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Legasthenie bei Grundschulkindern. Neurologische, genetische und soziale Ursachen

Titel: Legasthenie bei Grundschulkindern. Neurologische, genetische und soziale Ursachen

Hausarbeit , 2018 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Chiara Thill (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden wissenschaftlichen Literaturarbeit wird das Thema Legasthenie bei Grundschulkindern behandelt. Im ersten Teil wird eine Begriffsklärung von Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche gegeben. Es existieren viele verschiedene Begriffe, die in der Literatur als Synonyme für den Begriff genutzt werden, wie zum Beispiel: Lese-Rechtschreibstörung, Lese-Rechtschreibschwäche, Dyslexie und Lese-Rechtschreibschwierigkeiten. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf die Problematik des Lesens, Schreibens und der beeinträchtigten Rechtschreibung bei Betroffenen. Der Legasthenie wurde im 21ten Jahrhundert so viel Aufmerksamkeit gewidmet wie keiner anderen Lernstörung.

Es gibt eine Reihe von Ursachen, die für die Entwicklung einer Lese- und Rechtschreib-schwäche verantwortlich sein können. Im zweiten Teil dieser Studienarbeit werden die Ursachen von Legasthenie bei Kindern untersucht, bearbeitet und analysiert. Dabei steht die Fragestellung, ob Legasthenie bei Grundschulkindern auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen oder aber gesellschaftlich bedingt ist, im Vordergrund. Die Untersuchungen basieren auf drei verschiedenen Schwerpunkten, nämlich auf neurologischen, genetischen und sozialen Faktoren. Als letzter Punkt werden die Interventionsmöglichkeiten in der Schule und im Elternhaus analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Legasthenie – Was bedeutet das?

2.1 Unterscheidung von Lese-Rechtschreibschwäche und Legasthenie

2.2 Diagnose „Legasthenie“ bei Schulkindern

3 Ursachen der Lese-und Rechtschreibschwäche und der Legasthenie

3.1 Genetische Faktoren

3.2 Neurologische Faktoren

3.3 Soziale Faktoren

3.4 Weitere mögliche Ursachen

4 Interventionsmöglichkeiten bei Kindern mit Legasthenie

4.1 Hilfeleistungen in der Grundschule

4.2 Förderungen durch das Elternhaus

5 Diskussionsteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen von Legasthenie bei Grundschulkindern und analysiert, ob diese Störung primär auf genetische Veranlagungen zurückzuführen ist oder durch soziale sowie gesellschaftliche Faktoren beeinflusst wird. Ziel ist es, ein Verständnis für die Komplexität der Legasthenie zu schaffen und effektive Interventionsmöglichkeiten für den schulischen und häuslichen Kontext aufzuzeigen.

  • Differenzierung zwischen Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche
  • Analyse genetischer und neurologischer Ursachenfaktoren
  • Bedeutung des sozialen Umfelds und familiärer Bedingungen
  • Förderstrategien und Nachteilsausgleich in der Grundschule
  • Rolle des Elternhauses bei der Unterstützung betroffener Kinder

Auszug aus dem Buch

3.1 Genetische Faktoren

Bei einer Legasthenie ist die Rede von einer verbleibenden Eigenschaft, die lebenslänglich anhält. Die Forschung hat herausgefunden, dass Legasthenie vererbbar ist und somit eine Wiederkehr innerhalb der Familie über Generationen nicht auszuschließen ist. Die Chromosomen 6 und 15 sind nach heutigem Wissen bestimmend im Falle einer Legasthenie. Die amerikanische Forschung beschäftigt sich auch mit den Chromosomen 1, 2, 3 und 18. Das Ziel dieser Forschung ist es, das genaue Gen für das Zustandekommen einer Legasthenie zu ermitteln. Die Wissenschaftler planen so in naher Zukunft den Durchbruch zu schaffen.

