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Emotionale Intelligenz im Konfliktmanagement

Empirische Untersuchung der Zusammenhänge von Faktoren emotionaler Intelligenz und Konfliktstilen

Title: Emotionale Intelligenz im Konfliktmanagement

Diploma Thesis , 2008 , 110 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Wirtschaftspsychologin Felicitas Müller (Author)

Psychology - Personality Psychology
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Summary Excerpt Details

Vor einigen Jahren habe ich an einem Seminar zur „Emotionalen Intelligenz“
teilgenommen. Meine Firma hatte dieses Seminar damals angeboten und da ich auf
der Suche war nach einer Weiterbildung zum Thema Persönlichkeitsentwicklung in
Zusammenhang mit Konfliktmanagement, hat mich der Titel „Emotionale Intelligenz“
angesprochen, auch wenn mir zum damaligen Zeitpunkt die Bedeutung des Begriffes
nicht wirklich klar war. Die inhaltliche Beschreibung des Seminars jedoch klang
interessant (z.B. die Bedeutung der Emotionalen Intelligenz kennenlernen, die
eigenen Emotionen deutlicher und früher sowie auch Konfliktfallen zu erkennen,
Emotionen regulieren zu können) und hat mein Interesse geweckt. Zwei Tage lang
dauerte das Seminar, in dem ich einen umfassenden Einblick bekommen habe, was
Emotionale Intelligenz nun tatsächlich bedeutet und ausmacht und welchen Einfluss sie auf das Konfliktmanagement ausüben kann. Von da an habe ich mich für dieses Thema immer mehr interessiert und zahlreiche Bücher darüber gelesen. Mein erster Gedanke auf der Suche nach einer Diplomarbeit galt somit auch der Emotionalen Intelligenz. Ich möchte in dieser Arbeit aber nicht nur theoretisch über Emotionale Intelligenz im Fokus Konfliktmanagement schreiben, sondern auch empirisch untersuchen, ob diese Form der Intelligenz tatsächlich für ein besseres und erfolgreiches Konfliktmanagement sorgt bzw. inwiefern unterschiedliche Konfliktstile mit der Emotionalen Intelligenz zusammenhängen.
Die Emotionale Intelligenz besteht aus einer Reihe von Fähigkeiten und Kompetenzen, die in dieser Arbeit ausführlich erläutert werden – Konfliktfähigkeit ist eine davon. Denn gerade auch in Konfliktsituationen sind Menschen ihren Emotionen manchmal völlig ausgeliefert, wenn negative Gefühle wie Wut, Ärger oder Enttäuschung Überhand nehmen. Hier zeigt sich, dass sich Emotionen trotz aller Sachlichkeit vermutlich nie oder nur schwer ausblenden lassen können. Goleman versuchte in seinem Mitte der 90er Jahre publizierten Buch darzustellen, dass Emotionen und Verstand nicht mehr als zwei unbedingt voneinander trennbare Systeme gelten sollen, sondern vielmehr zeigte er mit zahlreichen Fallbeispielen auf, dass „ohne ein intaktes Gefühlsleben die beste Intelligenz nichts nutze und dass Emotionen und Verstand in ständiger Wechselwirkung stehen“ (Müller, o. J.).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Psychologische Grundlagen der Emotion

