Die Geschichte des Fußballspiels reicht bis weit vor 2000 v. Chr. zurück. Damals stellte Huang-ti, der chinesische „Gelbe Kaiser“, vermutlich die ersten Fußballregeln auf . Kaiser Huang-ti ließ seine Soldaten zur Wehrertüchtigung, einen mit Federn gefüllten Ball treten, um Tugenden wie Geschicklichkeit oder Ausdauer zu Schule.
Heute besteht der Ball aus Polyurethan und ist laut Hersteller runder denn je. Die Maschinerie hinter der Sportart Fußball ist ein gigantisches Imperium mit stetig steigender Anhängerzahl . Fußballbegegnungen werden zu großen Events stilisiert und Sportevents gleichen einer Show. Auch das Fernsehen weicht von diesem Trend nicht ab. Die für Anhänger dieser Sportart faszinierenden Bilder, die riesigen Nahaufnahmen, zeitnahe Wiederholungen und aufklärende Zeitlupenbilder sind Elemente, mit der das audio-visuelle Medium seine eigene Realität schafft und damit eine Art „neue Welt“ – nämlich die des Fernsehens – forciert.
Zentraler Koordinationspunkt der einzelnen Fußballbegegnungen bei der Fernsehübertragung ist das Studio: Bei arena die „Bundesliga-Show“ mit eigenem Dome und bei Premiere schlicht „Fußball Bundesliga“ genannt. Es gab Ende Dezember 2005 einen großen Umbruch im Bereich der Fußballübertragung im Fernsehen: Der Pay-TV Sender Premiere , welcher im deutschen Fußball schon als ein Synonym für die Übertragung des Profifußballs galt, wurde durch arena abgelöst. Mitarbeiter wurden abgeworben
Produktionsplätze wurden geschaffen und neue Häuser errichtet. Auch die Sendung selbst musste neu konzeptioniert werden. Die Produktionsstätte der Plazamedia in Ismaning hat sich nicht geändert, jedoch die Technik, sowie Leitungen, Übertragungswege und die Personen hinter dem Schalter wurden ausgetauscht. Arena stand in der Saison 2006/2007 auf dem Prüfstand und ganz Fernsehdeutschland schaute zu. Deutsche Fußballfans sind nicht gerade zimperlich, wenn es um Ihr „Baby“ – den Fußball geht. Es muss alles stimmen, kein falscher Bildschnitt, keine unnötige Information, nicht zu viel Werbung – alle Beteiligten müssen 100 Prozent geben.
Diese Arbeit stellt einen objektiven Vergleich an, um die Situation nach dem möglichem Wechsel vom Monopol zum Duopol darzustellen. Dabei ist klar, dass arena seine erste Saison produzierte. Jedoch war dies beim Erwerb der Live-Übertragungsrechte mit einzubeziehen und so, warb arena viele Mitarbeiter von Premiere ab um den Frontalaufprall zu verhindern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Pay-TV
