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Über "Res gestae (divi Augusti)"

Title: Über "Res gestae (divi Augusti)"

Seminar Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nina Hollstein (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Über die Lebensgeschichte des ersten römischen Kaisers Augustus lassen sich in der Literatur
zahlreiche Darstellungen finden. Doch anders als bei seinen Vorgängern und Nachfolgern
bildete Augustus Schriftstellerei selbst die Grundlage für alle weiteren schriftlichen
Behandlungen mit seiner Person.
Sein Werk, die ‚Res gestae (divi Augusti)’, wird von Theodor Mommsen, welcher als
einflussreichster Historiker des 19. Jahrhunderts gilt, als ‚Königin der Inschriften’ bezeichnet.
Wilhelm Weber nennt das augusteische Werk „ein Selbstbild von eigenem Reiz (...) dem kein
ähnliches zur Seite gestellt werden kann.1“
Um diese Aussagen nachvollziehen und greifbar machen zu können, soll im Folgenden
zunächst der Autor und der Entstehungskontext der ‚Res gestae’ dargestellt werden. Ziel ist
es, den Zweck, welchen Augustus mit der Veröffentlichung verfolgte, zu ermitteln.
Anschließend sollen speziell die Schlusskapitel 34 und 35 des Werkes im Mittelpunkt der
Betrachtungen stehen. Unter Einbeziehung aller Untersuchungen soll am Schluss der Arbeit
ein möglichst umfangreiches Bild über den Nachlass des ersten römischen Kaisers entstehen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herkunft der Quelle

2.1 Der Autor – Gaius Octavius Thurinus

2.2 Das Werk - Res gestae (divi Augusti)

3. Zweck der Quelle

4. Res gestae 34 und 35

5. Bewertung der Quelle

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Res gestae (divi Augusti) als zentrales Zeugnis der kaiserlichen Selbstdarstellung, wobei ein besonderer Fokus auf den Schlusskapiteln 34 und 35 liegt, um das politische Selbstverständnis und den propagandistischen Charakter dieses Werkes des ersten römischen Kaisers zu analysieren.

  • Analyse des historischen Entstehungs- und Überlieferungskontexts der Res gestae.
  • Untersuchung der spezifischen Zielsetzung der Schrift als politisches Instrument.
  • Deutung der Kapitel 34 und 35 im Kontext von Augustus' Machtlegitimation.
  • Kritische Bewertung des Charakters der Schrift als subjektive Selbstdarstellung.
  • Erörterung der Bedeutung von Ehrungen und Titeln für die römische Kaiserideologie.

Auszug aus dem Buch

4. Res gestae 34 und 35

Das 34. Kapitel der Res gestae beginnt mit der Nennung des Datums, welches sich über zwei Konsulatsdaten erstreckt. Gemeint sind das sechste und siebste Konsulat in den Jahren 28 und 27 v.Chr..

Augustus geht im Weiteren auf ein bereits abgeschlossenes Ereignis ein, indem er formuliert, „die Flammen der Bürgerkriege [seien] gelöscht und mit der einmütigen Zustimmung der gesamten Bevölkerung [sei er] in den Besitz der staatlichen Allgewalt gelangt“.

Der illyrische Feldzug, der Sieg bei Actium über Antonius und Kleopatra 31 v.Chr., sowie die Eroberung Alexandrias von 30 v.Chr. machten Oktavian zum faktischen Herren des Reiches. Bei seiner Rückkehr nach Rom im Jahre 29 v.Chr. feierte Oktavian am 13., 14. und 15. August für diese Leistungen drei Triumphe. Augustus erhielt diverse Ehrungen, welche demonstrierten, wie außerordentlich seine Leistungen waren: Unter anderem sollte sein Name in alle Gebete des Staatspriesters aufgenommen werden und der Sieg bei Actium, sowie sein Geburtstag wurden zu Festtagen erklärt. Ebenso wurden ihm Sonderrechte zuteil, wie das 30 v.Chr. verliehene Recht neue Patrizier zu ernennen. Dies bot ihm die Möglichkeit, seine eigenen Gefolgsleute in zentrale Positionen zu bringen. Oktavian wurde im ganzen Reich als Friedensbringer gefeiert.

Zur Allgewalt gelangt, schließt Augustus diesen Satz mit den Worten, er habe „das Gemeinwesen aus [s]einer Machtbefugnis wieder der Ermessensfreiheit des Senats und des römischen Volkes überantwortet“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Augustus' Tatenbericht für die Forschung dar und definiert den methodischen Rahmen der Untersuchung.

2. Herkunft der Quelle: Dieses Kapitel behandelt die Biografie von Gaius Octavius Thurinus und den historisch-archäologischen Kontext der Überlieferung der Res gestae.

3. Zweck der Quelle: Hier wird der inhaltliche Aufbau des Werkes analysiert, um die propagandistische Zielsetzung des Kaisers als Selbstdarsteller zu ermitteln.

4. Res gestae 34 und 35: Diese Sektion bietet eine detaillierte Interpretation der Schlusskapitel, die den Übergang zur Alleinherrschaft und die damit verbundenen Ehrungen beleuchten.

5. Bewertung der Quelle: Das abschließende Kapitel kritisiert den subjektiven Charakter der Schrift und ordnet sie als politisches Mittel der Machtlegitimation ein.

Schlüsselwörter

Augustus, Res gestae, Römische Kaiserzeit, Tatenbericht, Machtlegitimation, Prinzipat, Monumentum Ancyranum, Selbstdarstellung, Senat, Machtbefugnisse, Propaganda, Kaiserideologie, Antike, Politische Laufbahn, Autobiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert den Tatenbericht des ersten römischen Kaisers Augustus, bekannt als Res gestae, insbesondere im Hinblick auf dessen Intention und historische Bedeutung.

Welche zentralen Themenbereiche werden untersucht?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Entstehung der Quelle, ihre literarische Gattung, ihre propagandistische Zielsetzung sowie die politische Inszenierung der Macht in den Kapiteln 34 und 35.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das von Augustus gezeichnete Selbstbild zu deuten und zu verstehen, wie er seine Herrschaft durch die gewählte Form der Tatenberichterstattung legitimierte.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur, um die subjektive Darstellung des Kaisers historisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung des Autors, eine Analyse des Entstehungskontexts, eine Interpretation der Schlusskapitel 34 und 35 sowie eine abschließende Bewertung der Quellengattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Augustus, Res gestae, Prinzipat, Machtlegitimation, Selbstdarstellung und Römische Kaiserzeit.

Wie deutet der Autor die Verleihung des Titels "pater patriae"?

Die Verleihung wird als Höhepunkt seiner Laufbahn betrachtet, den Augustus bewusst an das Ende seines Berichts stellt, um die einmütige Anerkennung durch Senat und Volk zu unterstreichen.

Warum wird die Subjektivität der Res gestae so stark betont?

Weil der Autor gezielt Informationen auswählt oder weglässt – etwa das Verschweigen seines Rivalen Antonius –, um ein positives und von ihm gewünschtes Bild für die Nachwelt zu konstruieren.

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Details

Title
Über "Res gestae (divi Augusti)"
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Geschichte)
Course
Proseminar: Die frühe römische Kaiserzeit
Grade
1,3
Author
Nina Hollstein (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V117948
ISBN (eBook)
9783640201594
ISBN (Book)
9783640206599
Language
German
Tags
Augusti) Proseminar Kaiserzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Hollstein (Author), 2005, Über "Res gestae (divi Augusti)", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117948
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