2.1 Emotion und Begrifflichkeiten

2.1.1 Emotion

2.1.2 Gefühl

2.1.3 Stimmung

2.1.4 Affekt

2.2 Klassifikation von Emotionen

2.3 Auslösebedingungen von Emotionen

2.3.1 Auslösendes Ereignis

2.3.2 Ereignistyp

2.3.3 Subjektive Einschätzung des Ereignisses

2.3.4 Situativer Kontext

2.3.5 Persönliche Disposition einer Person

2.3.6 Regulationsstrategien von Gefühlszuständen

2.3.6.1 Bewusste oder unbewusste Regulation

2.3.6.2 Emotionsregulation als Kompetenz

2.4 Einfluss von Emotionen

2.4.1 Einfluss auf die Gesundheit

2.4.2 Einfluss auf die Wahrnehmung

2.5 Fazit Emotionen

3 Emotionale Intelligenz

3.1 Begrifflichkeit Emotionale Intelligenz

3.2 Erläuterung der emotionalen Intelligenz und Wirkung

3.3 Erkenntnisse aus der Intelligenzforschung

3.3.1 Emotionale Intelligenz und IQ

3.3.2 Das leidenschaftliche Gehirn

3.3.2.1 Elliot

3.3.2.2 Phineas Gage

3.3.3 Ein Blick in die Neurobiologie

3.4 Theoretische Konzepte zur Emotionalen Intelligenz

3.4.1 Edward L. Thorndike

3.4.2 Howard Gardner

3.4.3 Salovey und Mayer

3.4.4 Daniel Goleman

3.4.4.1 Selbstwahrnehmung

3.4.4.2 Selbstregulation

3.4.4.3 Motivation

3.4.4.4 Empathie

3.4.4.5 Soziale Fähigkeit

3.5 Fazit Emotionale Intelligenz

4 Konfliktmanagement

4.1 Konflikt

4.2 Vor- und Nachteile von Konflikten

4.2.1 Nachteile von Konflikten

4.2.2 Vorteile von Konflikten

4.3 Typologie von Konflikten

4.4 Konfliktarten

4.4.1 Intrapersonale und interpersonale Konflikte

4.4.2 Heiße und kalte Konflikte

4.5 Konfliktmanagement

4.6 Konfliktfähigkeit

4.7 Konflikteskalationsstufen nach F. Glasl

4.7.1 Erste Ebene – win-win-Strategie

4.7.2 Zweite Ebene: win-lose-Strategie

4.7.3 Dritte Ebene: lose-lose-Strategie

4.8 Konfliktstile

4.8.1 Integrativer Konfliktstil

4.8.2 Nachgiebiger Konfliktstil

4.8.3 Vermeidender Konfliktstil

4.8.4 Dominanter Konfliktstil

4.8.5 Kompromissbereiter Konfliktstil

4.9 Eisbergmodell der Konfliktdynamik – Die zwei Dimensionen eines Konfliktes

4.9.1 Beispiel

4.9.2 Eisbergmodell und Emotionale Intelligenz

4.10 EI im Konfliktmanagement und Streitvermeidungsstrategien

4.10.1 Keine direkte Konfrontation mit Gefühlen

4.10.2 Verwechslung von Handlung und Motiv

4.10.3 Verwechslung von Gefühl und Überlegung

4.10.4 Falsche oder mangelnde Wahrnehmungen

4.11 Fazit Konfliktmanagement

5 Erste Untersuchung

5.1 Befragung

5.2 Versuchspersonen

5.3 Methode

5.4 Fragebogen Emotionale Intelligenz

5.5 Fragebogen Konfliktmanagement

5.6 Ergebnisse

5.6.1 Emotionale Intelligenz

5.6.2 Emotionale Intelligenz und Konfliktstile

5.6.3 Konfliktstile

6 Zweite Untersuchung

6.1 Fragebogen

6.2 Versuchspersonen

6.2.1 Geschlechterverteilung

6.2.2 Studienrichtungen

6.2.3 Alter

6.3 Mittelwert und Standardabweichung

6.3.1 Emotionale Intelligenz

6.3.2 Konfliktstile

7 Deskriptive Statistik - Korrelationsanalyse

7.1 Emotionale Intelligenz

7.2 Emotionale Intelligenz und Konfliktstilen

7.3 Konfliktstile

8 Ergebnisse

8.1 Emotionale Intelligenz

8.2 Emotionale Intelligenz und Konfliktstile

8.3 Konfliktstile

8.4 Fazit Korrelationsanalyse

9 Fazit Emotionale Intelligenz und Konfliktmanagement

10 Gesamtfazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen verschiedenen Faktoren der emotionalen Intelligenz und der Anwendung spezifischer Konfliktstile empirisch zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine höhere Ausprägung emotionaler Intelligenz tatsächlich die Konfliktfähigkeit verbessert und zu produktiveren Konfliktlösungswegen führt.

