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Fehlanpassung AD(H)S - Umgang und Behandlungsmöglichkeiten

Title: Fehlanpassung AD(H)S - Umgang und Behandlungsmöglichkeiten

Seminar Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Janine Kaufmann (Author)

Didactics - Common Didactics, Educational Objectives, Methods
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Auch wenn er es nicht so genannt hat, beschrieben hat der Frankfurter Nervenarzt und Autor
des Struwwelpeters Heinrich Hoffmann mit dem „Zappelphilipp“ die Aufmerksamkeits-
Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf
eindrucksvolle Weise.
Solch eine Störung ist gekennzeichnet durch die Symptome „motorische Unruhe“
(Zappeligkeit), „Störung der Impulskontrolle“ (Handeln ohne zu Denken) oder „Störungen
der Aufmerksamkeit“. Bei der Aufmerksamkeits-Defizit-Störung ohne Hyperaktivität (ADS)
zeigt das Kind keine unruhigen Verhaltensweisen, sondern fällt meistens durch häufige
Tagträumereien auf.
Aufgrund der zunehmenden Anzahl der Kinder in Deutschland, bei denen ADS bzw. ADHS
diagnostiziert wurde, wird es für Eltern, Lehrer und anderer Personen, die mit diesen Kindern
arbeiten, immer wichtiger, sich mit dem Krankheitsbild vertraut zu machen. Wie die folgende
Karrikatur auch verdeutlicht, wissen viele Menschen im Umfeld eines
aufmerksamkeitsgestörten Kindes nämlich meist gar nichts über diese Erkrankung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Umgang mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern

2.1 Was Eltern im Alltag tun können

2.2 Wie Lehrer sich im Unterricht verhalten sollten

3. Behandlungsmöglichkeiten / Therapiemaßnahmen

3.1 Psychologische Behandlung (Verhaltenstherapie)

3.2 Medikamentöse Behandlung

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Eltern und Lehrern praktische Hilfestellungen für den Umgang mit Kindern mit AD(H)S zu vermitteln und die gängigen professionellen Therapiemöglichkeiten vorzustellen, um ein harmonischeres Zusammenleben und eine bessere Integration der betroffenen Kinder zu erreichen.

  • Grundlagen des AD(H)S-Krankheitsbildes
  • Praktische Erziehungstipps für den Familienalltag
  • Methoden für eine erfolgreiche Unterrichtsintegration
  • Verhaltenstherapeutische Ansätze zur Verhaltenssteuerung
  • Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und deren Wirksamkeit
  • Vorteile einer multimodalen Therapieplanung

Auszug aus dem Buch

2.1 Was Eltern im Alltag tun können

Viele Eltern, gerade in der heutigen Zeit, leiden sehr unter dem Verhalten ihrer Kinder, was mittlerweile sogar schon in diversen Fernsehserien thematisiert wird. Darunter fallen besonders auch die Kinder, die ein unruhiges und hyperaktives Verhalten aufweisen. Sie sitzen nicht ruhig am Tisch, stehen ständig auf und hören nie zu. Die Folgen daraus liegen auf der Hand: Die Eltern sind genervt, stehen unter Stress und geben dem Kind die Schuld an dem gereizten familiären Zusammenleben. Die Frage die sich daraufhin direkt stellt ist: Wie kann man so einem Kind helfen bzw. Wie sollten Eltern mit der Situation umgehen, damit Probleme vermieden werden können und eine entspannte Atmosphäre einkehrt?

Dabei gibt es viele Aspekte, die berücksichtigt werden sollten, wobei ich mich hier lediglich auf die wichtigsten konzentriere:

Zu Beginn ist es erstmal wichtig, die Beziehung zwischen einem aufmerksamkeitsgestörten Kind und seinen Eltern zu verbessern, da diese durch z.B. Wutausbrüche oder Trotzen des Kindes und den daraus resultierenden unangemessenden Reaktionen der Eltern, meistens sehr belastet ist. Typisch für die meisten Eltern ist, dass sie ständig damit beschäftigt sind, darauf zu achten, was ihnen nicht gefällt. Sie sind so sehr auf das Fehlverhalten des Kindes fixiert, dass sie das positive Verhalten überhaupt nicht bemerken.

