Das Milgram-Experiment. Untersuchungsdetails und Kritik


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006
26 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Milgram-Experiment
2.1 Untersuchungsdetails
2.2 Veränderungen der Versuchsandordnung
2.3 Replikationen des Experiments
2.4 Erwartetes Verhalten
2.5 Gehorsam und der Agens-Zustand
2.6 Persönlichkeitsmerkmale und Gehorsam

3 Kritik
3.1 Methodologische Probleme
3.2 Generalisierbarkeit der Ergebnisse
3.2.1 Labor vs. Alltagssituation
3.2.2 Simulation von Verhaltens in Gesellschaften oder Organisationen?
3.2.3 Übertragbarkeit auf den Nationalsozialismus
3.3 Ethische Legitimität

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Stellen Sie sich vor, Sie schlagen morgens am Frühstückstisch Ihre Zeitung auf und erblicken eine Anzeige mit der Überschrift „Wir bezahlen Ihnen 4.00 Dollar für eine Stunde ihrer Zeit. Personen für eine Untersuchung über Gedächtnisleistung gesucht“. Vielleicht wollten Sie schon immer mal an einem Experiment teilnehmen und ergreifen die Gelegenheit und melden sich bei der Yale-Universität als Interessent dieser Untersuchung. Kurze Zeit später finden Sie sich in einem Labor auf dem Universitätsgelände ein und treffen auf einen Versuchsleiter, der Sie mit einem anderen freiwilligen Teilnehmer bekannt macht. Der Versuchsleiter berichtet, daß eine Theorie überprüft werden soll, die besagt, daß ein Mensch seine Lernleistung erhöhen könnte, wenn er für Fehler bestraft wird. Das Ziel des Experiments sei deshalb, die Auswirkung von Bestrafung auf das Lernverhalten zu untersuchen. Er teilt Ihnen mit, daß ein Teilnehmer die Rolle des Schülers übernimmt, der etwas lernen muß, und der andere den Lehrer darstellt, der den Schüler, wenn nötig, bestrafen müßte. Zur Verteilung der Rollen werden Sie und der andere freiwillige Versuchsteilnehmer aufgefordert ein Los zu ziehen. Sie wurden als Lehrer bestimmt. Zusammen mit der zum Schüler bestimmten Person folgen Sie nun dem Versuchsleiter in einem Nebenraum. Dort wird der Schüler an einem Stuhl gefesselt, um übermäßige Bewegungen einzuschränken, an seinem rechten Handgelenk wird eine Elektrode befestigt und unter seiner linken Hand wird ein kleiner Antwortkasten mit vier Knöpfen positioniert. Ihnen beiden wird erklärt, daß der Schüler eine Reihe von Wortpaaren lernen müsse und für jede falsche Antwort einen Elektroschock von wachsender Stärke erhalte. Die Elektrode sei mit einem Elektroschock-Generator verbunden, der sich im angrenzenden Raum befinde und die Aufgabe des Lehrers wäre das Verlesen der zu lernenden Wortpaare und gegebenenfalls die Betätigung der Schalter am Generator für die Bestrafung. Der Versuchsleiter teilt Ihnen mit, daß die Schocks zwar sehr schmerzhaft seien könnten, aber keine bleibenden Gewebeschädigungen hinterlassen würden. Anschließend werden Sie in das Zimmer geführt, in dem sich der Elektroschock-Generator befindet und Sie nehmen vor diesem Platz. Der Apparat hat 30 Schalter, die mit der entsprechenden Volt-Zahl gekennzeichnet sind. Es beginnt mit 15 Volt und steigert sich in 15 Volt Schritten bis 450 Volt. Darunter befinden sich Vermerkungen, die von „leichter Schock“ bis „Gefahr! Bedrohlicher Schock“ reichen. Die letzten beiden Schalter sind mit der Aufschrift „XXX“ versehen. Damit Sie eine Vorstellung davon haben, was für Schockstärken der Schüler bekommt, wird Ihnen ein Probeschock von 45 Volt erteilt.

