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Zur sozialen Konstruktion von Vertrauen in der Paarbeziehung am Beispiel der Ratgeberliteratur

Title: Zur sozialen Konstruktion von Vertrauen in der Paarbeziehung am Beispiel der Ratgeberliteratur

Thesis (M.A.) , 2004 , 89 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Magistra Artium Bianca Schulze (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Die vorliegende Magisterarbeit hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Vertrauen in der Paarbeziehung zu behandeln. Der methodologische Ansatz liegt in der qualitativen Sozialforschung. Die von Strauss und Glaser entdeckte und in The Discovery of Grounded Theory (1967) beschriebene Methode ist die Basis dieses wissenschaftlichen Erkenntnisprozesses. Die Arbeit gliedert sich in drei Teile. Teil I und II dienen zunächst dazu, in die Thematik einzuführen. Es werden die signifikanten Forschungsergebnisse und Theorien vorgestellt, die in dieser Arbeit zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen und diskutiert werden. Teil I liefert eine Einführung in die Besonderheiten der Beziehung, die hier im Interesse steht. Teil II beschäftigt sich mit dem Phänomen, das in dieser Beziehung untersucht werden soll. Dazu kommen mehrere Ansätze aus unterschiedlichen Fachgebieten zu Wort. Auf dieser Grundlage basiert Teil III, der den Hauptteil der Arbeit ausmacht. Der Stil der Darstellung ist diskursiv, d.h. die Zusammenfassung der Erkenntnisse findet erst am Ende ihren Ausdruck. Dieser Stil wurde aus verschiedenen Gründen gewählt. Theoriebildung ist immer ein Prozeß. Auf dessen Unendlichkeit hat Weber bereits hingewiesen. Weiterhin ist die diskursive Darstellung vorzuziehen, weil damit dem Rezipienten die Möglichkeit gegeben wird, diesen Prozeß gedanklich nachzuvollziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I. Zur Soziologie des Paares

1. Erste Begriffsbestimmung

2. Anfänge bei Simmel

3. Das Paar in der neueren soziologischen Diskussion

3.1. Das Paar und die Liebe

3.2. Die Intimität des Paares

II. Zur Soziologie des Vertrauens

1. Einführung

2. Ansätze zum Vertrauen aus verschiedenen Denkrichtungen

2.1. Vertrauen als soziales Kapital

2.2. Vertrauen als Mechanismus zur Reduktion von sozialer Komplexität

2.3. Vertrauen aus phänomenologisch-anthropologischer Perspektive

2.4. Vertrauen aus psychologischer und sozialpsychologischer Perspektive

2.5. Vertrauen als geistiges Phänomen

3. Vertrauen in der Paarbeziehung I

III. Die Entwicklung einer „Grounded Theory“ des Vertrauens in der Paarbeziehung

1. Einführung

1.1. Warum Ratgeberliteratur?

1.2. Einige kurze Bemerkungen zur „Brigitte“

1.3. Zur Auswahl der Artikel

2. Zur Methodologie

3. Vertrauen in der Paarbeziehung II

3.1. Die Spezifik des Vertrauens in der Paarbeziehung

3.2. Vertrauensfragen

4. Diskussion

5. Vertrauen in der Paarbeziehung III – eine substantive theory

5.1. Was ist Vertrauen?

5.2. Worauf bezieht sich Vertrauen in der Paarbeziehung?

5.3. Wie entwickelt sich Vertrauen in der Paarbeziehung?

5.4. Zur Funktion von Vertrauen in der Paarbeziehung

5.5. Zur Funktion von „Problemen“ – ein Exkurs

6. Die Treue-Untreue-Problematik im gesellschaftlichen Wertewandel – eine kleine Deutungsmusteranalyse

Zeitliche und soziale Verortung und soziale Folgen

Ein Schlußwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziale Konstruktion von Vertrauen in Paarbeziehungen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich dieses komplexe Phänomen in einer sich wandelnden Gesellschaft manifestiert und welche Rolle die diskursive Kommunikation sowie die Qualität der partnerschaftlichen Interaktion hierbei spielen.

  • Soziologische Analyse der Paarbeziehung und deren Wandel
  • Vertrauenstheorien aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen
  • Empirische Untersuchung anhand von Frauenzeitschriften (Brigitte)
  • Bedeutung von Treue und Untreue als Indikatoren für Vertrauensprobleme
  • Die Rolle der authentischen Kommunikation und des Körpers (Leib) in intimen Beziehungen

