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Das personale Schreiben

Entwicklung der Identität im traditionellen Aufsatzunterricht

Title: Das personale Schreiben

Seminar Paper , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anne Mey (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

„Das Schreiben kann dazu dienen, das eigene Handeln, Denken, Bewusstsein, Verhalten und
Fühlen zu verdeutlichen.“
Dieses Zitat von Jürgen Fröchling verdeutlicht, womit sich diese Arbeit beschäftigen soll: das
personale Schreiben und seine Möglichkeiten zur Gewinnung und Verstärkung der Ich-
Identität sowie die Umsetzung in die Praxis des Schulunterrichts ab Sekundarstufe I.
Nachdem klar gemacht wurde, was unter personalem Schreiben zu verstehen ist, soll ein
Überblick über Identität und ihren Zusammenhang mit Sprache geschaffen werden. Es folgt
die Vorstellung von vier Methoden, die es erlauben, das personale Schreiben in den
traditionellen Aufsatzunterricht einzubetten.
Abschließend soll auch noch kurz auf die Schwierigkeiten des personalen Schreibens im
Unterricht eingegangen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist unter personalem Schreiben zu verstehen ?

3 Identität und Sprache

3.1 Identität

3.2 Rolle der Sprache bei der Entwicklung von Identität

3.3 Die Cluster-Methode

3.4 Schreiben in Selbsterfahrungsprozessen

3.5 Ich-Collagen

3.6 Schreiben zur biographischen Selbstvergewisserung

4 Schwierigkeiten des personalen Schreibens im Unterricht

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Potential des personalen Schreibens zur Förderung der Ich-Identität bei Schülern und zeigt Wege auf, wie diese kreativen Schreibformen erfolgreich in den traditionellen Aufsatzunterricht der Sekundarstufe I integriert werden können.

  • Grundlagen des personalen und kreativen Schreibens
  • Zusammenhang zwischen Sprache, Identitätsentwicklung und Selbstreflexion
  • Methodische Ansätze wie Clustering, Selbsterfahrungsübungen und Ich-Collagen
  • Herausforderungen bei der Bewertung und unterrichtspraktischen Umsetzung

Auszug aus dem Buch

Die Cluster-Methode

Es ist zu beachten, dass bei kreativen Prozessen stets erst Angst überwunden werden muss. Daher ist ein Beginn nach dem Prinzip des Brainstormings von Vorteil. Aus diesem Grund soll zuerst diese Methode vorgestellt werden.

Gabriele L. Rico entwickelte, durch das Studieren von Krankheitsgeschichten gehirngeschädigter Patienten und aufbauend auf die neurochirugische Forschung, die Cluster-Methode.

Das englische Wort „cluster“ bedeutet „Schwarm“, „Haufen“, „Anhäufung“. Damit wird sich auf die Art des Aufschreibens, nicht aber auf den Inhalt des Clusters, bezogen.

Es handelt sich dabei um ein nicht-lineares Brainstorm-Verfahren, welches eng verwandt mit der freien Assoziation ist und das bildliche Denken fördert. Das Clustern kann sowohl Schreibanlass als auch eine Schreibmethode sein.

„Die Technik des Clusterns entspricht den dynamischen unberechenbaren Prozessen des menschlichen Herzens.“ Laut Rico ist das Clustern ein Selbstregulierungs-Vorgang, der auf einem Blatt Papier sichtbar gemacht wurde. Es sei eine „direkte Pipeline zu unseren Gefühlen“, die Erinnerungen, Gefühle, Bilder etc. in uns erwecke.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des personalen Schreibens ein und erläutert dessen Bedeutung für die Stärkung der Ich-Identität im Unterricht.

2 Was ist unter personalem Schreiben zu verstehen ?: Dieses Kapitel definiert personales Schreiben als eine kreative Mischform, die der Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und Lebensgeschichte dient.

3 Identität und Sprache: Es wird die theoretische Verbindung zwischen Identitätsbildung, Selbstreflexion und dem Einsatz von Sprache als grundlegendem Zeichensystem analysiert.

