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Toxic Masculinity. Was ist toxische Maskulinität?

Title: Toxic Masculinity. Was ist toxische Maskulinität?

Term Paper , 2021 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Corinna Kutschaba (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Thema toxische Maskulinität befassen und erörtern, inwiefern sich die Rolle des Mannes über die Jahre verändert hat. Ich beschäftige mich spezifisch mit der Frage, warum Männer keine Gefühle zeigen können oder zeigen dürfen.

Das Ziel ist es, Probleme in der Gesellschaft zu erkennen, die zuvor als ganz normal gesehen wurden. Zunächst werde ich eine Definition zur toxischen Maskulinität geben und konkret erklären, was man darunter versteht. Daraufhin beschäftige ich mich mit den Folgen dieser toxic und wie man sie schon in der Erziehung erkennen kann. Dafür betrachte ich noch mal genau die Suizidrate, welche nach Geschlecht und dem alter von null bis 95 Jahren sortiert wurde. Danach befasse ich mich mit der Veränderung der Männlichkeit in den vorherigen Jahrhunderten, um zu sehen, ob sich etwas ins Positive verändert. Dabei betrachte ich auch mögliche Vorgehensweisen, die Männer anwenden können, um sich mit ihrem Verhalten besser auseinanderzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist toxische Maskulinität?

2.1. Folgen toxischer Maskulinität

2.2. Toxische Männlichkeit in der Erziehung

3. Männlichkeit in der Geschichte

4. Wie können Männer ihre Gefühle akzeptieren?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen toxischer Männlichkeit auf Männer und analysiert, inwiefern sich das Rollenbild des Mannes im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Das primäre Ziel ist es, gesellschaftliche Strukturen zu identifizieren, die Männer dazu drängen, ihre Emotionen zu unterdrücken, und zu erörtern, welche Folgen dies – insbesondere im Hinblick auf psychische Gesundheit und Suizidalität – nach sich zieht.

  • Definition und historische Entwicklung von Maskulinitätskonzepten
  • Einfluss von Geschlechterstereotypen in der Erziehung
  • Zusammenhang zwischen unterdrückten Emotionen und psychischen Erkrankungen
  • Analyse der Suizidrate und Hilfesuchverhalten bei Männern
  • Perspektiven für einen Wandel hin zu einem offeneren Umgang mit Gefühlen

Auszug aus dem Buch

2. Was ist toxische Maskulinität?

Zunächst, um ein besseres Verständnis für das Thema zu bekommen, sollte man sich als erstes mit der Frage auseinandersetzen, was toxische Maskulinität überhaupt ist. Der Begriff an sich kommt von dem englischen Wort ‚toxic masculinity‘ und wurde wortwörtlich ins Deutsche übersetzt. Es beschreibt das Verhalten eines Mannes, welches man Jahrhunderte lang für normal und selbstverständlich empfand. Männer dürfen keine Gefühle zeigen, oder eben keine Gefühle, die mit Frauen in Verbindung gebracht werden (vgl. Salam 2019). Darunter versteht man Traurigkeit oder auch weinen, wenn man sich gestresst fühlt. Solche Emotionen werden oft mit Schwäche in Verbindung gebracht, weshalb viele auch meinen, dass das weibliche auch das schwächere Geschlecht sei. Toxische Maskulinität entstand bei der Männerbewegung aus den 1980er Jahren, welche von Shepherd Bliss geprägt wurde (vgl. Harrington 2020, S.3).

Bliss bestätigte 2019 in einer E-Mail an Dr. Carol Harrington, dass er diesen Begriff gewählt hat, um die militärische und autoritäre Männlichkeit seines Vaters zu charakterisieren (ebd.). Jagoda Marinic beschrieb es in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung so: „Die Diagnose von der toxischen Männlichkeit beschreibt provokativ Verhaltensmuster, die als männlich behauptet und von Männern behauptet und von Männern reproduziert werden.“ (Marinic 2019). Männer haben nämlich einen großen Anteil bei der Erziehung von einem Jungen zu einem Mann. Wenn der Vater zu seinem Sohn sagt, dass er wegen einem Kratzer nicht weinen soll, bestimmt er dadurch, wie dieser sich in der Zukunft in solchen Situationen verhält. Diese emotional distanzierte Beziehung zwischen Vater und Sohn wird auch durch toxisch maskuline Männer verursacht (vgl. Harrington 2020, S.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftlichen Erwartungen an Jungen, keine Gefühle zu zeigen, und stellt die Forschungsfrage zur Veränderung der Rolle des Mannes und dem Umgang mit Emotionen.

2. Was ist toxische Maskulinität?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der toxischen Maskulinität, beleuchtet seine historischen Ursprünge in den 1980er Jahren und analysiert, wie diese Normen durch Erziehung und soziale Prägung reproduziert werden.