2.1 Pay-TV als Oberbegriff
2.2 Erscheinungsformen des Pay-TV
2.2.1 Pay-per-Channel
2.2.2 Pay-per-View
2.2.3 Video-on-Demand
2.2.3.1 Interaktivitätslevel
2.2.3.2 Near-Video-on-Demand
2.2.3.3 True VoD
2.2.3.4 Enhanced VoD (DtO)
2.3 Status Quo des Pay-TV
2.3.1 Frankreich
2.3.2 Großbritannien
2.3.2.1 Pay-TV in England
2.3.2.2 Exkurs: Rupert Murdoch
2.3.3 Italien
2.3.4 Deutschland
2.4 Historische Entwicklung zum Forschungsgegenstand
2.4.1 Premiere AG
2.4.1.1 Organisation und Struktur
2.4.1.2 Beteiligungen
2.4.1.3 Chronologie
2.4.2 Arena Sport Rechte und Marketing GmbH
2.5 Systemunterschiede Free- und Pay-TV
2.5.1 Finanzierung
2.5.2 Übertragungswege und technische Reichweiten
2.5.3 Programminhalte
2.6 Zusammenfassung
3 Fußball
3.1 Fußball Weltgeschichte
3.1.1 Ts’uh küh
3.1.2 Antikes Hackysack
3.1.3 Das steinerne Tor
3.1.4 Italiener wollten imponieren
3.1.5 Einmal über die Kirche und zurück
3.1.6 Wiege des europäischen Fußballs
3.2 Deutschland
3.2.1 Die Geschichte eines Fußballpioniers – W. Bensemann
3.2.2 Fußballdeutschland in Epochen
3.2.2.1 Fußballdeutschland erwacht
3.2.2.2 Dem Hakenkreuz untergeordnet
3.2.2.3 Elf Freunde müsst ihr sein
3.2.2.4 Der Mann mit der Mütze
3.2.2.5 Fußball gearbeitet
3.2.2.6 Der Kaiser geht, der Terrier folgt
3.2.2.7 Ein neuer Kurs
3.2.3 Die Fußball Bundesliga
3.2.3.1 Die Liga – Fußballverband e.V.
3.2.3.2 Ausrichtung – die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL)
3.2.3.3 Die Lage der Liga
3.2.4 Interesse am Fußball
3.2.5 Übertragungslizenzen
3.3 Zusammenfassung
4 Empirische Grundlagen der Untersuchung
4.1 Untersuchungsziele
4.1.1 Forschungsleitende Fragen
4.1.2 Hypothesenkatalog
4.2 Untersuchungsgegenstand und -zeitraum
4.3 Methode
4.3.1 Inhaltsanalyse
4.3.2 Begründung der Methodenwahl
4.3.3 Entwicklung des Kategoriensystems
4.4 Pretest
4.4.1 Objektivität
4.4.2 Reliabilität
4.4.3 Validität
4.5 Durchführung
4.6 Methodenkritik
4.7 Zusammenfassung
5 Präsentation und Interpretation der Ergebnisse
5.1 Rahmenberichterstattung
5.2 Sendung
5.3 Moderation
5.3.1 Studiogäste und Experten
5.3.2 Spielanalysen
5.3.3 An- und Abmoderation
5.4 Interview
5.5 Werbung
5.6 Grafik
5.7 Journalistische Darstellungsformen
5.8 Live-Schaltungen
5.9 Unterschneidungen
5.9.1 Teilbereiche der Sendung
5.9.2 Inhalte
5.9.3 Technische Bildelemente
5.10 Zusammenfassung
6 Hypothesendiskussion
7 Schlussbetrachtung
8 Ausblick
Zielsetzung und Themen
Die Diplomarbeit untersucht die strukturellen und inhaltlichen Unterschiede in der Fußball-Berichterstattung der Pay-TV-Sender Premiere und arena. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie sich die Qualität und Quantität der Studiosendungen nach dem Markteintritt von arena verändert haben, um die Zukunftsfähigkeit des Pay-TV-Marktes in Deutschland vor dem Hintergrund des Wechsels von einem Monopol zu einem Duopol zu bewerten.
- Pay-TV-Strukturen und -Finanzierungsmodelle im Vergleich
- Entwicklung und Historie des Fußballs in Deutschland
- Empirische Inhaltsanalyse von Studiosendungen bei Premiere und arena
- Vergleich von Moderation, Berichterstattung und Interviewführung
- Rolle von Werbeformen und technischer Inszenierung
Auszug aus dem Buch
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
Die Geschichte des Fußballspiels reicht bis weit vor 2000 v. Chr. zurück. Damals stellte Huang-ti, der chinesische „Gelbe Kaiser“, vermutlich die ersten Fußballregeln auf. Kaiser Huang-ti ließ seine Soldaten zur Wehrertüchtigung, einen mit Federn gefüllten Ball treten, um Tugenden wie Geschicklichkeit oder Ausdauer zu schulen.
Heute besteht der Ball aus Polyurethan und ist laut Hersteller runder denn je. Die Maschinerie hinter der Sportart Fußball ist ein gigantisches Imperium mit stetig steigender Anhängerzahl. Fußballbegegnungen werden zu großen Events stilisiert und Sportevents gleichen einer Show. Auch das Fernsehen weicht von diesem Trend nicht ab. Die für Anhänger dieser Sportart faszinierenden Bilder, die riesigen Nahaufnahmen, zeitnahe Wiederholungen und aufklärende Zeitlupenbilder sind Elemente, mit der das audio-visuelle Medium seine eigene Realität schafft und damit eine Art „neue Welt“ – nämlich die des Fernsehens – forciert.
