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Internationaler islamistischer Terrorismus und wie man ihm begegnet

Title: Internationaler islamistischer Terrorismus und wie man ihm begegnet

Term Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Johannes Richter (Author)

Sociology - War and Peace, Military
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Terrorismus ist ein zunehmendes, erschreckendes und großes Problem in der sich immer weiter globalisierenden Welt. So gut wie jeder Staat muss mit der Angst leben durch einen Terroranschlag getroffen zu werden. Eine besondere Form bildet dabei die Gefahr durch religiös motivierte Angriffe.
Viele terroristische Gruppen in der heutigen Zeit sind religiös geprägt. Auffallend ist, dass sich in jeder der wichtigen Weltreligionen terroristische Vereinigungen finden. Diese „Kämpfer einer Religion“ werden oft auch als Fundamentalisten bezeichnet. Terror unter dem Deckmantel der Religion ist allerdings nichts Neues. Bereits vor mehr als 2000 Jahren wurden die ersten „Kämpfer“ beschrieben (Zeloten). Des Weiteren gilt sogar bis ins 19. Jahrhundert die Religion als einzige Rechtfertigung von Terror. Zur Zeit des „Kalten Krieges“ verschwindet der religiöse Terror etwas und wird vom „weltlichen“ Terrorismus ersetzt. Doch bereits in den Jahren 1980 bis 1992 erhöht sich die Anzahl von religiösen extremistischen Gruppen exponential. Dabei kann beobachtet werden, dass die Renaissance dieser Vereinigungen sehr eng mit der Revolution im Iran verbunden ist. Inzwischen nehmen Gruppen dieser Art immer mehr zu. Somit kann Religion als neue Triebkraft für den Terror nach der Beendigung des „Kalten Krieges“ angesehen werden. Kennzeichnend für religiös motivierte Terroranschläge sind oft verheerende Gewalttaten mit großer Opferzahl. Als Gründe können andere Vorstellungen von Wertesystemen, von Funktionsweisen der Legitimierung und Rechtfertigung, von Moralbegriffen und Weltansichten genannt werden. Gewalt ist demnach ein sakramentaler Akt oder eine von Gott gebotene Pflicht, welche sich für die Fundamentalisten meist aus theologischen Anforderungen oder Geboten herleiten lassen. Geistliche Personen werden oftmals gebraucht um den Terror zu sanktionieren oder „abzusegnen“. Eine Legitimation leiten religiöse Terrorgruppen aus ihrer Religion ab. Demnach kann zusammenfassend gesagt werden: „Religion – übermittelt durch heilige Texte, verbreitet durch geistliche Autorität, die den Anspruch haben, für das Göttliche zu sprechen – dient daher als eine legitime Kraft.“ Erschreckend ist, dass diese Vereinigungen kaum Grenzen kennen. Es wird fast unbegrenzte Gewalt gegen eine schier endlose Zahl von Zielen eingesetzt. Andersdenkende werden mit herabwürdigenden Begriffen belegt. Dadurch liegt die Hemmschwelle bei terroristischen Akten noch niedriger. „Kämpfer der Religionen“ sehen sich ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strömungen islamistischer Terrorgruppen

3. Rekrutierung von Mitgliedern für islamistische Terrorgruppen

4. Finanzierung islamistischer Terrorgruppen

5. Verwendete Terrormittel islamistischer Terrorgruppen

6. Ausblick/Bekämpfung islamistischer Terrorgruppen

6.1 Weltweit

6.2 Einzelfall Deutschland

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen, Strukturen und Finanzierungsmodelle des internationalen islamistischen Terrorismus sowie Ansätze zu dessen Bekämpfung. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie religiöse Ideologien als Legitimation für Gewalt dienen und welche sozioökonomischen Faktoren die Radikalisierung begünstigen.

  • Historische Entwicklung und ideologische Grundlagen islamistischer Strömungen.
  • Soziale Ursachen der Rekrutierung von Mitgliedern.
  • Komplexe Finanzierungsstrukturen und operative Strategien der Terrorgruppen.
  • Herausforderungen der Terrorismusbekämpfung auf globaler Ebene und speziell in Deutschland.

Auszug aus dem Buch

5. Verwendete Terrormittel islamistischer Terrorgruppen

Die Terrorgruppen von heute sind unberechenbar. Kein Mittel erscheint ihnen zu gering um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Ein Zurückschrecken vor zivilen, unbeteiligten Opfern existiert nahezu nicht. Somit können die Terroristen auch nicht einem bestimmten Stereotyp zugeordnet werden. Die Organisationsstrukturen sind oftmals verschwommen und es lässt sich keine hierarische Struktur erkennen. Eine spezielle Taktik oder ein bestimmter Einsatz von Waffen ist nicht feststellbar. Ihre Operationsgebiete und Basen sind weltweit auszumachen, was unter anderem durch die moderne Massenkommunikation möglich wurde. Des Weiteren steht eher die Wirkung im Vordergrund als die Tat. Für Angriffe werden heutzutage häufig Massenmedien fest als Propagandamittel mit eingeplant. Somit unterscheiden sie sich deutlich von ehemals „klassischen“, „weltlichen“ Terrorgruppen wie z.B. der ETA oder RAF.

