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Die Chinamission des Pater Matteo Ricci

Title: Die Chinamission des Pater Matteo Ricci

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Hönicke (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die vorliegende Arbeit versucht, aus der literarischen Vielfalt spezifische Fragestellungen zur Akkommodationsmethode zu untersuchen. Eingangs werden einige biographischen Angaben und missionsgeschichtliche Grundlagen dargestellt. Den Schwerpunkt bilden die Betrachtungen zur Entwicklung und Anwendung der Akkommodationsmethode. Dies beinhaltet unter anderem die Anpassung an chinesische Namen, Kleidung und Sitten sowie Ricci’s wissenschaftliches Engagement und sein Verhältnis zur Religionslandschaft China’s. In diesem Zusammenhang werden sowohl die einzigartigen Chancen als auch die Grenzen dieses neuartigen Missionskonzeptes näher beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Forschungsgegenstand und Materiallage

1.2. Fragestellungen und Schwerpunkte der Arbeit

2. Matteo Ricci – von Macerata nach Zhaoqing

3. Chinamission und Akkommodation

3.1. Vorläufer der Chinamission

3.2. Die Entwicklung der Akkommodationsmethode

4. Äußerliche Akkommodation

4.1. Die Anpassung des Namens

4.2. Die Anpassung der Kleidung

4.3. Die Anpassung an die chinesischen Höflichkeitszeremonielle

5. Ricci’s elitäres Missionskonzept

5.1. China’s Gesellschaft zur Zeit Ricci’s

5.2. Mission von Oben nach Unten

6. Akkommodation im Bereich der Wissenschaft

6.1. Ricci und die chinesische Sprache

6.2. Missionierung durch Wissenschaft

7. Akkommodation im Bereich der Religion

7.1. Akkommodation und Religion – allgemeine Aspekte

7.2. Ricci’s Stellung zum Buddhismus

7.3. Ricci’s Stellung zum Taoismus

7.4. Ricci’s Stellung zum Konfuzianismus

7.5. Der „Wahre Bericht über Gott“

7.6. Ricci’s praktische Missionstätigkeit

8. Schluß

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Chinamission des Jesuitenpaters Matteo Ricci, mit einem besonderen Fokus auf seiner spezifischen Akkommodationsmethode. Ziel der Analyse ist es, Riccis Anpassung an die chinesische Kultur – von Sprache und Kleidung bis hin zu wissenschaftlichen und religiösen Anknüpfungspunkten – aufzuarbeiten und die strategische Bedeutung dieses Konzepts für die jesuitische Missionierung im Reich der Mitte zu bewerten.

  • Historische Voraussetzungen und Vorläufer der Chinamission
  • Methodik der äußeren Akkommodation (Name, Kleidung, Zeremonielle)
  • Riccis elitäres Missionskonzept („von oben nach unten“)
  • Die Rolle der Wissenschaft und Sprache als Brücke zur Bekehrung
  • Theologische Einordnung und Auseinandersetzung mit chinesischen Religionen

Auszug aus dem Buch

4.2. Die Anpassung der Kleidung

Durch die Anpassung der Kleidung von Ricci und seinen Mitbrüdern erleichterte sich so manche soziale Kontaktaufnahme und Imagebildung der Missionare, denn wie in Europa auch galt das Sprichwort - „Kleider machen Leute“. Um eine durch europäische Kleidung assoziierte Verwechslung mit den verhaßten Portugiesen zu vermeiden, erschien es im Hinblick darauf geradezu unerläßlich sich den Chinesen in einer landestypische Art und Weise zu präsentieren. Zunächst wählten Ricci und Ruggieri, wie auch Franz Xaver, die Kleidung der Buddhistenmönche.

Ihr Gewand zeichnete sich vor allem durch die langen weiten Arme aus. Bereits am 10. Februar 1583, also vor der Reise nach Zhaoqing, konnte ein chinesisches Modell des Birett’s „in Betrieb“ genommen werden. Es fand seinen Platz auf den inzwischen kahl rasierten Köpfen der Mönche, welche zusätzlich ihren langen Bart abgeschnitten hatten. Ein derartiges Aussehen schien Ricci als sogenanntem Verkünder des neuen Heils am angepaßtesten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der quellenbasierten Vorgehensweise zur Untersuchung der Akkommodationsmethode.

