Die zentrale Frage dieser Hausarbeit ergibt sich aus dem Buch „Jenseits von Gut und Böse“ im Abschnitt „was ist vornehm?“, und zwar was Nietzsche mit dem Vornehmen genauer meint, wie das Buch „Also sprach Zarathustra“ damit zusammenhängt und was Nietzsche dahingehend bewirken will. Die Gliederung ist so aufgebaut, dass ich konzentriert das Kapitel „was ist vornehm“ im Buch „Jenseits von Gut und Böse“ in den Blick nehme und die Aristokratie, die Herren-Moral und Sklaven-Moral darstelle, als auch die Gefahren und Folgen für die Herren-Moral und seiner vornehmen Menschen. Des Weiteren wird vorwiegend die erste Abhandlung „,Gut und Böse‘, ,Gut und Schlecht‘.“ aus dem Buch „Genealogie der Moral“ benutzt, um damit eine Verknüpfung zwischen dem Werk „Also sprach Zarathustra“ bezüglich der vorher erarbeiteten Begriffsdefinitionen und Reziprozitäten herzustellen. Meine kritische Auseinandersetzung, die darauf folgt, wird sich weites gehend darum bemühen, wie der Sinn des Buches „Also sprach Zarathustra“ zu verstehen ist in Verbindung mit den vorher definierten Begriffen. Im Schluss setze ich einen Akzent auf eine rekapitulierende Wirkung und es folgt meine abschließende These.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Einleitung Herren-Moral und Sklaven-Moral
- 1. Die Aristokratie
- 2. Definition Herren-Moral
- 3. Definition Sklaven-Moral
- III. Der Verfall der Herren-Moral und seiner vornehmen Menschen
- 1. Die Schuld am Verfall
- 2. Die Entwicklung und Folgen des Verfalls
- IV. Verknüpfung mit „Also sprach Zarathustra“
- V. Der Sinn, die Philosophie durch Zarathustra auszudrücken
- VI. Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit Friedrich Nietzsches Konzept der Herren- und Sklaven-Moral, wie es im Buch „Jenseits von Gut und Böse“ dargestellt wird. Ziel ist es, Nietzsches Verständnis von „Vornehmheit“ zu analysieren, die Verbindung zum Werk „Also sprach Zarathustra“ aufzuzeigen und Nietzsches Intention dahinter zu beleuchten.
- Nietzsches Definition von „Vornehmheit“ und seine Verbindung zur Aristokratie
- Die Charakteristika der Herren-Moral und Sklaven-Moral
- Der Verfall der Herren-Moral und seine Folgen
- Die Verbindung zum Werk „Also sprach Zarathustra“
- Der Sinn, die Philosophie durch Zarathustra auszudrücken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt Nietzsches Philosophie vor und führt in die zentrale Fragestellung der Hausarbeit ein. Kapitel II analysiert die Herren-Moral und Sklaven-Moral, indem es die Aristokratie, die charakteristischen Eigenschaften der Herren-Moral und die Entwicklung der Sklaven-Moral beschreibt.
Kapitel III widmet sich dem Verfall der Herren-Moral und seinen Ursachen. Die Folgen des Verfalls werden beleuchtet und die Rolle der Luxuriae in diesem Prozess untersucht.
Die Kapitel IV und V befassen sich mit der Verbindung zur Philosophie „Also sprach Zarathustra“ und untersuchen den Sinn, diese durch Zarathustra auszudrücken.
Schlüsselwörter
Diese Hausarbeit befasst sich mit den zentralen Begriffen der Herren-Moral, Sklaven-Moral, Vornehmheit, Aristokratie, Verfall, Luxuriae, Zarathustra, und Nietzsche.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Nietzsches Herren-Moral von der Sklaven-Moral?
Die Herren-Moral entspringt einem JA-Sagen zu sich selbst und definiert "gut" als vornehm und mächtig. Die Sklaven-Moral entsteht aus dem Ressentiment gegen die Mächtigen und definiert "böse" als das, was die Herren-Moral als "gut" ansieht.
Was bedeutet „Vornehmheit“ bei Nietzsche?
Vornehmheit ist für Nietzsche ein Ausdruck von Selbstbeherrschung, Distanz zur Masse und der Fähigkeit, sich eigene Werte zu setzen, unabhängig von gesellschaftlichen Konventionen.
Warum sieht Nietzsche die Herren-Moral im Verfall?
Nietzsche sieht die Ursache im Aufkommen demokratischer und christlicher Werte, die er als "Sklavenaufstand in der Moral" bezeichnet und die zur Nivellierung des Vornehmen führen.
Welche Rolle spielt Zarathustra in Nietzsches Philosophie?
Zarathustra fungiert als Sprachrohr für Nietzsches Ideen des Übermenschen und der Umwertung aller Werte, um den Menschen aus dem Verfall der Moral herauszuführen.
Was meint Nietzsche mit „Jenseits von Gut und Böse“?
Er fordert eine Perspektive, die über die herkömmlichen moralischen Kategorien der Sklaven-Moral hinausgeht, um zu einer ursprünglichen, lebensbejahenden Wertschöpfung zurückzukehren.
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- Anonym (Autor:in), 2019, Nietzsche und das Vornehme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180765