motive einer Clusterförderung sowie diverse Maßnahmen, welche zur Zielerreichung eingesetzt werden können. Die Betrachtung wird zunächst für den Bereich der Politik durchgeführt; darauf aufbauend wird nachfolgend die Unternehmungsseite vorgestellt. Abschließend wird eine Zusammenfassung der Ergebnisse vorgenommen sowie kurz auf die Grenzen bei der prak- tischen Umsetzung eingegangen.

2 Definitorische Grundlagen: Cluster und kritische Masse

2.1 Clusterbildung als besonderer Fall der Regionalentwicklung

Aufgrund der verschiedenen Definitionen des Clusterbegriffs soll an dieser Stelle ein mög- lichst allgemeingültiges Zitat von Porter aufgeführt werden: „Clusters are geographic con- centrations of interconnected companies and institutions in a particular field.“[10] Die OECD ergänzte diese Erläuterung um die Wichtigkeit der integrierten Wertschöpfungsketten.[11] Die Firmen stehen zwar miteinander im Wettbewerb, arbeiten jedoch auch kooperativ zu- sammen.[12] Zu den unterstützenden Organisationen sind z. B. Verbände und Forschungsein- richtungen zu zählen. Darüber hinaus sollten mit Zulieferbetrieben und bedeutsamen Kun- den noch zwei weitere Akteursgruppen einem Cluster angehören.[13] Es sind demzufolge vielfältigere Voraussetzungen nötig als lediglich eine Anhäufung vergleichbarer Unter- nehmungen.[14] Ein Cluster kann außerdem in verschiedene Dimensionen eingeteilt werden. Die horizontale Dimension beschreibt hierbei die Existenz mehrerer Firmen, welche ver- gleichbare Güter produzieren und somit als Konkurrenten anzusehen sind. Die vertikale Sichtweise gibt die Beziehungen einer Unternehmung zu ihren Lieferanten und Abneh- mern wieder.[15] Daneben werden in der Literatur auch die institutionelle und die externe Dimension genannt.[16] Ferner ist festzuhalten, dass die Mitglieder eines Clusters eine mög- lichst hohe geographische Nähe zueinander aufweisen sollten.[17]

Die räumliche Darstellung kann bildlich in Form einer Traube oder eines Schwarms ver- standen werden.[18] Im Gegensatz zu den so genannten innovativen Milieus müssen die Branchen aber nicht notwendigerweise neuartig sein; auch bei konventionellen Industrie- zweigen ist eine Clusterbildung möglich.[19] Die hierfür notwendige Grundvoraussetzung in Form einer bestehenden kritischen Masse wird im nächsten Abschnitt erläutert. Dieses Prinzip spielt in der wissenschaftlichen Literatur eine wichtige Rolle und wird auch im Verlauf dieser Arbeit aufgegriffen. Insofern ist es erforderlich, die inhaltliche Aussage sowie die entscheidenden Aspekte kurz darzustellen.

2.2 Das Prinzip der kritischen Masse: Notwendigkeit des Vorhandenseins einer ausreichenden Anzahl an Akteuren

Die Existenz einer bestimmten Anzahl an Unternehmungen und Arbeitskräften gilt als Voraussetzung für den anzustoßenden Entwicklungsprozess.[20] Die kritische Masse ist so- mit als Schwellenwert zu verstehen und wird noch durch weitere Faktoren definiert.[21] So ist für das Entwicklungspotenzial auch entscheidend, dass „(…) hinreichende Ideen, An- strengungen und Projekte (…)“ existieren.[22] Dabei kann den Einflussgrößen je nach Bran- che eine unterschiedliche Wichtigkeit zugesprochen werden.[23] Besonders ausführlich mit diesem Prinzip haben sich Brenner und Fornahl beschäftigt.

