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Geschlecht und Aggression

Title: Geschlecht und Aggression

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maria Prass (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Täglich unterscheiden wir zwischen Mann und Frau, bei dem Gang auf die Toilette, beim Kaufen von Schuhen und bei Grundsatzdiskussionen in Partnerschaften. Sicher sind wir stetig darum bemüht weder Mann noch Frau in ein Schema zu drängen, trotzdem passiert es immer wieder. Es liegt wohl in der menschlichen Natur sich Konstrukte zu schaffen, auch sogenannte Schubladen, um Dinge möglichst schnell einzuordnen und nicht mehr darüber nachzudenken. Schubladen oder selbst geschaffene Konstrukte vereinfachen das menschliche Leben auf den ersten Blick ungemein. Allerdings verursacht es auch Denkschemata, bei deren genauerer Betrachtung wir ins Grübeln kommen. Vor einigen Tagen beobachtete ich in der Bahn zwei Frauen. Sie plauderten über das alt bekannte Thema der Partnerschaft. Eine von beiden berichtete, dass ihr Freund ihr fremdgegangen sei und sie ihm daraufhin körperlich gezüchtigt hätte. Interessant hierbei ist eigentlich, dass die andere Frau, also die Zuhörerin, das scheinbar für vollkommen „normal“ erachtete. Ich kam also ins Grübeln darüber, warum es anscheinend, und hier stelle ich lediglich eine Vermutung an, gesellschaftlich akzeptiert ist, wenn eine Frau einen Mann bei einem Treuebruch körperlich züchtigt, wenn hingegen ein Mann eine Frau züchtigt, nehme ich an, wäre die Reaktion der Zuhörerin anders ausgefallen. Es ist also allgemein verpönt, wenn ein Mann eine Frau schlägt. Warum ist es meiner Auffassung nach gesellschaftlich nicht verpönt, wenn eine Frau einen Mann körperlich züchtigt. Auf die mir selbst gestellte Frage, warum dies so ist, musste ich meine „Schubladen“ überprüfen. Dabei fand ich heraus, dass man Frauen wahrscheinlich nicht so für „gefährlich“ hält wie Männer, aber warum ist das so? Lässt sich dies durch die biologische Ausstattung begründen oder gibt es mehrere Faktoren warum es so ist. Unterscheiden sich die Formen von Aggressionen bei Männern und Frauen oder ist es schlicht und ergreifend ein weiterer Denkfehler der Gesellschaft und mir? Diese und weitere Fragen möchte ich mir in dieser Facharbeit beantworten. Beginnen werde ich mit der Aggressionsentstehung. Es folgt eine Kategorisierung von Aggressionen, in welcher ich versuchen werde weitere Einflussfaktoren zu benennen und partiell auszuführen. Anhand der gewonnenen Erkenntnisse möchte ich auf den Geschlechterunterschied eingehen, woran sich dann mein Fazit knüpft.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aggressionsentstehung

3. Formen der Aggression

4. Geschlechterspezifische Aggression?

5. Geschlechterspezifische Sozialisation?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Geschlecht und aggressivem Verhalten, hinterfragt gesellschaftliche Stereotype über männliche und weibliche Aggressionsformen und analysiert, inwieweit Sozialisationsprozesse diese Verhaltensweisen prägen.

  • Theorien zur Entstehung von Aggressionen
  • Differenzierung verschiedener Aggressionsformen
  • Statistische Analyse geschlechterspezifischer Tatverdächtiger
  • Einfluss der Sozialisation auf das aggressive Spielverhalten
  • Identitätsentwicklung und deren Bedeutung für Normen und Werte

Auszug aus dem Buch

3. Formen der Aggression

Jedes menschliche Handeln ist ziel- und sinnorientiert. Demzufolge hat auch aggressives Verhalten ein Ziel, dB. Es steckt immer eine Erwartungshaltung und Motivationsmuster dahinter. Man unterscheidet zwischen drei Formen der Aggression. Zum Einen die Reaktive Aggression, die assertive Aggression und die Aggression mit einer Schädigungsabsicht. Ein Beispiel für eine assertive Aggression könnte sein, dass Aggressionen bei Männern weitestgehend auf eine Rangthematik, folglich eine Wettkampfmotivation zurückzuführen sind. Bei der assertiven Aggression reagiert der Mensch auf eine Frustration mit physischer Aggressivität. Dies erinnert sehr an die in Punkt 2 ausgeführte Frustrations- Aggressions- Theorie. Daneben existieren verschiedene Ausdrucksformen von Aggression. Die Definition von Aggression umfasst ein breites Spektrum an Verhaltensweisen, um später eventuelle Geschlechterunterschiede darzustellen, ist es von großer Bedeutung eine Differenzierung vorzunehmen.

