Zertifikate - Übersicht verschiedener Zertifikatstypen


Seminararbeit, 2008

18 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

I Abbildungsverzeichnis

II Ausarbeitung
1 Einleitung
1.1 Abgrenzung und Definition
2 Übersicht verschiedener Zertifikatstypen
2.1 Produkte mit Maximalrendite
2.1.1 Discounterzertifikat
2.1.2 Chancen und Risiken
2.2 Kapitalschutzprodukte
2.2.1 Plain-Vanilla Kapitalschutzprodukte
2.2.2 Chancen und Risiken
2.3 Partizipationsprodukte
2.3.1 Indexzertifikat
2.3.2 Chancen und Risiken
2.4 Knock-out-Zertifikate
2.4.1 Chancen und Risiken
3 Aktueller Kontext
3.1 Genauere Betrachtung eines Knock-out Zertifikats
3.2 Einfluss der Volatilität auf den Kurs
4 Fazit und Ausblick

III Literaturverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

Tabelle 1-1: Gehandelte Kontrakte und Open Interests an der Eurex.

Tabelle 2-1: Rückzahlung eines Discounterzertifikats bei unterschiedlicher Kursentwicklung.

Tabelle 2-2: Praxisbeispiel für Kapitalschutzprodukte. Abbildung 2-3: Praxisbeispiel für Plain Vanilla Warrants.

Abbildung 3-1: Vergleich einer Aktie mit dem Knock-out Zertifikat.

II Ausarbeitung

1 Einleitung

Finanzderivate erfreuen sich immer zunehmender Beliebtheit, denn die Möglichkeiten, die diese Produkte bilden sind nahezu unbegrenzt. Egal, ob für langfristige Investitionen oder aktives Traden.

Mit „120 Milliarden Anlagesumme haben Zertifikate den Fonds den Rang abgelaufen.“1 Vor allem in der Zeit nach dem Börsencrash in Folge des 11. Septembers erfreuten sich die Zertifikate eines regen Zulaufs der Anleger, welche sich mehr und mehr von den klassischen Anlagen wie Aktien und Fonds abwandten. Mittlerweile stehen den Anlegern 100.000 verschiedene Produkte zur Auswahl, wobei jeden Monat, ca. 1.000 neue Werte hinzukommen.

Die Zertifikate etablieren sich, aufgrund ihrer individuellen Markterwartungen und zugeschnittenen Eigenschaften, so gut am Markt. Das bedeutet, dass jeder Anleger seinem persönlichen Risiko- oder Chancenprofil entsprechend, auf Produkte über seine Hausbank zugreifen kann, die seiner Markterwartungen entsprechen. So helfen die Zertifikate neben Aktien, Fonds und anderen Produkten ein risikooptimiertes Depot zu bilden.

Durch das hohe Investitionsvolumen (vgl. Tabelle 1-1), erlangen Finanzanlagen zunehmend an Wichtigkeit. Vor allem Zertifikate, bilden hierbei durch ihre individuelle Struktur eine große Möglichkeit für alle Anleger.

Diese Arbeit vermittelt nach der Entwicklung der letzten Jahre, ein zeitgemäßes Bild über die Finanzanlagen in Form von Zertifikaten, deren Funktionsweise und die damit verbundenen Chancen und Risiken.

Abbildung 1-1: Gehandelte Kontrakte und Open Interests an der Eurex.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eurex, Stand 28.04.2008

1.1 Abgrenzung und Definition

Die vorliegende Arbeit soll keine Kaufempfehlung für die vorgestellten Produkttypen, Beispiele und Analysen sein. Ferner richtet sich die Intention dieser Arbeit auf die Bereitstellung von Informationen über Zertifikate.

