Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke

Großstadtmotiv in "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste". Eine literaturwissenschaftliche Analyse

Titel: Großstadtmotiv in "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste". Eine literaturwissenschaftliche Analyse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Elena Rosellen (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es wird sich der Frage gewidmet, welche Rolle das Großstadtmotiv in der neuen Sachlichkeit spielt. Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, wie Berlin am Ende der zwanziger Jahre in der Kinderliteratur dargestellt wird. Eingegangen wird auf die Darstellung der Großstadt in den Kindergeschichten "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste". Zuvor werden ein paar ausgewählte Kinderbücher aus der Zeit der Weimarer Republik vorgestellt, da diese alle das Motiv der Großstadt zu dieser Zeit thematisieren. Anschließend werden die beiden Werke auf verschiedene Gesichtspunkte verglichen. Die Arbeit schließt dann mit einem Fazit über das Großstadtmotiv in "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste" ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Großstadt in der Neuen Sachlichkeit

2.1 Berlin in „Emil und die Detektive“

2.1.1 Vergleich Berlin und Neustadt

2.2 Berlin in „Kai aus der Kiste“

3. Vergleich von „Emil und die Detektive“ und „Kai aus der Kiste“

3.1 Sprache

3.2 Umstände

3.3 Darstellung Berlins

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Rolle des Großstadtmotivs in der Kinderliteratur der Neuen Sachlichkeit. Im Fokus steht die Frage, wie Berlin am Ende der zwanziger Jahre in den Werken "Emil und die Detektive" von Erich Kästner und "Kai aus der Kiste" von Wolf Durian dargestellt wird und welche Bedeutung dieser Raum für die Protagonisten einnimmt.

  • Analyse des Großstadtmotivs in der Literatur der Weimarer Republik
  • Gegenüberstellung der kindlichen Lebenswelten in Stadt und Provinz
  • Vergleich der Erzählweise und Sprache in beiden Kinderromanen
  • Untersuchung der kindlichen Selbstständigkeit und Gruppendynamik
  • Bewertung der Großstadt als positiver, wenn auch fordernder Handlungsraum

Auszug aus dem Buch

2.1 Berlin in „Emil und die Detektive“

Erich Kästner verfasst 1929 seinen ersten Kinderroman. Der Schauplatz der Handlung wurde nicht, wie bis dahin typisch war, die Natur oder das Dorf, sondern die großen Straßen Berlins. Dabei legt Erich Kästner besonders Wert darauf Berlin realistisch darzustellen und erlebbar zu machen. Der Schüler Emil Tischbein ist auf dem Weg nach Berlin. Dabei werden im hundertvierzig Mark von einem gewissen Herrn Grundeis gestohlen. Es beginnt dann eine Verfolgungsjagd quer durch die große Stadt. Emil wird von einer Gruppe Berliner Jungs unterstützt und erlebt die pulsierende Metropole hautnah. Emil fährt das erste Mal nach Berlin und hat keine genaue Vorstellung, von dem was ihn erwartet. Das Thema wird das erste Mal in einen Gespräch zwischen Frau Tischbein und ihrer Kundin Frau Wirth aufgegriffen. Frau Wirth hat Berlin kennen gelernt und stellt es sehr positiv dar. Sie ist der Meinung es würde Emil gefallen und weckt seine Interesse, in dem Sie die „Autos“ erwähnt (Kästner 1929, S. 30). Emil hackt nach, wird allerdings von der Mutter gebremst. Außerdem wird aus ihren Erzählungen deutlich, dass in Berlin immer was los ist: „Da gibt es doch wirklich Straßen, die nachts genauso hell sind wie am Tage“ (Ebd. S.30). Sie geht damit auch auf den Fortschritt der Technik in Berlin ein. Bevor Emil in den Zug steigt, warnt seine Mutter ihn noch. Sie macht ihm deutlich, dass es in Berlin anders zu geht als in Neustadt und er aufpassen solle (Ebd. S.32). Damit wird das bis dahin durchweg positive Bild von Berlin durch eine mögliche Gefährdung in Frage gestellt. Im Zug wird Emil von Herr Grundeis gefragt, ob er schon mal in Berlin gewesen sei. Er meint, Emil würde staunen und scherzt dann über die Höhe der Häuser und die Arbeit der Banken (Ebd. S. 44). Er erzeugt ein unheimliches und unrealistisches Bild von Berlin. Emil reagiert darauf jedoch nur mit einem gezwungenen Lachen (Ebd. S.45).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext des Seminars zur Kinderliteratur und definiert die Zielsetzung, das Großstadtmotiv in den Werken von Kästner und Durian zu untersuchen.

