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Kinder aus alkoholbelasteten Familien

Präventions- und Interventionsmaßnahmen im sozialpädagogischen Kontext

Titel: Kinder aus alkoholbelasteten Familien

Facharbeit (Schule) , 2021 , 31 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Aline Riwe (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit werde ich mich zunächst mit dem Thema Alkohol- und Alkoholabhängigkeit im Allgemeinen befassen, um einen Überblick über die Thematik zu verschaffen. Im Anschluss daran werde ich mich spezifisch mit der Thematik „Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien“ auseinandersetzen, um dann abschließend, ausgehend von der entwicklungspsychologischen Perspektive, Rückschlüsse auf die möglichen Präventions- und Interventionsmaßnahmen in sozialpädagogischen Kontexten zu ziehen.

Kinder und Jugendliche aus alkoholbelasteten Familien weisen ein erhöhtes Risiko auf, Abhängigkeitserkrankungen zu entwickeln und zeigen zudem häufiger auffällige Symptome. Unter anderem lassen sich hierbei Symptome in den Bereichen Angst, Störungen der Verhaltenskontrolle, antisoziales Verhalten, Impulsivitätsstörungen und Depressionen verzeichnen. Diese dysfunktionalen Verhaltensweisen zeigen sich zumeist in den Bereichen der Selbstwirksamkeit, in der interpersonellen Problemlösekompetenz, in den sozialen Interaktionsfähigkeiten, in der Verhaltenskontrolle und unter anderem auch bei schulischen und kognitiven Leistungsproblemen. Aufgrund dieser schwerwiegenden Folgen bei Kindern und Jugendlichen ist es notwendig, dieser Problematik entgegenzuwirken.

Vor allem in sozialen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie Kindertagesstätten, Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen kann diese Problematik erkannt und sich dieser angenommen werden. Somit können präventive Maßnahmen und Interventionsmöglichkeiten sowohl im Kindesalter als auch im Jugendalter herangezogen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 WAHL DES THEMAS UND ZIELSETZUNG

2. ALKOHOL UND SUCHT

2.1 ALKOHOL ALS SUBSTANZ

2.1.1 PHYSIOLOGISCHE WIRKUNG VON ALKOHOL

2.1.2 FOLGESCHÄDEN DER ALKOHOLABHÄNGIGKEIT

3. KINDER UND JUGENDLICHE AUS ALKOHOLBELASTETEN FAMILIEN

3.1 MERKMALE VON ALKOHOLBELASTETEN FAMILIEN

3.1.1 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN UND FOLGEN AUF DIE KINDESENTWICKLUNG

3.1.2 ROLLEN VON BETROFFENEN KINDERN UND JUGENDLICHEN

4. ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE PERSPEKTIVE

4.1 GRUNDBEDÜRFNISSE

4.1.1 ENTWICKLUNGSAUFGABEN

4.2 FOLGERUNG DER GRUNDBEDÜRFNISSE UND ENTWICKLUNGSAUFGABEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN IN BEZUG AUF ALKOHOLBELASTETE FAMILIEN

5. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMAßNAHMEN AUS SOZIALPÄDAGOGISCHER PERSPEKTIVE

5.1 KINDERTAGESSTÄTTE

5.2 KINDER- UND JUGENDHILFE

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen aus alkoholbelasteten Familien und beleuchtet, wie sozialpädagogische Präventions- und Interventionsmaßnahmen deren Entwicklung unterstützen können. Zentral ist die Frage, wie Fachkräfte in Kindertagesstätten und der Kinder- und Jugendhilfe diesen Kindern einen sicheren Rahmen bieten und ihre Resilienz stärken können.

  • Merkmale alkoholbelasteter Familien und deren Auswirkungen auf die Kindesentwicklung
  • Entwicklungspsychologische Grundbedürfnisse und Aufgaben im Kindes- und Jugendalter
  • Bewältigungsstrategien und Rollenbilder betroffener Kinder (z.B. „Held“, „Sündenbock“)
  • Präventions- und Interventionsansätze in der Kindertagesstätte
  • Hilfen zur Erziehung im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Rollen von betroffenen Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche, die in alkoholbelasteten Familien aufwachsen, können unterschiedliche Verhaltensweisen entwickeln, um von der Problematik abzulenken und um sich selbst zu schützen. Diese Rollen können neben alkoholbelasteten Familien jedoch auch in jeder Familie auftreten, die Dysfunktionen aufzeigt. Im Folgenden werde ich vier mögliche Rollen mit ihren Charaktereigenschaften anführen.

Hierbei kann zum einem die Rolle des „Helden“ eingenommen werden. Meistens wird diese Rolle von dem ältesten Kind in der Familie eingenommen. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass ein hohes Maß an Selbstverantwortungsbewusstsein und Selbstständigkeit vorliegt. Sowohl schulisch als auch bei allen anderen Aktivitäten versucht der „Held“ in Form von guten Leistungen Anerkennung zu bekommen. Dies wertet nicht nur den Ruf des Kindes auf, sondern lässt das gesamte Familienbild in einem besseren Licht dastehen. Durch ein aktives Engagement versuchen die Kinder und Jugendlichen, das trinkende Elternteil zu ersetzen, sodass das Familienleben weiterhin funktionieren kann (vgl. Wurdak 2015, S. 18).

