Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten der Prävention zu geben. Über verschiedene Ideen der universellen und individuellen Prävention wird in Kapitel 1 und 2 Einblick in diese Themenfelder gewährt. Um diese zu vervollständigen, wird ein Abriss der institutionellen Möglichkeiten in der Prävention gegeben. Es sollte verdeutlicht werden, dass sowohl der Einzelne als auch Unternehmen in der Prävention handlungsfähig ist und sind.
Inhaltsverzeichnis
1 Universelle Perspektiven der Prävention
1.1 Interne und externe Ressourcen in der Arbeitsorganisation
1.2 Fallbeispiel
1.3 Handlungsempfehlungen zum Fallbeispiel
2 Individuelle Perspektiven der Prävention
2.1 Gesundheits- und Patientencoaching
2.2 Coachingaufgaben im “Patientenfernen Bereich”
2.3 Coachingaufgabe: “Bewertung von Versorgungsnetzen”
3 Institutionelle Perspektiven der Prävention
3.1 Beauftragter für Gesundheitsmanagement: Ein Überblick
3.2 Vor- und Nachteile der direkten Unterstellung der Unternehmensführung
3.3 Der Steuerkreis und Beauftragter für das Gesundheitsmanagement
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über die Handlungsfelder der Prävention, unterteilt in universelle, individuelle und institutionelle Perspektiven, um die Möglichkeiten und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung auf verschiedenen Ebenen aufzuzeigen.
- Universelle Prävention und Ressourcen in der Arbeitsorganisation
- Individuelles Gesundheits- und Patientencoaching
- Bewertung von Versorgungsnetzen im medizinischen Bereich
- Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
- Rollen und Aufgaben des Beauftragten für Gesundheitsmanagement
- Strukturierung von Steuerkreisen zur nachhaltigen Implementierung von Präventionskonzepten
Auszug aus dem Buch
1.2 Fallbeispiel
Frau Melanie Michaelis arbeitet im Stab des Tochterunternehmens einer großen Bank. Sie ist seit über einem Jahr pandemiebedingt mit zwei Kindern (8 und 11 Jahre) im Homeoffice. Es gibt keinen ausgestatteten ergonomischen Arbeitsplatz. Besprechungen finden ausschließlich virtuell oder telefonisch statt. Sie lebt verheiratet mit ihrem Partner zusammen.
Mit Hilfe zweier Fragebögen zur Erfassung der aktuellen Ressourcenrealisierung (RES) wurden die Fähigkeiten zur Bewältigung von Belastungen ermittelt. [Fragebogen zur Erfassung der aktuellen Ressourcenrealisierung (RES) - PDF Free Download (docplayer.org) ] Frau Michaelis sollte damit ihre aktuelle Lage und Verfassung, sowohl beruflich als auch privat, einschätzen.
Es wurde festgestellt, dass Frau Michaelis grundsätzlich schon einige gute Bewältigungsressourcen verinnerlicht hat. Ihre Motivation sich im Unternehmen einzubringen ist als hoch einzuschätzen. Sie kann das Unternehmen in Bezug auf Produkte, Dienstleistungen und Arbeitgeber weiterempfehlen. Die Zusammenarbeit mit den direkten Vorgesetzten/ Führungskräften schätzt Frau Michaelis als gut bis sehr gut ein. Zu der Aussage: “Bei meiner Arbeit sind keine unnötigen Störungen vorhanden” äußerte sie sich positiv mit “trifft (fast voll) zu“. Dies sollte kritisch betrachtet werden, da im Homeoffice mit zwei schulpflichtigen Kindern, welche nur im Wechselunterricht oder gar nicht die Schule besuchen dürfen, oftmals Störungen auftreten. Es muss davon ausgegangen werden, dass Frau Michaelis die Aussage so beantwortet hat, als könnte sie ins Büro gehen. Die Kommunikation im Unternehmen, den Umgang mit den Kollegen und die eigene Zufriedenheit, bewertet sie fast durchgehend positiv.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Universelle Perspektiven der Prävention: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der universellen Prävention und differenziert zwischen internen und externen Ressourcen zur Stärkung der psychischen und physischen Gesundheit am Arbeitsplatz.
2 Individuelle Perspektiven der Prävention: Hier wird der Fokus auf das Gesundheits- und Patientencoaching gelegt, wobei die Rolle des Coaches als Informationsvermittler und die Kriterien zur Bewertung von Versorgungsnetzen im Vordergrund stehen.
3 Institutionelle Perspektiven der Prävention: Dieses Kapitel beleuchtet das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM), die spezifischen Aufgaben eines Gesundheitsmanagers sowie die Bedeutung und Struktur eines Steuerkreises innerhalb eines Unternehmens.
Schlüsselwörter
Prävention, Gesundheitsförderung, Salutogenese, Ressourcen, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Coaching, Patientencoaching, Versorgungsnetze, Gesundheitsmanager, Steuerkreis, Arbeitsorganisation, Stressbewältigung, Selbsthilfe, Arbeitsplatzgesundheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die verschiedenen Handlungsfelder der Prävention und Gesundheitsförderung auf universeller, individueller und institutioneller Ebene.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf Ressourcenmanagement in der Arbeitswelt, individuellem Coaching bei gesundheitlichen Fragestellungen und der Etablierung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten der Prävention zu geben und aufzuzeigen, wie sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen handlungsfähig im Bereich der Gesundheitsförderung werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung theoretischer Konzepte auf ein praktisches Fallbeispiel zur Ressourcenbewertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Teile: universelle Prävention (Arbeitsorganisation), individuelle Prävention (Coaching) und institutionelle Prävention (Betriebliches Gesundheitsmanagement).
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Prävention, Gesundheitsförderung, BGM, Ressourcen, Coaching und Steuerkreis sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Wie unterscheidet sich das Patientencoaching vom allgemeinen Gesundheitscoaching?
Während das Gesundheitscoaching präventiv für gesunde Klienten arbeitet, zielt das Patientencoaching darauf ab, bereits erkrankten Personen bei der Umsetzung ärztlicher Behandlungspläne zu unterstützen.
Welche Vor- und Nachteile hat die direkte Unterstellung des Gesundheitsmanagers bei der Geschäftsführung?
Vorteile sind schnelle Entscheidungswege und Flexibilität. Nachteilig kann jedoch eine geringere Offenheit der Mitarbeiter gegenüber dem Gesundheitsmanagement sein, wenn dieses zu stark mit der Managementebene assoziiert wird.
- Arbeit zitieren
- Jacqueline Sander (Autor:in), 2021, Prävention in der Gesundheitspsychologie. Handlungsfelder universeller und individueller Prävention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1177384