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Gewässernamen und Genus. Untersuchung des Genus bei Flussnamen

Título: Gewässernamen und Genus. Untersuchung des Genus bei Flussnamen

Tesis (Bachelor) , 2018 , 42 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Karen Steinbach (Autor)

Nomenclatura, Onomástica
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Die Bachelorarbeit thematisiert die Namensforschung, sie ist ein weites Gebiet, in dem es immer wieder neue Erkenntnisse gibt. Darunter fällt zunächst alles, was einen Namen hat, egal ob Orte, Menschen, Familien, Tiere, Gebirge, Unternehmen, Straßen, Sterne, Naturphänomene oder Gebäude.

Zu der Namensforschung, auch Onomastik genannt, gehört ebenso die Forschung über Gewässernamen, insbesondere auch die Unterkategorie der Flussnamen. In dieser Arbeit werden diese Art der Namen, die Hydronyme, untersucht. Bisher wurden Gewässernamen oft auf ihre Herkunft und die damit zusammenhängende Geschichte untersucht, oder darauf, was der Name zu bedeuten hat.

Die Untersuchung legt den Fokus der Namenforschung auf die Genuszuweisung bei Flussnamen. Gegenstand dieser Arbeit ist, nach einer Einführung in die theoretische Basis der Onomastik, im Folgenden die Fragestellung, nach welchem Schema die Zuordnung von Genus bei Flussnamen funktioniert, beziehungsweise ob Regelhaftigkeiten zur Genuszuweisung festzustellen sind. Bei erster Betrachtung der verschiedenen deutschen Flussnamen, stellt sich die Frage: Warum heißt es der Rhein, aber die Donau und die Elbe?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Namen

2.1 Definitionsgrundlage - Was ist ein Name?

2.2 Namentypen und Klassifikation

2.2.1 Gewässernamen

2.2.2 Flussnamen

3. Genus

3.1 Definitionsgrundlage – Was ist Genus?

3.2 Genus bei Namen

3.3 Genus bei Gewässer- und Flussnamen

4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen

4.1 Methodik und Korpus

4.2 Ergebnisse

4.3 Diskussion

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Genuszuweisung bei deutschen Flussnamen, um zu klären, warum bei ansonsten ähnlichen Objekten unterschiedliche Artikel verwendet werden (z. B. der Rhein vs. die Elbe), und ob sich hierfür systematische Regelhaftigkeiten oder etymologische Muster identifizieren lassen.

  • Grundlagen der Namensforschung und Definition von Eigennamen
  • Grammatische Genuszuweisung im Deutschen (insbesondere nach den Prinzipien von Köpcke und Zubin)
  • Klassifikation von Gewässernamen und deren historische Herleitung
  • Empirische Analyse eines Korpus von über 1000 Flussnamen
  • Erforschung von Zusammenhängen zwischen Wortbedeutung, Suffixen und Genus

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitionsgrundlage - Was ist ein Name?

Zuerst sollte bei der Frage, nach welchem Schema Genus Flussnamen zugeordnet wird, die Definition von Namen geklärt werden. Was genau ist ein Name? Was genau unterscheidet einen Namen von einem Wort? Was genau bezeichnet ein Name? Es gibt von mehreren Namenkundeforschern Definitionen für „Namen“, die ich als Grundlage im Folgenden einmal zusammenfassen möchte.

Friedhelm Debus stellt sich der Frage „Was ist überhaupt ein Name, und was ist ein Wort?“ (Debus 1966: S. 4). Diesen Unterschied möchte ich darstellen, jedoch beabsichtige ich dabei den Unterschied und die Beziehung zwischen Namen und Appellativen aufzuzeigen. Damaris Nübling definiert Namen folgendermaßen: „Alles, was etwas heißt, trägt einen Namen […].“ (Nübling, Fahlbusch und Heuser 2015: S. 17). Dabei gibt sie keine Voraussetzungen oder Kriterien für einen Namen an, sondern stellt dar, dass alles einen Namen haben kann. Sie fügt jedoch auch hinzu, dass Namen, im Gegensatz zu anderen Unterwortarten, oft von der Regel abweichen und eine Sonderstellung einnehmen (vgl. Nübling, Fahlbusch und Heuser 2015: S. 12).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, warum deutsche Flussnamen unterschiedliche Genera aufweisen, und skizziert die methodische Vorgehensweise zur Untersuchung dieser Thematik.

2. Namen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Namens in der Onomastik, grenzt ihn von Appellativen ab und klassifiziert verschiedene Namenarten, mit einem Fokus auf Gewässer- und Flussnamen.

3. Genus: Es werden die theoretischen Grundlagen des Genus im Deutschen erläutert, verschiedene Prinzipien der Genuszuweisung vorgestellt und deren spezifische Anwendung auf Eigennamen und Gewässernamen diskutiert.

4. Empirische Untersuchung des Genus bei Flussnamen: Das Kapitel präsentiert die methodische Gestaltung der Untersuchung an einem Korpus aus Wikipedia und dem Werk von Albrecht Greule, stellt die Ergebnisse zur Genusverteilung dar und diskutiert diese kritisch hinsichtlich möglicher Regelhaftigkeiten.

5. Fazit: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die Hypothese, dass deutsche Flussnamen grundsätzlich feminin sind, sofern keine abweichende Wortbedeutung vorliegt, und beantwortet die Ausgangsfrage nach den Genusunterschieden bei Rhein, Donau und Elbe.

Schlüsselwörter

Namensforschung, Onomastik, Genus, Flussnamen, Gewässernamen, Hydronyme, Grammatik, Etymologie, Sprachgeschichte, Genuszuweisung, Appellativa, Eigennamen, Korpusanalyse, Wortbedeutung, Suffixe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Analyse, nach welchen Regeln oder Mustern das grammatische Geschlecht (Genus) bei deutschen Flussnamen vergeben wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit umfasst die Namenkunde (Onomastik), die Genustheorie in der deutschen Sprache sowie die etymologische Analyse von Flussbezeichnungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, warum manche Flüsse im Deutschen maskulin (der Rhein) und andere feminin (die Elbe, die Donau) sind, und ob sich daraus eine allgemeine Regel ableiten lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine empirische Korpusanalyse von über 1000 deutschen Flussnamen in Kombination mit einer etymologischen Untersuchung historischer Namensformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Namen und Genus sowie die empirische Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten zu Flussnamen und deren Etymologie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Begriffe sind Hydronyme, Genuszuweisung, etymologische Wortbedeutung, Onomastik und linguistische Regelhaftigkeit.

Welche Rolle spielen Suffixe bei der Genuszuweisung?

Die Untersuchung zeigt, dass bestimmte Endungen wie -au oder -itz fast ausnahmslos zu einem femininen Genus führen, während das Suffix -bach häufig ein maskulines Genus bedingt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der "Regelhaftigkeit"?

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Flussnamen im Deutschen grundsätzlich feminin sind, es sei denn, eine spezifische Wortbedeutung im Namen (wie etwa durch das Suffix -bach) oder eine historische Form (z.B. auf -os) erzwingt ein anderes Genus.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Gewässernamen und Genus. Untersuchung des Genus bei Flussnamen
Universidad
University of Siegen
Curso
Namenkunde
Calificación
2,7
Autor
Karen Steinbach (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
42
No. de catálogo
V1176814
ISBN (PDF)
9783346604491
ISBN (Libro)
9783346604507
Idioma
Alemán
Etiqueta
Onomastik Namenkunde Genus Gewässernamen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karen Steinbach (Autor), 2018, Gewässernamen und Genus. Untersuchung des Genus bei Flussnamen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1176814
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