Aufgrund der Problematik, dass eine exakte Definition der bestehenden kritischen Masse kaum realisierbar erscheint, sollte in der Praxis durch eine Bestandsaufnahme der wichtigs- ten Faktoren und einen Vergleich mit anderen Sektoren ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis erzielt werden. Eine erfolgreiche Clusterbildung kann durch eine Überquerung der virtuellen Trennlinie gelingen. Folglich sollte eine externe Förderung auch nur durch- geführt werden, wenn sich die Region in der Nähe dieser befindet. In einem solchen Fall könnten durch staatliche Maßnahmen die entscheidenden Impulse ausgelöst werden, wel- che zu der gewünschten Entwicklung führen. Liegt die Region allerdings weit unter bzw. über dem Schwellenwert, sollte auf politische Aktivitäten verzichtet werden.[24]

Die Form der Unterstützung ist auch abhängig von der Phase, in welcher sich der Cluster gegenwärtig befindet – so erfordert ein bereits existierender andere Eingriffe als ein poten- zieller.[25] Eine Überschreitung der kritischen Masse dürfte dabei i. Allg. bei Innovationen, d. h. bei neuen Märkten oder Produkten, mit einem geringeren externen Aufwand zu reali- sieren sein.[26] Erleichtert werden diese Vorhaben zudem, wenn bereits andere Produktions- cluster in der betreffenden Region angesiedelt sind.[27] Ferner ist darauf zu achten, dass nicht unnötigerweise Ausgaben für ein von der Politik erwünschtes, aber nicht realisierba- res Projekt getätigt werden.[28] Ein solches Vorgehen dürfte zu einer geringen Überlebens- zeit des Clusters sowie zu hohen finanziellen Ausgaben ohne Mehrnutzen führen.[29] Der externe Einfluss besteht vielmehr darin, die Wahrscheinlichkeit der Clusterbildung in der Region zu steigern und diesen Prozess zu unterstützen.[30] Speziell für die im nächsten Kapi- tel dargestellte Gruppe der politischen Akteure ist die Kenntnis dieser aufgeführten Grund- regel demzufolge von entscheidender Bedeutung.

3 Clusterförderung durch politische Akteure: Gründe und Maßnahmen

3.1 Gründe für eine politisch motivierte Clusterentwicklung: Effektive Wirtschaftsförderung mit dem Ziel der Schaffung lokaler Arbeitsplätze

Zwischen Politik und Ökonomie besteht in gewisser Weise ein wechselseitiges Abhängig- keitsverhältnis. Während letztere von Aktivitäten der öffentlichen Hand, bspw. dem Stra- ßenbau, profitiert, ist diese auf einen funktionierenden privaten Sektor angewiesen.[31] Zu- dem ist die Aufrechterhaltung und Steigerung der Lebensqualität eine Obliegenheit der Wirtschaftsförderung.[32] Hiervon lässt sich ableiten, dass eine möglichst effektive Unter- stützung im Interesse der politischen Akteure liegt. Die gestiegene Relevanz der Regionen in den vergangenen Jahren beruht dabei nicht nur auf den Bemühungen und Fortschritten vereinzelter Sektoren, sondern lässt sich auch durch den bereits erwähnten Perspektiven- wandel in der Forschung erklären.[33] Als entscheidender Aspekt gilt die zunehmende Glo- balisierung, welche oftmals eine verstärkte Zentralisation erforderlich werden lässt.[34] Hiermit ist die gestiegene sektorale Wichtigkeit zu begründen.[35] Die Vermutung, wonach sich durch die erhöhte internationale Orientierung eine größere Anpassung der Wirt- schaftsnationen ergeben müsste, hat sich nicht bestätigt.[36] Die Unterschiedlichkeit von Regionen wird vielmehr als Chance angesehen.[37]

Als Hauptziel der Wirtschaftsförderung gilt die Schaffung lokaler Arbeitsplätze.[38] Hierfür ist es notwendig, eine möglichst große ökonomische Leistungsfähigkeit zu erreichen; durch Beschäftigung kann wiederum der Wohlstand des Sektors erhöht werden.[39] Aus die- sem Grund ist bereits ein ausgeprägter Wettbewerb zwischen den Gebieten entstanden.[40] Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang, dass Unternehmer und Angestellte nicht nur im Cluster arbeiten, sondern in der überwiegenden Anzahl auch dort leben.[41] Die positiven Folgen dieser Ansiedelung für die maßgeblichen politischen Akteure[42] lassen sich anhand der Einkommensteuer darlegen. Diese wird nach dem so genannten Wohnsitz- prinzip veranlagt – der den Kommunen zustehende Anteil verbleibt somit in großen Teilen innerhalb der Region. Auch für Bund und Länder ist die Entstehung neuer Arbeitsplätze von Bedeutung, da die Einkommensteuer einen erheblichen Anteil am gesamten Steuer- aufkommen Deutschlands abdeckt.[43] Dies zeigt, dass die gesamte Politik von einer durch Clusterentwicklung verbesserten lokalen Wirtschaftskraft profitieren kann.

