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Gewaltenteilung und anthropologische Grundannahmen in den Federalist Papers. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?

Title: Gewaltenteilung und anthropologische Grundannahmen in den Federalist Papers. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?

Term Paper (Advanced seminar) , 2022 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Alexander Berghaus (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Können die Federalists, hinsichtlich ihrer Gewaltenteilungskonzeption, ganz und gar als in der Tradition von John Locke und Charles de Montesquieu stehend betrachtet werden?

Die Federalist Papers, verfasst von James Madison, Alexander Hamilton und John Jay, welche unter dem Pseudonym "Publius" agierten, stellen ein monumentales Werk für die politische Ideengeschichte dar und haben die Grundlage für die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika geschaffen. Die Ideen der Federalists entstanden jedoch nicht im luftleeren Raum, sondern nehmen deutliche Anleihen bei früheren Theoretikern wie Charles de Montesquieu oder John Locke. So sind die liberale Eigentumsauffassung der Federalists, wie auch das Konzept der Gewaltenteilung wesentlich von Locke und Montesquieu geprägt worden.

Die wesentliche Leistung der Federalists bestand letztlich darin, diese theoretischen Konstrukte erstmalig auf die Verfassungswirklichkeit der Vereinigten Staaten im ausgehenden 18. Jh. anzuwenden. Die entsprechenden Anpassungen, die aus den politischen Realitäten resultieren, stellen eine zentrale Weiterentwicklung des zugrundeliegenden Ideenguts dar und sind somit besonders wertvoll für die westliche Verfassungstradition.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Darstellung des Forschungsstandes

II. 1 Forschungsstand zur Gewaltenteilung

II. 2 Forschungsstand zur Gewaltenteilungskonzeption bei Locke und Montesquieu

II. 3 Forschungsstand zur direkten Einwirkung Lockes und Montesquieus auf die Federalists

III. Darstellung anthropologischer Grundannahmen und Konzepte der Gewaltenteilung

III. 1 Politisches Menschenbild John Lockes und Gewaltenteilung

III. 2 Anthropologische Grundannahmen Montesquieus und Gewaltenteilungslehre

III. 3 Anthropologische Grundannahmen und Gewaltenteilung in den Federalist Papers

IV. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?

V. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den ideengeschichtlichen Zusammenhang zwischen anthropologischen Grundannahmen und der Konzeption der Gewaltenteilung bei John Locke, Charles de Montesquieu und den Federalists. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob die Gewaltenteilungskonzeption der Federalists als direkte Fortsetzung der Tradition von Locke und Montesquieu verstanden werden kann und wie diese Theorien an die amerikanischen Rahmenbedingungen angepasst wurden.

  • Analyse des politischen Menschenbildes bei Locke, Montesquieu und den Federalists
  • Untersuchung der Entstehung und institutionellen Ausgestaltung der Gewaltenteilung
  • Vergleich der Konzepte von Legislative, Exekutive und Judikative
  • Diskussion über die Relevanz der "checks and balances" als Antwort auf menschliche Leidenschaften

Auszug aus dem Buch

III. 3 Anthropologische Grundannahmen und Gewaltenteilung in den Federalist Papers

Hinsichtlich der anthropologischen Grundannahmen der Federalists wird bereits eine Parallele zu den Annahmen Lockes und Montesquieus deutlich. In den Federalist Papers finden sich zahlreiche Formulierungen die entweder wortwörtlich mit jenen Montesquieus oder Lockes, oder aber im übertragenen Sinne auf diese beiden Vordenker zurückzuführen sind.

Bereits bei Montesquieu wurde der Begriff der Leidenschaft aufgeworfen. Leidenschaften spielen auch im Menschenbild der Federalists eine entscheidende Rolle und sind nicht zuletzt in der Lage Aufruhr, Gewalttätigkeit und Spaltung auszulösen (vgl. Publius 2007: 63) Als Beispiel für die Leidenschaften führen Publius unter anderem den Stolz, den Machthunger oder Ehrgeiz an.

