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Soziale Räume der Kinder - Fallstudie am Beispiel eines süditalienischen Dorfes

Title: Soziale Räume der Kinder - Fallstudie am Beispiel eines süditalienischen Dorfes

Thesis (M.A.) , 2000 , 89 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Frank Müller (Author)

Sociology - Children and Youth
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Summary Excerpt Details

Die Idee zur vorliegenden Magisterarbeit entstand in einem Projekt des Studiengangs Kulturwissenschaft der Universität Bremen zum Thema: "Familie und Kindheit in Süditalien, Wandlungen des Familienlebens in einer süditalienischen Tourismusregion". Die Arbeit präsentiert nun die Resultate meiner zweimonatigen Feldforschung im süditalienischen Dorf Furore an der Costiera Amalfitana (Region Kampanien).
Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit der Universität "La Sapienza" in Rom und dem "Centro Universitario per i Beni Culturali" in Ravello durchgeführt. Zwölf Studierende aus Bremen und sechs aus Rom beteiligten sich an dem Projekt und verteilten sich auf insgesamt zehn Orte an der Costiera. Mein Forschungsfeld war das Dorf Furore. Die Familie Ferraioli nahm mich im Februar und März 1996 für sechs Wochen als Gast in ihrem Haus auf, wodurch ich die Möglichkeit hatte, das Familienleben kennenzulernen und den Kinderalltag im Ort zu beobachten.
Eine Präsentation der Ergebnisse fand zum einen in Form einer Fotoausstellung statt, die in Ravello (Oktober 1996) und Bremen (März 1997) gezeigt wurde. Zum anderen stellten die Teilnehmer des Projekts Ausschnitte aus den entstandenen Arbeiten dem interessierten Publikum im Rahmen eines zweitägigen Seminars im Centro Universitario in Ravello vor.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Thema und Fragestellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Konzepte des sozialen Raumes

2.1 Die Beziehungen zwischen dem physischem Raum und den Personen

2.2 Die Veränderung sozialer Räume im Prozeß der Globalisierung

2.3 Sozialer Raum und kulturelle Identität

3. Das Thema Kindheit in den Kulturwissenschaften

3.1 Grundlagen der Kindheitsforschung

3.1.1 Martha Muchows Lebensraumstudie

3.1.2 Die „Culture and Personality School“

3.1.3 Die Geschichte der Kindheit

3.1.4 Das Verschwinden der Kindheit

3.2 Neuere Forschungen zu Kinderalltag und Kinderkultur in Europa

3.2.1 Kindheitsräume

3.2.2 Kindheit und Medien

4. Feldforschung mit Kindern

4.1 Angewandte Untersuchungsmethoden

4.2 Probleme einer Feldforschung mit Kindern

5. Vorstellung des Ortes

5.1 Topographie

5.2 Ökonomie

5.3 Das Projekt in Furore

6. Kinderräume in der Familie

6.1 Das Haus und die Großfamilie

6.2 Die Küche

6.3 Kinderzimmer

7. Beobachtung eines Tagesablaufs der siebenjährigen Luisa

7.1 Der Weg zur Schule

7.2 Die Schule

7.3 Die ‘Scuola materna’

7.4 Das Mittagessen

7.5 Der Nachmittag

7.6 Das Abendessen

7.7 Der Katechismusunterricht

7.8 Die Spielplätze

8. Fußball in den sozialen Räumen der Kinder

8.1 Il mio gioco preferito

8.2 Ein Spiel auf engem Raum

8.3 Fußball als multimediales Ereignis

8.4 Fußball ist “Männersache“

8.5 Per quale squadra tifi ?

9. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozialen Räume von Kindern in Furore, einem süditalienischen Dorf, und analysiert, wie diese durch das Zusammenspiel lokaler Traditionen und globaler kultureller Einflüsse strukturiert sind. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert auf die Orte des Kinderalltags, die Verknüpfung von lokaler und globaler Kultur sowie die Veränderungen von Kindheitsräumen im Kontext von Modernisierung und Globalisierung.

  • Strukturen und Orte der Kindheitsräume in Furore
  • Einfluss globaler Medien und Tourismus auf lokale Kindheitskultur
  • Methodik der ethnologischen Feldforschung mit Kindern
  • Die Familie als zentraler Sozialisationsort
  • Fußball als soziales Phänomen in der Kinderwelt

