Die Arbeit behandelt das Thema der Selbstwirksamkeitserwartung. Hierfür wird eine Literaturrecherche zum Thema Suchterkrankung durchgeführt sowie ein Fallbeispiel in Form eines Beratungsgesprächs gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition Selbstwirksamkeitserwartung
1.2 Vergleich der Selbstwirksamkeitserwartung von fünf Testpersonen
1.3 Vergleich zweier Studien zum Thema Selbstwirksamkeitserwartung
2 LITERATURRECHERCHE
2.1 Definition Suchterkrankungen
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung von Suchterkrankungen
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Präventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung
3 BERATUNGSGESPRÄCH ZU FALLBEISPIEL 2: HERR F.
3.1 Einordnung in das HAPA-Modell
3.2 Die Rolle des Beraters und erste Schritte im Beratungsgespräch
3.3 Gesprächsverlauf
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der psychologischen Fundierung von Gesundheitsverhalten, insbesondere unter Berücksichtigung der Selbstwirksamkeitserwartung und deren Bedeutung für die therapeutische Beratung bei Suchterkrankungen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch gezielte Beratungsansätze die Motivation zur Verhaltensänderung gesteigert und Barrieren abgebaut werden können, um eine langfristige gesundheitsförderliche Lebensweise zu etablieren.
- Grundlagen der Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura
- Vergleichende Analyse aktueller Studien zur Rehabilitation
- Epidemiologische Daten und Präventionsstrategien bei Suchterkrankungen
- Anwendung des HAPA-Modells in der gesundheitsorientierten Beratung
- Praktische Umsetzung von Coaching-Techniken anhand eines Fallbeispiels
Auszug aus dem Buch
3.2 Die Rolle des Beraters und erste Schritte im Beratungsgespräch
Der Berater soll eine Coaching-Haltung einnehmen. Er leistet Hilfe zur Selbsthilfe, „Stichwort Empowerment“ (Prof. Dr. H. Rehmer, persönl. Mitteilung, 19.09.2018). Wichtig ist hierbei, dass der Klient mehr gefragt als angeleitet wird, sodass seine eigenen Ideen einbringen kann, gemäß den eigenen Maßstäben und Werten (Pieter, 2017). Der Coach ist zwar angehalten, ziel- und ressourcenorientiert neue Sichtweisen zu eröffnen, allerdings soll der Kunde vollkommen selbstständig Lösungswege herausarbeiten. Selbst wenn der Berater der Meinung ist, dass die Lösung nicht optimal oder zu wenig ist, sollte er nicht versuchen, den Klienten umzustimmen. Alternativen sollen eher bei einem späteren Treffen herausgearbeitet werden (Pieter, 2017).
Der erste Schritt im gesundheitspsychologischen Beratungsgespräch ist die Vorbereitung, bei der alle Informationen über den Klienten verinnerlicht und benötigtes Material bereitgelegt werden sollte. Außerdem ist laut Hofbauer und Hellwig (2009; zitiert nach Pieter, 2017) die mentale Vorbereitung auf das Gespräch der zentrale Punkt. Hierzu zählt die Prüfung der eigenen Einstellung (Haeske, 2008; zitiert nach Pieter, 2017): Um im Gesprächsverlauf die richtigen nonverbalen Signale zu senden, ist es unentbehrlich, von sich und seiner Arbeit überzeugt zu sein und sich auf die verschiedenen Arten der Klienten anpassen zu können. Der nächste Schritt ist die Kontaktaufnahme. Hier zählt der erste Eindruck, den der Berater hinterlässt. Das ist aus mehreren Gründen bedeutend. Zum Ersten können sich so Vorurteile bilden oder verfestigen, die sich durch den kompletten Gesprächsverlauf ziehen und so keine gute Beziehungsebene schaffen. Außerdem kann es zum sogenannten Überstrahlungs-Effekt kommen (Jung, 2006; zitiert nach Pieter, 2017). Das heißt, der Klient schließt von negativem Auftreten auf negative Charaktereigenschaften oder fehlende Kompetenz. Im Wesentlichen ist bei der Kontaktaufnahme folgendes zu beachten: gepflegtes Äußeres, Blickkontakt, freundliches Lächeln, positive Mimik, Gestik und Körperhaltung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Selbstwirksamkeit theoretisch und analysiert anhand einer Umfrage sowie zweier Studien deren Einfluss auf die Rehabilitation.
2 LITERATURRECHERCHE: Hier werden Definitionen, theoretische Grundlagen und Entstehungsursachen von Suchterkrankungen dargelegt sowie aktuelle statistische Daten und Interventionsprogramme diskutiert.
3 BERATUNGSGESPRÄCH ZU FALLBEISPIEL 2: HERR F.: Dieses Kapitel widmet sich der praktischen Anwendung des HAPA-Modells und zeigt den Prozess der Beratung und Gesprächsführung bei einem konkreten Fall auf.
Schlüsselwörter
Selbstwirksamkeitserwartung, Suchterkrankungen, HAPA-Modell, Prävention, Gesundheitsmanagement, Beratungsgespräch, Rehabilitation, Gesundheitsverhalten, Verhaltensänderung, Empowerment, Coaching, Patientenorientierung, Suchtprävention, Therapieerfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die psychologischen Mechanismen hinter gesundheitsrelevantem Verhalten und deren Anwendung in der praktischen Beratung zur Förderung eines gesunden Lebensstils bei Suchterkrankungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Selbstwirksamkeitserwartung, den theoretischen Ansätzen zur Entstehung von Sucht, aktuellen Statistiken zur Gesundheit sowie Methoden der gesundheitspsychologischen Beratung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Klienten durch professionelle Beratung in ihrer Selbstwirksamkeit gestärkt werden können, um nachhaltige Verhaltensänderungen und eine langfristige Gesundheitssicherung zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche sowie einer qualitativ-analytischen Auswertung von Studienergebnissen und der praktischen Anwendung psychologischer Modelle in einem Fallbeispiel.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Selbstwirksamkeit und Sucht, die Analyse statistischer Daten sowie eine detaillierte Darstellung eines Beratungsgesprächs zur Verhaltensänderung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstwirksamkeitserwartung, HAPA-Modell, Gesundheitsverhalten, Suchtprävention und Beratungskontext.
Wie spielt das HAPA-Modell im Fallbeispiel von Herrn F. eine Rolle?
Das HAPA-Modell dient als theoretischer Rahmen, um den Klienten in der Motivationsphase zu verorten und gezielte Strategien zur Überwindung der Barrieren in die Handlungsphase zu entwickeln.
Welche Bedeutung hat die Haltung des Beraters im Gespräch?
Die Arbeit betont eine Coaching-Haltung, die durch Empowerment und Ressourcenorientierung geprägt ist, um den Klienten zur selbstständigen Erarbeitung von Lösungen zu befähigen.
- Arbeit zitieren
- Selina Glaubitz (Autor:in), 2018, Psychologie des Gesundheitsverhaltens. Selbstwirksamkeitserwartung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176531