Nun beginnt das Experiment. Sie lesen dem Schüler eine Reihe von Wortpaaren vor und diese fragen Sie anschließend ab. Der Schüler gibt seine Antworten per Knopfdruck und Sie können diese durch das Aufleuchten einer Lampe am Generator identifizieren. Wenn die Antwort richtig ist, gehen Sie zur nächsten Frage über, ist sie falsch, geben Sie ihm einen Elektroschock, der sich graduell bei jeder falschen Antwort um 15 Volt erhöht. Bei der Betätigung des 120 Volt sagt der Schüler, daß die Elektroschocks nun schmerzhaft seien und bei 150 äußert er: „Ahh!!! Versuchsleiter! Das reicht. Ich weigere mich, ich mach nicht mehr weiter mit. Lassen Sie mich raus!“ Falls Sie unsicher sind, ob Sie weiter machen sollen, fordert der Versuchsleiter Sie auf mit der Bestrafung fortzufahren. Die Intensität der Schreie nimmt im Verlauf der Untersuchung stetig zu und der Schüler verlangt durchweg aus dem Experiment entlassen zu werden. Wenn Sie beim 300 Volt Schalter angekommen sind und diesen betätigen, klopft die Versuchsperson aus dem Nebenraum gegen die Wand und Sie hören weiterhin qualvolles Brüllen und hysterische Aufforderungen zur Beendigung der Schocks. Der Schüler weigert sich von nun an weitere Antworten zu geben. Eine unbeantwortete Aufgabe müssen Sie laut Versuchsleiter als falsch bewerten und ihn weiter bestrafen. Ab 345 Volt hören Sie gar nichts mehr aus dem Nebenraum, in dem sich der Schüler befindet. Die Elektro-Schocks müssen trotzdem weiter bis 450 Volt ausführt werden und wenn dieser letzte Schalter 3x betätiget wurde, ist das Experiment beendet.

Gab es einen Punkt in dieser Geschichte, in der Sie sich nicht mehr angesprochen fühlten, weil Sie nicht wie oben beschrieben gehandelt hätten? Wenn ja, welcher Punkt wäre das gewesen? Als nichts mehr aus dem Nebenraum zu hören und der Schüler wahrscheinlich bewusstlos oder sogar tot war? Oder, als er sich weigerte keine Antworten mehr zu geben? Vielleicht war Ihre Grenze erreicht, als die andere Versuchsperson aus dem Experiment entlassen werden wollte? Natürlich kann es auch sein, daß Sie sich so einschätzen, daß Sie einer anderen Person keinen einzigen Schock erteilen könnten und vielleicht sogar die Glaubwürdigkeit eines solchen Experimentes anzweifeln. Ist es möglich, daß so eine Untersuchung durchgeführt wurde?

Ja, sie wurde es. Dieses Experiment wurde 1963 von dem Psychologen Stanley Milgram durchgeführt und sollte das bekannteste, aber auch umstrittenste Experiment der Sozialpsychologie werden. Diese Bekanntheit erlangte diese Untersuchung allerdings nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, weil unschuldigen Versuchspersonen Elektro-Schocks erteilt wurden. Tatsächlich war der Schüler kein unschuldiges Opfer, dem Schmerzen zugefügt wurden, sondern ein Schauspieler, der keinen einzigen dieser Schocks wirklich erhielt. Die einzige echte Versuchsperson in diesem Experiment wären Sie gewesen; die Person, die durch eine gefälschte Ziehung zum Lehrer ernannt wurde. Aber wieso diese Täuschung? Das Ziel der Untersuchung wäre gewesen, herauszufinden, zu welchem Zeitpunkt Sie sich den Befehlen des Versuchsleiters widersetzt und sich geweigert hätten, dem Schüler weitere Schocks zu verabreichen. Wahrscheinlich gehen Sie davon aus, daß dies in einem sehr frühen Stadium passiert wäre. Die Ergebnisse der tatsächlich durchgeführten Experimente zeigten jedoch ein sehr hohes Gehorsamsniveau. 63% der Versuchspersonen widersetzen sich nicht den Befehlen des Versuchsleiters und betätigten alle Hebel des Generators, (vgl. Milgram 200:51). Aufgrund dieses überraschenden Ergebnisses, daß ganz normale Männer bereit waren, jemand anderen zu quälen, nur weil es ihm eine Autorität befohlen hat, wurde dieses Experiment Welt berühmt. Wie kann es sein, daß Menschen gegen ihre moralischen Prinzipien verstoßen und einer hilflosen Person Schmerzen zufügen, nur weil es ihnen von einer Autorität befohlen wurde? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Diese Fragen stellte sich auch Milgram und veränderte die experimentelle Basissituation mechanisch, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen die Versuchspersonen dem Versuchsleiter gehorchen und unter welchen Bedingungen Gehorsamsverweigerung verstärkt auftritt, (vgl. Milgram 2004).