Was die Leidenschaften aus Sicht der Federalists jedoch bedeutend gefährlicher macht, ist die Paarung dergleichen mit dem fehlbaren menschlichen Verstand. Diese Verbindung hatte zuvor auch Montesquieu bereits befürchtet und zur Grundlegung seiner anthropologischen Annahmen gemacht. Das Menschenbild der Federalists ist allerdings darüber hinaus als pessimistischer als jenes von Montesquieu zu betrachten, denn der Machthunger allein stellt nicht das zentrale Problem dar. Die Federalists konstatieren, dass es der menschlichen Natur zuzuschreiben ist, dass der Mensch nicht einmal einen konkreten Anlass für gegenseitige Feindseligkeiten benötigt (vgl. Publius 2007: 95). Bezeichnend für das anthropologische Bild der Federalists ist folgende Aussage:

„Treffen Antrieb und Gelegenheit ungehindert zusammen, dann sind bekanntlich weder moralische noch religiöse Motive verläßliche Kontrollinstanzen.“ (Publius 2007: 97)

Wenn moralische und religiöse Motive jedoch ihre Funktion als Kontrollinstanzen für das menschliche Verhalten eingebüßt haben, so wird einmal mehr deutlich, dass an dieser Stelle institutionelle Sicherungen herangezogen werden müssen, um das politische System vor den Tiefen der menschlichen Leidenschaften zu schützen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Gewaltenteilung ein und stellt die Leitfrage zur Einordnung der Federalists in die Tradition von Locke und Montesquieu.

II. Darstellung des Forschungsstandes: Dieses Kapitel gibt einen komprimierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Gewaltenteilung sowie zu den spezifischen Theorien von Locke, Montesquieu und den Federalists.

III. Darstellung anthropologischer Grundannahmen und Konzepte der Gewaltenteilung: Hier werden die Menschenbilder und Gewaltenteilungskonzepte der drei zentralen Akteure analysiert und deren Zusammenhang aufgezeigt.

IV. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?: In diesem Hauptteil erfolgt eine kritische Überprüfung, inwiefern die Federalists die Theorien ihrer Vorgänger übernommen, angepasst oder weiterentwickelt haben.

V. Fazit und Ausblick: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und bewertet die Bedeutung der monumentalen ideengeschichtlichen Vorarbeit sowie Möglichkeiten für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Gewaltenteilung, Federalist Papers, John Locke, Charles de Montesquieu, anthropologische Grundannahmen, Machtmissbrauch, Menschenbild, Institutionelle Sicherungen, Rechtsstaatlichkeit, Legislative, Exekutive, Judikative, Checks and Balances, Ideengeschichte, Politische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von anthropologischen Grundannahmen und politiktheoretischen Gewaltenteilungskonzepten bei John Locke, Charles de Montesquieu und den Federalists.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind der ideengeschichtliche Einfluss, das Verständnis der menschlichen Natur (Leidenschaften, Vernunft) und die daraus abgeleiteten institutionellen Mechanismen zur Machtbegrenzung.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit untersucht, ob die Federalists hinsichtlich ihrer Gewaltenteilungskonzeption tatsächlich vollständig in der Tradition von John Locke und Charles de Montesquieu stehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine ideengeschichtliche Analyse durch Literaturstudium der Originalquellen (Federalist Papers, Werke von Locke und Montesquieu) sowie durch Auswertung einschlägiger fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Darstellung der anthropologischen Annahmen und Gewaltenteilungskonzepte der drei Akteure, gefolgt von einem Vergleich, um Unterschiede und Weiterentwicklungen herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Gewaltenteilung, Machtmissbrauch, Menschenbild, institutionelle Sicherungen, Checks and Balances und politische Theorie.

Warum betrachten die Federalists das menschliche Wesen als besonders gefährlich für das System?

Die Federalists gehen von einem pessimistischen Menschenbild aus, in dem "Leidenschaften" wie Ehrgeiz und Machthunger in Kombination mit einem fehlbaren Verstand ohne institutionelle Kontrolle zu Tyrannien führen.

Wie unterscheiden sich die Federalists in der Ausgestaltung der Judikative von ihren Vorgängern?

Während Locke auf eine eigene Judikative verzichtete und Montesquieu diese nur eingeschränkt skizzierte, differenzieren die Federalists die Judikative als dritte, eigenständige und durch lebenslange Amtszeiten gestärkte Gewalt aus.

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Details

Title
Gewaltenteilung und anthropologische Grundannahmen in den Federalist Papers. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?
College
University of the Federal Armed Forces München  (Institut für Kulturtheorie)
Course
Federalist Papers
Grade
1,0
Author
Alexander Berghaus (Author)
Publication Year
2022
Pages
26
Catalog Number
V1180821
ISBN (PDF)
9783346602152
ISBN (Book)
9783346602169
Language
German
Tags
Federalist Papers Montesquieu Gewaltenteilung John Locke Publius Amerikanische Verfassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Berghaus (Author), 2022, Gewaltenteilung und anthropologische Grundannahmen in den Federalist Papers. Federalists in der Tradition Lockes und Montesquieus?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180821
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