Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Begriff Sozialisation und versucht eine erweiterte Definition hinsichtlich der für eine erziehungswissenschaftliche Definition unabdingbaren Aspekte zu formulieren. Da das Fach Erziehungswissenschaft die Bereiche Pädagogik, Psychologie und Soziologie umfasst, sollte eine umfassende Definition von Sozialisation in der Erziehungswissenschaft nicht ohne Kenntnis der Definitionen in den jeweiligen eigenständigen Fachbereichen bleiben.
Im Bezug auf diese Drei Fachbereiche geht so vor, dass im ersten Kapitel zunächst drei Definitionen von Sozialisation aus diesen drei Wissenschaftsdisziplinen vorgestellt werden, die ausschließlich auf Lexika, Wörterbüchern und Enzyklopädien beruhen.
In diesem Kapitel soll darauf hingewiesen werden, dass bei Erziehungswissenschaftlichen Nachschlagwerken schon quasi eine umfassende Definition von den anderen Bereichen vorhanden ist. Aus diesem Grund werden pädagogische Lexika statt erziehungswissenschaftliche benutzt.
Im Zweiten Kapitel sollen alle drei Definitionen der unterschiedlichen Bereichen und ihre wesentlichen Ebenen, die sich überschneiden, herausgearbeitet und Deren auffallende Gemeinsamkeiten und Unterschiede erörtert und diskutiert werden.
Das dritte Kapitel kümmert sich darum, ob eine aus den drei Definitionen hervorgehende alle Aspekte einschießende Definition zu erarbeiten ist. Welche Gründe sprechen für eine erweiterte Definition und welche sprechen dagegen? Ist es überhaupt nützlich eine umfassende Definition zu bearbeiten?
Für meine Erarbeitungen werde ich mich außer Wörterbücher, Lexika und Enzyklopädie besonders auf den Bücher: von Peter Zimmermann ``Grundwissen Sozialisation´´, Kron ``Grundwissen von Pädagogik´´ und ``Sozialisation´´ das Modell der produktiven Realitätsverarbeitung von Klaus Hurrelmann beziehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Darstellung der Definition Sozialisation
2.1 -Soziologische Perspektive
2.2 -Psychologische Perspektive
2.3 -Pädagogische Perspektive
3. Herausarbeitung systematischer Aspekte
4. Diskussion
5. Schlussbetrachtung
6.Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine erweiterte Definition des Sozialisationsbegriffs zu erarbeiten, indem die unterschiedlichen Perspektiven der Soziologie, Psychologie und Pädagogik systematisch miteinander verknüpft und kritisch reflektiert werden.
- Vergleichende Analyse soziologischer, psychologischer und pädagogischer Sozialisationsmodelle.
- Herausarbeitung zentraler Schnittmengen und Differenzen in der Begriffsbestimmung.
- Reflexion des Spannungsfeldes zwischen Individuum und Gesellschaft.
- Validierung des Modells der produktiven Realitätsverarbeitung von Klaus Hurrelmann als integrativer Ansatz.
Auszug aus dem Buch
1-1 Soziologische Perspektive
Der Begriff der Sozialisation, stammt ursprünglich zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus der Soziologie. Er bezeichnet, „eng. Socialization; aus lat. Socialis = die Gesellschaft betreffend) die Gesamtheit aller Vorgänge, in deren Verlauf der Einzelmensch zu einem aktiven Angehörigen einer Ges. u. Kultur wird. Durch Prozesse der S. gewinnt das Individuum seine Identität als eine in Gesellschaft handlungsfähige Persönlichkeit.“
Sozialisation ist überdies Vergesellschaftung (selten genannt) des Menschen, das bedeutet, dass der Mensch sich soziokulturelle Werte, Verhaltenserwartungen und soziale Rollen so einprägt, dass er sie wie eigene Normen und Überzeugungen erlebt.
Wenn dieser Aneignungsprozess so weiter geht, dass das Individuum sich mit den auseinandergesetzten Angeboten und Einflüssen seiner Gesellschaft als seinen eigenen bzw. als Selbstverständlichkeit wahrnimmt, spricht man von Internalisierung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für eine erweiterte Sozialisationsdefinition und stellt die fachübergreifende Herangehensweise der Arbeit vor.
2. Darstellung der Definition Sozialisation: Dieses Kapitel präsentiert die unterschiedlichen Definitionen von Sozialisation aus soziologischer, psychologischer und pädagogischer Sicht basierend auf Fachlexika.
2.1 -Soziologische Perspektive: Fokus auf die Identitätsbildung des Individuums als aktiver Angehöriger einer Gesellschaft durch Internalisierung von Werten und Normen.
2.2 -Psychologische Perspektive: Beleuchtung der Sozialisation als Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, der moralischen Entwicklung und der lebenslangen Anpassung.
2.3 -Pädagogische Perspektive: Betrachtung der Sozialisation als Lernprozess innerhalb gesellschaftlicher Institutionen, der den Menschen zum Träger von Kultur macht.
3. Herausarbeitung systematischer Aspekte: Analyse der gemeinsamen Elemente der drei Fachbereiche, insbesondere der Interaktion zwischen Individuum und Gesellschaft.
4. Diskussion: Kritische Reflexion der theoretischen Grundlagen und Erörterung der Frage, ob eine integrierte Definition der Fachbereiche sinnvoll und möglich ist.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit, Sozialisation unter Berücksichtigung gegenwärtiger gesellschaftlicher Einflüsse neu zu definieren.
6.Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur Fundierung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Sozialisation, Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Identitätsbildung, Internalisierung, Gesellschaft, Individuum, produktive Realitätsverarbeitung, Werte, Normen, Interaktion, Persönlichkeitsentwicklung, Kultur, Erziehung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht den Sozialisationsbegriff und strebt eine erweiterte, interdisziplinäre Definition an, die die Erkenntnisse aus Soziologie, Psychologie und Pädagogik vereint.
Welche drei Wissenschaftsdisziplinen stehen im Zentrum der Analyse?
Die Analyse konzentriert sich auf die Soziologie, die Psychologie und die Pädagogik als die wesentlichen Fachdisziplinen, die den Begriff der Sozialisation prägen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der fachspezifischen Sozialisationsverständnisse herauszuarbeiten und zu prüfen, ob eine umfassende, integrierte Definition möglich ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?
Es wird eine systematische Analyse und Literaturarbeit durchgeführt, bei der Definitionen aus einschlägigen Lexika, Wörterbüchern und Fachliteratur (wie von Klaus Hurrelmann) gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei Fachperspektiven, die systematische Herausarbeitung der zentralen Elemente (Individuum/Gesellschaft) und eine abschließende Diskussion über die Möglichkeiten einer syntheseartigen Definition.
Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter dieser Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sozialisation, Identitätsbildung, Internalisierung, gesellschaftliche Interaktion sowie die produktive Realitätsverarbeitung.
Warum hält der Autor die soziologische Perspektive für die Identitätsbildung für wichtig?
Der Autor betont, dass die Soziologie den Prozess der Internalisierung hervorhebt, durch den ein Mensch zum handlungsfähigen Mitglied der Gesellschaft wird.
Welchen Stellenwert nimmt das Modell von Klaus Hurrelmann ein?
Klaus Hurrelmanns "Modell der produktiven Realitätsverarbeitung" dient als zentraler Ansatz, um die verschiedenen Perspektiven der Fachdisziplinen zu einem ganzheitlichen Verständnis zu kombinieren.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2017, Erweiterte Definition von Sozialisation aus drei Wissenschaftsdisziplinen: Soziologie, Psychologie, Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180743