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Soziale Randgruppen

Title: Soziale Randgruppen

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Nataliya Shchukina (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Summary Excerpt Details

In meiner Hausarbeit möchte ich mich mit dem Thema "Soziale Randgruppen" in Deutschland
befassen.
Angehörige von Randgruppen sind Menschen, die sich anders verhalten, anders aussehen oder die
andere Neigungen oder Wertvorstellungen haben als die Mehrheit der Gesellschaftsmitglieder. Sie
weichen in irgendeiner Art und Weise von geltenden Normen und Regeln ab und werden von der
Mehrheit an den Rand der Gesellschaft gedrängt.
Randständige leiden an der Gesellschaft, in der sie leben. Sie werden gemieden, ausgegrenzt,
belächelt, isoliert, diskriminiert und benachteiligt. Oft übernehmen sie eine Sündenbockfunktion
und müssen Kränkungen hinnehmen, die nicht nur zur Beschädigung der sozialen Identität führen.
Ihr Alltag ist geprägt von Rollenkonflikten und um den Kampf um die Existenzsicherung.
Die Wechselwirkung Mensch und Gesellschaft nimmt hier für den Betroffenen fatale Folgen an. Die
Soziologie hat versucht, Bedingungen und Erklärungen für dieses Phänomen zu finden.
In meiner Arbeit möchte ich daher auf drei ausgewählte Randgruppen eingehen und aufzeigen,
warum ein Mensch von der Gesellschaft in eine Randgruppe gedrängt wird. Da die Randgruppen
nur ungerne thematisiert werden, existieren leider derzeit nur sehr wenige offizielle Statistiken zu
der Anzahl Angehöriger der Randgruppen. Um ein besseres Gefühl für die Verbreitung der
Randgruppen zu entwickeln, habe ich versucht, zu den einzelnen beschriebenen Randgruppen auch
Zahlen für München aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen des Begriffs

3. Die Randgruppe(n) der Wohnungslosen

3.1 Die vielen Gesichter der Wohnungslosigkeit

3.2 Wohnungslosigkeit in Zahlen

3.3 Obdachlose in München

4. Straßenkinder

4.1 Straßenkinder in Deutschland

4.2 Münchens Straßenkinder

5. Drogenabhängige

5.1 Drogensüchtige in der BRD

5.2 Situation substituierter Drogenabhängiger in München

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das soziologische Phänomen sozialer Randgruppen in Deutschland, mit dem Ziel, die Mechanismen der Ausgrenzung zu verstehen und die Lebensumstände betroffener Gruppen exemplarisch zu beleuchten, wobei ein besonderer Fokus auf die Situation in München gelegt wird.

  • Definition und soziologische Einordnung sozialer Randgruppen
  • Die Lebensrealität und Problematik von Wohnungslosen
  • Sozialisationsprozesse und Straßenkarrieren von Jugendlichen
  • Ursachen und Auswirkungen von Drogenabhängigkeit
  • Regionale Bestandsaufnahme der Hilfsangebote in München

Auszug aus dem Buch

3. Die Randgruppe(n) der Wohnungslosen

Zu den Selbstverständlichkeiten in den westlichen Industrienationen gehört es, ein Dach über den Kopf zu haben, das nicht nur gegen Kälte und Regen schützt, sondern auch als privater Rückzugsort für die täglichen Verrichtungen wie Essen und Trinken, Schlafen und Körperpflege dient. Dennoch gibt es Menschen, die über keine eigene Wohnung verfügen und in Notunterkünften wohnen, abwechselnd in Obdachlosenasylen und bei Freunden übernachten oder ganz auf der Straße leben – „Platte machen“, wie sie es selbst nennen. Arbeitslosigkeit, Scheidung, psychische oder physische Erkrankungen gehen der Wohnungslosigkeit in den meisten Fällen voraus, zunehmend begleitet von Alkohol-, Tabletten- oder Drogenabhängigkeit. Und gerade diese Mehrfachproblematik ist es, die es immer mehr Wohnungslosen schwer macht, ins bürgerliche Leben zurückzukehren. Das Leben am Rande der Gesellschaft wird für sie zum Dauerschicksal.

Doch manche wollen auch gar nicht mehr zurück, haben sich bewusst für ein Leben entschieden abseits bürgerlicher Wertvorstellungen, ein Leben abseits von Konsum, geregelter Arbeit und Familie. Viele Obdachlose führen – ob nun gewollt und zwangsweise – ein öffentliches Leben. Und trotzdem kennt man sie kaum. Der Kontakt der Bevölkerung mit Obdachlosen beschränkt sich in der Regel darauf, dass man entweder im Bahnhof oder in der Innenstadt mit schnellen Schritten an ihnen vorbeigeht oder eine Münze in ihren vor einem Pappschild aufgestellten Hut wirft. Vielleicht hat sich der eine oder andere auch schon mal eine Obdachlosenzeitung gekauft, die dort von einigen Betroffenen angeboten werden. Aber ansonsten speist sich das Bild des Obdachlosen aus den Medien. Niemand möchte denjenigen zu nahe kommen, die auf der gesellschaftlichen Hierarchiestufe ganz unten stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der sozialen Randgruppen in Deutschland ein und beschreibt die Zielsetzung, anhand von drei ausgewählten Gruppen Ursachen für gesellschaftliche Exklusion aufzuzeigen.