Zentraler Koordinationspunkt der einzelnen Fußballbegegnungen bei der Fernsehübertragung ist das Studio: Bei arena die „Bundesliga-Show“ mit eigenem Dome und bei Premiere schlicht „Fußball Bundesliga“ genannt. Es gab Ende Dezember 2005 einen großen Umbruch im Bereich der Fußballübertragung im Fernsehen: Der Pay-TV Sender Premiere, welcher im deutschen Fußball schon als ein Synonym für die Übertragung des Profifußballs galt, wurde durch arena abgelöst. Mitarbeiter wurden abgeworben,
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung des Fußballs ein und skizziert den zentralen Umbruch durch den Markteintritt von arena, der zur wissenschaftlichen Untersuchung der Sendeformate führt.
2. Pay-TV: Das Kapitel definiert den Begriff Pay-TV, erläutert die verschiedenen Erscheinungsformen und analysiert den Status Quo im europäischen Markt sowie die historische Entwicklung der Anbieter Premiere und arena in Deutschland.
3. Fußball: Hier wird die Weltgeschichte des Fußballs betrachtet, gefolgt von einer detaillierten historischen Einordnung der Fußballentwicklung in Deutschland, inklusive der Rolle der Bundesliga und der Vermarktungsmechanismen.
4. Empirische Grundlagen der Untersuchung: Dieses Kapitel legt das methodische Fundament, definiert die Forschungsfragen sowie den Hypothesenkatalog und begründet die Wahl der quantitativen Inhaltsanalyse als Erhebungsmethode.
5. Präsentation und Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden hier detailliert grafisch und textlich ausgewertet, wobei Parameter wie Rahmenberichterstattung, Moderation, Interviews, Werbung und grafische Elemente verglichen werden.
6. Hypothesendiskussion: Die im vierten Kapitel formulierten Thesen werden hier auf Basis der empirischen Daten kritisch reflektiert, verifiziert oder falsifiziert.
7. Schlussbetrachtung: Der Autor resümiert, dass der Versuch, ein Duopol im deutschen Pay-TV-Markt durch arena zu etablieren, wirtschaftlich an der Komplexität und der Stärke des Monopolisten Premiere gescheitert ist.
8. Ausblick: Der abschließende Blick richtet sich auf die zukünftige Marktentwicklung von Premiere unter neuem Anteilseigner und die anhaltende Bedeutung von Exklusivrechten für den Erfolg im Bezahlfernsehen.
Schlüsselwörter
Pay-TV, Fußball, Bundesliga, Premiere, arena, Inhaltsanalyse, Fernsehberichterstattung, Sportrechte, Medienproduktion, Hypothesendiskussion, Studio, Werbeformen, Sponsoring, TV-Übertragung, Empirische Studie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wettbewerb und die Programmstruktur der beiden Pay-TV-Sender Premiere und arena in Deutschland während einer Phase des Marktumbruchs.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Neben einer theoretischen Fundierung zum Pay-TV-Markt und der Geschichte des Fußballs liegt der Fokus auf der quantitativen Auswertung von Studiosendungen hinsichtlich Struktur, Inhalt und journalistischer Qualität.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, objektiv festzustellen, ob arena in der ersten Saison nach dem Verlust der Exklusivrechte durch Premiere in der Lage war, eine qualitativ und quantitativ vergleichbare Sportberichterstattung zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Untersuchung nutzt eine quantitative Inhaltsanalyse, um 8 vollständige Studiosendungen der beiden Anbieter systematisch auszuwerten und vergleichbar zu machen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Medientechnik und Historie sowie einen umfangreichen empirischen Teil, der Daten zu Moderation, Interviews, Werbezeiten und grafischen Elementen präsentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Pay-TV, Fußball-Bundesliga, Premiere, arena, Inhaltsanalyse, Sportberichterstattung und mediale Vermarktung.
Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von arena zu der von Premiere?
Die Analyse zeigt, dass arena stärker auf boulevardeske Elemente wie mehr Interviews, Portraits und emotionale Bilder setzt, während Premiere eine sachlichere, expertenorientierte Struktur beibehält.
Welches Fazit zieht der Verfasser zum Markteintritt von arena?
Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, dass der Versuch, ein dauerhaftes Duopol zu etablieren, aufgrund der hohen wirtschaftlichen Belastungen und der Marktdominanz von Premiere gescheitert ist.
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- Dipl. Sportwiss. Thomas Mai (Author), 2008, Die Fußballberichterstattung im Pay-TV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117656