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Umherschweifende Haschrebellen und die Bewegung 2. Juni. Rolle des Michael "Bommi“ Baumann in linksterroristischen Gruppen der 60er und 70er Jahre in West-Berlin

Title: Umherschweifende Haschrebellen und die Bewegung 2. Juni. Rolle des Michael "Bommi“ Baumann in linksterroristischen Gruppen der 60er und 70er Jahre in West-Berlin

Term Paper , 2021 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Niklas Gaede (Author)

World History - Modern History
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Eine zentrale Figur in diversen linksextremen Gruppierungen der 60er und 70er Jahre stellte Michael "Bommi" Baumann dar. In dieser Arbeit möchte ich untersuchen, welche Rolle er in den verschiedenen Organisationen spielte und auf welche Art und Weise er Veränderungen in der Gesellschaft herbeiführen wollte. Dafür werde ich zunächst darstellen, wie Baumann über die sogenannte "Gammlerbewegung" den Weg in das linksextreme, subkulturelle Milieu des "Berliner Blues" fand. Anschließend werde ich erörtern, wie sich aus der ehemals friedlichen Protestbewegung verschiedene terroristische Gruppen entwickelt haben. Besonders fokussieren möchte ich mich dabei auf den (unter anderem) von Baumann angeführten "Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen" und die daraus hervorgegangene "Bewegung 2. Juni". Dafür stütze ich mich hauptsächlich auf Baumanns autobiografisches Werk "Wie alles anfing".

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aus der „Gammlerbewegung“ entsteht der „Berliner Blues“

3. „Berliner Blues“ und der „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“

4. Der „Blues“ löst sich in Rauch auf: Die „Bewegung 2. Juni“ entspringt

5. Zusammenfassung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Michael „Bommi“ Baumann innerhalb der linksterroristischen Szene West-Berlins in den 1960er und 1970er Jahren. Dabei wird analysiert, wie sich Baumann von der Gammlerbewegung über den „Berliner Blues“ und den „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“ bis hin zur „Bewegung 2. Juni“ radikalisierte und welche spezifischen Ziele sowie Methoden er in diesem Prozess verfolgte.

  • Die Entwicklung von der subkulturellen Gammlerbewegung hin zur politischen Radikalisierung.
  • Die Entstehung und ideologische Ausrichtung des „Zentralrats der umherschweifenden Haschrebellen“.
  • Der Einfluss von Michael „Bommi“ Baumann als zentrale Figur in den linksextremen Gruppierungen.
  • Die Gründung und Abgrenzung der „Bewegung 2. Juni“ gegenüber der Roten-Armee-Fraktion (RAF).

Auszug aus dem Buch

3. „Berliner Blues“ und der „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“

Der öffentliche Drogenkonsum der neuen Berliner Subkultur, welcher mit Parolen wie „Morgens ein Joint und der Tag ist dein Freund!“ beworben wurde, zog schnell Konsequenzen nach sich. Auf großangelegte Durchsuchungsaktionen der Polizei in den Szenelokalen und Kommunen der Bewegung, reagierten die jugendlichen Konsumenten oft mit unerwarteter Militanz und deckten „die eintreffenden Polizeifahrzeuge ein ums andere Mal mit einem Steinhagel ein.“ Sie forderten die Legalisierung von Marihuana, veranstalteten sogenannte Smoke-ins nach Vorbild der kalifornischen Hippie-Bewegung und bezeichneten sich fortan als Haschrebellen.

Bommi Baumann bildete zusammen mit Georg von Rauch und Thomas Weisbecker den harten Kern und militanten Flügel der Szene. Die Flugblätter der Bewegung waren von nun an „von einem ominösen ‚Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen‘ unterzeichnet“, welcher im Frühjahr ´69 aus Teilen der politisierten Gammlerbewegung entstanden war. Baumann äußert sich dazu folgendermaßen: „Der Blues war eigentlich der Zentralrat,[…], halb Subkultur, halb Politunderground. Blues eben, weil wir über […] die kulturrevolutionäre Welle […] politisiert worden sind.“ Die Bezeichnung „Zentralrat“ sei laut Kraushaar jedoch nicht wörtlich zu verstehen, sondern beziehe sich auf eine Schrift Mao Tse Tungs mit dem Titel: Über die Mentalität umherschweifender Rebellenhaufen. Korndörfer ist der Meinung, somit solle auf ironische Weise eine Distanz zu den westdeutschen kommunistischen Parteien betont werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Radikalisierung der Studentenschaft in West-Berlin ein und definiert Michael „Bommi“ Baumann als zentrale Forschungsfigur für die Analyse linksextremer Gruppierungen.