2. Definitionen des Begriffs: Dieses Kapitel erläutert verschiedene soziologische Definitionen des Begriffs der sozialen Randgruppe und diskutiert dessen Präzision sowie Relevanz im sozialpolitischen Diskurs.

3. Die Randgruppe(n) der Wohnungslosen: Hier werden die Lebenssituation und die Problematik von Wohnungslosigkeit thematisiert, inklusive einer Auseinandersetzung mit der Obdachlosenforschung und der Situation in München.

3.1 Die vielen Gesichter der Wohnungslosigkeit: Dieser Abschnitt differenziert verschiedene Typologien von Wohnungslosen und beleuchtet die individuellen sowie strukturellen Ursachen der Armut.

3.2 Wohnungslosigkeit in Zahlen: Hier erfolgt eine statistische Einordnung der Wohnungslosigkeit in Deutschland sowie ein Hinweis auf die Schwierigkeit der Datenerhebung bei dieser Bevölkerungsgruppe.

3.3 Obdachlose in München: Dieser Teil beschreibt die spezielle Situation in München, inklusive der Datenlage zu Obdachlosenzahlen und der dort bestehenden karitativen Hilfsangebote.

4. Straßenkinder: Das Kapitel befasst sich mit der Definition und Lebenswelt von Straßenkindern in Deutschland sowie deren Abgrenzung zu anderen Randgruppen.

4.1 Straßenkinder in Deutschland: Hier werden die vorhandenen Schätzungen zur Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie die Problematik fehlender Statistiken diskutiert.

4.2 Münchens Straßenkinder: Dieser Abschnitt beschreibt die Situation von Jugendlichen in der Landeshauptstadt, die auf der Straße leben, und beleuchtet die Arbeit von Hilfsorganisationen vor Ort.

5. Drogenabhängige: Hier wird der Begriff der Drogenabhängigkeit definiert und die Drogenkarriere als ein sozialer Prozess betrachtet, der oft durch soziale Desintegration geprägt ist.

5.1 Drogensüchtige in der BRD: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Verbreitung von Suchterkrankungen in Deutschland und die verschiedenen Therapieangebote, wie etwa die Substitution.

5.2 Situation substituierter Drogenabhängiger in München: Hier werden spezifische Daten zur Substitutionsbehandlung in München präsentiert und die Versorgungslage der Betroffenen erörtert.

Schlüsselwörter

Soziale Randgruppen, Wohnungslosigkeit, Straßenkinder, Drogenabhängigkeit, Armut, soziale Ausgrenzung, Stigmatisierung, Sozialisation, Hilfesystem, Obdachlosigkeit, München, Prävention, Soziologie, Lebenslauf, Existenzsicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Randgruppen in Deutschland, wobei insbesondere Wohnungslosigkeit, das Phänomen der Straßenkinder und Drogenabhängigkeit soziologisch untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Randständigkeit, die Analyse von Exklusionsmechanismen, die Rekonstruktion von individuellen Karrieren in Armut und Drogenabhängigkeit sowie die Rolle des Hilfesystems.

Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Prozesse der Ausgrenzung zu entwickeln und die Lebensrealitäten der Betroffenen durch eine Kombination aus soziologischer Theorie und regionalen Daten für München sichtbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine Literatur- und Sekundärdatenanalyse, die theoretische Ansätze der Armuts- und Randgruppenforschung mit empirischen Berichten und Statistiken verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Abschnitte: Wohnungslose, Straßenkinder und Drogenabhängige, wobei jeweils die allgemeine Problemlage sowie die spezifischen Bedingungen in der Stadt München dargelegt werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind soziale Randgruppe, Wohnungslosigkeit, Straßenkarrieren, Stigmatisierung, soziale Exklusion und Drogenabhängigkeit.

Warum ist es laut der Autorin schwierig, genaue Statistiken über Randgruppen zu erhalten?

Die Autorin weist darauf hin, dass viele Randgruppen keine Lobby haben, statistisch schwer erfassbar sind (z.B. durch "verdeckte" Lebensweisen) und die Thematik in offiziellen Daten oft nur unzureichend abgebildet wird.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Typen von Wohnungslosen?

Unter Rückgriff auf fachwissenschaftliche Quellen wie Jochum (1996) unterscheidet die Arbeit verschiedene Kategorien wie z.B. "Arbeiter", "Lebenskünstler" oder "Stadtstreicher", um die unterschiedlichen Lebensentwürfe innerhalb der Gruppe aufzuzeigen.

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Details

Title
Soziale Randgruppen
College
LMU Munich
Course
Armut und soziale Ungleichheit
Grade
2,7
Author
Nataliya Shchukina (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V118024
ISBN (eBook)
9783640211142
ISBN (Book)
9783640211180
Language
German
Tags
Soziale Randgruppen Armut Ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nataliya Shchukina (Author), 2007, Soziale Randgruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118024
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