In der vorliegenden Arbeit werden die von Milgram durchgeführten Gehorsamsexperimente und deren Ergebnisse erläutert, um einen Einblick zu gewähren, unter welchen Umständen sich das Gehorsamsniveau verändert. Anschließend wird geprüft, ob Replikationen des Milgramschen Basis-Experiments von anderen Forschern ähnliche Ergebnisse hervorbrachten und wie hoch die Gehorsamsbereitschaft in Milgrams Untersuchungen von Außenstehenden eingeschätzt wird. Milgram führt das Verhalten der Versuchspersonen auf den Agens-Zustand zurück, in dem sie sich während ihres Gehorsams befanden. Was Milgram genau unter den Agens-Zustand versteht, wird kurz Erwähnung finden, bevor in dem letzten Kapitel des ersten Teils dieser Arbeit die Ergebnisse unterschiedlicher Studien wiedergegeben werden, die untersuchten, ob es einen Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und Gehorsam gibt. Die zweite Hälfte dieser Arbeit beschäftigt sich mit der methodologischen und ethischen Kritik an Milgram. Unter anderem stellt sich die Frage, in wiefern die Ergebnisse von Milgrams Experimenten in einen größeren sozialen Rahmen interpretierbar sind.

2 Das Milgram-Experiment

Stanley Milgram war an der Havard University ein Schüler von Solomon Asch. Asch wurde bekannt durch ein Experiment, in dem Versuchspersonen konform mit den objektiv falschen Urteil anderer gingen. Milgram bezweifelte die Validität dieser Untersuchung, da er vermutete, daß sich die Versuchspersonen nicht der Meinung der Mehrheit anschließen würden, wenn es nicht um eine triviale Angelegenheit ginge. Um seine These zu prüfen, entwarf er folgendes Untersuchungsdesign: eine Versuchsperson wird von einer Autorität, dem Versuchsleiter, angewiesen einem Dritten Elektroschocks zu verabreichen. Da er erwartete, daß sich die Mehrheit der Probanden diesem Befehl widersetzen würde, wollte er überprüfen, ob sich der durchschnittlich gegebene Maximalschock erhöht, wenn weitere Personen dem Opfer auch Elektroschocks erteilen würden. Milgram kam allerdings gar nicht dazu den Einfluß der Mehrheit zu überprüfen, da die meisten Versuchspersonen dem Versuchsleiter ohnehin alleine gehorchten.

Angeregt durch dieses überraschende Ergebnis wandelte Milgram einige situative Faktoren der Untersuchung ab, um zu erforschen, welche Faktoren für den Gehorsam gegenüber einer Autorität ausschlaggebend sind.

2.1 Untersuchungsdetails

Milgram führte seine Untersuchungsreihe in einem eleganten Laboratorium der Yale-Universität durch. Die Versuchspersonen setzten sich aus männlichen Einwohnern der 300.000 Personen zählenden Gemeinde New Haven zusammen und wurden durch eine Zeitungsanzeige oder durch eine direkte briefliche Aufforderung zur Teilnahme an dem Experiment gewonnen. Ihnen wurde eine Bezahlung von 4 Dollar und 50 Cents Fahrkosten zugesichert. Die Zusammensetzung der Versuchspersonen bezüglich Alter und Beruf war folgende: 20% der Versuchspersonen waren über 20, 30% über 30 und 40% über 40 Jahre alt. 40% der Versuchsteilnehmer waren Büroangestellte, Verkäufer und Geschäftsleute, weitere 40% fügten sich aus gelernte und ungelernte Arbeiter zusammen und den kleinsten Anteil der beruflichen Zusammensetzung bildeten die Freiberuflichen mit 20%, (vgl. Milgram 2004:33f).

