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Iphigenies Monologe in Goethes "Iphigenie auf Tauris"

Title: Iphigenies Monologe in Goethes "Iphigenie auf Tauris"

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 23 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Lena Heinrich (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit „Iphigenie auf Tauris“, einem Drama von Johann Wolfgang von Goethe, das noch heute sehr viel Stoff für Diskussionen bietet.
Charakteristisch für dieses Drama, welches der „Weimarer Klassik“ zugeordnet wird, ist das Humanitätsideal des 18. Jahrhunderts, welches Goethe in der Hauptfigur seines Stückes - der Iphigenie - sehr deutlich werden lässt. Johann Joachim Winckelmann hat den Grundstein für dieses humanistische Gedankengut gelegt, dessen sich Goethe zum Ende des 18. Jahrhunderts hin bedient, wie auch viele andere Autoren dieser Epoche. Mit einer kurzen Beschreibung dieses Anstoßes wird diese Arbeit beginnen.
Interessant sind auch die Entstehungsbedingungen und die Rezeption dieses Schauspiels (zu Goethes Zeit) und deshalb wird darauf näher eingegangen werden. Für das Verständnis dieses Dramas sind Kenntnisse der mythologischen Hintergründe unerlässlich, wie auch des Handlungsverlaufs, der sich - so wird gezeigt werden - stark am klassischen Drama orientiert.
Bevor es um den eigentlichen Schwerpunkt der Arbeit - die Analyse von Iphigenies Monologen - geht, wird dem Leser noch eine ausführliche Inhaltsangabe mit einigen markanten Textpassagen an die Hand gegeben. Diese soll den Einstieg in die Monologanalyse erleichtern, wo dann nur noch eine kurze Anmerkung benötigt wird, um sich zurechtzufinden.
Im Monolog-Kapitel wird dann gezeigt werden, wie sich Iphigenie im Laufe des Dramas entwickelt, insbesondere bezüglich ihres Gottesbildes, ihres inneren Konfliktes und ihres Selbstverständnisses.
In einer Schlussbetrachtung wird noch einmal kurz das Wichtigste an Ergebnissen zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. KURZE ZUSAMMENFASSUNG DIESER ARBEIT

2. DAS WINCKELMANNSCHE HUMANITÄTSIDEAL UND GOETHES „KLASSISCHE“ ZEIT IN WEIMAR

3. JOHANN WOLFGANG VON GOETHES „IPHIGENIE AUF TAURIS“

3.1 ZUR ENTSTEHUNG UND REZEPTION DES DRAMAS ZU GOETHES ZEIT

3.2 MYTHOLOGISCHER HINTERGRUND UND VORGESCHICHTE ZU GOETHES „IPHIGENIE AUF TAURIS“

3.3 INHALT, FORM UND AUFBAU DER „IPHIGENIE“

4. IPHIGENIES MONOLOGE

4.1 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 1, 1. AUFTRITT

4.2 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 1, 3. AUFTRITT

4.3 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 1, 4. AUFTRITT

4.4 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 3, 1. AUFTRITT

4.5 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 4, 1. AUFTRITT

4.6 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 4, 3. AUFTRITT

4.7 IPHIGENIES MONOLOG IN AUFZUG 4, 5. AUFTRITT

4.8 IPHIGENIES „MONOLOG“ IN AUFZUG 5, 3. AUFTRITT

4.9 IPHIGENIES MONOLOGE ALS SPIEGELBILD IHRER ENTWICKLUNG

6. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Hauptfigur in Johann Wolfgang von Goethes Drama „Iphigenie auf Tauris“ mit einem besonderen Fokus auf ihre zahlreichen Monologe. Dabei wird analysiert, wie Iphigenie ihre innere Zerrissenheit, ihr Gottesbild und ihr Selbstverständnis reflektiert, um schließlich eine autonome Entscheidung für Wahrheit und Menschlichkeit zu treffen, die sie aus dem verhängnisvollen Familienfluch der Atriden befreit.

  • Das Winckelmannsche Humanitätsideal als Grundlage der Weimarer Klassik.
  • Die Entstehungsgeschichte und zeitgenössische Rezeption von „Iphigenie auf Tauris“.
  • Mythologische Hintergründe und die Struktur des klassischen Dramas.
  • Analyse der Monologe als Spiegelbild der inneren Entwicklung der Protagonistin.
  • Diskurs über Emanzipation, Geschlechterrollen und moralische Autonomie.

Auszug aus dem Buch

4.7 Iphigenies Monolog in Aufzug 4, 5. Auftritt

Am Ende des vierten Aktes ist Iphigenie ganz allein. Es wäre notwendig, ihrem Bruder und Pylades beiseite zu stehen, aber sie zweifelt trotzdem an der Richtigkeit des Plans, da nicht nur ihr „eigen Schicksal“ , sondern zugleich auch das ihrer ganzen Familie auf dem Spiel steht. Bisweilen hat Iphigenie gehofft, mit ihrem Wirken auf Tauris - fern von dem verfluchten Elternhaus - den Fluch abzumildern („Nimmt doch alles ab!“ ) und Sühne getan zu haben. „So hofft ich denn vergebens, hier verwahrt, / Von meines Hauses Schicksal abgeschieden, / Dereinst mit reiner Hand und reinem Herzen / Die schwer befleckte Wohnung zu entsühnen.“ Sie muss also ehrlich bleiben, sonst bleibt der Fluch bestehen. Iphigenie wägt die Vor- und Nachteile für ihr Handeln ab. Die Priesterin weiß, was es bedeuten würde, wenn sie sich für die Familienseite entscheiden würde: sie müsste Thoas berauben und ihn täuschen, was er - das weiß sie - nicht verdient hätte („Dem ich mein Leben und mein Schicksal danke.“ ). Andererseits hätte sie aber einen Brudermord zu verantworten.

