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Die Infant/ Child Objection – Ein noch ungelöstes Problem

Título: Die Infant/ Child Objection – Ein noch ungelöstes Problem

Trabajo , 2019 , 20 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Sarah Sailer (Autor)

Filosofía - Teoría (cognición, ciencia, lógica, idioma)
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Kann die Infant/ Child Objection überhaupt gelöst werden? Ist sie nicht lösbar, stellt dies ein großes Problem für die Erforschung von Testimonialen Wissen dar. Theorien zur Erforschung von Testimonialen Wissen, so wie der Reduktionismus, würden nicht mehr funktionieren. Dies würde auch noch weitere Theorien treffen und nicht nur den Reduktionismus oder den Non-Reduktionismus.

Um zu zeigen, dass die bisherige Literatur daran scheitert, das Problem zu lösen, werden verschiedene Lösungsansätze vorgestellt und analysiert. Dabei konzentriere ich mich auf die Ansätze, die meiner Ansicht nach am vielversprechendsten zu sein scheinen. Viele der Argumente, die angebracht werden, können aber auch auf andere Ansätze angewandt werden, daher agieren die hier dargebotenen Ansätze als kleine Auswahl. Mit Hilfe von Gegenbeispielen und logischen Argumenten werden diese Lösungsansätze widerlegt und dadurch verdeutlicht, dass die Infant/ Child Objection bis dato nicht gelöst werden konnte. Die Philosophen, deren Theorien, Ideen und Lösungsvorschläge in dieser Hausarbeit im Fokus stehen, sind Jennifer Lackey, Sanford Goldberg, Thomas Reid und Fabrice Clément. Manche dieser Autoren liefern auch Argumente gegen die Theorien anderer Philosophen. Auf diese wird eingegangen werden und sie werden für die eigenen Argumentation verwendet.

Die Argumentation dieser Hausarbeit besteht größtenteils aus Angriff verschiedener Ansätze und verteidigt dadurch die These, dass die angeführte Problematik, trotz verschiedener Lösungsversuche, bisher nicht gelöst werden konnte.

Lackeys Buch „Learning from Words“ (2008), sowie ihre darin etablierten Definitionen, wie zum Beispiel ihre Definition von Wissen als „testimonially justified or warranted, un-Gettierized, true belief“ (Lackey 2008) werden im Folgenden übernommen und als Grundlage für diese Hausarbeit verwendet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Infant/ Child Objection

3. Lösungsansätze

3.1 Jennifer Lackey

3.2 Sanford Goldberg

3.3 Thomas Reid

3.4 Fabrice Clément

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der sogenannten „Infant/ Child Objection“ im Kontext der Erkenntnistheorie testimonialen Wissens. Dabei wird analysiert, ob und wie Kinder, die aufgrund fehlender Erfahrungen und Urteilsfähigkeit als epistemisch eingeschränkt gelten, dennoch durch Testimonie Wissen erwerben können, wobei verschiedene prominente Lösungsansätze kritisch auf ihre Tragfähigkeit geprüft werden.

  • Analyse der „Infant/ Child Objection“ als Herausforderung für gängige Erkenntnistheorien.
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Lösungsansätzen von Jennifer Lackey, Sanford Goldberg, Thomas Reid und Fabrice Clément.
  • Untersuchung der epistemischen Abhängigkeit von Kindern von ihren Bezugspersonen.
  • Diskussion der Grenzen und Schwachstellen bisheriger philosophischer Modelle zum testimonialen Wissenserwerb bei Kleinkindern.

Auszug aus dem Buch

3.1 Jennifer Lackey

Jennifer Lackey (2008) behandelt die Infant/ Child Objection in ihrem Buch „Learning from Words“. Allerdings nutzt sie die Objection hauptsächlich nur zur Argumentation gegen den Non-Reduktionismus. Auch wenn die Lösung der Problematik nicht in ihrem Fokus liegt, liefert sie trotzdem einen Lösungsansatz. Sie unterscheidet zwischen der trivial und der substantive satisfaction von Bedingungen (vgl. Lackey 2008: 198). Der Unterschied liegt hierbei darin, ob das Subjekt X die Fähigkeit hat, ϕ tun zu können. Lackey spricht zum Beispiel von der no-lying condition und der no-betrayal condition. Daraus entsteht die allgemeine no-ϕing condition, wobei ϕ ein Platzhalter, eine Variable für verschiedene, mögliche Handlungen darstellt, und die no- ϕing condition eine Bedingung, diese Handlung nicht auszuführen.