Die Motivation zur Förderung lässt sich auch direkt mit dem Konzept der kritischen Masse begründen. Liegt die Region knapp unterhalb des Schwellenwertes, sind bereits geringe externe Hilfen ausreichend, um den Übergang zu schaffen und die Innovationskraft zu steigern – dadurch wird auch die Erreichung politischer Ziele erleichtert. Zudem kann die öffentliche Unterstützung i. d. R. bereits nach der Generierung eines Clusters wieder ein- gestellt werden, so dass die finanziellen Zuwendungen kalkulierbar bleiben dürften.[44]

Es lässt sich konstatieren, dass die Forschung – und hierbei insbesondere die Wirtschafts- wissenschaften – verschiedene Ideen der Clusterbildung und deren Vorzüge veröffentlicht hat.[45] Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse hielten die Ansätze Einzug in die Wirt- schaftspolitik und genießen auch dort bereits ein hohes Renommee.[46] Die Popularität ist mittlerweile derart groß, dass Forscher ihre Arbeit auf diesem Gebiet zukünftig noch wei- ter intensivieren möchten.[47] Verstärkt werden „(…) Cluster als Motoren zur Entwicklung von Regionen propagiert.“[48] Im folgenden Abschnitt werden nun mögliche politische Maßnahmen vorgestellt.

3.2 Maßnahmen zur Förderung der Clusterbildung: EU-Clusterförderung, Infra- strukturausbau und Erhöhung der regionalen Attraktivität

3.2.1 Paradigmenwechsel auf Ebene der EU sowie in der Regionalpolitik: Von der Struktur- zur Clusterförderung

Die im letzten Kapitel beschriebene Richtungsänderung in der Wirtschaftspolitik lässt sich anhand eines konkreten Beispiels zeigen. Auf der Ebene der Europäischen Union wurde ein Konzept verabschiedet, welches auf die Zeit von 2007 bis 2013 angelegt ist und neue Maßstäbe bei der ökonomischen Entwicklung setzen soll.[49] Bis zu dieser Entscheidung fand die Förderung – vereinfacht dargestellt – in Form einer Gleichbehandlung aller Regi- onen statt. Diesem Vorgehen lag zu Grunde, die Unterschiede zwischen den vergleichs- weise starken und schwachen Gebieten nicht zu groß werden zu lassen.[50]

Ein entsprechender Ausgleich soll auch nach den neuen Beschlüssen erfolgen, allerdings kommt dem ökonomischen Wachstum eine intensivere Beachtung zu. Dieses soll durch eine Clusterbildung und dementsprechend durch eine ausgeweitete Fokussierung auf sek- torale Potenziale erreicht werden.[51] Es ist zu vermuten, dass einige Regionen ihren begüns- tigenden Status verlieren werden, andere hingegen zukünftig eine größere Priorität genie- ßen dürfen.[52] Quantitativ wird sich voraussichtlich nichts ändern, da die kalkulierte Höhe der Fördermittel ungefähr auf dem vorherigen Niveau belassen wurde.[53]

Solche Subventionszahlungen gelten als probates Mittel im Rahmen der Wirtschaftsförde- rung.[54] Daneben bestehen nach Meinung von Experten verschiedene Optionen, durch die ein Einfluss auf die Standortwahl der Firmen und somit auf die Clusterentwicklung ausge- übt werden kann.[55] Es sollte dabei jedoch stets die Angemessenheit – d. h. das Vorhanden- sein der benötigten kritischen Masse – berücksichtigt werden.[56]

