Die Arbeit umfasst eine Predigt zu Jeremia 9,22-23 inklusive eines Gottesdienstentwurfs und eines homiletischen Entwurfs. Dazu gehören eine Exegese, eine systematisch-theologische Verortung sowie eine homiletische Entscheidung.
Inhaltsverzeichnis
1.) Annäherungen zum Thema
2.) Exegese
3.) Dogmatik
4.) Homiletische Anmerkungen:
a.) homiletische Vorbemerkung / Zugang
b.) Bezug der Predigt zur Weltwahrnehmung und ihr Gegenwartsbezug
c.) Genese der Predigt und sprachliche Gestaltung
d.) homiletisches Konzept
e.) Ziel der Predigt - „Predigtgoal“
f.) Homiletischer Nachhall
5.) Liturgische Anmerkungen
6.) Predigt zu Jer 9, 22-23
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den biblischen Text Jeremia 9, 22-23 mit dem Ziel, eine Predigt zu entwickeln, die den Hörer nicht durch belehrende Moral, sondern durch eine lebensnahe, offene Form des Glaubenszugangs anspricht und das eigene Gottvertrauen in den Fokus rückt.
- Theologische und exegetische Aufarbeitung des Rühmens bei Jeremia
- Dogmatische Reflexion über Gotteserkenntnis und menschliches Handeln
- Homiletische Konzeption der Predigt als dramatisches „offenes Kunstwerk“
- Einbindung von Lyrik (Rilke) und Bildender Kunst zur Veranschaulichung
- Integration der Predigt in einen liturgischen Gottesdienstrahmen
Auszug aus dem Buch
3.) Dogmatik:
Die vorliegende Predigt hatte in ihren Vorüberlegungen die Gotteserkenntnis als zentralen Kern herauskristallisiert. In dieser thematisch-dogmatischen Auseinandersetzung werden auch nur die für relevant befundenen Ansichten diskutiert. Der Gotteserkenntnis - dem Gewahrwerden, dass eine „höhere Instanz“ als das Irdische existiert - hat sich die Predigt versucht, über den Aspekt des Glaubens zu nähern. Die erste Frage stellte sich der Verfasserin danach, wie der Mensch zu Gott gelangen und somit erlöst werden kann? Die zweite und daran anschließende Frage ist dann: Kann der Mensch selbst etwas dafür tun, dass er glaubt? Kann er etwas zum Glauben „dazutun“ oder erhält er ihn durch Offenbarung, also „Glück“ im weiteren Sinne? In der Dogmatik existieren mehrere Zugänge.
Im Kontext des Alten Testaments zeigt sich Gott seinem Volk, indem er es ausgewählt hat und sich selbst offenbart, in Machtdemonstrationen oder Naturerscheinungen. Dennoch fällt auch das auserwählte Volk in der Folge immer wieder von Gott ab, so dass die Propheten als von Gott berufene Boten, als Mahner und Warner in Erscheinung treten. Das Volk soll an die Wirkmächtigkeit JHWHs erinnert werden und ihm bedingungslos vertrauen. Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit Gottes ist in diesem Zusammenhang der „rote Faden“ des alten Testaments.
Zusammenfassung der Kapitel
1.) Annäherungen zum Thema: Reflexion über die persönliche Vorberührung mit dem Text und erste Assoziationen zum Thema des „sich Rühmens“.
2.) Exegese: Analyse der form- und traditionsgeschichtlichen Hintergründe des Textes Jeremia 9, 22-23 im vorexilischen Kontext.
3.) Dogmatik: Auseinandersetzung mit der Frage nach Gotteserkenntnis und Heil in reformatorischer Perspektive.
4.) Homiletische Anmerkungen: Erläuterung der Predigtgenese, des dramaturgischen Konzepts und der sprachlichen Mittel zur Gestaltung der Predigt.
5.) Liturgische Anmerkungen: Einbettung der Predigt in den Gottesdienstablauf des Sonntags Septuagesimä unter Berücksichtigung liturgischer Vorgaben.
6.) Predigt zu Jer 9, 22-23: Präsentation des ausformulierten Predigttextes als performatives Kunstwerk.
Schlüsselwörter
Jeremia, Gotteserkenntnis, Rühmen, Predigtlehre, Homiletik, Liturgie, Glaube, Reformatorische Theologie, Gottvertrauen, Dramaturgie, Rilke, Weisheit, Nächstenliebe, Predigt, Gottesdienst
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit widmet sich der exegetischen, dogmatischen und homiletischen Aufarbeitung von Jeremia 9, 22-23 im Hinblick auf die Gestaltung einer modernen Predigt.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die Kritik an menschlicher Selbstüberhebung, die richtige Gotteserkenntnis sowie die Frage nach einem authentischen, nicht belehrenden Verkündigungsstil.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den biblischen Mahnspruch zu nutzen, um Hörer für einen Glauben zu gewinnen, der das Leben jenseits von Leistungsdruck und menschlichem Stolz als von Gott gewirktes Heil begreift.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es werden Methoden der Form- und Traditionsgeschichte für die Exegese sowie Ansätze der dramaturgischen Homiletik für die Predigtgestaltung angewandt.
Was behandelt der homiletische Hauptteil?
Der Hauptteil reflektiert die Inszenierung der Predigt, den Einsatz von Sprache, rhetorischen Mitteln und die Integration von außertheologischen Impulsen wie Gedichten und Kunst.
Welche Keywords definieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Jeremia, Gotteserkenntnis, Homiletik und das dramaturgische Predigtkonzept definiert.
Wie integriert die Autorin Rainer Maria Rilke?
Rilkes Gedicht „Nachbar Gott“ dient als interpretative Folie, um Gott als nahen Begleiter zu veranschaulichen und das Bild einer „trennenden Wand“ zwischen Gott und Mensch aufzubrechen.
Warum wird im Liturgieteil das Gemälde von Wolfgang Mattheuer erwähnt?
Das Gemälde wird als visuelle Ergänzung zum Gottesdienstblatt vorgeschlagen, um den Hörer durch Assoziationen zum „Weiterdenken“ und „Weiterhören“ über den Gottesdienst hinaus anzuregen.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Predigtarbeit zu Jeremia 9, 22-23, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176090