2. Matteo Ricci – von Macerata nach Zhaoqing: Biographischer Abriss über Riccis Ausbildung, seine Prägung durch den Jesuitenorden und die ersten Schritte in der Chinamission.

3. Chinamission und Akkommodation: Überblick über historische Missionsversuche in China und die Notwendigkeit einer methodischen Anpassung.

4. Äußerliche Akkommodation: Detaillierte Betrachtung der Anpassung an chinesische Normen bezüglich Namensgebung, Kleidung und sozialer Höflichkeit.

5. Ricci’s elitäres Missionskonzept: Analyse der gesellschaftlichen Hierarchien Chinas und Riccis strategischer Fokus auf die intellektuelle Oberschicht.

6. Akkommodation im Bereich der Wissenschaft: Darstellung der Bedeutung von Sprache und westlichem Wissenschaftswissen für den Zugang zu chinesischen Gelehrtenkreisen.

7. Akkommodation im Bereich der Religion: Auseinandersetzung mit Riccis Haltung zu Buddhismus, Taoismus und seine positive Interpretation des Konfuzianismus.

8. Schluß: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von Riccis Missionskonzept und dessen langfristigem Einfluss.

Schlüsselwörter

Matteo Ricci, Chinamission, Akkommodation, Jesuiten, Konfuzianismus, Missionsstrategie, Kulturtransfer, interkultureller Dialog, Wissenschaft, Höflichkeitszeremonielle, China, 17. Jahrhundert, Missionierung, Religionsgeschichte, Bildungsauftrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Chinamission des Jesuiten Matteo Ricci und untersucht, wie er durch gezielte kulturelle Anpassung versuchte, das Christentum im China des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts zu etablieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der „inneren“ und „äußeren“ Akkommodation, die Einbindung der chinesischen Gelehrtenelite, die Nutzung von Wissenschaft zur Missionsunterstützung sowie die theologisch-philosophische Auseinandersetzung mit chinesischen Traditionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Akkommodationsmethode als strategisches Werkzeug, mit dem Ricci versuchte, Hindernisse zwischen westlicher Religion und chinesischer Kultur zu überbrücken, ohne dabei die christliche Identität aufzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse durch, in der er historische Monographien und Aufsätze auswertet, um die Akkommodationsstrategien Riccis in einem Gesamtbild darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in äußere Anpassungen (Kleidung, Namen), eine soziologische Einordnung der Zielgruppe (Literaten/Mandarine), die Instrumentalisierung von Naturwissenschaften und die differenzierte religiöse Bewertung der chinesischen „Sekten“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird besonders durch Begriffe wie Akkommodation, Jesuitische Mission, Matteo Ricci, Konfuzianismus und interkulturelle Kommunikation charakterisiert.

Warum war die Anpassung der Kleidung für Ricci so wichtig?

Durch den Wechsel von buddhistischer Mönchskleidung zur Kleidung der Gelehrten (Shen-shih) konnte Ricci soziale Akzeptanz bei der einflussreichen Oberschicht gewinnen und die Assoziation mit den als fremdfeindlich wahrgenommenen Portugiesen vermeiden.

Wie bewertete Ricci den Konfuzianismus im Vergleich zu anderen Religionen?

Ricci sah im ursprünglichen Konfuzianismus eine Morallehre, die mit dem Christentum kompatibel war und als Anknüpfungspunkt dienen konnte, während er Buddhismus und Taoismus aufgrund ihrer metaphysischen Lehren und „Idolverehrung“ ablehnte.

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Details

Title
Die Chinamission des Pater Matteo Ricci
College
University of the Federal Armed Forces München  (Historisches Institut)
Course
Hauptseminar Welteroberung und Mission
Grade
1,3
Author
Andreas Hönicke (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V11770
ISBN (eBook)
9783638178365
ISBN (Book)
9783638682381
Language
German
Tags
Ricci Matteo Ricci Chinamission Mission China Akkommodationsmethode Akkommodation Jesuiten Missionskonzept Konfuzianismus Buddhismus Taoismus Mönch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Hönicke (Author), 2001, Die Chinamission des Pater Matteo Ricci, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11770
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