Die Bedeutung des Wortes Zertifikat ist aus dem Lateinischen ableitbar. Der Wortstamm „certus“ bedeutet im deutschen „sicher“ und „facere“ ist mit „machen“ zu übersetzen. Somit ist das Zertifikat eine Absicherung. Das Wort Zertifikat wird in vielen Zusammenhängen verwendet, beispielsweise als Beglaubigung oder Bescheinigung. Im Folgenden wird aber auf eine andere Bedeutung dieses Wortes eingegangen, nachdem das Zertifikat einem „Anteilschein eines Investmentfonds“2 entspricht.

2 Übersicht verschiedener Zertifikatstypen

Aufgrund der außergewöhnlichen Kombinationsmöglichkeiten, ist es unmöglich, hier alle verfügbaren Zertifikatstypen aufzuzählen und zu beschreiben. Ferner werden in dieser Arbeit die wichtigsten Zertifikatstypen besprochen. Diese erfreuen sich bei den Anlegern aufgrund später aufgeführter Eigenschaften, größter Beliebtheit. Die Auswahl wurde so getroffen um alle Anlegertypen zu bedienen, sie reicht von Kapitalschutzprodukten für vorsichtige Anleger, bis hin zum Knock-out-Zertifikat für Zocker.

2.1 Produkte mit Maximalrendite

Unter Produkten mit Maximalrendite versteht man Zertifikate, welche einen maximal möglichen Gewinn festgeschrieben haben. Der Gedanke beruht auf dem Discount, welcher ein Abschlag zur normalen Aktie darstellt und somit die Produkte mit Maximalrendite günstiger macht. Daher leitet sich auch der Name Discountzertifikat ab, worauf im Folgenden noch näher eingegangen wird.

2.1.1 Discounterzertifikat

Das Discounterzertifikat ermöglicht dem Anleger mit einem günstigeren Preis als bei einer Aktie, sich an der Kursbewegung eines zugrunde liegenden Basiswertes zu partizipieren. Tritt die vom Anleger erwartete Kursbewegung ein und der Kurs des Basiswertes befindet sich am Ausübungstag oberhalb des Festbetrags des Discounterzertifikats, so wird der maximal mögliche Gewinn des Zertifikats (Festbetrag, Cap oder Höchstbetrag genannt) ausgezahlt. „Der Clou: Der Anleger erwirbt den Basiswert dabei stets zu einem Abschlag (Discount), d.h. er kann auch dann einen Gewinn erzielen, wenn sich der Basiswert gar nicht bewegt.“3 Der Discount bildet somit auch ein Sicherheitspolster, welches vor allem bei leicht fallenden Kursen des Basiswertes zum Tragen kommt. Erst wenn der Kurs des Basiswertes tatsächlich unter den Einstandspreis des Discounterzertifikats fällt, tritt ein teilweiser Kapitalverlust für den Anleger ein. Auf der anderen Seite begründet der Discount die Begrenzung der Gewinnchance. Das Verhalten der Rückzahlung eines Discounterzertifikats wird in der unten stehenden Tabelle 2-1, näher erklärt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2-1: Rückzahlung eines Discounterzertifikats bei unterschiedlicher Kursentwicklung.

Quelle: Eigene Anstellung des Autors.

Discounterzertifikate haben sich innerhalb der letzten Jahre zu einem Standard im Bereich der strukturierten Produkte entwickelt. Sie kennzeichnen sich durch folgende Ausstattungsmerkmale:

- Den Basiswert,
- Die Bezugsmenge,
- Den Ausübungstag sowie
- Den Festbetrag, bzw. den Höchstbetrag.

Um die Funktionsweise eines Discounterzertifikats zu verdeutlichen, folgendes Beispiel:4 Eine Bank legt beispielsweise einen Discounter auf die BMW-Aktie an. Sie gewährt 10% Rabatt, also kommt man bei einem Kurs von 100€ Euro auf 90€. Man spart also 10€ gegenüber der normalen Aktie. Fällt jetzt der Kurs der Aktie spürt der Anleger erst einen Verlust, wenn der Wert unter 90€ fällt. Ab dann bekommt er bei einem Verkauf den Wert, zu dem die Aktie dotiert ist. Jedoch ist der Anleger auch nur bis zu einem bestimmten Gewinn beteiligt. Zum Beispiel könnte man das Gewinnlimit auf 110€ legen und im Falle eines Kurses von 130€ am Stichtag, hätte der Anleger nur einen Anspruch auf die 110€.