Sie hofft, dass sie vernünftig bleiben und eine Rebellion - von ihr selbst ausgehend - verhindern kann: „O dass in meinem Busen nicht zuletzt / Ein Widerwillen keime!“ Ein erstes Mal bekommt man den Eindruck, dass Iphigenie ihr Vertrauen in die guten Götter verlieren könnte und Angst hat, sich innerlich zu verändern, als sie einen „Hilfeschrei“ ausruft: „Rettet mich, / Und rettet euer Bild in meiner Seele!“ . Diesen Satz kann man als wichtigsten Satz dieses Dramas bezeichnen. Es ist die dringende Bitte Iphigenies - verschärft formuliert, eine Herausforderung - an die Götter, ihr ein Zeichen zu geben und zugleich nimmt sie die Götter in die Verantwortung. „Die Götter sollen [also] Iphigenie davor retten, Unrecht zu tun und Schuld auf sich zu laden, um dadurch ihr inneres Götterbild zu retten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. KURZE ZUSAMMENFASSUNG DIESER ARBEIT: Einführung in die thematische Ausrichtung der Arbeit bezüglich Goethes Drama und des Humanitätsideals.

2. DAS WINCKELMANNSCHE HUMANITÄTSIDEAL UND GOETHES „KLASSISCHE“ ZEIT IN WEIMAR: Darstellung der philosophischen und ästhetischen Grundlagen der Weimarer Klassik basierend auf Winckelmanns Kunstbetrachtung.

3. JOHANN WOLFGANG VON GOETHES „IPHIGENIE AUF TAURIS“: Überblick über Entstehung, Rezeption, mythologischen Kontext und den dramaturgischen Aufbau des Werks.

4. IPHIGENIES MONOLOGE: Kernstück der Arbeit, welches die sprachliche Selbstdarstellung Iphigenies durch die verschiedenen Aufzüge hinweg untersucht.

6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit über die Emanzipation des Menschen bei Goethe und die Aktualität des Stückes bezüglich ethischen Handelns und Gleichberechtigung.

Schlüsselwörter

Iphigenie auf Tauris, Johann Wolfgang von Goethe, Weimarer Klassik, Humanitätsideal, Winckelmann, Monologanalyse, Atriden, Tantalusfluch, Dramentheorie, Emanzipation, Moral, Wahrheit, Autonomie, Gottesbild, Menschenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Drama „Iphigenie auf Tauris“ von Goethe unter Berücksichtigung des klassischen Humanitätsideals und legt dabei den Schwerpunkt auf die innere psychologische Entwicklung der Hauptfigur anhand ihrer Monologe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Themen gehören das Winckelmannsche Humanitätsideal, der Umgang mit dem Tantalidenfluch, die ästhetische Gestaltung des klassischen Dramas sowie das Ringen um moralische Autonomie und geschlechterspezifische Emanzipation.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie Iphigenie durch ihre Monologe ihre Entwicklung vom fremdbestimmten Opfer hin zu einer handelnden, autonomen Persönlichkeit artikuliert, die durch Wahrheit anstatt durch List agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Dramas mit zeitgenössischen Quellen und wissenschaftlicher Sekundärliteratur verknüpft, um Iphigenies innere Konflikte und deren Entwicklung im Textverlauf nachzuweisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine einführende Kontextualisierung, eine detaillierte Inhaltsangabe sowie eine eingehende Analyse sämtlicher Monologe Iphigenies, die deren Wandlungsprozess widerspiegeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär mit Begriffen wie Weimarer Klassik, Iphigenie, Humanitätsideal, Autonomie, ethische Wahrhaftigkeit und moderne Dramenform beschreiben.

Inwieweit beeinflusst das „Parzenlied“ Iphigenies Entwicklung?

Das „Parzenlied“ dient als Kontrastfolie; Iphigenies Rückbesinnung auf dieses archaische, grausame Gottesbild verstärkt ihre eigene Glaubenskrise und ihren Entschluss, sich gegen die Willkür der Götter bzw. der Tradition zu behaupten.

Warum spielt die Lüge eine so zentrale Rolle im Drama?

Die Lüge stellt für Iphigenie die größte moralische Herausforderung dar. Ihr Überwinden der Notwendigkeit zu lügen, hin zu einer radikalen Wahrhaftigkeit gegenüber König Thoas, ist der entscheidende Akt ihrer Emanzipation.

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Details

Title
Iphigenies Monologe in Goethes "Iphigenie auf Tauris"
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,8
Author
Lena Heinrich (Author)
Publication Year
2008
Pages
23
Catalog Number
V117740
ISBN (eBook)
9783640200900
ISBN (Book)
9783640206360
Language
German
Tags
Iphigenies Monologe Goethes Iphigenie Tauris Iphigenie auf Tauris
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Heinrich (Author), 2008, Iphigenies Monologe in Goethes "Iphigenie auf Tauris", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117740
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