Ziel ist es, die betroffenen Gene zu bestimmen und beeinflussen zu können, damit bei den Betroffenen Probleme mit dem Schreib-und Leseerwerb umgangen oder aufgehoben werden können. (Kopp-Duller, 2003, S.16)

In der Forschung wurden in den späten siebziger Jahren Zwillingsstudien mit eineiigen und zweieiigen Zwillingen durchgeführt. Es sollte geklärt werden, ob Umwelteinflüsse zur Legasthenie beitragen oder nicht. Bei eineiigen Zwillingen gibt es eine hundert Prozentige Übereinstimmung der Gene, während bei anderen Geschwistern und zweieiigen Zwillingen nur fünfzig Prozent die gleichen Gene besitzen. Die Annahme der Studie hat sich bestätigt, siebzig Prozent der untersuchten eineiigen Zwillinge wiesen eine Legasthenie auf. Bei zweieiigen Zwillingen lag die Betroffenheit ungefähr bei vierzig Prozent. (Mayer, 2016, S.54)

Wenn in einer Familie ein gehäuftes Auftreten von Legasthenie besteht, ist dies nicht immer auf die Heritabilität zurückzuführen. Die genaue Zahl der Vererbbarkeit beträgt 50-60 Prozent für Betroffene, allerdings spielen andere nicht genetische Faktoren auch eine Rolle. Diese Einflüsse machen bis zu fünfzig Prozent der Ursachfaktoren aus. (Schulte-Körne, 2004, S.68 ff.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Legasthenie bei Grundschulkindern ein, klärt zentrale Begriffe und definiert die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit.

2 Legasthenie – Was bedeutet das?: Hier erfolgt eine etymologische und fachliche Definition der Legasthenie sowie eine Abgrenzung zur erworbenen Lese-Rechtschreibschwäche.

3 Ursachen der Lese-und Rechtschreibschwäche und der Legasthenie: Dieses Hauptkapitel untersucht die genetischen, neurologischen und sozialen Ursachen sowie weitere Faktoren wie Medienkonsum, die zur Entstehung der Problematik beitragen.

4 Interventionsmöglichkeiten bei Kindern mit Legasthenie: Der Abschnitt erläutert praxisnahe Förderstrategien und Nachteilsausgleiche im Schulalltag sowie Möglichkeiten der Unterstützung durch das Elternhaus.

5 Diskussionsteil: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Bedeutung eines Netzwerks aus Schule, Elternhaus und Fachkräften für die langfristige Förderung der betroffenen Kinder hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Legasthenie, Lese-Rechtschreibschwäche, Grundschule, Genetik, Neurologie, Soziale Faktoren, Nachteilsausgleich, Förderung, Elternhaus, Schriftspracherwerb, Lernstörung, Diagnostik, Teilleistungsstörung, Interventionsmöglichkeiten, Netzwerkarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Legasthenie bei Grundschulkindern, deren Ursachen und den Möglichkeiten, diese Kinder pädagogisch und therapeutisch optimal zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der medizinisch-biologischen Abgrenzung der Legasthenie von der Lese-Rechtschreibschwäche, der Analyse von Erblichkeit und Hirnfunktionen sowie dem Einfluss des sozialen Umfelds.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine fundierte Ursachenanalyse aufzuzeigen, wie ein kooperatives Netzwerk zwischen Lehrkräften, Eltern und Fachdiensten dazu beitragen kann, betroffene Kinder in ihrer Lernentwicklung zu unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturarbeit, die auf Basis aktueller Forschungsergebnisse und Studien, wie etwa Zwillingsuntersuchungen und pädagogischen Fachbüchern, fundierte Schlussfolgerungen zieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit genetischen, neurologischen und sozialen Ursachen sowie eine umfassende Darstellung von Interventions- und Fördermöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Legasthenie, Förderung, Nachteilsausgleich, Genetik, soziales Umfeld und Netzwerkarbeit.

Wie unterscheidet sich die Legasthenie von einer Lese-Rechtschreibschwäche gemäß der Arbeit?

Die Legasthenie wird als biogenetisch bedingte, lebenslange Eigenschaft beschrieben, während die Lese-Rechtschreibschwäche als erworbene und oft vorübergehende Problematik, häufig durch äußere Umstände, verstanden wird.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Intervention?

Die Schule soll Nachteilsausgleiche bieten, individuelle Lernmethoden anwenden und durch eine wertschätzende Atmosphäre den psychischen Druck auf die Kinder minimieren.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Legasthenie bei Grundschulkindern. Neurologische, genetische und soziale Ursachen
Hochschule
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Note
1,7
Autor
Chiara Thill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
19
Katalognummer
V1181176
ISBN (PDF)
9783346605825
ISBN (Buch)
9783346605832
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Legasthenie LRS Lese-Rechtschreibstörung Lese-Rechtschreibschwäche Ursachen Kinder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Chiara Thill (Autor:in), 2018, Legasthenie bei Grundschulkindern. Neurologische, genetische und soziale Ursachen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181176
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Leseprobe aus  19  Seiten
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