Eine weitere Rolle, die eingenommen werden könnte, ist die des „Sündenbocks“. Da in dieser Rolle ein sehr rebellisches Verhalten gezeigt wird, provoziert das Kind bzw. der*die Jugendliche oft negative Aufmerksamkeit. Gesetzesverstöße und die frühe Einnahme von Alkohol und Drogen kennzeichnet die Rolle des „Sündenbocks“ ebenfalls. Durch das Einnehmen dieser Rolle werden die Kinder und Jugendlichen oft ausgegrenzt. Um anderweitig Aufmerksamkeit zu suggerieren, schließen sie sich dann anderen „Sündenböcken“ an. Durch ihr trotziges, wütendes und feindseliges Verhalten versuchen diese Kinder und Jugendlichen von der eigentlichen Problematik, nämlich die Alkoholabhängigkeit der Eltern und die damit einhergehende Problemlage innerhalb der Familie abzulenken. Mit diesem Verhalten versuchen sie die Schuld auf sich zu nehmen, um eine Erklärung für die Probleme in der Familie zu geben (vgl. Wurdak 2015, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Alkoholabhängigkeit in Familien und Darstellung der Relevanz des Themas durch aktuelle statistische Daten.

2. ALKOHOL UND SUCHT: Erläuterung der biochemischen Grundlagen von Alkohol sowie die diagnostischen Kriterien einer Alkoholabhängigkeit nach WHO.

3. KINDER UND JUGENDLICHE AUS ALKOHOLBELASTETEN FAMILIEN: Analyse der Familienstrukturen, der Folgen für die Kindesentwicklung und der typischen Verhaltensrollen betroffener Kinder.

4. ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE PERSPEKTIVE: Darstellung grundlegender Bedürfnisse und Entwicklungsaufgaben sowie deren Beeinträchtigung durch das familiäre Umfeld.

5. PRÄVENTIONS- UND INTERVENTIONSMAßNAHMEN AUS SOZIALPÄDAGOGISCHER PERSPEKTIVE: Konkrete Handlungsempfehlungen für Kindertagesstätten und Hilfsangebote der Kinder- und Jugendhilfe.

6. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit einer professionellen Unterstützung und der Stärkung von Schutzfaktoren für betroffene Kinder.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Sucht, Kindesentwicklung, Sozialpädagogik, Prävention, Intervention, Kindertagesstätte, Kinder- und Jugendhilfe, Resilienz, Schutzfaktoren, Bindung, Rollenverhalten, Entwicklungspsychologie, Familienstruktur, Suchtproblematik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, die in Familien mit mindestens einem suchtkranken Elternteil aufwachsen, und analysiert deren spezifische Belastungen sowie notwendige Hilfsangebote.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Auswirkungen von Sucht auf die Familiendynamik, die kindliche Entwicklung aus entwicklungspsychologischer Sicht sowie konkrete pädagogische Handlungsoptionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Handlungsansätze für Fachkräfte zu identifizieren, um Kindern aus alkoholbelasteten Familien eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen und sie durch gezielte Maßnahmen zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller wissenschaftlicher Quellen, psychologischer Fachliteratur und gesetzlicher Grundlagen eine theoretische Analyse der Problematik vornimmt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der familiären Bedingungen, die entwicklungspsychologische Einordnung der Grundbedürfnisse und die Darstellung konkreter Präventions- und Interventionskonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören neben Alkoholabhängigkeit und Sucht vor allem Kindesentwicklung, Resilienz, Prävention, Kindertagesstätte sowie Hilfen zur Erziehung.

Welche Rolle spielen Rollenbilder wie „Held“ oder „Sündenbock“ für die Kinder?

Diese Rollen dienen als psychologische Schutzmechanismen oder Versuche, die Aufmerksamkeit von der Suchtproblematik der Eltern abzulenken, um das dysfunktionale Familiensystem zu stabilisieren.

Warum ist die Kooperation verschiedener Hilfesysteme so wichtig?

Da die Problematik komplexe Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit hat, ist ein arbeitsfeldübergreifender Ansatz zwischen Psychologen, Pädagogen und Ärzten essenziell, um eine ganzheitliche Unterstützung zu gewährleisten.

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Details

Titel
Kinder aus alkoholbelasteten Familien
Untertitel
Präventions- und Interventionsmaßnahmen im sozialpädagogischen Kontext
Note
1,0
Autor
Aline Riwe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
31
Katalognummer
V1176382
ISBN (PDF)
9783346596390
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozialpädagogik Erzieher*in Elementarbereich Jugendhilfe Alkohol Familie Aufgaben Maßnahmen Entwicklung Entwicklungspsychologie Prävention Intervention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aline Riwe (Autor:in), 2021, Kinder aus alkoholbelasteten Familien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176382
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Leseprobe aus  31  Seiten
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