Auszug aus dem Buch

3.1.3. Vertrauen in der Paarbeziehung als psycho-physisches Phänomen

Die Paarbeziehung zeichnet sich durch einen besonderen Interaktionsmodus aus. Die Form der Interaktion soll hier als Kommunikation bezeichnet werden. Die zwei zentralen Kommunikationsmittel (im weitesten Sinne) sind die Sprache und der Leib. Die besondere Verwendung bzw. Qualität dieser Kommunikation(smittel) unterscheidet die Paarbeziehung von anderen verbal-kommunikativen und körperbetonten Beziehungen (Rittner 1983). Während der Analyse des Datenmaterials fiel auf, daß diesen beiden Beziehungsträgern, mit unterschiedlichem Reflexionsgrad, ein großer Teil der Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Die verbale Kommunikation bzw. deren Problematik erreicht dabei einen vergleichsweise hohen Reflexionsgrad, während der Leib als Ausdrucksfläche eher unreflektiert thematisiert wurde. Im weiteren Verlauf wird an typischen Textsequenzen die Analyse nachvollziehbar geschildert. Die Textbeispiele dienen obendrein der Illustration. Die Nummern hinter den Sequenzen geben den Artikel an, aus dem sie stammen und beziehen sich auf den Anhang II.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Zur Soziologie des Paares: Dieses Kapitel definiert die Paarbeziehung als zentrale soziale Kategorie und beleuchtet deren historische sowie soziologische Entwicklung und theoretische Einordnung.

II. Zur Soziologie des Vertrauens: Hier erfolgt ein Überblick über verschiedene wissenschaftliche Ansätze zum Phänomen Vertrauen, von der rationalen Entscheidungstheorie bis hin zu phänomenologisch-anthropologischen Perspektiven.

III. Die Entwicklung einer „Grounded Theory“ des Vertrauens in der Paarbeziehung: Dieser Teil legt die methodologische Basis der Arbeit dar und begründet die Analyse von Ratgeberliteratur als empirisches Material für die Theoriebildung.

4. Diskussion: In diesem Kapitel werden die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen zusammengeführt und kritisch diskutiert.

5. Vertrauen in der Paarbeziehung III – eine substantive theory: Dieses Kapitel dient der abschließenden, zusammenfassenden Darstellung der gewonnenen Theorie des Vertrauens in der Paarbeziehung.

6. Die Treue-Untreue-Problematik im gesellschaftlichen Wertewandel – eine kleine Deutungsmusteranalyse: Eine spezifische Analyse, wie sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Treue und Untreue in den letzten Jahrzehnten verändert hat.

Schlüsselwörter

Vertrauen, Paarbeziehung, Soziologie, Grounded Theory, Liebe, Treue, Untreue, Kommunikation, Intimität, soziale Konstruktion, Körperlichkeit, Beziehungsdynamik, Ratgeberliteratur, Identitätswandel, Eifersucht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung, wie Vertrauen in Paarbeziehungen entsteht, konstruiert und durch interaktive Prozesse aufrechterhalten wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Wesen der Paarbeziehung, verschiedene Vertrauenstheorien sowie die Analyse, wie Kommunikation und Sexualität als Indikatoren für Vertrauen dienen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Entwicklung einer "substantive theory" des Vertrauens in der Paarbeziehung basierend auf der Grounded Theory und der Analyse von Medieninhalten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere die Methode der "Grounded Theory" nach Strauss und Glaser, sowie ergänzend das Deutungsmusterkonzept von Oevermann.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der empirischen Analyse von Ratgeberliteratur, um die Dynamik von Vertrauen, Treue und Konfliktbewältigung in modernen Paarbeziehungen zu rekonstruieren.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Vertrauen, Paardynamik, Identitätskonstruktion, Liebessemantik und authentische Kommunikation.

Warum spielt die Analyse von Frauenzeitschriften eine so zentrale Rolle?

Frauenzeitschriften wie die "Brigitte" dienen als "Seismographen" der Gesellschaft, da sie kontinuierlich gesellschaftliche Stimmungen und Normen bezüglich Partnerschaft abbilden.

Welche Bedeutung kommt der Sexualität in dieser Arbeit zu?

Sexualität wird nicht nur als Trieb, sondern als "Kernzone der dyadischen Exklusivität" und als Medium für Authentizität und Vertrauen im psycho-physischen Sinne verstanden.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich "Problemen" in der Beziehung?

Probleme werden nicht als reines Defizit, sondern als notwendige Indikatoren für gestörte Kommunikation und als Chance zur Neustrukturierung der Beziehungsinteraktion interpretiert.

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Details

Title
Zur sozialen Konstruktion von Vertrauen in der Paarbeziehung am Beispiel der Ratgeberliteratur
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
2.0
Author
Magistra Artium Bianca Schulze (Author)
Publication Year
2004
Pages
89
Catalog Number
V117662
ISBN (eBook)
9783640200474
ISBN (Book)
9783640206100
Language
German
Tags
Konstruktion Vertrauen Paarbeziehung Beispiel Ratgeberliteratur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Bianca Schulze (Author), 2004, Zur sozialen Konstruktion von Vertrauen in der Paarbeziehung am Beispiel der Ratgeberliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117662
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