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Deutsche Bildungsrenditen im internationalen Vergleich

Title: Deutsche Bildungsrenditen im internationalen Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: David Peters (Author)

Sociology - Knowledge and Information
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Seit den Ergebnissen „der PISA-Studie der OECD“ (Ammermüller & Dohmen 2004: 7) wird
die Qualität von Bildung erneut kritisch betrachtet. Neben der qualitativen Sichtweise von
Bildung wird auch die „ökonomische Bedeutung von Bildung“ (Ammermüller & Dohmen
2004: 7) immer stärker diskutiert. Ausgangspunkt dieser Diskussion ist die Grundthese der
Humankapitaltheorie, wonach sich die Produktivität eines Arbeiters dann erhöht, wenn Investitionen
in das Humankapital z.B. durch Ausbildung vorgenommen werden (vgl. Sesselmeier
& Blauermel 1998: 66). Eine höhere Produktivität führt im Regelfall zu steigendem Einkommen,
was sowohl „für die Person“ (Ammermüller & Dohmen 2004: 8) selbst, aber auch für
die gesamte „Gesellschaft“ (Ammermüller & Dohmen 2004: 9) von Vorteil ist.
Mit dem Konzept der Bildungsrenditen wurde nun ein Konzept geschaffen, mit dem der ökonomische
Wert von Bildung geschätzt werden kann. Durch diese Schätzungen wird ein direkter
Vergleich von Investitionen und Erträgen ermöglicht. Aus diesem Vergleich kann dann
eine Entscheidung resultieren, ob sich eine weitere Schulausbildung für einen Akteur lohnt
oder ob ein Eintritt in die berufliche Ausbildung sinnvoller ist. Eine zweite Möglichkeit zur
Nutzung dieser Schätzung reicht bis hin zu einem internationalen Vergleich der Bildungserträge.
Durch die Berechnung von Bildungsrenditen in verschiedenen Ländern kann direkt
verglichen werden, in welchem Land höhere Erträge und in welchem Land geringere Erträge
bei gleicher Schulbildung zu erwarten sind. Besonders im Hinblick auf unsere „sich globalisierenden
Welt“ (Ammermüller & Dohmen 2004: 7) ist dies entscheidend wichtig, um dem
internationalen Wettbewerb standzuhalten.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Berechnung der Bildungsrenditen zu erläutern, kurz auf internationale
Bildungserträge einzugehen um dann schließlich die deutschen Bildungserträgen detaillierter
zu betrachten. Im folgenden zweiten Kapitel dieser Arbeit wird zunächst eine Methode
zur Schätzung von Bildungsrenditen dargestellt. Diese wurde von Becker (1964) und Mincer
(1974) auf Grundlage der Humankapitaltheorie entwickelt. Im dritten Kapitel wird dann mithilfe
einer Studie von Lorenz und Wagner (1993) zur Bildungsökonomie auf internationale
Bildungserträge eingegangen. Im vierten Kapitel werden deutsche Bildungserträge dargestellt,
die durch eine Analyse von Daten der allgemeinen Bevölkerungsumfrage (ALLBUS) berechnet
und diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Berechnung von Bildungsrenditen

2.1 Das Schooling Model

2.2 Post-School Investments

2.3 Probleme des Konzeptes

3. Bildungsrenditen im internationalen Vergleich

4. Bildungsrenditen in Deutschland

4.1 Praktische Berechnung der Bildungsrenditen

4.2 Analyse von ALLBUS-Daten

4.3 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Konzept der Bildungsrenditen auf Basis der Humankapitaltheorie zu erläutern und deren ökonomischen Nutzen zu quantifizieren. Hierbei wird untersucht, inwiefern sich Investitionen in Bildung durch höhere Einkommenszuwächse rechtfertigen lassen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich deutscher Daten liegt.

