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Orthographische Schreibkompetenzen in der Grundschule. Förderung einer Viertklässlerin durch exakte Diagnose

Titel: Orthographische Schreibkompetenzen in der Grundschule. Förderung einer Viertklässlerin durch exakte Diagnose

Seminararbeit , 2021 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Angelica Silva Lameira (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit werden im theoretischen Teil das System und die Normierung der deutschen Schriftsprache verdeutlicht, verschiedene Möglichkeiten der Diagnose orthographischer Schreibkompetenzen und grundlegende pädagogische Prinzipien der Förderung aufgezeigt. Im empirischen Teil werden anhand einer qualitativen Fehleranalyse eines frei verfassten Textes und einem informellen Verfahren, der Hamburger Schreibprobe, die orthographischen Kompetenzen einer Viertklässlerin betrachtet. Ziel der Arbeit soll es sein, anhand dieser Diagnose einen individuellen Förderplan zu erstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 System und Normierung der deutschen Schriftsprache

2.1.1 Vom Laut zum Buchstaben

2.1.2 Grundlegende graphematische Prinzipien

2.2 Das Zwei-Komponenten-Modell nach Scheerer-Neumann

2.3 Diagnoseverfahren zur Überprüfung orthographischer Fähigkeiten

2.3.1 summative und formative Diagnostik

2.3.2 informelle Verfahren

2.3.3 semiformelle Verfahren

2.3.4 formelle Verfahren

2.4 Grundlegende pädagogische Prinzipien der Förderung

3. Empirischer Teil

3.1 Durchführung der Diagnose

3.1.1 semiformelles Verfahren – Auswertung des Schülertextes nach Fix

3.1.2 formelles Verfahren – Auswertung der Hamburger Schreibprobe

3.2 Die drei Fragen formativer Leistungsdiagnostik

3.3 Förderplan

3.3.1 langfristige Planung

3.3.2 konkrete Übungsmöglichkeiten

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie durch eine präzise, qualitative Fehleranalyse und den Einsatz formeller Diagnoseverfahren die orthographischen Kompetenzen einer Grundschülerin gezielt identifiziert und durch einen individuellen Förderplan verbessert werden können.

  • System und Normierung der deutschen Schriftsprache
  • Methodik der orthographischen Diagnostik (summativ vs. formativ)
  • Qualitative Fehleranalyse nach Martin Fix
  • Durchführung und Auswertung der Hamburger Schreibprobe (HSP)
  • Erstellung eines individuellen Förderplans für Schülerinnen und Schüler

Auszug aus dem Buch

3.1.1 semiformelles Verfahren – Auswertung des Schülertextes nach Fix

Paula hat einen über 200 Wörter umfassenden Text verfasst. Der Originaltext befindet sich im Anhang 1 und die qualitative Fehleranalyse nach Fix im Anhang 2. Bereits in Überschrift finden sich zwei Fehler. Paula verschriftet das Adjektiv „letzten“ ohne das Graphem <t>, also *letzen und den Anlaut des Verbs „passiert“ mit einer Majuskel. Das Wort „Spaß“ verschriftet sie wiederum mit einer Minuskel. Im zweiten Satz finden sich unmittelbar zwei Wörter, die Paulas größten Schwachpunkt in der Rechtschreibung widerspiegeln. Beide Komposita *brett spiel und *Salat sose verschriftet sie getrennt statt zusammen, Ersteres zusätzlich klein statt groß und Letzteres mit einfachem, stimmhaftem <s> statt stimmlosen <ß>. „Gegessen“ verschriftet sie mit einem einfachen <s>, statt den Konsonanten zu verdoppeln und „nächsten“ schreibt sie groß statt klein. Zwei weitere Male unterlaufen ihr die Fehler der Getrennt- statt Zusammenschreibung bei den Komposita *heraus gegangen und *los gefahren und fehlende Markierungen der Kurzvokale bei *angeknurt und *irgendwan. Das Fremdwort *Skyleinpark, welches aus dem Englischen kommt, verschriftet Paula mit <ei> statt <i> und ohne <e>. An dieser Stelle ist anzumerken, dass sie den Diphthong /ai/ regelhaft mit <ei> verschriftet hat, wie es nach dem phonologischen Prinzip vorgesehen ist. Im darauffolgenden Satz schreibt Paula das Nomen „Mal“ klein statt groß und das Fremdwort „Attraktion“ verschriftet sie zwei Mal als *Atraktion. Der Artikel des Dativs „den Hunden“ verschriftet sie, möglicherweise irrtümlich, durch das Adverb „denn“. Ein ähnlicher Fehler unterläuft ihr bei der Verschriftung des Adjektivs „irrer“, welche genauso möglicherweise irrtümlich, durch das Pronomen „Ihrer/ihrer“ erfolgt. Statt „natürlich“ schreibt Paula *nar türlich. Diese Schreibung ist möglicherweise auf eine Übergeneralisierung des vokalisierten [R] zurückzuführen. Die nächsten Fehler sind auch nicht eindeutig zuzuordnen, vermutlich handelt es sich um eine Verschreibung: *bein statt „mein“, sowie *micht statt „nicht“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Leistungsrückgang in der Rechtschreibung anhand von Bildungsstudien und leitet daraus die Notwendigkeit einer individuellen Diagnose und Förderung ab.

2. Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert das System der deutschen Schriftsprache, Graphem-Phonem-Korrespondenzen, das Zwei-Komponenten-Modell sowie verschiedene Diagnoseverfahren und Förderprinzipien.

3. Empirischer Teil: Der Hauptteil dokumentiert die Diagnose einer Viertklässlerin mittels Fehleranalyse und Hamburger Schreibprobe, analysiert ihre Schreibkompetenzen und leitet daraus gezielte Fördermaßnahmen ab.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine exakte Diagnose unerlässlich ist, um individuelle Rechtschreibschwierigkeiten zu verstehen und durch passgenaue Förderansätze nachhaltig zu verbessern.

Schlüsselwörter

Rechtschreibung, Schriftspracherwerb, orthographische Diagnose, Fehleranalyse, Hamburger Schreibprobe, Förderplan, Graphematik, Rechtschreibstrategien, Leistungsdiagnostik, Grundschule, Schriftsystem, Lernprozessbegleitung, Wortbausteine, phonologische Bewusstheit, Individualisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit thematisiert die Förderung orthographischer Kompetenzen von Grundschulkindern durch eine präzise, wissenschaftlich fundierte Diagnose.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das deutsche Schriftsystem, kognitive Modelle des Lese- und Schreiblernprozesses sowie praxisorientierte Methoden zur Diagnose und individuellen Förderung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie durch eine exakte Diagnose und daraus resultierende passgenaue Fördermaßnahmen die Rechtschreibkompetenz einer Schülerin konkret verbessert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt ein semiformelles Verfahren (qualitative Fehleranalyse nach Martin Fix) sowie ein formelles Verfahren (Hamburger Schreibprobe nach Peter May).

Was umfasst der empirische Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil beinhaltet die praktische Anwendung der Diagnoseverfahren an einem Fallbeispiel, die Auswertung der Fehlerprofile sowie die Ableitung eines langfristigen Förderplans.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Rechtschreibdiagnose, Fehleranalyse, individuelle Förderung, Schriftspracherwerb, Hamburger Schreibprobe und orthographische Kompetenz.

Wie zeigt sich die Bedeutung der orthographischen Strategien bei der Probandin?

Die Diagnose verdeutlicht, dass die Schülerin bereits die alphabetische Strategie anwendet, jedoch Schwierigkeiten bei der syntaktischen Ebene (z.B. Groß-/Kleinschreibung) aufweist.

Welche konkrete Handlungsempfehlung gibt die Autorin für die Förderung?

Die Autorin empfiehlt, den Fokus zunächst auf die syntaktischen Prinzipien wie die Groß- und Kleinschreibung sowie die Getrennt- und Zusammenschreibung zu legen, da hier die meisten Fehler liegen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Orthographische Schreibkompetenzen in der Grundschule. Förderung einer Viertklässlerin durch exakte Diagnose
Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Note
1,0
Autor
Angelica Silva Lameira (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
23
Katalognummer
V1180652
ISBN (PDF)
9783346605023
ISBN (Buch)
9783346605030
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diagnose Förderung Rechtschreibung HSP Fix graphematische Prinzipien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelica Silva Lameira (Autor:in), 2021, Orthographische Schreibkompetenzen in der Grundschule. Förderung einer Viertklässlerin durch exakte Diagnose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180652
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Leseprobe aus  23  Seiten
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