Man unterscheidet zwischen der direkten und indirekten Aggression. Die direkte Aggression ist unmittelbare gegen das Opfer gerichtet, unabhängig ob dies verbal oder körperlich geschieht. Unter der indirekten Aggression versteht man eine Verschiebung der Aggression. Es kann sich hier um ein Ersatzobjekt handeln, wie z.B. der Freund des eigentlichen Opfers. Auch die sog. „üble Nachrede“ kann eine Form der indirekten Aggression sein. An dieser Stelle ist nochmals zu betonen, dass hier nicht zwischen physischer und verbaler Gewalt unterschieden wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin hinterfragt gesellschaftliche Wahrnehmungen von Aggression, insbesondere warum das weibliche Ausleben von Aggression oft anders bewertet wird als das männliche.

2. Aggressionsentstehung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Theorien wie die Triebtheorie, die Frustrations-Aggressions-Theorie und Aggression als erlerntes Verhalten.

3. Formen der Aggression: Es erfolgt eine Differenzierung von Aggressionstypen, etwa zwischen direkter und indirekter Aggression, um die Basis für geschlechterspezifische Analysen zu legen.

4. Geschlechterspezifische Aggression?: Die Autorin vergleicht statistische Daten aus Kriminalberichten und Experimenten, um die vermeintlichen Unterschiede im Aggressionspotenzial zwischen den Geschlechtern kritisch zu hinterfragen.

5. Geschlechterspezifische Sozialisation?: Dieses Kapitel untersucht, wie durch Erziehung und gesellschaftliche Rollenerwartungen unterschiedliche aggressive Verhaltensmuster bei Mädchen und Jungen gefördert oder unterdrückt werden.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Aggression ein komplexes Phänomen ist, das stark durch Identitätsentwicklung und soziale Kontexte geprägt wird, und betont die Relevanz dieser Thematik für die Soziale Arbeit.

Schlüsselwörter

Aggression, Geschlecht, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Triebtheorie, Frustration, Geschlechterrollen, Aggressionsentstehung, Stereotype, Soziale Arbeit, Gewalt, Verhaltensmuster, Erziehung, Geschlechtsunterschiede, Persönlichkeitsentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Aggression entsteht und wie geschlechterspezifische Unterschiede bei deren Ausdruck und Bewertung durch die Gesellschaft zustande kommen.

Welche Themenfelder sind zentral?

Zentrale Themen sind die psychologischen Theorien zur Aggression, der Einfluss der Sozialisation auf Jungen und Mädchen sowie die Rolle der Identitätsentwicklung bei der Ausprägung von Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die eigene Voreingenommenheit zu hinterfragen und zu verstehen, warum geschlechtertypische Verhaltensmuster existieren und ob Männer tatsächlich „aggressiver“ als Frauen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche und theoretische Analyse, ergänzt durch die kritische Reflexion persönlicher Beobachtungen und sozialer Stereotype.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Aggressionstheorien erläutert, verschiedene Ausdrucksformen definiert und die Bedeutung der Sozialisation und Identitätsbildung im Kontext von Geschlecht und Gewalt analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Aggressionsentstehung, Sozialisation, Geschlechterrollen und Identitätsentwicklung.

Warum spielt die Sozialisation eine entscheidende Rolle für die Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass durch frühkindliche Erfahrungen und gesellschaftliche Erwartungen (z.B. bei der Wahl von Spielzeug) unterschiedliche Wege für den Umgang mit Aggression geebnet werden.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Medien?

Die Medien werden neben der Sozialisation als eine Instanz identifiziert, die durch die Darstellung von Rollenbildern unsere Wahrnehmung von Aggression prägt.

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Details

Title
Geschlecht und Aggression
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Course
Diversity Studies- Gender und Queer Studies
Grade
1,7
Author
Maria Prass (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V117872
ISBN (eBook)
9783640209972
ISBN (Book)
9783640282272
Language
German
Tags
Geschlecht Aggression Diversity Studies- Gender Queer Studies
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Prass (Author), 2008, Geschlecht und Aggression, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117872
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