Die meisten Discounterzertifikate beziehen sich auf einzelne Aktien. Auf weitere Basiswerte haben Emittenten bereits weitere Papiere aufgelegt, wie zum Beispiel auf Devisen oder Rohstoffe. Auch bei der Laufzeit, bieten die Discounterzertifikate alle Möglichkeiten, von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Jahren. Sehr kurze Fristen sind für Discounterzertifikate eher untypisch, hierfür sind andere Anlageprodukte meist besser geeignet.

2.1.2 Chancen und Risiken

Da die individuelle Gestaltung eines Discounterzertifikats sehr groß ist, ergeben sich mehr Chancen als Risiken. Die Chance in einem Discounterzertifikat die passende Geldanlage zu finden ist somit sehr hoch. Durch die Individualität lassen sich mögliche Gewinnchancen genau definieren. Zwar kann auch beim Discounterzertifikat keine Sicherheit eines Gewinns gegeben werden, doch sind durch die minimierten Risiken, die Discounterzertifikate oftmals bei vorsichtigen Anlegern sehr beliebt. „Diese Papiere gehören zusammen mit Garantiezertifikaten zu den beliebtesten Kategorien.“5

2.2 Kapitalschutzprodukte

Unter den Finanzanlagen, haben sich mittlerweile die Kapitalschutzprodukte weit verbreitet. Das besondere an den Kapitalschutzprodukten, ist ihre Sicherung gegen Kursverluste. Durch einen im Voraus festgelegten Prozentsatz des investierten Nominalbetrags, wird die Rückzahlung bei Verfall des Kurses gewährleistet. Gleichzeitig nimmt der Anleger an einer positiven Entwicklung des Basiswertes teil. Als Basiswert dienen auch hier wieder vor allem Aktien, aber auch andere Anlagen wie zum Beispiel Rohstoffe. Diese Art der Finanzanlage eignet sich vor allem für Anleger die sich eine positive Entwicklung ihrer Anlage versprechen und trotzdem Rückschläge in Kauf nehmen oder für Anleger welche mit dem Markt noch nicht so gut vertraut sind. Die Tabelle 2-2 zeigt ein Beispiel aus der Praxis und beinhaltet den Index der 100 größt-kapitalisierten Aktien Großbritanniens.

[...]


1 Helmut Achatz, (2007), S.1, http://www.focus.de/finanzen/boerse/zertifikate/tid- 5414/zertifikate_aid_51978.html ; Stand 28.04.08.

2 Vgl. http://boersenlexikon.faz.net/zertifik.htm; Stand: 28.04.08.

3 Vgl.: http://www.finanztip.de/recht/bank/discountzertifikate-wissen.htm; Stand 28.04.08.

4 In Anlehnung an: http://www.focus.de/finanzen/boerse/zertifikate/tid- 5414/zertifikate_aid_53238.html; Stand 28.04.08.

5 Vgl.: http://www.focus.de/finanzen/boerse/zertifikate/tid-5414/zertifikate_aid_53238.html; Stand 28.04.08.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Zertifikate - Übersicht verschiedener Zertifikatstypen
Hochschule
Hochschule Heilbronn, ehem. Fachhochschule Heilbronn
Veranstaltung
Investmentmanagement
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
18
Katalognummer
V117921
ISBN (eBook)
9783640201419
ISBN (Buch)
9783640207268
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zertifikate, Zertifikatstypen, Investmentmanagement
Arbeit zitieren
Daniel Schaumann (Autor), 2008, Zertifikate - Übersicht verschiedener Zertifikatstypen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117921

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