  • Psychologische Grundlagen und Definition von Emotionen
  • Wissenschaftliche Theorien zur emotionalen Intelligenz
  • Strukturen, Dynamiken und Eskalationsstufen von Konflikten
  • Empirische Untersuchung von Konfliktstilen bei unterschiedlichen Zielgruppen
  • Korrelationsanalyse zur Wirksamkeit emotionaler Kompetenzen im Konfliktmanagement

Auszug aus dem Buch

3.3.2.1 Elliot

Nicht nur, dass die Emotionen eine bedeutende Rolle im Leben spielen, was das Treffen von Entscheidungen und Zufriedenheit im Leben betrifft - ohne sie wäre der Mensch nicht einmal lebensfähig. Das zeigt ein Beispiel des Neuropsychologen Antonio Damasio (Vgl. Klein, 2002, S.41): Sein Patient Elliot, erfolgreicher Jurist, guter Ehemann und Vater wurde von einem Tumor befallen, der sein Stirnhirn oberhalb der Nasenhöhle zerstörte. Der Tumor wurde entfernt, aber Elliots Persönlichkeit war nicht mehr dieselbe. Es fiel ihm schwer, sich zu organisieren, Entscheidungen zu treffen, er hatte den Blick für das Wesentliche verloren. Zeigte man Elliot Bilder von brennenden Häusern und ertrinkenden Menschen, so zeigte er keine Regung. Er schien von den Szenen unberührt, sie ließen ihn kalt. Er entgegnete nur, er merke, das Themen, die ihn einst sehr erregt hätten, jetzt keinerlei Reaktionen mehr in ihm hervorriefen, weder positive noch negative. Elliot, der Mann ohne Gefühle. Elliot verlor erst seinen Job, dann ging seine Ehe in die Brüche. Da er nicht mehr in der Lage war, Emotionen zu empfinden, kam er mit den normalsten Alltagssituationen nicht mehr zurecht. Nach Kast (2007) fand Damasio heraus, dass Elliot normal sprach und keinerlei Gedächtnisprobleme hatte, sogar sein IQ lag über dem Durchschnitt. Somit konnte es ihm nicht an Intelligenz und Wissen fehlen, dafür aber an etwas anderem, das dies die Ursache für sein Versagen im Alltag war: Elliot mangelte es an Gefühl. Das zeigte den Forschern erstmals, dass der Verstand ohne Emotionen nicht vorteilhaft funktionieren konnte, um ein „normales“ Leben leben zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihre Motivation, das Thema der emotionalen Intelligenz im Kontext des Konfliktmanagements zu erforschen und legt die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit dar.

2 Psychologische Grundlagen der Emotion: Dieses Kapitel definiert zentrale Begrifflichkeiten, klassifiziert Emotionen in primäre und sekundäre Formen und beleuchtet deren Einfluss auf Gesundheit sowie Wahrnehmung.

3 Emotionale Intelligenz: Hier werden das Konstrukt der emotionalen Intelligenz sowie neurobiologische Grundlagen und bedeutende theoretische Konzepte (u.a. von Goleman, Gardner und Salovey/Mayer) detailliert dargestellt.

4 Konfliktmanagement: Das Kapitel behandelt die Natur von Konflikten, eskaliert Stufen nach F. Glasl, verschiedene Konfliktstile und die Relevanz emotionaler Kompetenz für eine konstruktive Konfliktbewältigung.

5 Erste Untersuchung: Die Autorin präsentiert die Ergebnisse ihrer ersten Befragung, in der sie untersuchte, welche Konfliktstile in Verbindung mit emotionaler Intelligenz bei einer allgemeinen Stichprobe stehen.