Der Versuchsperson wurde erzählt, daß das Ziel des Experiments die Untersuchung der Auswirkung von Strafe auf die Gedächtnisleistung sei. Durch eine manipulierte Auslosung wurde der Versuchsperson der Rolle des Lehrers zugewiesen und ihm wurde die Aufgabe erteilt als „Lehrer“ dem „Schüler“ eine Liste von Assoziationspaaren beizubringen. Bei der Testsequenz, wenn der Schüler über das gelernte Wissen abfragt wurde, mußte die Versuchsperson das Opfer bei jedem Fehler mit einem Elektroschock bestrafen, beginnend mit 15 Volt und fortfahrend mit der nächsthöheren Spannung. Die letzte Spannungsstufe betrug 450 Volt und nachdem der Schalter für diesen Schock dreimal von der Versuchsperson betätigt wurde, galt das Experiment als beendet und die Versuchsperson wurde als gehorsam befunden. Bei Fragen oder Zweifel bzgl. körperlichen Schädigungen wurden seitens des Versuchsleiters mit folgender Antwort gekontert: „Die Schocks mögen schmerzhaft sein, sie hinterlassen aber keine bleibenden Gewebeschädigung.“, (vgl. Milgram 2004:34ff).

Der Schüler beantwortete die Testsequenz des Experiments nach einem vorher bestimmten Antwortenplan. Seine Proteste wurden auf Tonband aufgenommen und waren der Voltstufe zugeordnet. Wenn sich die Versuchsperson während des Experimentes an den Versuchsleiter wendete und erkennen ließ, daß sie mit der Prozedur nicht weitermachen wollte, reagierte der Versuchsleiter mit anspornenden Bemerkungen, wie „Bitte, fahren Sie fort!“, „Das Experiment erfordert, daß Sie weitermachen!“, „Sie müssen unbedingt weitermachen!“ oder „Sie haben keine Wahl, sie müssen weitermachen!“. Wenn eine dieser Bemerkungen wirkungslos blieb, wurde die zweite eingesetzt usw. und bei jedem erneuten Zögern wurde die Sequenz wieder von vorne begonnen. Wenn sich die Versuchsperson nach dem vierten Ansporn weigerte, dem Versuchsleiter zu gehorchen, war das Experiment ebenfalls beendet. Den Bewertungsmaßstab für die Gehorsamsbereitschaft eines Versuchsteilnehmers stellte der von ihm angewandte Maximalschock dar. Der Gehorsamswert konnte zwischen den Schockstufen 0 bis 30 bzw. der Volthöhe 0 bis 450 variieren, (vgl. Milgram 2004:38ff).

2.2 Ergebnisse unter Veränderungen der situationalen Bedingungen

Die Experimente beschäftigen sich mit den Auswirkungen verschiedener Versuchsbedingungen, als unabhängige Variable, auf den Gehorsam, als abhängige Variable. In den folgenden Versuchsanordnungen wurden jeweils 40 Versuchspersonen untersucht, (vgl. Milgram 2004:51;78f).

