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Literarische Einflüsse Baudelaires auf den portugiesischen Modernismo. Ein Vergleich von Charles Baudelaires "Le Voyage" und Mário de Sá-Carneiros "A Grande Sombra"

Titel: Literarische Einflüsse Baudelaires auf den portugiesischen Modernismo. Ein Vergleich von Charles
Baudelaires "Le Voyage" und Mário de Sá-Carneiros "A Grande Sombra"

Essay , 2022 , 14 Seiten

Autor:in: Elena Strezoska (Autor:in)

Romanistik - Portugiesische Philologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf der formellen Ebene mit der Frage nach den Ähnlichkeiten in den Motiven sowie den stylistischen und formellen Merkmalen in Charle Baudelaires Werk "Les Fleurs du mal" (Die Blumen des Bösen), als Repräsentant der französischen literarischen Einflüße auf das portugiesische Modernismo, vertreten durch Mario de Sa-Carneiro mit der Novelle "Ceu em fogo" (Himmel in Flammen). Als ersten Schritt, um der Antwort der Frage näher zu kommen, werden in diesem Essay jeweils ein Werk von Baudelaire und ein Werk von Sa-Carneiro analysiert und auf formeller und inhaltlicher Ebene verglichen.

Zudem wird die These, dass Sa-Carneiro in Baudelairs Persönlichkeit und Werk ein Vorbild beziehungsweise eine Inspiration gesehen hat, untersucht. Die Arbeit wendet die Methoden der hermeneutischen Analyse, der vergleichenden Analyse, der thematischen Analyse sowie der biografischen Kritik an. Die Autorin dieser Arbeit ist keine Deutsch-Muttersprachlerin. Bitte haben Sie Verständnis für grammatikalische Fehler und Uneinheitlichkeiten im Ausdruck.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Übereinstimmende biographische Reminiszenzen

3. Baudelaires und Sá-Carneiros „Himmel in Flammen”

3.1 Formelle Merkmale

3.2 Inhaltliche Merkmale

4. Der richtige Reisende

5. Ô Mort

6. Gemeinsamkeiten im Schreibstil

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die literarischen Einflüsse von Charles Baudelaire auf Mário de Sá-Carneiro durch einen vergleichenden Blick auf die Werke „Le Voyage“ und „A Grande Sombra“. Ziel ist es, formelle und inhaltliche Ähnlichkeiten sowie biographische Parallelen aufzuzeigen, um Sá-Carneiros Identifikation mit Baudelaire als Vorbild und Inspirationsquelle zu belegen.

  • Biographische Parallelen der Dichter als Halbwaisen und Außenseiter
  • Analyse der Metaphorik und Symbolik von „Himmel in Flammen“
  • Die Bedeutung des Reisens und der Großstadt als Fluchtort
  • Die Rolle des Todes als transzendentaler Zustand
  • Vergleichende Untersuchung der Erzählstruktur und Stilistik

Auszug aus dem Buch

Übereinstimmende biographische Reminiszenzen

Aus ihren biographischen Angaben ist festzustellen, dass sowohl Sá-Carneiro als auch Baudelaire in jungem Alter als Halbwaisen lebten. Aufgrund dieser Tatsache entstand eine große Lücke, die sie mit einer Lieblosigkeit auffüllten, die ihr ganzes Leben lang frustrierende Spuren hinterließ.

Mário de Sá-Carneiro verlor seine Mutter als Kind im Alter von zwei Jahren und konnte in seiner Kindheit nicht einmal die Gesellschaft seines Vaters – eines Militäringenieurs, der weltweit Missionen durchführte – genießen.

Im Jahr 1845 hatte Baudelaire das Erbe seines Vaters aufgebraucht, der starb, als er sechs Jahre alt war. Seine herrschsüchtige Mutter und sein strenger Stiefvater unternahmen Schritte, um die Ausgaben des Sohns einzudämmen, beschlagnahmten die Gelder effektiv und teilten ihm ein kleines Taschengeld aus.