6 Zweite Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung einer zweiten, umfangreicheren empirischen Untersuchung, die speziell auf die Zielgruppe der Studenten fokussiert.

7 Deskriptive Statistik - Korrelationsanalyse: Die statistische Auswertung der Daten wird hier vorgenommen, um die Zusammenhänge zwischen den Bausteinen der emotionalen Intelligenz und den verschiedenen Konfliktstilen zu verifizieren.

8 Ergebnisse: Die gewonnenen Daten aus der Korrelationsanalyse werden interpretiert, wobei die wechselseitigen Einflüsse von emotionaler Intelligenz und dem individuellen Konfliktverhalten verdeutlicht werden.

9 Fazit Emotionale Intelligenz und Konfliktmanagement: Die Verfasserin zieht eine Bilanz und betont die Bedeutung von erlernbaren Kompetenzen zur Verbesserung der Konfliktfähigkeit.

10 Gesamtfazit: Das abschließende Urteil fasst zusammen, dass emotionale Intelligenz keine statische Größe ist, sondern aktiv entwickelt werden kann, um in privaten und beruflichen Umfeldern erfolgreich zu agieren.

Schlüsselwörter

Emotionale Intelligenz, Konfliktmanagement, Emotionen, Konfliktfähigkeit, Konfliktstile, Psychologie, Korrelationsanalyse, Emotionsregulation, Selbstwahrnehmung, Empathie, Soziale Kompetenz, Glasl, Goleman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der emotionalen Intelligenz eines Menschen und dessen individuellen Konfliktstilen sowie der allgemeinen Fähigkeit, Konflikte konstruktiv zu bewältigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Grundlagen von Emotionen, wissenschaftliche Modelle der emotionalen Intelligenz, die Dynamik von Konflikten (nach Glasl) sowie die empirische Analyse von Konfliktverhaltensweisen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Menschen mit einer höheren Ausprägung emotionaler Intelligenz über eine bessere Konfliktfähigkeit verfügen und welche spezifischen Stile der Konfliktlösung sie bevorzugt einsetzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine theoretische Literaturanalyse kombiniert mit zwei empirischen Befragungen, die mittels Korrelationsanalysen ausgewertet werden, um Zusammenhänge zwischen Fragebogen-Items zu prüfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Emotionen, Emotionale Intelligenz, Konfliktmanagementsysteme) und die praktische Durchführung der Studien (Erste und Zweite Untersuchung inklusive statistischer Auswertung).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "Emotionsregulation", "Konfliktfähigkeit", "Win-Win-Strategien" sowie spezifische Testmethoden wie das ROCI-II (Rahim Organizational Conflict Inventory).

Welche Bedeutung haben die "Heißen" und "Kalten" Konflikte für die Autorin?

Die Autorin nutzt diese Differenzierung, um aufzuzeigen, wie sich Emotionen in verschiedenen Eskalationsstufen manifestieren und warum emotionale Intelligenz zur Deeskalation (insbesondere bei heißen Konflikten) notwendig ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Lernbarkeit emotionaler Intelligenz?

Die Autorin schlussfolgert, dass emotionale Intelligenz keine statische, unveränderbare Größe ist, sondern erlernt und durch gezielte Reflektion und soziale Kompetenzschulung ausgebaut werden kann.

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Details

Title
Emotionale Intelligenz im Konfliktmanagement
Subtitle
Empirische Untersuchung der Zusammenhänge von Faktoren emotionaler Intelligenz und Konfliktstilen
College
University of Applied Management
Grade
2,0
Author
Diplom-Wirtschaftspsychologin Felicitas Müller (Author)
Publication Year
2008
Pages
110
Catalog Number
V117632
ISBN (eBook)
9783640198870
ISBN (Book)
9783640199051
Language
German
Tags
Emotionale Intelligenz Konfliktmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Wirtschaftspsychologin Felicitas Müller (Author), 2008, Emotionale Intelligenz im Konfliktmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117632
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