In der ihnen vorliegenden Arbeit werde ich mich mit dem Täter-Opfer-Ausgleich, auch „Mediation in Strafsachen“ genannt, auseinandersetzten. Vorerst beschäftige ich mich mit dem Gesetzlichen Grundlagen und zentralen Kernpunkten des TAO , um dann die Bedeutung für Opfer, Täter und Gesellschaft darzustellen. Anschließend folgt der methodische Ablauf des Täter-Opfer-Ausgleiches. Schlussendlich gehe ich auf die Empirie ein, um später mein persönliches Fazit zu ziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1 DEFINITION UND ZENTRALE ELEMENTE DES TOA
1.2 GESETZLICHE GRUNDLAGEN
2.BEDEUTUNG DES TOA
2.1 FÜR DIE OPFER
2.2 FÜR DIE TÄTER
2.3 FÜR DIE GESELLSCHAFT
3. DER ABLAUF
3.1 KONTAKTAUFNAHME
3.2 GETRENNTE VORGESPRÄCHE
3.3 AUSGLEICHSGESPRÄCH/SCHLICHTUNGSGESPRÄCH
3.4 VEREINBARUNG, ÜBERPRÜFUNG, BENACHRICHTIGUNG
4. EMPIRIE
5. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Täter-Opfer-Ausgleich als außergerichtliches Konfliktschlichtungsverfahren und analysiert dessen Bedeutung, methodischen Ablauf sowie die empirische Wirksamkeit in der Praxis.
- Grundlagen und Definition des Täter-Opfer-Ausgleichs (TOA)
- Bedeutung der Mediation für Opfer, Täter und die Gesellschaft
- Schematischer Prozessablauf von der Kontaktaufnahme bis zur Benachrichtigung
- Statistische Auswertung der Ausgleichsbereitschaft und Leistungserfüllung
Auszug aus dem Buch
Definition und zentrale Elemente des TOA
„Ich begreife ATA2 als Schritt in die Gegenrichtung des gewohnten Umgangs mit Dramen, in welche Menschen geraten. Keine Vermeidung, Verdrängung, Delegierung an Dritte, sondern Konfrontation mit den Ereignissen, Erlebnisinhalten, den Folgen dieser, und als Hilfestellung eine Begleitung durch diesen Prozess.“3
Der Täter-Opfer-Ausgleich ist eine Maßnahme zur außergerichtlichen Konfliktschlichtung, wobei der Begriff der Wiedergutmachung auch eine wichtige Rolle spielt. In Anwesenheit eines unparteiischen, somit neutralen, Vermittlers4 5 besprechen Täter und Opfer die Straftat, um Ursachen, Folgen und im besten Fall eine Wiedergutmachungsleistung zu „verhandeln“.
Vorraussetzung hierfür ist die freiwillige Teilnahme von Tätern und Opfern d.B die Bereitschaft und die Fähigkeit6 sich auf eine außergerichtliche Schlichtung einzulassen muss gegeben sein. Der TOA stellt nur ein Angebot dar und kann aus den bereits oben genannten Gründen zu keiner Auflage werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema, Klärung der Begrifflichkeiten und Darstellung der zentralen Elemente des Täter-Opfer-Ausgleichs sowie dessen gesetzliche Verankerung.
2.BEDEUTUNG DES TOA: Analyse des Nutzens und der Funktionen des Ausgleichsverfahrens für die beteiligten Opfer, Täter sowie die Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben.
3. DER ABLAUF: Detaillierte Darstellung des methodischen Prozessverlaufs, unterteilt in Kontaktaufnahme, Vorgespräche, Schlichtungsgespräch sowie Vereinbarungs- und Überwachungsphasen.
4. EMPIRIE: Auswertung statistischer Daten des Bundesministeriums der Justiz zur Ausgleichsbereitschaft und zur Erfolgsquote bei der tatsächlichen Erfüllung vereinbarter Leistungen.
5. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des TOA als notwendiges Instrument innerhalb des strafrechtlichen Systems, das die Chancen für Humanität und Resozialisierung fördert.
Schlüsselwörter
Täter-Opfer-Ausgleich, Mediation, Strafrecht, Konfliktschlichtung, Wiedergutmachung, Jugendstrafrecht, Prävention, Opferinteressen, Strafmilderung, Sozialarbeit, Rechtsfrieden, Ausgleichsbereitschaft, Prozessablauf, Kriminalitätsprävention, Verfahrenseinstellung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den Täter-Opfer-Ausgleich als alternatives, außergerichtliches Verfahren zur Konfliktschlichtung in Strafsachen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die rechtlichen Grundlagen, die Bedeutung für die Beteiligten, den methodischen Ablauf und eine empirische Bilanz der Ausgleichsstatistik.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Nutzen des TOA für Opfer, Täter und Gesellschaft aufzuzeigen und zu belegen, dass er eine sinnvolle Ergänzung zum klassischen Strafverfahren darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung empirischer Statistiken des Bundesministeriums der Justiz zur Prozesswirksamkeit.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Bedeutung des TOA für verschiedene Gruppen, beschreibt den schematischen Ablauf in Phasen und präsentiert eine statistische Analyse von 1993 bis 2002.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Täter-Opfer-Ausgleich, Mediation, Wiedergutmachung, Kriminalitätsprävention und rechtliche Verfahrenseinstellung.
Wie unterscheidet sich der TOA von einem regulären Strafverfahren?
Im Gegensatz zur staatlichen Sanktionierung steht beim TOA die aktive Auseinandersetzung der Beteiligten mit der Tat und die Suche nach einer einvernehmlichen Wiedergutmachung im Vordergrund.
Welche Rolle spielt der Vermittler?
Der Vermittler fungiert als neutraler Dritter, der die Kommunikation strukturiert, die Freiwilligkeit sichert und die Einhaltung der vereinbarten Wiedergutmachung überwacht.
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- Maria Prass (Author), 2007, Der Täter-Opfer-Ausgleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117869