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Täuschend / Echt - Das Motiv der Konstruktion und Dekonstruktion in Michelangelo Antonionis "Blow-Up"

Titel: Täuschend / Echt - Das Motiv der Konstruktion und Dekonstruktion in Michelangelo Antonionis "Blow-Up"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Florian Steinacker (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sometimes reality is the strangest fantasy of all – die US-Version des Kinotrailers zu Michelangelo Antonionis Film Blow-Up beginnt mit einem scheinbaren Paradoxon. Wie kann Realität Einbildung sein? [...] Ein möglicher Ansatz, sich dem vielschichtigen Film zu nähern, ist, ihn unter dem Gesichtspunkt des Wechselspiels von Konstruktion und Dekonstruktion zu betrachten. So lässt sich, auf den Inhalt des Films bezogen, untersuchen, inwieweit das angebliche Verbrechen möglicherweise nur einer Fehlinterpretation des Fotografen entspringt, der sich, besessen von dem Gedanken, durch das Betrachten der glatten Oberfläche einen hinter dieser Oberfläche liegenden Sinn zu entdecken, eine eigene Geschichte konstruiert. Zunächst werde ich einige theoretische Grundlagen zum Verhältnis von Fotografie und (abgebildeter) Wirklichkeit sowie zur Wahrnehmung von fotografischen Bildern durch Subjekte darlegen, um anhand dieser Überlegungen bereits erste Bezüge zur Filmhandlung herzustellen. Im darauffolgenden Teil meiner Arbeit werde ich erklären, warum die Filmhandlung als Konstruktion und Dekonstruktion eines Kriminalfalls verstanden werden kann. Hierbei soll vor allem die Sequenz, in der Thomas seine im Park gemachten Auf-nahmen vergrößert und analysiert, einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Abschließend möchte ich darlegen, mit welchen Mitteln der Regisseur es schafft, die inhaltlich aufgeworfenen Thematiken auf der formalen Ebene des Films widerzuspiegeln und zu unterstützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Zum methodischen Vorgehen dieser Arbeit
  • Fotografie und Wirklichkeit
  • Blow-Up als Konstruktion und Dekonstruktion eines Kriminalfalls
    • Vorbedingungen zur Konstruktion
    • Konstruktion
    • Dekonstruktion
  • Zur formalen Gestaltung des Films
    • Illusion und Täuschung
    • Der Verbleib an der Oberfäche
  • Fazit

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit untersucht Michelangelo Antonionis Film "Blow-Up" unter dem Aspekt des Wechselspiels von Konstruktion und Dekonstruktion. Ziel ist es, die Frage zu beleuchten, inwieweit die Realität in "Blow-Up" von subjektiven Wahrnehmungen beeinflusst und durch den Akt der Fotografie konstruiert und dekonstruiert wird.

  • Das Verhältnis von Fotografie und Wirklichkeit
  • Die Rolle der Wahrnehmung und Interpretation in der Konstruktion von Bedeutung
  • Die Ambivalenz der Fotografie als Dokument und als Medium der Täuschung
  • Die Frage nach der Objektivität und Subjektivität von Bildern
  • Die Konstruktion und Dekonstruktion eines Kriminalfalls im Film

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel erläutert den methodischen Ansatz der Arbeit und stellt die Frage nach der Realität in "Blow-Up" in den Kontext des Films. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen zum Verhältnis von Fotografie und Wirklichkeit. Es wird die Debatte um die Objektivität und Subjektivität von Fotografien beleuchtet.

Das dritte Kapitel analysiert die Filmhandlung als Konstruktion und Dekonstruktion eines Kriminalfalls. Im Fokus steht die Sequenz, in der der Protagonist seine Aufnahmen vergrößert und analysiert. Das vierte Kapitel untersucht die formale Gestaltung des Films, insbesondere die Mittel, mit denen der Regisseur die inhaltlichen Thematiken auf der formalen Ebene widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Die Arbeit befasst sich mit den Themen Fotografie, Wirklichkeit, Wahrnehmung, Konstruktion, Dekonstruktion, Kriminalfall, Täuschung, Illusion, Filmform, Michelangelo Antonioni, "Blow-Up".

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema des Films "Blow-Up"?

Der Film thematisiert das Wechselspiel zwischen der Konstruktion und Dekonstruktion von Wirklichkeit, insbesondere durch das Medium der Fotografie.

Wie wird der Kriminalfall im Film dargestellt?

Der Kriminalfall wird als eine subjektive Konstruktion des Fotografen Thomas analysiert, der versucht, durch Vergrößerungen (Blow-ups) einen Sinn hinter der Oberfläche zu finden, der dort möglicherweise gar nicht existiert.

Welche Rolle spielt die Fotografie für die Wahrnehmung der Wirklichkeit?

Die Fotografie wird im Film als ambivalentes Medium gezeigt, das einerseits als Dokument der Realität dient, andererseits aber durch subjektive Interpretation zur Täuschung führen kann.

Was bedeutet "Dekonstruktion" in diesem Kontext?

Dekonstruktion bezieht sich auf den Prozess, in dem die sicher geglaubte Realität des Verbrechens im Laufe des Films wieder zerfällt, da keine objektiven Beweise bestehen bleiben.

Wer führte Regie bei "Blow-Up"?

Der Film wurde von dem berühmten italienischen Regisseur Michelangelo Antonioni gedreht.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Täuschend / Echt - Das Motiv der Konstruktion und Dekonstruktion in Michelangelo Antonionis "Blow-Up"
Hochschule
Universität zu Köln  (Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft)
Veranstaltung
Drei große Italiener
Note
1,0
Autor
Florian Steinacker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
30
Katalognummer
V117499
ISBN (eBook)
9783640198214
ISBN (Buch)
9783640198955
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Täuschend Echt Motiv Konstruktion Dekonstruktion Michelangelo Antonionis Blow-Up Drei Italiener
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Steinacker (Autor:in), 2007, Täuschend / Echt - Das Motiv der Konstruktion und Dekonstruktion in Michelangelo Antonionis "Blow-Up", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117499
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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