Thema der folgenden Arbeit soll die Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Instanzen zur Bekämpfung bzw. zur Prävention von Adipositas sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kooperationsformen mit der Schule
3. Außerschulische Maßnahmen der Adipositasbekämpfung:
3.1. Das Programm zur Behandlung der Adipositas
3.2. Freiburger Interventionsprogramm zur ambulanten Therapie der Adipositas im Kindesalter - FITOC
3.3. Das Berliner Programm „Mopsfidel“
3.4 Die Umsetzung der Zielstellungen beider Programme
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendige Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Instanzen, um der zunehmenden Adipositas bei Kindern und Jugendlichen präventiv und therapeutisch entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch koordinierte Maßnahmen von Lehrkräften, Eltern und medizinischen Fachkräften ein nachhaltiger gesundheitlicher Erfolg erzielt werden kann.
- Problemanalyse der Adipositas im Kindes- und Jugendalter
- Gestaltungsmöglichkeiten des Sportunterrichts zur Förderung von Motivation und Bewegung
- Integration des Elternhauses in Präventions- und Interventionskonzepte
- Vergleichende Darstellung ambulanter Therapieprogramme (FITOC und Mopsfidel)
- Bedeutung interdisziplinärer Kompetenznetzwerke
Auszug aus dem Buch
3.1. Das Programm zur Behandlung der Adipositas
Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindesalter (AGA) gibt in ihren Leitlinien auch Hinweise, wann ein Therapieprogramm zur Bekämpfung der Adipositas notwendig ist und wie diese Therapie aufgebaut sein sollte.
Wann sollten bei einem Kind therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden? Wichtigste Entscheidungsmerkmale sind das Alter des Kindes und der Grad der Adipositas sowie eventuelle Begleiterkrankungen. Bei Kindern die zwischen 2 und 6 Jahren alt sind sollte ohne auftretende Begleiterkrankungen das Gewicht nur gehalten werden. Ein weiterer Gewichtsanstieg ist zu verhindern.
Bei Kindern die älter 6 Jahre sind, also die bereits in den Wirkungsbereich des Sportlehrers fallen, ist eine Gewichtsreduktion auch indiziert, wenn keine Begleiterkrankungen vorliegen, der Grad der Adipostas aber bereits über der 97.Perzentile einzuordnen ist.
Bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen kann es angezeigt sein, zuerst diese zu behandeln, bevor eine Therapie zur Gewichtsreduktion beginnen kann. Es kann aber andersrum oft ausreichend sein, die Adipositas zu behandeln, um eine Verbesserung der Begleiterkrankung zu bewirken.
Das ist je nach Schwere und Art der Begleiterkrankung zu entscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der Adipositas bei Kindern ein, definiert den Body-Mass-Index und verdeutlicht die Notwendigkeit einer frühzeitigen Prävention durch das soziale Umfeld.
2. Kooperationsformen mit der Schule: Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie der Sportunterricht und die Elternarbeit gestaltet werden können, um übergewichtige Kinder aktiv einzubinden und zu motivieren.
3. Außerschulische Maßnahmen der Adipositasbekämpfung: Dieses Kapitel erläutert die Leitlinien der AGA sowie spezifische Therapieprogramme wie FITOC und Mopsfidel, die einen multimodalen Behandlungsansatz verfolgen.
3.1. Das Programm zur Behandlung der Adipositas: Hier werden die medizinischen und pädagogischen Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindesalter (AGA) für strukturierte Therapieangebote vorgestellt.
3.2. Freiburger Interventionsprogramm zur ambulanten Therapie der Adipositas im Kindesalter - FITOC: Das Kapitel beschreibt ein seit 1987 bestehendes, ganzheitliches ambulantes Programm, das auf eine langfristige Verhaltensmodifikation setzt.
3.3. Das Berliner Programm „Mopsfidel“: Das Programm wird in seinem Aufbau, den Zielsetzungen und der spezifischen therapeutischen Gewichtung im Vergleich zu anderen Ansätzen analysiert.
3.4 Die Umsetzung der Zielstellungen beider Programme: Eine vergleichende Betrachtung der bisherigen Erfolge beider Programme unterstreicht die enorme Bedeutung der elterlichen Unterstützung für den Therapieerfolg.
Schlüsselwörter
Adipositas, Kindesalter, Schulsport, Prävention, Gewichtsreduktion, Energiebilanz, Ernährungsumstellung, Bewegung, Kooperation, Therapieprogramme, FITOC, Mopsfidel, Elternarbeit, Verhaltensmodifikation, Kompetenznetzwerk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Instanzen bei der Prävention und Behandlung von Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Rolle des Sportunterrichts, die Einbindung der Eltern sowie die Vorstellung und Evaluierung ambulanter Therapiekonzepte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Strategien für eine effektive, interdisziplinäre Bekämpfung der Adipositas zu identifizieren und die Notwendigkeit einer Vernetzung aller Beteiligten aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Leitlinien sowie die vergleichende Untersuchung spezifischer Interventionsprogramme.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in pädagogische Handlungsoptionen für Schulen und eine detaillierte Betrachtung klinischer sowie ambulanter Therapieansätze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adipositas, Prävention, Schulsport, Lebensstiländerung und interdisziplinäre Kooperation charakterisiert.
Worin liegt der Hauptunterschied zwischen FITOC und Mopsfidel?
FITOC ist als längerfristiges Programm mit achtmonatiger Intensivphase angelegt, während Mopsfidel mit acht Wochen Intensivphase kürzer konzipiert ist und eine andere Gewichtung bei der therapeutischen Betreuung aufweist.
Warum ist die Einbindung der Eltern so wichtig?
Da der Behandlungserfolg laut Autor maßgeblich davon abhängt, ob das soziale Umfeld und die Lebensgewohnheiten zu Hause an die Therapieziele angepasst werden.
- Quote paper
- Paul Rosen (Author), 2006, Adipositas. Zusammenarbeit mit außerschulischen Instanzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117598