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Alle zusammen oder jede(r) für sich? Über dies sozialräumliche Segregation in Halle (Saale) anhand des Stadtadressbuches von 1867

Titel: Alle zusammen oder jede(r) für sich? Über dies sozialräumliche Segregation in Halle (Saale) anhand des Stadtadressbuches von 1867

Seminararbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Vincenz von Roda (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwiefern ist die sozialräumliche Segregation in den Straßen der Stadt Halle (Saale) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zwischen verschiedenen Bevölkerungsschichten zu beobachten?
Die Arbeit beginnt mit einer kurzen Einführung zur (sozialräumlichen) Segregation, ihren Formen und einem Überblick über den Forschungsstand. Darauf folgen ein paar kurze Beispiele zum Auftreten sozialräumlicher Segregation in anderen Städten. Anschließend wird die Methodik erläutert, mit welcher aus dem Stadtadressbuch eine Tabelle mit dem Segregationsindex der Straßen erstellt wurde. Diese wird dann im abschließenden Kapitel des Hauptteils analysiert und interpretiert, bevor im Fazit versucht wird, die oben genannte Leitfrage zu beantworten.

Schaut man heutzutage auf die deutschen Großstädte, so lässt sich in vielen eine Art der Quartierbildung und sozialräumlichen Segregation erkennen. Seien es ärmere Viertel wie Marzahn in Berlin, Chorweiler in Köln, die Neustadt in Halle (Saale) oder auch die reicheren wie Zehlendorf (Berlin), Hahnwald (Köln) und Giebichenstein (Halle). Für die meisten Menschen ist es heut-zutage vollkommen normal, dass es Stadtteile gibt, in welchen die reichere und andere in denen die ärmere Bevölkerung wohnt. Doch wie sahen die Städte vor 150 Jahren zur Zeit der frühen Industrialisierung aus? Gab es eine ähnlich nachvollziehbare Aufteilung in Arm und Reich?
Diese Frage beantwortet die Kulturwissenschaftlerin Andrea Hauser für die Stadt Halle an der Saale mit Nein. Sie schreibt, dass es zwar in manchen Vierteln gewisse Dominanzen gegeben habe, nicht jedoch so eindeutig, dass man von einer sozialräumlichen Segregation sprechen kann. Vielmehr habe es eine kleinräumliche Segregation gegeben, bei welcher innerhalb der einzelnen Häuser und einzelner Straßen sich die Bevölkerungsschichten mischten und so mit- und nebeneinander lebten. Doch gerade für ihren letzten Punkt, führt sie kaum Beweise in Form von Zahlen, Tabellen o.Ä. an. Diesem Defizit soll mit dieser Arbeit entgegengewirkt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Sozialräumliche Segregation und ihre Ausprägungen

2.1 Entstehung und Formen der Segregation

2.2 Sozialräumliche Segregation anderer Städte im Vergleich

3 Auswertung der Daten aus dem Stadtadressbuch von 1867

3.1 Methodik(en)

3.2 Auswertung und Interpretation

4 Fazit

5 Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialräumliche Segregation in Halle (Saale) während der frühen Industrialisierung im Jahr 1867. Ziel ist es, die These der Kulturwissenschaftlerin Andrea Hauser zu überprüfen, die eine kleinräumliche Durchmischung der Bevölkerungsschichten innerhalb einzelner Häuser und Straßen annimmt, und diese durch eine quantitative Analyse des Stadtadressbuches zu verifizieren oder zu korrigieren.

  • Historische Untersuchung zur Quartierbildung und Segregation im 19. Jahrhundert
  • Empirische Auswertung des Stadtadressbuches von Halle (Saale) aus dem Jahr 1867
  • Vergleich mit stadtgeschichtlichen Entwicklungen in Bielefeld und München
  • Methodische Anwendung eines Segregationsindexes zur Bestimmung sozialer Schichtung
  • Analyse der wohnräumlichen Verteilung von verschiedenen Berufsgruppen

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung und Formen der Segregation

Zu Beginn des Hauptteils der Arbeit sollte erst einmal geklärt werden, was Segregation bedeutet, wie sie entsteht und welche theoretischen Modelle es zu ihr gibt. Bernd Hamm beschreibt recht passend die sozialräumliche Segregation als eine „relative Konzentration bestimmter Bevölkerungsgruppen mit gemeinsamen Merkmalen in städtischen Subräumen“3. Also die Suche nach sozialen Ballungsräumen innerhalb einer Stadt. Denn in der Stadt leben und arbeiten die reichsten und ärmsten Menschen gemeinsam auf (vergleichsweise) engem Raum, doch gleichzeitig sind sie auch räumlich voneinander getrennt.