Das Basisexperiment von Milgram, welches auch in der Einleitung beschrieben wurde, ist nicht das Experiment, mit dem Milgram am Anfang seiner Untersuchungsreihe begonnen hatte. In einer Voruntersuchung wurde keine akkustische Rückkopplung vom Opfer geboten und sie befand sich in einem anderen Raum. Nur bei 300 Volt klopfte es gegen die Wand. 65% der Versuchspersonen gehorchten in dieser Versuchsbedingung dem Versuchsleiter und der durchschnittlich gegebene Maximalschock betrug 405 Volt, (vgl. Milgram 2004:51). Milgram führte das hohe Gehorsamsniveau darauf zurück, daß die Voltangaben auf dem Generator nicht genügend Druck auf die Versuchsperson erzeugten, um den Gehorsam zu verweigern. Er wollte Bedingungen entdecken, die eine größere Variationsbreite in der Verteilung der Abbrüche bewirken würden, um beurteilen zu können, welche Faktoren für Gehorsam und Gehorsamsverweigerung verantwortlich sind. Deswegen führte er eine Kraft ein, die mehr Druck auf die Versuchspersonen ausüben sollte, um so eher einen Bruch mit der Autorität herbeizuführen – die akustische Rückkopplung des Opfers, (vgl. Milgram 2004:48ff).

Es wurde somit eine weitere Untersuchung durchgeführt, welche zum Basisexperiment von Milgram wurde[1] und deren Grundstruktur in seinen nachfolgenden Experimenten übernommen wurde. Dieses Experiment ist wie das erste aufgebaut, jedoch ist das Opfer durch eine Glasscheibe, wenn auch unklar, wahrnehmbar und es sind durch die Laborwand akustischen Proteste und Schreie des Opfers zu hören. Im Basisexperiment waren 62,5% der Versuchspersonen gehorsam und 367,5 Volt war die maximal gegebene Voltstärke für den Durchschnitt aller Versuchspersonen, (vgl. Milgram 2004:51). Die Anzahl der gehorsamen Versuchspersonen war trotz der Schreie des Opfers noch fast genauso hoch. Die Proteste führten allerdings zu einer gewissen Verringerung des durchschnittlich erteilten Höchstschocks. Milgram vermutete in dieser leichten Abnahme, daß die Nähe des Opfers einen Einfluß auf die Gehorsamsbereitschaft haben könnte und veränderte dahingehend die experimentellen Bedingungen, (vgl. Milgram 2004:50ff).

Milgram führte zwei weitere Experimente durch (Experiment 3 und 4), in denen das Opfer näher an die Versuchsperson rangeholt wurde, um zu beobachten, welchen Einfluß dies auf das Verhalten haben würde. Es zeigte sich, daß der Gehorsam auf 40% sank, wenn sich das Opfer im gleichen Raum befand und somit hörbar und visuell erfassbar war. Auch der durchschnittlich gegebene Maximalschock sank in Experiment 3 auf 315 Volt, (vgl. Milgram 2004:51). Einen noch größeren Einfluß auf den Gehorsam hatte allerdings die körperliche Nähe zum Opfer (Experiment 4). Milgram veränderte die Versuchanordnung dahingehend, daß beim Bestrafungsakt die Hand des Schülers auf eine Schockplatte liegen mußte, um die geforderten Stromstöße zu erhalten. Ab 150 Volt weigerte sich das Opfer, die Hand auf die Platte zu legen.[2] Der Versuchsperson wird daraufhin befohlen, die Hand des Opfers mit Gewalt auf die Platte zu legen und ihm einen Schock zu geben. 30% der Versuchspersonen waren gehorsam und es wurden nur noch durchschnittlich 270 Volt als Höchstschock erteilt. Die meisten Versuchspersonen (16 von 40) brachen nach 150 Volt ab, (vgl. Milgram 2004:50).

[...]


[1] Auf das Basisexperiment wird von anderen Autoren am meisten Bezug genommen und wurde auch in dieser Einleitung beschrieben.

[2] Der Punkt des Experiments, an dem das Opfer immer aus dem Versuch entlassen werden will.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Das Milgram-Experiment. Untersuchungsdetails und Kritik
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
26
Katalognummer
V117989
ISBN (eBook)
9783640201822
ISBN (Buch)
9783668104082
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Milgram-Experiment, Milgram, Experiment, Gehorsam, Gewalt, Psychologie, Kritik, Labor
Arbeit zitieren
Diana Schuett (Autor), 2006, Das Milgram-Experiment. Untersuchungsdetails und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117989

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