2. Aus der „Gammlerbewegung“ entsteht der „Berliner Blues“: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang der subkulturellen Gammlerbewegung in den „Berliner Blues“, getrieben durch gesellschaftliche Ablehnung und erste politische Politisierung.

3. „Berliner Blues“ und der „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“: Hier wird die Militarisierung der Szene sowie die Entstehung und Selbstorganisation des „Zentralrats der umherschweifenden Haschrebellen“ beleuchtet.

4. Der „Blues“ löst sich in Rauch auf: Die „Bewegung 2. Juni“ entspringt: Das Kapitel behandelt den Zerfall des „Blues“, Baumanns Haftzeit und die darauf folgende Entstehung der eigenständigen „Bewegung 2. Juni“ als Abgrenzung zur RAF.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert Baumanns Weg und bewertet seine Rolle als treibende Kraft in den gewaltsamen Bestrebungen zur Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Michael „Bommi“ Baumann, Berliner Blues, Gammlerbewegung, Haschrebellen, Bewegung 2. Juni, Linksterrorismus, West-Berlin, Studentenbewegung, Radikalisierung, Rote-Armee-Fraktion, Georg von Rauch, Politunderground, Gewalt, 1960er Jahre, 1970er Jahre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle des Linksextremisten Michael „Bommi“ Baumann in den verschiedenen militanten und subkulturellen Gruppierungen im West-Berlin der 60er und 70er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Gammlerbewegung, die Entstehung linksterroristischer Strukturen wie der „Bewegung 2. Juni“ und die damit verbundene politische Radikalisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Baumanns Beteiligung und seinen Einfluss in Organisationen wie dem „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“ zu untersuchen und aufzuzeigen, wie er den Wandel in diesen Gruppen mitgestaltete.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Analyse von Baumanns autobiografischem Werk sowie der Auswertung ergänzender Fachliteratur zur Terrorismusforschung und politischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die chronologische Entwicklung vom „Berliner Blues“ über die Gründung der „Bewegung 2. Juni“ bis hin zur internen Spaltung durch Repression und Todesfälle.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Berliner Blues, die Bewegung 2. Juni, Baumann, Haschrebellen und der Linksterrorismus.

Warum wählte man den Namen „Zentralrat der umherschweifenden Haschrebellen“?

Der Name diente zur ironischen Abgrenzung gegenüber klassischen kommunistischen Parteien und bezog sich auf eine Schrift von Mao Tse Tung.

Welche Rolle spielte der Tod von Benno Ohnesorg für die Szene?

Die Erschießung Ohnesorgs war eine entscheidende Zäsur, die viele Jugendliche der Subkultur zur radikalen politischen Protestbewegung und schließlich zur Gewalt hinzog.

Warum distanzierte sich Baumann von der RAF?

Baumann kritisierte früh den Gebrauch von Schusswaffen durch die RAF und betonte den Ansatz eines „Volkskrieges“, bei dem Bomben primitiv und für jeden herstellbar sein sollten.

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Details

Title
Umherschweifende Haschrebellen und die Bewegung 2. Juni. Rolle des Michael "Bommi“ Baumann in linksterroristischen Gruppen der 60er und 70er Jahre in West-Berlin
College
Free University of Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Grade
1,7
Author
Niklas Gaede (Author)
Publication Year
2021
Pages
13
Catalog Number
V1176725
ISBN (PDF)
9783346598721
ISBN (Book)
9783346598738
Language
German
Tags
68er Revolution Linksterrorismus Bewegung 2. Juni Tupamaros Westberlin Berliner Blues Umherschweifende Haschrebellen Michael Bommi Baumann Axel Springer Rudi Dutschke SDS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Gaede (Author), 2021, Umherschweifende Haschrebellen und die Bewegung 2. Juni. Rolle des Michael "Bommi“ Baumann in linksterroristischen Gruppen der 60er und 70er Jahre in West-Berlin, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176725
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