Auszug aus dem Buch

6.2 Die Küche

Zentraler Ort des sozialen Lebens der beiden Familien Ferraioli ist die Küche des Restaurants, die, wie oben beschrieben, auch architektonisch im Zentrum des Hauses liegt. Die Küche hat drei Eingänge, einen zum Restaurant hin, einen zur oberen Etage und der dritte führt nach hinten in den Innenhof. In der Mitte des Raumes befinden sich der große silbern glänzende Gasherd mit insgesamt 12 Flammen verschiedener Größe, eine riesige Friteuse und beheizbare Wasserbecken für das Kochen der Pasta. Hier werden die gemeinsamen Mahlzeiten und die Gerichte für das Restaurant zubereitet. Der vorhandene Raum wird optimal genutzt. So befinden sich die benötigten Utensilien in den verschieden großen Hängeschränken an den Wänden, und unterhalb der Schränke gibt es genug Arbeitsflächen für die Vorbereitungen. An der Seite zum Restaurant hin befindet sich der Holzkohlengrill, der wie ein Kamin in die Wand hineingebaut ist. Vor dem Grill steht der Eßtisch für die Familie. Dort ist auch der Aufenthaltsort von Zi' Antonio, der wegen seiner Gehbehinderung fast zum 'Mobiliar' der Küche gehört. Er kommt morgens gegen 9.00 Uhr, setzt sich auf seinen Platz und verläßt ihn erst am Abend nach dem Essen wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Forschungsprojekt des Studiengangs Kulturwissenschaft der Universität Bremen im süditalienischen Dorf Furore vor und erläutert die Fragestellung zur Veränderung sozialer Räume von Kindern.

2. Konzepte des sozialen Raumes: Skizziert den theoretischen Rahmen und analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen physischem Raum, sozialen Handlungen und Globalisierungsprozessen.

3. Das Thema Kindheit in den Kulturwissenschaften: Gibt einen Überblick über grundlegende Ansätze der Kindheitsforschung und thematisiert den Wandel kindlicher Erfahrungswelten durch Medien.

4. Feldforschung mit Kindern: Beschreibt die angewandten ethnologischen Methoden und reflektiert die Herausforderungen der teilnehmenden Beobachtung sowie die eigene Position im Feld.

5. Vorstellung des Ortes: Porträtiert die topographische und ökonomische Lage von Furore sowie das lokale Tourismusprojekt als Antwort auf regionale Standortprobleme.

6. Kinderräume in der Familie: Untersucht das Leben der Großfamilie Ferraioli, wobei Architektur, Rollenverteilung in der Küche und Bedeutung der Mahlzeiten zentral stehen.

7. Beobachtung eines Tagesablaufs der siebenjährigen Luisa: Dient als Leitfaden, um die Institutionen Schule, Vorschule, Katechismusunterricht und das Alltagsleben in der Familie anschaulich zu machen.

8. Fußball in den sozialen Räumen der Kinder: Analysiert die Bedeutung des Fußballs als multimediales Ereignis, als Ausdruck von Männlichkeit und als identitätsstiftendes Element für die Kinder.

9. Zusammenfassung: Fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und diskutiert abschließend die Verknüpfung von lokalen Lebensmustern mit globalen Strukturen.

Schlüsselwörter

Kindheitsforschung, Furore, Soziale Räume, Ethnologie, Feldforschung, Globalisierung, Kinderalltag, Großfamilie, Mediennutzung, Italienische Kultur, Fußball, Kindheit, Tourismus, Identität, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wo und wie Kinder in einem süditalienischen Dorf (Furore) soziale Räume besetzen und welche Einflüsse dabei eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Beschaffenheit sozialer Räume von Kindern, die Rolle der Familie, die Auswirkungen von Globalisierung und Medienkonsum sowie die Bedeutung des Fußballs im Kinderalltag.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, die sozialen Beziehungen und Lebenssituationen von Kindern in Furore zu verstehen und zu analysieren, wie sich diese Räume unter modernen Bedingungen verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ethnologischen Feldforschung mit der Methode der teilnehmenden Beobachtung sowie narrativen Interviews und Dokumentensammlungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich den Kinderräumen in der Familie (insbesondere der Küche), der Beobachtung eines Tagesablaufs am Beispiel der siebenjährigen Luisa sowie der Bedeutung des Fußballs als multimediales und soziales Phänomen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Kindheitsforschung, Soziale Räume, Feldforschung, Furore, Globalisierung, Kinderalltag und Identität.

Warum ist das Haus der Familie Ferraioli architektonisch so bedeutsam für die Untersuchung?

Es fungiert als Hotel, Restaurant und Wohnraum für eine Großfamilie zugleich; die komplexe Architektur prägt die täglichen Wege und die Interaktionsmöglichkeiten der Kinder maßgeblich.

Wie beeinflusst das Projekt "Paese dipinto" das Dorfleben der Kinder?

Das Projekt verändert durch die ästhetische Gestaltung des Ortes (Wandbilder, Farben) das Erscheinungsbild des Dorfes, was auch die Orte, an denen Kinder spielen oder sich aufhalten, einheitlich prägt.

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Details

Title
Soziale Räume der Kinder - Fallstudie am Beispiel eines süditalienischen Dorfes
College
University of Bremen  (Kulturwissenschaft)
Grade
sehr gut
Author
Frank Müller (Author)
Publication Year
2000
Pages
89
Catalog Number
V11778
ISBN (eBook)
9783638178426
Language
German
Tags
Kindheit Süditalien sozialer Raum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Müller (Author), 2000, Soziale Räume der Kinder - Fallstudie am Beispiel eines süditalienischen Dorfes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11778
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