Sowohl Baudelaires als auch SáCarneiros Werke sind hauptsächlich durch die Motive Tod, Leben nach dem Tod und Selbstmordversuche geprägt. Dies war auch etwas, worauf sich die beiden unglücklichen Dichter fast unaufhaltsam hinbewegten. Beide teilten den Verlust eines Elternteils in jungen Jahren und das Fehlen eines emotionalen Ausgleichs führte dazu, dass sie sich als Außenseiter sahen, die ewig auf das Leben warteten. Leider ist es nie gekommen und selbst die Abreise Sá-Carneiros von Lissabon nach Paris, die damalige Kulturhauptstadt der Welt, trug wenig dazu bei, sein Gefühl der erdrückenden Langeweile zu lindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, inwieweit Baudelaire den portugiesischen Modernismus und insbesondere Mário de Sá-Carneiro beeinflusst hat.

2. Übereinstimmende biographische Reminiszenzen: Dieses Kapitel arbeitet Parallelen in der Kindheit und den Lebensumständen der beiden Dichter heraus, die ihre Identitätsfindung und ihre Suizidalität prägten.

3. Baudelaires und Sá-Carneiros „Himmel in Flammen”: Das Kapitel analysiert sowohl die formalen Unterschiede der Gattungen als auch die inhaltliche Verwandtschaft der Metaphorik.

4. Der richtige Reisende: Der Fokus liegt hier auf der symbolischen Reise und der Rastlosigkeit der Protagonisten auf der Suche nach dem Unbekannten.

5. Ô Mort: Hier wird der Tod als positiver Ausweg und „vieux capitaine“ in Baudelaires Werk interpretiert.

6. Gemeinsamkeiten im Schreibstil: Unter Bezugnahme auf Walter Benjamin werden die Auswirkungen der Großstadt auf die moderne Lyrik und das entfremdete Selbst beleuchtet.

7. FAZIT: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei der Einfluss Baudelaires als maßgebliche Inspiration für Sá-Carneiros literarisches Schaffen bestätigt wird.

Schlüsselwörter

Charles Baudelaire, Mário de Sá-Carneiro, Le Voyage, A Grande Sombra, Modernismo, Tod, Großstadt, Exil, Identität, Kindheit, Literaturvergleich, französische Literatur, portugiesische Literatur, Suizid, Melancholie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die literarischen und biographischen Verbindungen zwischen dem französischen Dichter Charles Baudelaire und dem portugiesischen Autor Mário de Sá-Carneiro.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die existenziellen Krisen der beiden Dichter, die Faszination für den Tod, das Gefühl des sozialen Exils und die Suche nach einer Identität in der Großstadt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Baudelaires Werk auf Sá-Carneiros literarische Arbeit zu belegen und zu zeigen, inwiefern Baudelaire als Vorbild fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es kommen die hermeneutische Analyse, die vergleichende Literaturanalyse, die thematische Analyse sowie Ansätze der biografischen Kritik zum Einsatz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Gegenüberstellung, eine Analyse der Werke „Le Voyage“ und „A Grande Sombra“ sowie eine Untersuchung von Schreibstil und Großstadtsymbolik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Modernismo, Baudelaire, Sá-Carneiro, Tod, Identität, Exil und Großstadt.

Welche Bedeutung hat der Titel „Céu em Fogo“ im Kontext der Arbeit?

Die Recherche ergab, dass der Titel von Sá-Carneiros Gedichtsammlung eine wörtliche Übersetzung aus einer Metapher in Baudelaires Werk „Le Voyage“ ist.

Warum spielt die Metapher des „Schattens“ bei Sá-Carneiro eine so große Rolle?

Der Schatten fungiert als Metapher für eine alternative Realität und ein Jenseitiges, das für den Protagonisten gleichzeitig Angst und Faszination auslöst.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Literarische Einflüsse Baudelaires auf den portugiesischen Modernismo. Ein Vergleich von Charles Baudelaires "Le Voyage" und Mário de Sá-Carneiros "A Grande Sombra"
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Romanistik)
Veranstaltung
Modernismo
Autor
Elena Strezoska (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1181133
ISBN (PDF)
9783346608574
ISBN (Buch)
9783346608581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mario de Sá-Carneiro Charles Baudelaire modernism modernismo mysterium le flores du mal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elena Strezoska (Autor:in), 2022, Literarische Einflüsse Baudelaires auf den portugiesischen Modernismo. Ein Vergleich von Charles Baudelaires "Le Voyage" und Mário de Sá-Carneiros "A Grande Sombra", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181133
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Leseprobe aus  14  Seiten
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