So zum Beispiel nehmen wir an, dass um ein wirklich morales Leben zu führen, man die no-betrayal condition erfüllen muss, also leben ohne Verrat oder Untreue zu begehen. Diese Bedingung, so wie alle Bedingungen, kann man entweder trivial oder substantive erfüllen. Substantive satisfaction definiert Lackey folgendermaßen: „If X has the capacity to ϕ and does not ϕ, then X has substantively satisfied the no-ϕing condition“ (vgl. Lackey 2008: 198). Also um eine Bedingung wesentlich und bedeutend zu erfüllen, muss das Subjekt X überhaupt erst dazu fähig sein, die Handlung ϕ vollziehen zu können. Um also die Bedingung des Reduktionismus, positive Gründe zu haben um aus Testimonie Wissen gewinnen zu können, zu erfüllen, und die Bedingung des Non-Reduktionismus, keine negative Gründe zu haben, die einen davon abhalten würden, aus Testimonie Wissen zu generieren, zu erfüllen, muss das Subjekt X überhaupt erst dazu fähig sein, solche Gründe zu besitzen. Kinder können dies nicht, weshalb die substantive satisfaction nicht erfüllt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der „Infant/ Child Objection“ und Erläuterung der Relevanz für Theorien zum testimonialen Wissen.

2. Die Infant/ Child Objection: Darstellung der erkenntnistheoretischen Problematik, warum Kleinkinder nach gängigen Modellen keine berechtigten testimonialen Überzeugungen ausbilden können sollten.

3. Lösungsansätze: Detaillierte Analyse und Kritik verschiedener philosophischer Versuche, die Objection aufzulösen, unterteilt in die Ansätze von Lackey, Goldberg, Reid und Clément.

3.1 Jennifer Lackey: Untersuchung der Unterscheidung zwischen trivialer und substanzieller Erfüllung von Bedingungen als Lösungsstrategie.

3.2 Sanford Goldberg: Diskussion der Rolle eines „Beschützers“ im epistemischen Umfeld des Kindes zur Kompensation mangelnder Autonomie.

3.3 Thomas Reid: Analyse der angeborenen Prinzipien der Wahrhaftigkeit und Leichtgläubigkeit als fundamentale Rechtfertigungsquellen.

3.4 Fabrice Clément: Erörterung der These, dass ein Prüfmechanismus und soziales Vertrauen bei Kindern den Wissenserwerb ermöglichen könnten.

4. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass bisher kein Ansatz die Problematik vollständig lösen konnte und weiterführender Forschungsbedarf besteht.

Schlüsselwörter

Infant/ Child Objection, testimoniales Wissen, Erkenntnistheorie, Jennifer Lackey, Sanford Goldberg, Thomas Reid, Fabrice Clément, Reduktionismus, Non-Reduktionismus, testimoniale Rechtfertigung, epistemische Abhängigkeit, kindliche Entwicklung, Defeater, Leichtgläubigkeit, Wissenserwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die erkenntnistheoretische Herausforderung, wie Kinder testimoniales Wissen erwerben können, obwohl sie nach vielen Standardtheorien nicht über die erforderliche Rechtfertigung oder Autonomie verfügen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die „Infant/ Child Objection“, die Bedingungen für testimonialen Wissenserwerb, die Rolle der epistemischen Umgebung sowie die Konzepte von Vertrauen und Rechtfertigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die genannten Ansätze der Philosophen Lackey, Goldberg, Reid und Clément auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen und aufzuzeigen, dass bisher keine zufriedenstellende Lösung für das Problem existiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine analytische philosophische Untersuchung, bei der die Theorien anhand von Gegenbeispielen, logischer Argumentation und dem Vergleich mit empirischen Erkenntnissen kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Objection sowie die tiefgehende, kapitelweise Kritik an den Lösungsansätzen, wobei insbesondere deren Schwachstellen in Bezug auf unzuverlässige Sprecher oder das fehlende Vorwissen bei Kindern hervorgehoben werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind die Infant/ Child Objection, testimoniale Rechtfertigung, Epistemologie, Wissen sowie die spezifischen Lösungsansätze der untersuchten Philosophen.

Wie kritisiert die Arbeit den Ansatz von Sanford Goldberg?

Die Arbeit argumentiert, dass Goldbergs Modell eines „Beschützers“ nicht universell anwendbar ist, da es fehleranfällig ist und selbst in kontrollierten Umgebungen nicht garantiert, dass das Kind tatsächlich Wissen und nicht nur richtige Überzeugungen erwirbt.

Warum ist laut Autor der Ansatz von Thomas Reid problematisch?

Reids Prinzipien der Leichtgläubigkeit sind laut Arbeit zu oberflächlich; sie versagen in Szenarien, in denen Sprecher (auch ohne böse Absicht) falsche Informationen vermitteln, was bei Kindern unweigerlich zu unbegründeten Überzeugungen führt.

Final del extracto de 20 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Infant/ Child Objection – Ein noch ungelöstes Problem
Universidad
Saarland University
Calificación
2,7
Autor
Sarah Sailer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
20
No. de catálogo
V1176192
ISBN (PDF)
9783346597533
ISBN (Libro)
9783346597540
Idioma
Alemán
Etiqueta
infant/ child objection problem
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sarah Sailer (Autor), 2019, Die Infant/ Child Objection – Ein noch ungelöstes Problem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176192
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