Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Veränderung des Aktivitätsverhaltens im Alltag der Mitarbeiter der Muster AG.
Das Aktivitätsverhalten ausgewählter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Muster AG wird zu den Messzeitpunkten t0 vor der Intervention und t1 nach Beendigung der Präventionsmaßnahme erfasst. Es werden dabei sowohl Daten zur körperlichen Aktivität im Alltag als auch zur sportlichen Aktivität, jeweils in Minuten pro Woche, erhoben. Zuerst wird die Veränderung im Aktivitätsverhalten unter allen fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stichprobe dargestellt.
Insgesamt kann gesagt werden, dass sowohl die Dauer der körperlichen Aktivität im Alltag als auch der sportlichen Aktivität der gesamten Stichprobe zum Zeitpunkt nach der Intervention höher ist als davor, wobei der Anstieg der sportlichen Aktivität größer ist. Die Frauen waren, vor der Präventionsmaßnahme, im Alltag aktiver als die Männer. Die relative Steigerung der Alltagsaktivität ist bei Männern größer als bei den Frauen, dennoch sind die Frauen nach der Intervention körperlich aktiver im Alltag.
Vor der Präventionsmaßnahme waren die Frauen außerdem sportlich aktiver als die Männer. Der Zuwachs an sportlicher Aktivität ist hingegen bei den Männern größer als bei den Frauen und somit übersteigt die durchschnittliche wöchentliche sportliche Aktivität der Männer zu t1 die der Frauen. Der größte Zuwachs der körperlichen Aktivität im Alltag ist sowohl relativ als auch absolut in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zu beobachten.
Bezüglich der sportlichen Aktivität ist die größte relative Veränderung mit einem Zuwachs in der Altersgruppe der über 50-Jährigen zu verzeichnen. Die absolute Dauer der sportlichen Aktivität erhöht sich in der Altersgruppe der unter 30-Jährigen am meisten. Die 40- bis 49-Jährigen sind zu t1 um 68 % länger sportlich aktiv als zu t0, welches die geringste Differenz darstellt.
Beide Veränderungen, also sowohl die der körperlichen Aktivität im Alltag als auch der sportlichen, sind nicht zufällig, sondern lassen sich auf die Präventionsmaßnahme zurückführen, da die Zusammenhänge statistisch signifikant beziehungsweise sogar hochsignifikant sind. Somit konnte gezeigt werden, dass die durchgeführte Präventionsmaßnahme wirksam ist, wenn es darum geht, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Muster AG zu einem aktiveren Lebensstil zu bewegen.
Inhaltsverzeichnis
1.VERÄNDERUNG DES AKTIVITÄTSVERHALTENS
1.1.Veränderung des Aktivitätsverhaltens der gesamten Stichprobe
1.2.Veränderung des Aktivitätsverhaltens in Abhängigkeit vom Geschlecht
1.3.Veränderung des Aktivitätsverhaltens in Abhängigkeit vom Alter
2.BEWERTUNG DER ERGEBNISSE
3.FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit einer gesundheitsfördernden Präventionsmaßnahme bei 50 Mitarbeitern der Muster AG hinsichtlich ihres Aktivitätsverhaltens. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse von Daten vor und nach der Intervention zu ermitteln, ob sich die körperliche Aktivität im Alltag sowie die sportliche Betätigung signifikant gesteigert haben.
- Analyse des Aktivitätsverhaltens über zwei Messzeitpunkte (t0 und t1).
- Differenzierte Betrachtung der Ergebnisse nach Geschlecht.
- Differenzierte Betrachtung der Ergebnisse nach Altersgruppen.
- Statistische Überprüfung der Wirksamkeit mittels Vorzeichentest.
- Vergleich von Alltagsaktivität und sportlicher Betätigung.
Auszug aus dem Buch
1.1. Veränderung des Aktivitätsverhaltens der gesamten Stichprobe
Zuerst wird die Veränderung im Aktivitätsverhalten unter allen 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stichprobe dargestellt. Abb. 1 zeigt die Veränderung der Mittelwerte der Aktivitätsminuten der Stichprobe zwischen den Messzeitpunkten t0 und t1 sowohl für die körperliche Aktivität im Alltag als auch für die sportliche Aktivität.
Die Aktivität der Stichprobe ist insgesamt angestiegen, wobei der Zuwachs an sportlicher Betätigung deutlicher ist als der an Alltagsaktivität. Hinsichtlich der Daten zur körperlichen Aktivität liegt eine hohe Streuung vor mit einer Standardabweichung von 299,64 Min/Woche zu t0 und 388,68 Min/Woche zum Zeitpunkt t1. In den Ergebnissen zur sportlichen Aktivität beträgt die Standardabweichung zu t0 136,98 Min/Woche und zu t1 164,01 Min/Woche. In Tab. 1 werden diese und weitere wichtige Kennzahlen zur Darstellung der Veränderung des Aktivitätsverhaltens zu den Messzeitpunkten gegenübergestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.VERÄNDERUNG DES AKTIVITÄTSVERHALTENS: Dieses Kapitel stellt die erhobenen Daten zur Aktivität der Stichprobe vor und untersucht die Veränderungen zwischen den Zeitpunkten vor und nach der Präventionsmaßnahme.
2.BEWERTUNG DER ERGEBNISSE: Hier wird mittels statistischer Tests, spezifisch des Vorzeichentests, überprüft, ob die beobachteten Veränderungen als signifikant einzustufen sind.
3.FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und bestätigt die Wirksamkeit der Maßnahme für alle betrachteten Gruppen.
Schlüsselwörter
Gesundheitsmanagement, Präventionsmaßnahme, Aktivitätsverhalten, körperliche Aktivität, Alltagsaktivität, sportliche Aktivität, Stichprobe, Mitarbeiter, Vorzeichentest, Signifikanz, Altersgruppen, Geschlechtsspezifisch, Intervention, Gesundheitsförderung, Muster AG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich das körperliche Aktivitätsverhalten von 50 Mitarbeitern der Muster AG nach der Teilnahme an einer betrieblichen Präventionsmaßnahme verändert hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswertung von Alltags- und Sportaktivitäten, differenziert nach den demografischen Merkmalen Alter und Geschlecht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Evaluierung der Wirksamkeit der Präventionsmaßnahme durch den Vergleich von Aktivitätszeiten vor und nach der Maßnahme.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur statistischen Absicherung der Ergebnisse und zur Unterscheidung von Zufall und Effekt wird der Vorzeichentest eingesetzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Datenveränderung sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der Ergebnisse nach Geschlecht und Altersgruppen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gesundheitsmanagement, Präventionsmaßnahme, körperliche Aktivität und statistische Signifikanz.
Wie unterscheidet sich die sportliche Aktivität bei Männern und Frauen?
Obwohl Frauen vor der Intervention aktiver waren, zeigen die Daten, dass Männer nach der Maßnahme eine stärkere Steigerung ihrer sportlichen Aktivität aufweisen.
Welche Altersgruppe profitierte am meisten von der Intervention?
Die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen zeigte den größten absoluten Zuwachs bei der körperlichen Alltagsaktivität, während bei den über 50-Jährigen die größte relative Steigerung der sportlichen Aktivität zu verzeichnen war.
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- Selina Glaubitz (Author), 2021, Präventionsmaßnahmen zur Veränderung des Aktivitätsverhaltens im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176526