3.1 Identität: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Ich-Identität, ihre soziale Komponente sowie der Prozess der Selbstbewusstwerdung dargelegt.

3.2 Rolle der Sprache bei der Entwicklung von Identität: Dieses Kapitel erörtert, warum die Sprache essenziell für die Selbstreflexion und die soziale Integration des Individuums ist.

3.3 Die Cluster-Methode: Es wird ein nicht-lineares Brainstorming-Verfahren vorgestellt, das bildliches Denken fördert und den Zugang zu eigenen Gefühlen erleichtert.

3.4 Schreiben in Selbsterfahrungsprozessen: Dieses Kapitel diskutiert den Einsatz von Interaktions- und Wahrnehmungsspielen als Schreibanlässe im Unterricht.

3.5 Ich-Collagen: Hier wird der kreative Einsatz von Collagen erläutert, um Schülern den Ausdruck von Hoffnungen und Phantasien als Grundlage für Texte zu ermöglichen.

3.6 Schreiben zur biographischen Selbstvergewisserung: Diese Form des Schreibens wird als Methode für Jugendliche in der Pubertät zur Aufarbeitung eigener Lebenserfahrungen vorgestellt.

4 Schwierigkeiten des personalen Schreibens im Unterricht: Das Kapitel thematisiert die Probleme bei der Bewertung und der schulischen Umsetzung, wie etwa den Druck zur Konformität.

5 Fazit: Das Fazit resümiert, dass personales Schreiben trotz Bewertungsschwierigkeiten eine motivierende Ergänzung zum traditionellen Aufsatzunterricht darstellt.

Schlüsselwörter

Personales Schreiben, Identitätsentwicklung, Ich-Identität, Schreibdidaktik, Cluster-Methode, Selbstreflexion, Kreatives Schreiben, Ich-Collagen, Aufsatzunterricht, Sprachproduktion, Persönlichkeitsbildung, Sekundarstufe I.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration des personalen Schreibens in den traditionellen Deutschunterricht, um die Identitätsentwicklung von Schülern zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Identitätsbildung durch Sprache sowie auf praktischen Schreibmethoden für den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen des personalen Schreibens für die Ich-Identität herauszuarbeiten und konkrete methodische Anregungen für die Schulpraxis zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die didaktische Ansätze aus der Schreibforschung zusammenführt und auf den Unterricht bezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte zur Identität und Sprache sowie vier spezifische Schreibmethoden – Clustering, Selbsterfahrungsspiele, Collagen und biographisches Schreiben – detailliert vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie personales Schreiben, Identitätsbildung, Schreibdidaktik und kreative Unterrichtsmethoden charakterisiert.

Warum ist die Cluster-Methode laut der Autorin besonders effektiv?

Sie gilt als „direkte Pipeline“ zu den eigenen Gefühlen, da sie durch non-lineares Arbeiten Zensurmechanismen umgeht und die rechte Gehirnhälfte anspricht.

Welches zentrale Problem beim personalen Schreiben im Unterricht wird identifiziert?

Das größte Problem liegt im Spannungsfeld zwischen der geforderten persönlichen Offenheit beim Schreiben und dem formalen Zwang zur schulischen Bewertung und Benotung.

Warum sollten Lehrer trotz der Schwierigkeiten personales Schreiben fördern?

Die Autorin argumentiert, dass diese Schreibformen eine hohe intrinsische Motivation erzeugen und den Schülern lebenslange Reflexionsfähigkeit vermitteln können.

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Details

Title
Das personale Schreiben
Subtitle
Entwicklung der Identität im traditionellen Aufsatzunterricht
College
University of Münster  (Germanistisches Institut)
Course
Schreibforschung und Schreibdidaktik
Grade
1,7
Author
Anne Mey (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V117901
ISBN (eBook)
9783640210893
ISBN (Book)
9783640211005
Language
German
Tags
Schreiben Schreibforschung Schreibdidaktik Schreibanregungen Clustering Aufsatzunterricht Identität Deutschunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Mey (Author), 2008, Das personale Schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117901
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