Die vorliegende Ausarbeitung ist im Rahmen einer Facharbeit, beziehungsweise Hausarbeit entstanden und beschäftigt sich mit Fragen um die Männlichkeit: Was ist Männlichkeit? Wie hat sich das gesellschaftliche Verständnis von Männlichkeit im 20. Jahrhundert gewandelt? Ist Männlichkeit anerzogen? Ist Männlichkeit durch Genetik gegeben? Und gibt es ein aktuelles, gesellschaftliches Männlichkeitsbild? Diese Fragen versucht die Facharbeit, beziehungsweise Hausarbeit auf wissenschaftlicher Grundlage zu beantworten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Männlichkeitsbilder der Vergangenheit
1.1 Das Männlichkeitsbild in ,,Deutschland’’ im frühen 20. Jahrhundert
1.1.1 Zur Zeit des Ersten Weltkriegs
1.1.2 Deutschland unter nationalsozialistischem Regime
1.2 Das Männlichkeitsbild in der Bundesrepublik Deutschland im späten 20. Jahrhundert
1.2.1 Die 68er Bewegung und Sexuelle Revolution
1.2.2 Die Hippie-Bewegung
1.2.3 Der musikalische Zeitgeist
2 Theorien und Studien zur Männlichkeit
2.1 Männlichkeit als gesellschaftliches/kulturelles Konstrukt nach Pierre Bourdieu und Raewyn Connell
2.1.1 Toxische Männlichkeit
2.1.2 Kritik an der Theorie der gesellschaftlichen Männlichkeitskonstruktion
2.2 Männlichkeit als Ergebnis biologischer Befunde
2.2.1 Der biologische Mann und sein Y-Chromosom
2.2.2 Unterschiede zwischen Mann und Frau hinsichtlich Interessen und Verhalten
3 Männlichkeit heute
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht den Wandel des gesellschaftlichen Männlichkeitsbildes vom frühen 20. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit sich dieses Bild gewandelt hat, was Männlichkeit definiert und ob sie als rein gesellschaftliches Konstrukt oder als biologisch determiniert anzusehen ist.
- Historische Entwicklung des Männlichkeitsbildes (20./21. Jahrhundert)
- Soziologische Theorien zur Konstruktion von Männlichkeit
- Biologische Aspekte und geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede
- Analyse von Toxischer Männlichkeit und deren Lösungsansätzen
Auszug aus dem Buch
1.1 Das Männlichkeitsbild in ,,Deutschland’’ im frühen 20. Jahrhundert
Das Männlichkeitsbild im frühen 20. Jahrhundert war ein gänzlich verschiedenes Männlichkeitsbild im Vergleich zu dem Männlichkeitsbild der letzten 30 Jahre und wurde stark von den beiden Weltkriegen geprägt. Das folgende Männlichkeitsbild wird auch als traditionelles Männlichkeitsbild bezeichnet. Dieses variiert von Kultur zu Kultur, grundsätzlich wird Männlichkeit jedoch mit folgenden Charakteristika assoziiert: ,,Aktivität, Tatkraft, physische Stärke, Härte, Disziplin, Dominanz, emotionale Kontrolle, Rationalität im Handeln.’’2
Was machte Männlichkeit zur Zeit des ersten Weltkriegs aus? Und was waren die gesellschaftlichen Anforderungen und Normen? Vor allem förderte die staatliche Propaganda im deutschen Kaiserreich das Bild eines disziplinierten Kriegers mit starken Nerven, der in der Lage war, seine Emotionen und sein Verlangen zu beherrschen.3 Dazu sollte er gleichzeitig seine gesamte Energie für das Vaterland geben.4 Staatlicherseits wurde versucht, das Bild des selbstaufopfernden Kriegers zu stärken, der sich voll und ganz auf die Verteidigung der Nation konzentriert. Dieses Bild des harten Frontsoldaten wurde in den damaligen Medien, sprich in Zeitschriften, auf Plakaten und in Kinofilmen, populär gemacht.5 Im Deutschen Reich wurde jungen Männern beigebracht, "weibliche" Emotionen wie Liebe und Mitgefühl unter Kontrolle zu halten und zu unterdrücken.6 Sowohl Ärzte, Lehrer als auch Politiker unterstützten diese Vorstellung von Männlichkeit.7 Aus dem Raster fielen die gesellschaftlich geächteten, die sogenannten degenerierten Gruppen: Dies waren beispielsweise Homosexuelle, die zu egoistisch wären und zu sehr mit sich selbst beschäftigt seien, um sich der Nation zu widmen.8
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in den Wandel des Männlichkeitsbildes und Vorstellung der zentralen Forschungsfragen sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.
1 Männlichkeitsbilder der Vergangenheit: Untersuchung der historischen Männlichkeitsideale im frühen 20. Jahrhundert, beeinflusst durch die Weltkriege, sowie der Gegenbewegungen der 1960er und 1970er Jahre.
2 Theorien und Studien zur Männlichkeit: Gegenüberstellung von soziologischen Konstruktionstheorien (Bourdieu, Connell) mit biologischen Erklärungsansätzen, inklusive einer Analyse der Toxischen Männlichkeit.
3 Männlichkeit heute: Analyse der aktuellen, diversen Männlichkeitsvorstellungen und deren Vereinbarkeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Strömungen.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass Männlichkeit eine komplexe Mischung aus biologischer Prägung und kultureller Konstruktion darstellt.
Schlüsselwörter
Männlichkeit, Wandel, Geschlechterrollen, Toxische Männlichkeit, Soziale Konstruktion, Biologie, 68er Bewegung, Hippie-Bewegung, Patriarchat, Testosteron, Identität, Sozialisation, Geschlechterforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den historischen und gesellschaftlichen Wandel des Männlichkeitsbildes in Deutschland vom frühen 20. Jahrhundert bis heute.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen historische Männlichkeitsbilder während der Weltkriege, den Einfluss der 68er-Bewegung, soziologische Konstruktionstheorien sowie biologische Faktoren wie Genetik und Hormone.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Wandel im Verständnis von Männlichkeit zu beleuchten und zu klären, ob Männlichkeit primär gesellschaftlich anerzogen oder biologisch bedingt ist.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse soziologischer und biologischer Quellen sowie eine eigene empirische Umfrage, um aktuelle Männlichkeitsassoziationen zu evaluieren.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, die Diskussion von Machtstrukturen wie dem Patriarchat und die Untersuchung von Geschlechtsunterschieden auf biologischer Basis.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Begriffe wie Toxische Männlichkeit, soziale Konstruktion, Geschlechterrollen und die biologische Determinierung durch Testosteron sind zentral.
Was versteht die Autorin unter Toxischer Männlichkeit?
Es handelt sich um ein gesellschaftlich erwartetes, aber schädliches Verhalten, bei dem Männer dazu angehalten werden, Schwäche und Gefühle zu unterdrücken, was oft zu Gewalt oder psychischen Problemen führt.
Welche Rolle spielt die Biologie laut der Arbeit?
Die Autorin argumentiert, dass neben der sozialen Konstruktion auch biologische Faktoren, wie das Y-Chromosom und das Hormon Testosteron, eine wesentliche Rolle bei Interessen und Verhalten von Männern spielen.
- Arbeit zitieren
- Ayk Zieglschmid (Autor:in), 2021, Das Männlichkeitsbild im Wandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176723