2. Großstadt in der Neuen Sachlichkeit: Dieses Kapitel bettet die literarische Darstellung Berlins in den historischen Kontext der Weimarer Republik ein und analysiert die spezifischen Beschreibungen in den beiden Primärwerken.

2.1 Berlin in „Emil und die Detektive“: Es wird die Ankunft und Wahrnehmung der Stadt durch den Protagonisten Emil Tischbein sowie die Konfrontation mit der Metropole thematisiert.

2.1.1 Vergleich Berlin und Neustadt: Hier werden die Kontraste zwischen dem provinziellen Leben in Neustadt und dem technisierten, beschleunigten Berlin herausgearbeitet.

2.2 Berlin in „Kai aus der Kiste“: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Rolle von Werbung und Schnelligkeit im Berlin der zwanziger Jahre aus der Sicht des Straßenjungen Kai.

3. Vergleich von „Emil und die Detektive“ und „Kai aus der Kiste“: In diesem Hauptteil werden die beiden Werke hinsichtlich ihrer literarischen Gestaltung und inhaltlichen Ausrichtung direkt gegenübergestellt.

3.1 Sprache: Die Analyse konzentriert sich auf das rasante Erzähltempo, die auktoriale Erzählperspektive und die Verwendung von Berliner Mundart sowie Amerikanismen.

3.2 Umstände: Es werden die unterschiedlichen sozialen Ausgangslagen der Protagonisten und deren familiäre Hintergründe nach dem Ersten Weltkrieg verglichen.

3.3 Darstellung Berlins: Dieser Abschnitt vergleicht die räumliche Wahrnehmung der Großstadt, die von einer Mischung aus öffentlichem Trubel und verborgenen, düsteren Orten geprägt ist.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Berlin in beiden Büchern als positiver, emanzipatorischer Raum für Kinder fungiert, in dem sie durch Gruppenzusammenhalt erfolgreich handeln.

Schlüsselwörter

Neue Sachlichkeit, Kinderliteratur, Großstadtmotiv, Berlin, Emil und die Detektive, Kai aus der Kiste, Weimarer Republik, Erich Kästner, Wolf Durian, Literaturanalyse, Großstadtleben, Jugendjargon, Erzähltempo, Sozialisation, Abenteuerroman.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das literarische Motiv der Großstadt Berlin in zwei bekannten Kinderbüchern der Weimarer Republik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Darstellung technischer Innovationen, die Dynamik des Großstadtlebens, das Familienbild sowie die kindliche Emanzipation durch Gruppendynamik.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll aufgezeigt werden, wie die Großstadt Berlin Ende der zwanziger Jahre in der Kinderliteratur konstruiert wird und welche Rolle sie für die Entwicklung der kindlichen Protagonisten spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, bei der die beiden Werke textnah verglichen und in den literaturgeschichtlichen Kontext der Neuen Sachlichkeit eingeordnet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der einzelnen Werke und einen anschließenden direkten Vergleich hinsichtlich Sprache, Umständen und räumlicher Darstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Neue Sachlichkeit, Großstadtmotiv, Erich Kästner, Wolf Durian, Berliner Alltagsleben und kindliche Selbstständigkeit.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Stadt zwischen Emil und Kai?

Während Emil die Stadt als Fremder neu entdeckt und zunächst überfordert ist, agiert Kai als ortskundiger Straßenjunge, der die Stadt als sein natürliches Terrain und als Schauplatz für seinen Wettbewerb nutzt.

Welche Rolle spielt die Sprache zur Charakterisierung Berlins?

Die Autoren nutzen ein rasant bebildertes Erzähltempo, onomatopoetische Einwürfe und den Berliner Jargon, um die Schnelligkeit, Hektik und den technologischen Fortschritt der Metropole unmittelbar erfahrbar zu machen.

Welches Fazit zieht die Autorin über die Kinder in diesen Romanen?

Die Kinder werden als gewitzte und solidarische Akteure beschrieben, die in der Lage sind, komplexe Probleme eigenständig und oft effektiver als Erwachsene im „Dschungel der Großstadt“ zu lösen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Großstadtmotiv in "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste". Eine literaturwissenschaftliche Analyse
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Note
1,0
Autor
Elena Rosellen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
9
Katalognummer
V1180805
ISBN (PDF)
9783346601360
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erich Kästner Großstadtmotiv Kai aus der Kiste Emil und die Detektive Durian Neue Sachlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Rosellen (Autor:in), 2018, Großstadtmotiv in "Emil und die Detektive" und "Kai aus der Kiste". Eine literaturwissenschaftliche Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180805
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  9  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum