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"Le Mythe de Sisyphe" im Dialog mit "L'Etranger". Meursault als ein homme absurde im Sinne des Sisyphos

Titel: "Le Mythe de Sisyphe" im Dialog mit "L'Etranger". Meursault als ein homme absurde im Sinne des Sisyphos

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lea Seib (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit "Le Mythe de Sisyphe" im Dialog mit "L'Etranger".

Die Arbeit soll keine literaturwissenschaftliche Detailanalyse der beiden Werke vornehmen, sondern die beiden Werke im Dialog miteinander betrachten, um zu beurteilen, inwiefern die Kerninhalte des Mythos in L’Etranger verarbeitet werden. Es werden lediglich einzelne Szenen analysiert, welche für die Beantwortung der Forschungsfrage relevant sind. Darüber hinaus soll es nicht das Ziel dieser Arbeit sein, eine schon entworfene Interpretation der beiden Werke darzulegen, sondern eigene Interpretationsansätze zu liefern, die vereinzelt durch Forschungsliteratur untermauert werden.

Der Fokus dieser Arbeit soll nicht auf der Analyse von Sprache, Form und Struktur liegen, sondern wesentlich auf der inhaltlichen Verwobenheit der beiden Werke, um abschließend beurteilen zu können, inwiefern Meursault als ein l’homme absurde im Sinne des Sisyphos betrachten werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. La philosophie de l‘absurde

2.1.L‘absurde

2.2.Rencontre avec l’absurdité

2.3.Comment vivre dans un monde absurde ?

2.3.1. Le suicide

2.3.2. L’esquive ou le suicide philosophique

2.3.3. La Révolte

2.4.Zwischenfazit

3. L’Étranger

3.1.Fremdheit

3.1.1. Fremdheit gegenüber der eigenen Existenz

3.1.2. Fremdheit gegenüber gesellschaftlichen Konventionen

3.2.Gewohnheit

4. Meursault – l’héros absurde?

4.1.Verdrängung

4.2.Krise

4.3.Bewusste Revolte

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Albert Camus‘ philosophischem Essay „Le Mythe de Sisyphe“ und seinem Roman „L’Étranger“. Das zentrale Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die im Essay dargelegte Philosophie des Absurden in der Handlung des Romans literarisch verarbeitet wird und ob der Protagonist Meursault als „l’homme absurde“ betrachtet werden kann.

  • Grundlegung der Philosophie des Absurden nach Albert Camus
  • Analyse des „Klimas des Absurden“ im Roman L’Étranger
  • Untersuchung von Motiven wie Fremdheit und Gewohnheit bei Meursault
  • Beurteilung der Entwicklung Meursaults hin zur bewussten Revolte
  • Validierung der These von Jean-Paul Sartre zur wechselseitigen Erhellung beider Werke

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Fremdheit gegenüber der eigenen Existenz

Anhand verschiedener Szenen wird im Roman deutlich, dass Meursault sich selbst mit einer gewissen Distanz wahrnimmt. Diese Distanz, die einer Fremdheit gegenüber seiner eigenen Existenz gleicht, zeigt sich vor Allem im Erzählstil des Romans. L‘Etranger ist durchgängig autodiegetisch verfasst und folgt einer strikten Chronologie, die den Roman wie ein Tagebuch wirken lässt. Es erscheint widersprüchlich, zu behaupten, dass ein autodiegetischer Erzähler seiner eigenen Person so distanziert gegenübersteht, da die autodiegetische Erzählweise ja gerade dadurch hervorsticht, dass sie eine besonders starke Nähe zum Protagonisten aufweist. Dennoch kann im Falle Meursaults von Nähe keinesfalls die Rede sein.

