Die vorliegende Arbeit setzt sich mit den von Mitarbeitern wahrgenommen Diskrepanzen zwischen Aussagen und Handlungen ihrer Führungskräfte auseinander. Besondere Beachtung finden der psychologische Vertrag und Behavioral Integrity als Form des Vertrauens zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. In diesem Zusammenhang werden intrapersonale Prozesse, die kognitive Dissonanz und Selbstwirksamkeitserwartung, untersucht.
Das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen der wahrgenommenen Diskrepanzen zu erklären, wurde mit einem Prozesszyklus-Modell erreicht. In dem Modell werden die Wechselwirkungen zwischen Vertrauen, Selbstwirksamkeitserwartung, Motivation und Verhalten beschrieben. Weiterführende Forschung könnte sich mit den Zusammenhängen von möglichen Inkonsistenzeffekten und deren Auswirkung auf Leistung und Motivation beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- ERLÄUTERUNG DES THEMAS
- EINGRENZUNG DES PROBLEMSPEKTRUMS
- RELEVANZ FÜR DIE ARBEITS- UND ORGANISATIONSPSYCHOLOGIE
- BEGRIFFSDEFINITIONEN UND -ABGRENZUNGEN
- VERTRAUEN
- PSYCHOLOGISCHER VERTRAG
- BEHAVIORAL INTEGRITY
- FÜHRUNGSETHIK
- WAHRGENOMMENE DISKREPANZEN ZWISCHEN ANSPRUCH UND VERHALTEN
- SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
- KOGNITIVE DISSONANZ
- IMPLIKATIONEN FÜR MOTIVATION UND LEISTUNG
- ORGANIZATIONAL CITIZENSHIP BEHAVIOR
- DISKUSSION
- AUSBLICK
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Forschungsarbeit untersucht die Auswirkungen von Diskrepanzen zwischen Aussagen und Handlungen von Führungskräften auf die Motivation und Arbeitsleistung von Mitarbeitern. Im Mittelpunkt stehen dabei der psychologische Vertrag und Behavioral Integrity als Formen des Vertrauens zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Die Arbeit analysiert intrapersonale Prozesse wie kognitive Dissonanz und Selbstwirksamkeitserwartung, um die Auswirkungen der wahrgenommenen Diskrepanzen zu erklären. Das Ziel der Arbeit ist es, einen Prozesszyklus zu entwickeln, der die Wechselwirkungen zwischen Vertrauen, Selbstwirksamkeitserwartung, Motivation und Verhalten beschreibt.
- Wahrgenommene Diskrepanzen zwischen Anspruch und Verhalten
- Der psychologische Vertrag und Behavioral Integrity
- Intrapersonale Prozesse: Kognitive Dissonanz und Selbstwirksamkeitserwartung
- Einfluss von Diskrepanzen auf Motivation und Arbeitsleistung
- Entwicklung eines Prozesszyklus-Modells zur Erklärung der Wechselwirkungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das Kapitel erläutert das Thema der Forschungsarbeit und grenzt das Problemspektrum ein. Es wird die Relevanz der Fragestellung für die Arbeits- und Organisationspsychologie dargelegt.
- Begriffsdefinitionen und -Abgrenzungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Vertrauen, psychologischer Vertrag, Behavioral Integrity und Führungsethik. Es werden die verschiedenen Aspekte dieser Konzepte erläutert und von ähnlichen Begriffen abgegrenzt.
- Wahrgenommene Diskrepanzen zwischen Anspruch und Verhalten: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen von Diskrepanzen zwischen Aussagen und Handlungen von Führungskräften auf die Mitarbeiter. Es werden die Konzepte der Selbstwirksamkeitserwartung und der kognitiven Dissonanz im Zusammenhang mit diesen Diskrepanzen erläutert. Darüber hinaus werden die Implikationen für Motivation und Leistung diskutiert.
- Organizational Citizenship Behavior: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Konzept des Organizational Citizenship Behavior (OCB). Es werden verschiedene Formen von OCB beschrieben und deren Einfluss auf die Arbeitsleistung und Organisation untersucht.
Schlüsselwörter
Die Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Themenbereiche Führungsverhalten, Behavioral Integrity, psychologischer Vertrag, Selbstwirksamkeitserwartung, kognitive Dissonanz, Motivation, Arbeitsleistung und Organizational Citizenship Behavior. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von inkonsistenten Erwartungshaltungen und widersprüchlichem Verhalten von Führungskräften auf die Mitarbeiter und die Arbeitsorganisation.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter "Behavioral Integrity" im Führungsverhalten?
Behavioral Integrity bezeichnet die Übereinstimmung zwischen den Worten und Taten einer Führungskraft, was eine wesentliche Grundlage für das Vertrauen der Mitarbeiter ist.
Welche Folgen haben Diskrepanzen zwischen Anspruch und Verhalten?
Wenn Führungskräfte nicht tun, was sie sagen, sinkt die Motivation der Mitarbeiter, die Arbeitsleistung lässt nach und es kann zu kognitiver Dissonanz kommen.
Was ist ein "psychologischer Vertrag"?
Es handelt sich um informelle, gegenseitige Erwartungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die über den schriftlichen Arbeitsvertrag hinausgehen.
Wie beeinflusst Selbstwirksamkeitserwartung die Leistung?
Mitarbeiter, die an ihre eigene Kompetenz glauben (hohe Selbstwirksamkeit), sind motivierter. Inkonsistentes Führungsverhalten kann dieses Vertrauen jedoch untergraben.
Was bedeutet Organizational Citizenship Behavior (OCB)?
OCB beschreibt freiwilliges Engagement am Arbeitsplatz, das über die formalen Pflichten hinausgeht und durch vertrauensvolle Führung gefördert wird.
- Arbeit zitieren
- Jonas Vollstädt (Autor:in), 2019, Auswirkungen des Führungsverhaltens auf die Mitarbeitermotivation. Diskrepanz zwischen Anspruch und Verhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180230