Dieses Phänomen ist weltweit in den wachsenden Städten des 19. Jahrhunderts nachzuweisen und dementsprechend gab es auch verschiedenste Forscher und Wissenschaftler, welche versuchten eine allgemeingültige Form der sozialen Segregation zu finden. Jedoch sind diese Studien und Modelle, wie so oft, maximal grobe Richtlinien an denen man sich entlanghangeln könnte, welche jedoch in kaum einer Weise in der Praxis zutreffend sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der städtischen Segregation ein und formuliert das Ziel, die sozialräumliche Situation in Halle (Saale) anhand des Adressbuches von 1867 zu analysieren.

2 Sozialräumliche Segregation und ihre Ausprägungen: Dieses Kapitel erläutert theoretische Modelle der Segregation und vergleicht diese mit anderen Städten wie Bielefeld und Zürich, um ein besseres Verständnis für die Lebensverhältnisse des 19. Jahrhunderts zu entwickeln.

3 Auswertung der Daten aus dem Stadtadressbuch von 1867: Hier wird die Methodik der Datenauswertung dargelegt und eine quantitative Analyse der Bevölkerungsverteilung in den Straßen von Halle vorgenommen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass kleinräumige Segregation zwar existierte, jedoch primär innerhalb der Mittelschichten und in Abhängigkeit von wirtschaftlicher Notwendigkeit stattfand.

5 Quellen- und Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet die verwendeten Primärquellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf.

Schlüsselwörter

Halle (Saale), 19. Jahrhundert, Industrielle Revolution, Sozialräumliche Segregation, Stadtadressbuch, Quartierbildung, Wohnungsmarkt, Sozialstruktur, Stadtplanung, Bevölkerungsschichten, Kleinräumige Segregation, Urbanisierung, 1867, Arm und Reich, Miethäuser

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sozialräumliche Verteilung der Bevölkerung in Halle (Saale) während der frühen Phase der Industrialisierung im Jahr 1867.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte der sozialräumlichen Segregation, die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums auf den Wohnungsmarkt und die historische Quartierbildung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll empirisch überprüft werden, inwiefern die Behauptung einer kleinräumigen Durchmischung der Bevölkerungsschichten in Halle (Saale) zutreffend ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse basierend auf dem Stadtadressbuch von 1867, wobei die Bevölkerung in fünf Sozialgruppen eingeteilt und mittels eines Segregationsindexes ausgewertet wurde.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil enthält eine theoretische Einordnung der Segregationsmodelle, einen Vergleich mit anderen Städten sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der halleschen Daten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Segregation, Urbanisierung, Industrialisierung, soziale Schichtung und historisches Stadtadressbuch.

Warum wurde das Jahr 1867 für die Untersuchung gewählt?

1867 ist von besonderem Interesse, da sich die Bevölkerung in Halle gegenüber 1822 fast verdoppelt hatte, was zu einer extremen Belastung des Wohnungsmarktes führte.

Wie definiert der Autor die soziale Gruppe 5?

In Gruppe 5 werden Witwen und Personen ohne explizite Berufsbezeichnung zusammengefasst, um sie statistisch zu erfassen, ohne sie einer der berufsbasierten Schichten zuzuordnen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alle zusammen oder jede(r) für sich? Über dies sozialräumliche Segregation in Halle (Saale) anhand des Stadtadressbuches von 1867
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Geschichte)
Note
2,3
Autor
Vincenz von Roda (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1180841
ISBN (PDF)
9783346602282
ISBN (Buch)
9783346602299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alle über sozialräumliche segregation halle saale stadtadressbuches
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vincenz von Roda (Autor:in), 2020, Alle zusammen oder jede(r) für sich? Über dies sozialräumliche Segregation in Halle (Saale) anhand des Stadtadressbuches von 1867, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1180841
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Leseprobe aus  19  Seiten
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