« Aujourd’hui, maman est morte. Ou peut-être hier, je ne sais pas. J’ai reçu un télégramme de l’asile : « Mère décédée. Enterrement demain. Sentiments distingués. » Cela ne veut rien dire. C’était peut être hier. »

Die Distanz zu sich und seinem Dasein in der Welt wird schon in den ersten Sätzen des Romans sichtbar. In telegrammartigem Stil erzählt Meursault, wie er vom Tod seiner Mutter erfahren hat. Er ist nicht sicher, ob diese heute oder gestern gestorben sei und konstatiert schließlich, dass er es nicht wisse. Die Nachricht vom Tod seiner Mutter wird von Meursault rein objektiv beschrieben. Er berichtet nicht von seinen Gefühlen, die er angesichts des Todesnachricht seiner Mutter empfindet, sondern hebt lediglich formale Aspekte wie den Todeszeitpunkt hervor. Nach einer Nähe zu sich und seinen eigenen Gefühlen sucht man hier vergebens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Werke Camus‘ und Darlegung der Forschungsfrage zur wechselseitigen Erhellung von Sisyphos-Mythos und L’Étranger.

2. La philosophie de l‘absurde: Systematische Herleitung des Camus’schen Begriffs des Absurden sowie der Möglichkeiten, mit diesem umzugehen.

3. L’Étranger: Untersuchung des Romans auf Motive wie Fremdheit und Gewohnheit, um die Präsenz eines „absurden Klimas“ zu verifizieren.

4. Meursault – l’héros absurde?: Analyse der dreiphasigen Entwicklung Meursaults von der Verdrängung über die Krise hin zur bewussten Revolte.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf weitere Forschungsperspektiven zur Symbolik von Sonne und Licht.

Schlüsselwörter

Albert Camus, Le Mythe de Sisyphe, L’Étranger, Absurdität, Existenzialismus, Meursault, Fremdheit, Revolte, Gewohnheit, Philosophie, Sartre, Lebenssinn, Sinnlosigkeit, Romananalyse, Autodiegetischer Erzähler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die inhaltliche Verbindung zwischen Albert Camus‘ Essay „Le Mythe de Sisyphe“ und seinem Roman „L’Étranger“ unter dem Aspekt des Absurden.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind das Konzept der Absurdität, der Umgang des Menschen mit einer sinnlosen Welt, Fremdheitserfahrungen und die Entwicklung zum absurden Helden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu beurteilen, inwieweit die Philosophie des Absurden im Roman literarisch umgesetzt wird und ob Meursault als bewusster „l’homme absurde“ gelten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die zentrale Szenen beider Werke dialogisch aufeinander bezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die philosophische Definition des Absurden, die Untersuchung der Motive in L’Étranger und die Phasen-Analyse der Entwicklung Meursaults.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zu den Kernbegriffen zählen Absurdität, Camus, L’Étranger, Existenzialismus, Fremdheit und Revolte.

Inwiefern spielt der „philosophische Selbstmord“ bei Camus eine Rolle?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Camus das Ausweichen in die Religion als „philosophischen Selbstmord“ ablehnt, da dies den Konflikt zwischen Mensch und Welt negiert statt ihn auszuhalten.

Warum wird Meursault im letzten Kapitel als „l’héros absurde“ bezeichnet?

Da er zum Ende des Romans hin sein Schicksal akzeptiert, die Freiheit in dieser Begrenzung erkennt und die Welt ohne Hoffnung, aber in voller Bewusstheit affirmiert.

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Details

Titel
"Le Mythe de Sisyphe" im Dialog mit "L'Etranger". Meursault als ein homme absurde im Sinne des Sisyphos
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,7
Autor
Lea Seib (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
23
Katalognummer
V1175545
ISBN (PDF)
9783346610065
ISBN (Buch)
9783346610072
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Philosophie des Absurden Albert Camus L'Etranger Le Mythe de SIsyphe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Seib (Autor:in), 2022, "Le Mythe de Sisyphe" im Dialog mit "L'Etranger". Meursault als ein homme absurde im Sinne des Sisyphos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1175545
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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