Oftmals wird allerdings mit Selbstmordattentätern agiert, obwohl diese Anschläge nach dem islamischen Recht nicht gestattet sind. Weil das der Fall ist, werden diese Attentate durch eine geistliche Autorität gerechtfertigt. Natürlich sprengen sich die Ausführenden nicht ohne Paradiesversprechungen in die Luft. „Dieser Himmel wird heute genauso wie vor mehr als 700 Jahren beschrieben, an dem Überfluss herrscht mit Flüssen von Milch und Wein ... Seen von Honig und den Diensten von 72 Jungfrauen, wo der Märtyrer das Gesicht Allahs erblicken und später mit 70 auserwählten Verwandten zusammensein wird. Sogar die Freuden des Alkohols – die allen Muslimen in ihrem irdischen Leben verboten sind – und des Sex sind in diesem glorreichen Leben im Jenseits gestattet, wo die Gebote der Scharia (des islamischen Rechts) nicht mehr gelten.“17 Deshalb ist oftmals bei den Attentätern vor ihrem Anschlag ein Lächeln im Gesicht zu beobachten, das so genannte „Lächeln der Freude“. Der Trend der Terroristen beim Einsatz von noch effektiveren Kampfmitteln wird hin zu ABC-Waffen (atomar, biologisch, chemisch) gehen.18 19

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des religiös motivierten Terrorismus ein und erläutert den historischen Kontext sowie die Rolle von Religion als neue Triebkraft nach dem Kalten Krieg.

2. Strömungen islamistischer Terrorgruppen: Das Kapitel analysiert die historischen Wurzeln und die Entwicklung der Salafiya- und Wahhabiya-Bewegungen sowie deren ideologischen Einfluss auf moderne militante Islamisten.

3. Rekrutierung von Mitgliedern für islamistische Terrorgruppen: Hier werden die sozioökonomischen Gründe, wie Arbeitslosigkeit und Globalisierungsfolgen, sowie die Rolle sozialer Dienste bei der Rekrutierung neuer Anhänger beleuchtet.

4. Finanzierung islamistischer Terrorgruppen: Dieser Abschnitt beschreibt das komplexe System der Terrorfinanzierung durch informelle Überweisungssysteme wie Hawala sowie die Verstrickung von Firmen und staatlichen Unterstützern.

5. Verwendete Terrormittel islamistischer Terrorgruppen: Dieses Kapitel behandelt die unberechenbare Taktik moderner Terrorgruppen und die ideologische Rechtfertigung von Selbstmordattentaten.

6. Ausblick/Bekämpfung islamistischer Terrorgruppen: Es werden Strategien zur globalen Bekämpfung erörtert und die notwendige Anpassung der deutschen Sicherheitsarchitektur diskutiert.

7. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung fasst die Komplexität des Themas zusammen und betont die Notwendigkeit, tiefergehende soziologische Ursachen hinter der religiösen Fassade zu erkennen.

Schlüsselwörter

Terrorismus, Islamismus, Religion, Radikalisierung, Salafiya, Wahhabiya, Jihad, Terrorfinanzierung, Hawala, Sicherheitspolitik, Globalisierung, Ideologie, Selbstmordattentate, Deutschland, Sicherheitsarchitektur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, Ideologien und Methoden des internationalen islamistischen Terrorismus und diskutiert Ansätze, um diesem Phänomen wirksam zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf den historischen Strömungen, den Rekrutierungsbedingungen, der Finanzierung, den angewandten Terrormitteln sowie den Herausforderungen für staatliche Sicherheitsapparate.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Denkweisen und Strukturen extremistischer islamistischer Organisationen zu vermitteln und Wege zur effektiven Terrorismusbekämpfung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung aktueller Fachliteratur und sicherheitspolitischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der ideologischen Entwicklung, der soziologischen Hintergründe der Rekrutierung, der ökonomischen Finanzierungsstrukturen sowie der taktischen Vorgehensweisen der Terroristen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Islamismus, Radikalisierung, Terrorfinanzierung, Jihad und Sicherheitsstrategien definieren.

Warum spielt das Hawala-System bei der Finanzierung eine so große Rolle?

Das Hawala-System ermöglicht den Transfer von Geldern ohne Papieraufwand und Datenspeicherung, was eine Nachverfolgung durch internationale Terrorfahnder nahezu unmöglich macht.

Welche spezifische Empfehlung wird für die Sicherheitspolitik in Deutschland gegeben?

Der Autor plädiert unter anderem für eine Stärkung des Bundessicherheitsrats, eine institutionalisierte Zusammenarbeit von Bund und Ländern sowie die Entwicklung einer konsistenten gesamtstaatlichen Sicherheitsstrategie.

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Details

Title
Internationaler islamistischer Terrorismus und wie man ihm begegnet
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Vorlesung
Grade
2,7
Author
Johannes Richter (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V117963
ISBN (eBook)
9783640201709
Language
German
Tags
Internationaler Terrorismus islam kampf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Richter (Author), 2008, Internationaler islamistischer Terrorismus und wie man ihm begegnet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117963
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