Eine finanzielle Unterstützung von Unternehmungen kann nicht nur durch Zuschüsse, son- dern auch in Form von Steuererleichterungen erfolgen. Ferner können auch Wettbewerbs- regulierungen und somit neue Gesetze für eine politisch erwünschte Entwicklung sorgen.[57] Diese können dabei helfen, den Marktanteil der protegierten Firmen zu steigern. Ein sol- ches Vorhaben ist bspw. durch ein Verbot bestimmter Konkurrenzprodukte umsetzbar, da diese somit vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. Hierbei sollte jedoch beachtet wer- den, dass eine politische Beeinflussung zu Ungunsten anderer Cluster geschehen und folg- lich auch Nachteile hervorrufen kann.[58] Durch die genannten Maßnahmen – Steuerver- günstigungen, Subventionszahlungen und Gesetzesänderungen – kann also u. U. eine Er- höhung der Nachfrage ausgelöst werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Bil- dung eines Clusters, allerdings müssen die Gefahren einer politischen Involvierung be- dacht werden.[59]

Dies gilt demzufolge auch für die Möglichkeit einer direkt durch die Politik ausgelösten Nachfragesteigerung. Im Falle des Silicon Valley wurde ein derartiges Vorgehen ange- wandt. Das Verteidigungsministerium der USA vermittelte seine Aufträge konsequent in diesen Sektor und half entscheidend, die kritische Masse zu überschreiten – die Maßnahme war in diesem Beispiel somit erfolgreich.[60] Die hierfür wichtige Voraussetzung, wonach der Staat als Hauptbezieher fungieren muss, um die Entwicklung voranzutreiben, war zu- dem gewährleistet. Anschließend ist es aber zwingend notwendig, dass sich auch eine pri- vate Nachfrage entwickelt, da andernfalls eine Abgängigkeit von der öffentlichen Hand bestehen bleiben würde.[61] Unterbunden werden sollte durch die politischen Akteure das Aufkommen von Kartellen und Monopolen.[62] Eine Marktaufsicht dürfte deshalb eine an- gemessene Einrichtung darstellen.[63] Im folgenden Abschnitt wird nun erläutert, wie die Politik durch eine Verbesserung der Infrastruktur zur Clusterbildung beitragen kann.

3.2.2 Ausbau unterstützender Infrastruktur: Bedeutung der Spezialausbildung, öffentliche Forschungsinfrastruktur sowie Förderung von Clustervereinen

Infrastruktur ist der Oberbegriff für die „Summe der materiellen, institutionellen und per- sonellen Anlagen, Einrichtungen und Gegebenheiten, (...) die den Wirtschaftseinheiten zur Verfügung stehen (…)“[64] – sie spielt im Rahmen der Regionalentwicklung eine elementare Rolle. Die Gestaltung und Verbesserung liegt im Aufgabenbereich der öffentlichen Hand; allerdings sind dabei die Anforderungen der beteiligten Akteure zu berücksichtigen.[65]

[...]


[1] Vgl. Brenner/Gildner (2006), S. 1315; Meyer-Stamer (1999a), S. 2.

[2] Vgl. Leuninger/Held (2003), S. 161.

[3] Vgl. Rehfeld (1999), S. 34-35.

[4] Vgl. Gordon/McCann (2000), S. 513.

[5] Vgl. Jacobs/De Man (1996), S. 425.

[6] Vgl. Haas/Neumair (2006), S. 419.

[7] Vgl. Alecke/Untiedt (2005), S. 4.

[8] Vgl. Raines (2002), S. 129.

[9] Vgl. Porter (2002), S. 21; Schiele (2003), S. 13-23; Steinle/Schiele/Mietzner (2007), S. 236.

[10] Porter (1998), S. 78.

[11] Vgl. Sternberg/Kiese/Schätzl (2004), S. 164.

[12] Vgl. Scheuplein (2006), S. 14.

[13] Vgl. Schiele (2008), S. 129.

[14] Vgl. Schiele (2003), S. 29.

[15] Vgl. Bathelt/Glückler (2002), S. 212-213.