Die folgende Situation verdeutlicht dies noch konkreter:

Ein Kind und seine Eltern sitzen gemeinsam am Frühstückstisch. Das Kind ist unruhig, bleibt nicht ordentlich auf seinem Stuhl sitzen und turnt die ganze Zeit herum. Die Eltern tadeln, ermahnen und bestrafen das Kind, obwohl dieses den Wünschen der Eltern, sich ruhig zu verhalten, kaum nachkommen kann, was sie allerdings nicht berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik AD(H)S ein, indem es die historische Beschreibung durch den „Zappelphilipp“ aufgreift, die Kernsymptome erläutert und die Relevanz der Arbeit für Eltern und Lehrer begründet.

2. Der Umgang mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern: Hier werden konkrete Strategien für den Alltag und den Unterricht aufgezeigt, wie durch Struktur, Lob und konsequentes Handeln ein förderliches Umfeld geschaffen werden kann.

3. Behandlungsmöglichkeiten / Therapiemaßnahmen: Dieses Kapitel stellt die verhaltenstherapeutischen Ansätze sowie die medikamentöse Behandlung mit Psychostimulanzien als professionelle Interventionsmöglichkeiten gegenüber.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine multimodale Therapie, die verschiedene Ansätze kombiniert, den größten Erfolg in der Behandlung von AD(H)S verspricht.

Schlüsselwörter

AD(H)S, Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivität, Verhaltenstherapie, Medikamentöse Behandlung, Ritalin, Psychostimulanzien, Erziehung, Schule, Eltern-Kind-Interaktion, multimodaler Ansatz, Impulskontrolle, Strukturierung, Konzentration, Verhaltensauffälligkeiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und konzentriert sich dabei vor allem auf den praktischen Umgang mit betroffenen Kindern sowie professionelle Therapiemöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den erzieherischen Umgang im Familienalltag, pädagogische Maßnahmen in der Schule und den Vergleich zwischen verhaltenstherapeutischen und medikamentösen Behandlungsansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, Eltern und Lehrern nützliche, praxisnahe Hilfestellungen an die Hand zu geben, um das Zusammenleben und den Unterrichtsalltag mit ADHS-Kindern zu harmonisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine fundierte Literaturrecherche, um den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Behandlung von ADHS aufzuarbeiten und die Wirksamkeit verschiedener Ansätze zu bewerten.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die praktische Unterstützung für das direkte Umfeld (Eltern und Lehrer) sowie eine wissenschaftliche Betrachtung der Psychotherapie und Pharmakotherapie bei ADHS.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die multimodale Behandlung, Verhaltenssteuerung, Konsequenz, Struktur, Impulskontrolle und die gezielte positive Verstärkung.

Warum betont die Arbeit die Bedeutung eines strukturierten Tagesablaufs?

Ein fester Rahmen und feste Routinen geben einem AD(H)S-Kind Sicherheit und Orientierung, was die tägliche Anforderungssituation entlastet und dem Kind hilft, sich besser zurechtzufinden.

Was unterscheidet die verhaltenstherapeutische von der medikamentösen Behandlung laut Autor?

Während die Verhaltenstherapie darauf abzielt, durch Lernen das Verhalten dauerhaft zu verändern, lindert die medikamentöse Behandlung lediglich kurzfristig die Symptome, ohne die Ursachen langfristig zu beheben.

Was ist das zentrale Argument für den multimodalen Therapieansatz?

Studien belegen, dass die Kombination aus verhaltenstherapeutischen Maßnahmen und medikamentöser Unterstützung deutlich höhere Erfolgsraten bei Verhaltensänderungen zeigt als isolierte Anwendungsverfahren.

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Details

Title
Fehlanpassung AD(H)S - Umgang und Behandlungsmöglichkeiten
College
University of Münster  (Psychologisches Institut)
Course
Entwicklungsrisiken
Grade
1,7
Author
Janine Kaufmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V117888
ISBN (eBook)
9783640211111
Language
German
Tags
Fehlanpassung AD(H)S Umgang Behandlungsmöglichkeiten Entwicklungsrisiken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Kaufmann (Author), 2006, Fehlanpassung AD(H)S - Umgang und Behandlungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117888
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