2.1. Folgen toxischer Maskulinität: Der Fokus liegt hier auf den gesundheitlichen Auswirkungen wie Depressionen und der hohen Suizidrate bei Männern, die oft mit der Unterdrückung von Emotionen und einem mangelnden Hilfesuchverhalten korreliert.

2.2. Toxische Männlichkeit in der Erziehung: Anhand von Leserberichten wird aufgezeigt, wie bereits im Kindesalter durch elterliche Vorgaben Gewalt legitimiert und emotionale Ausdrucksfähigkeit bei Jungen unterdrückt wird.

3. Männlichkeit in der Geschichte: Das Kapitel zeichnet die historische Wandlung des Männlichkeitsbildes nach, von frühen egalitären Gesellschaften über patriarchale Strukturen bis hin zu modernen, diversifizierten Auffassungen von Männlichkeit.

4. Wie können Männer ihre Gefühle akzeptieren?: Es werden Strategien diskutiert, wie ein offenerer Umgang mit Gefühlen in der Gesellschaft gefördert werden kann, wobei die Bedeutung von individuellem Umdenken betont wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert, dass trotz anhaltender Probleme ein positiver Wandel in Richtung eines flexibleren Männlichkeitsbildes erkennbar ist.

Schlüsselwörter

Toxische Maskulinität, Männlichkeit, Geschlechterrollen, Emotionen, Suizidrate, Sozialisation, Patriarchat, Psychische Gesundheit, Erziehung, Männerbild, Gefühlsunterdrückung, Wandel der Männlichkeit, Depressionen, Hilfesuchverhalten, Geschlechterstereotype

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen der toxischen Maskulinität und untersucht, wie dieses gesellschaftlich geprägte Bild Männer in ihrem emotionalen Ausdruck einschränkt und welche schwerwiegenden psychischen Folgen dies hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition toxischer Männlichkeit, der Rolle der Erziehung, der historischen Entwicklung von Männlichkeitsbildern sowie den gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere im Kontext von Suizidalität und Depression.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Männer in unserer Gesellschaft oft keine Gefühle zeigen können oder dürfen, und zu prüfen, inwieweit sich die Rolle des Mannes in Bezug auf Emotionen über die Jahrzehnte hinweg positiv verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Studien, sozialwissenschaftlicher Analysen sowie öffentlicher Diskurse und Statistiken die theoretischen Grundlagen und die empirische Lage zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einordnung des Begriffs, eine Analyse der gesundheitlichen Konsequenzen (Folgen) sowie eine detaillierte historische Betrachtung der Entwicklung des Männlichkeitsbegriffs vom antiken Rom bis in die heutige Zeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen toxische Maskulinität, Geschlechterrollen, Gefühlsunterdrückung, Suizidprävention, historische Männlichkeitskonzepte und psychische Gesundheit von Männern.

Warum spielt die Väter-Sohn-Beziehung eine so große Rolle bei der Entwicklung toxischer Maskulinität?

Die Arbeit betont, dass Väter als zentrale Vorbilder fungieren, die durch ihr eigenes Verhalten und ihre Erziehungsmethoden (z. B. das Verbot zu weinen) maßgeblich bestimmen, welches Bild von Stärke und Männlichkeit der Sohn verinnerlicht.

Welche Rolle spielt die Suizidstatistik für die Argumentation der Autorin?

Die Suizidstatistik dient als empirischer Beleg für die schwerwiegenden Auswirkungen unterdrückter Emotionen, da Männer trotz seltenerer Depressionsdiagnosen im Vergleich zu Frauen eine deutlich höhere Suizidrate aufweisen, was auf eine Unterdiagnostik und Tabuisierung hinweist.

Bietet die Arbeit auch Auswege aus dem Kreislauf der toxischen Maskulinität an?

Ja, im vierten Kapitel wird erörtert, dass ein offenerer gesellschaftlicher Dialog und ein individuelles Umdenken – etwa durch das Zulassen von Emotionen und das Suchen professioneller Unterstützung – essenziell sind, um den Teufelskreis zu durchbrechen.

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Details

Title
Toxic Masculinity. Was ist toxische Maskulinität?
College
Bielefeld University
Course
Einführung in die Männlichkeitenforschung
Grade
2,3
Author
Corinna Kutschaba (Author)
Publication Year
2021
Pages
17
Catalog Number
V1176333
ISBN (PDF)
9783346595713
ISBN (Book)
9783346595720
Language
German
Tags
Toxische Männlichkeit Sexualität Männlichkeit Mentale Gesundheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Kutschaba (Author), 2021, Toxic Masculinity. Was ist toxische Maskulinität?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176333
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