[16] Die institutionelle Dimension geht darauf ein, dass die Akteure eines Clusters Werte und technische Vorstellungen teilen; die externe Dimension drückt aus, dass eine Offenheit nach außen bestehen muss (Vgl. Haas/Neumair (2007), S. 98.).

[17] Vgl. Maier/Tödtling (1996), S. 19.

[18] Vgl. Steinle (2005), S. 552.

[19] Vgl. Koschatzky (2001), S. 197.

[20] Vgl. Bruch-Krumbein/Hochmuth (2000), S. 87; Nappenbach/Schräder (2004), S. 24.

[21] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 5-6.

[22] Lageman/Schmidt (2007), S. 470.

[23] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 5.

[24] Zur nachfolgenden Darstellung vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 5-8.

[25] Vgl. Fromhold-Eisebith/Eisebith (2005), S. 1252.

[26] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 6.

[27] Vgl. Rehfeld (1999), S. 97.

[28] Vgl. Sautter (2004), S. 70.

[29] Vgl. Rosenfeld/Franz/Heimpold (2006), S. 503-504.

[30] Vgl. Brenner (2004), S. 195-196.

[31] Vgl. UVEK (2006).

[32] Vgl. Widmaier/Beer/Gärtner/Hamburg/Terstriep (2004), S. 65.

[33] Vgl. Perlik (2001), S. 7.

[34] Vgl. Steinle/Schiele (2002), S. 849.

[35] Vgl. Raines (2001), S. 3.

[36] Vgl. Schiele (2003), S. 18.

[37] Vgl. Wagner (2008), S. 53.

[38] Vgl. Klessmann (2006), S. 11.

[39] Vgl. Meyer-Stamer (1999b), S. 2.

[40] Vgl. o. V. (2008a).

[41] Vgl. Bauer (2003), S. 5.

[42] In Deutschland sind dies neben der EU Bund, Länder und Kommunen (Vgl. Kiese (2008), S. 36.).

[43] Vgl. Loidl-Stuppi (2005), S. 5.

[44] Zur nachfolgenden Darstellung vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 9.

[45] Vgl. Jonas (2006), S. 1.

[46] Vgl. Kiese/Böttcher/Kramer (2007), S. 1.

[47] Vgl. Schätzl/Kiese (2008), S. 261.

[48] Gutgesell/Maier (2007), S. 130.

[49] Vgl. Del Campo/Monteiro/Soares (2008), S. 600-601.

[50] Vgl. Vieregge/Dammer (2007), S. 23-24.

[51] Vgl. Lageman/Schmidt (2007), S. 470

[52] Vgl. Ziegler (2006), S. 14.

[53] Vgl. Lageman/Schmidt (2007), S. 467.

[54] Vgl. Nappenbach/Schräder (2004), S. 25.

[55] Vgl. Bodenmann (2005), S. 52.

[56] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 9.

[57] Vgl. Raines (2001), S. 9.

[58] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 18-19.

[59] Vgl. Brenner (2004), S. 203.

[60] Vgl. Brenner/Fornahl (2002), S. 19.

[61] Vgl. Brenner (2004), S. 203.

[62] Vgl. Maskell/Kebir (2005), S. 11.

[63] Vgl. Litzenberger (2007), S. 295.

[64] Wieland (2007), S. 378 zitiert nach Joachimsen (1966).

[65] Vgl. Hausberg (2006), S. 131.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Ansätze zur Clusterförderung durch die Politik und der Beitrag von Unternehmungen zur Infrastrukturentwicklung eines regional-sektoralen Wertschöpfungssystems
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
2,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
32
Katalognummer
V117456
ISBN (eBook)
9783640212774
Dateigröße
448 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ansätze, Clusterförderung, Politik, Beitrag, Unternehmungen, Infrastrukturentwicklung, Wertschöpfungssystems, Cluster, Regionalentwicklung, Konzept, Unternehmen, Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Staat, Hilfe, Subventionen
Arbeit zitieren
Michael Dschida (Autor), 2008, Ansätze zur Clusterförderung durch die Politik und der Beitrag von Unternehmungen zur Infrastrukturentwicklung eines regional-sektoralen Wertschöpfungssystems, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117456

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