  • Grundlagen der Humankapitaltheorie und Mincer-Gleichung
  • Methodische Ansätze zur Schätzung von Bildungserträgen
  • Internationaler Vergleich von Bildungsrenditen
  • Empirische Analyse von ALLBUS-Daten für Deutschland
  • Einflussfaktoren wie Geschlecht und Herkunftsregion auf Renditen

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Schooling-Modell

Das „Schooling Model“ (Mincer 1974: 9) ist ein mathematisches Modell zur Interpretation der Humankapitaltheorie. Die Grundannahme der Humankapitaltheorie besagt, dass je höher der Grad der Schulbildung einer Person ist, desto höher die Produktivität, also der Verdienst, dieser Person ist. Mincer unterstellt, dass eine längere Schulzeit gleichzeitig die Verminderung der Verdienstzeit zur Folge hat und stellt die folgende Gleichung zur Berechnung einer „discount rate“ (Mincer 1974: 9) auf:

Vs steht dabei für ein Grundeinkommen, welches für den Zeitpunkt der Schulbeginns unterstellt wird; Ys repräsentiert das Einkommen mit s Jahren an Schulbildung; e ist die Basis des natürlichen Logarithmus; r ist die zu berechnende Variable der Bildungsrendite und t, als zu integrierender Faktor, steht für die Länge der Verdienstzeit. In dieser Formel wird von s (Anzahl der Jahre an Schulbildung) bis n (Länge der Lebensarbeitszeit plus Länge der Schulzeit) integriert, d.h. nur die Verdienstzeit wird betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die ökonomische Bedeutung von Bildung und Zielsetzung der Arbeit zur Analyse von Bildungsrenditen.

2. Berechnung von Bildungsrenditen: Mathematische Herleitung der Mincer-Gleichung zur Schätzung des ökonomischen Werts von Bildungsjahren und deren Erweiterung um berufliche Erfahrung.

3. Bildungsrenditen im internationalen Vergleich: Zusammenfassung der Studienergebnisse von Lorenz und Wagner (1993) über Bildungserträge in verschiedenen Ländern.

4. Bildungsrenditen in Deutschland: Anwendung der Mincer-Gleichung auf ALLBUS-Datensätze, Analyse der Daten und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich geschlechtsspezifischer und regionaler Unterschiede.

Schlüsselwörter

Bildungsrenditen, Humankapitaltheorie, Mincer-Gleichung, ALLBUS, Einkommensanalyse, Bildungserträge, Volkswirtschaftslehre, Bildungsökonomie, berufliche Ausbildung, Lohndifferenzierung, internationale Vergleichsstudien, Humankapitalinvestitionen, Deutschland, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Ertragsraten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung von Bildung durch das Konzept der Bildungsrenditen, basierend auf der Humankapitaltheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die mathematische Modellierung von Bildungsrenditen, der Vergleich internationaler Ertragsraten und die empirische Überprüfung mittels deutscher Umfragedaten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erläuterung der Berechnungsmethodik von Bildungsrenditen und deren praktische Anwendung, um den ökonomischen Mehrwert von Bildung in Deutschland zu schätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die ökonomische Methode von Mincer und Becker zur Berechnung von Renditen auf Basis der Humankapitaltheorie angewendet und mit quantitativen Datenanalysen (ALLBUS) ergänzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Modelle, einen internationalen Überblick und eine detaillierte Analyse deutscher Daten mit anschließender kritischer Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Bildungsrenditen, Humankapitaltheorie, Mincer-Gleichung, ALLBUS-Daten und ökonomische Ertragsraten.

Warum sind die Renditen für Volks- oder Hauptschulabsolventen in der Analyse teilweise negativ?

Dies deutet auf eine geringere ökonomische Rentabilität unter den gewählten Parametern hin, wobei die Arbeit dies kritisch diskutiert, insbesondere im Kontext von Förderungsstrukturen und Vergleichsgruppen.

Welche Rolle spielt die Region bei der Berechnung der Renditen?

Die Analyse zeigt Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern, wobei die Autorin den Einfluss des unterschiedlichen politischen Hintergrunds der DDR als Erklärungsansatz anführt.

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Details

Title
Deutsche Bildungsrenditen im internationalen Vergleich
College
RWTH Aachen University  (Institut für Soziologie)
Course
Bildungssoziologie
Grade
1,7
Author
David Peters (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V117790
ISBN (eBook)
9783640201204
ISBN (Book)
9783640207121
Language
German
Tags
Deutsche Bildungsrenditen Vergleich Bildungssoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Peters (Author), 2005, Deutsche Bildungsrenditen im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117790
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