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Zur Aktualität von Max Webers Herrschaftssoziologie. Herrschaft im Kontext des modernen Unternehmertums im digitalen Zeitalter

Titel: Zur Aktualität von Max Webers Herrschaftssoziologie. Herrschaft im Kontext des modernen Unternehmertums im digitalen Zeitalter

Seminararbeit , 2021 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Carolin Ochs (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Inwieweit handelt es sich bei den Führungsstilen der GAFA-Unternehmer Steve Jobs und Jeff Bezos um eine legitime Herrschaft nach Weber und welche Formen legitimer Ordnung liegen hierbei zugrunde?
Zunächst soll dabei näher auf die Unternehmer Steve Jobs und Jeff Bezos und deren Konzerne eingegangen werden. Darauf folgt eine Erläuterung Webers Konzeptionen von Kapitalismus und Unternehmertum. Anschließend werden seine drei Typen legitimer Herrschaft behandelt. In der darauffolgenden Analyse wird Bezug auf die Forschungsfrage genommen und Ergebnisse dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Forschungsproblem

2. Unternehmer der GAFA-Konzerne

2.1. Steve Jobs -Thinking outside the box

2.2. Jeff Bezos und sein unternehmensprägender Habitus

3. Theoretischer Rahmen: Zur Soziologie Max Webers

3.1. Webers Kapitalismusbegriff

3.2. Webers Konzeption des Unternehmertums

3.3. Herrschaftssoziologie - Drei Typen der legitimen Herrschaft

3.3.1. Legale Herrschaft

3.3.2. Traditionale Herrschaft

3.3.3. Charismatische Herrschaft

4. Jobs und Bezos und ihre Herrschaftsstrukturen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der drei Typen legitimer Herrschaft nach Max Weber, inwieweit die Führungsstile der Tech-Unternehmer Steve Jobs und Jeff Bezos als eine solche Herrschaftsform klassifiziert werden können und welche legitimierenden Ordnungen diesen zugrunde liegen.

  • Max Webers Herrschaftssoziologie und die drei Typen legitimer Herrschaft
  • Analyse des "unternehmerischen Habitus" im Kontext moderner Konzerne
  • Untersuchung von Steve Jobs als charismatische Führungspersönlichkeit
  • Untersuchung von Jeff Bezos als rationaler Unternehmer mit charismatischen Zügen
  • Diskussion über die Transformation von charismatischer Herrschaft im digitalen Zeitalter

Auszug aus dem Buch

2.1. Steve Jobs – Thinking outside the box

Apple steht nicht nur für einen Anbieter von Mobiltelefonen und andere elektronische Geräte. Apple steht als Marke für eine Geisteshaltung, Statussymbol und Kult. Ein schon fast religionsartiger Fanatismus und Hingabe lässt die Menschen massenweise vor den Geschäften anstehen, um das neuste Modell des Mobiltelefonherstellers zu bekommen (Michalzik 2009: o.A.). Eine sinnbildliche Umschreibung wie Apple-Jünger, die in den Medien der vergangenen Jahre nicht selten als Titel für diverse Artikel diente, verfestigt dabei die Annahme, dass es sich bei den Nutzern und Liebhabern der Produkte schon um eine art religiöser Gemeinde handelt.

Parallelen sind dabei deutlich zu erkennen, wofür nicht zuletzt der Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer Steve Jobs die Grundlage geschaffen hat. Seine wegweisende Vision die Welt zu digitalisieren und eine Schnittstelle von Mensch und Computer zu schaffen, können als Heilsversprechen und Sinnstiftung gedeutet werden, ähnlich wie es bei Sektenführern oder Oberhäuptern religiöser Gemeinschaften der Fall ist. Folglich tritt er mit deutlicher Ähnlichkeit zu einem Religionsstifter oder einer messiasähnlichen Figur auf und verstand es höchsteffektiv die Mechanismen der Massenpsychologie in Form seiner Marketingstrategien umzusetzen und Menschen in eine emotionale Verbindung an sich und die Marke Apple zu versetzen (ebd.).

Steve Jobs gilt durch seinen selfmade Reichtum für viele als Synonym für Erfolg (Biondi 2015: 15). Doch im Gegenteil zum geläufigen Stereotyp eines Kapitalisten, ging es Jobs nicht um reine Gewinnmaximierung und darum Kapital zu akkumulieren, sondern er stand für das, was Weber im Zuge seiner Vorstellung des Unternehmertums als Fusion von Beruf und innerstem ethischen Kern umschrieb. Er ging als eigenwilliger und individualistischer Unternehmer bis zuletzt den Weg des Konzernchefs und Visionärs und strebte nach kontinuierlicher Verbesserung seiner Produkte und danach ein Erbe zu hinterlassen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Forschungsproblem: Einführung in die Relevanz von Herrschaft in modernen wirtschaftlichen Strukturen und Formulierung der Forschungsfrage.

2. Unternehmer der GAFA-Konzerne: Detaillierte Betrachtung der Führungspersönlichkeiten Steve Jobs und Jeff Bezos sowie deren Einfluss auf die Unternehmenskultur.

3. Theoretischer Rahmen: Zur Soziologie Max Webers: Darstellung der Weberschen Begriffe zu Kapitalismus, Unternehmertum und den Typen legitimer Herrschaft als theoretisches Fundament.

4. Jobs und Bezos und ihre Herrschaftsstrukturen: Anwendung der theoretischen Konzepte Webers auf die empirischen Beispiele Apple und Amazon.

5. Fazit: Zusammenfassende Einordnung der Ergebnisse und Reflexion über die Anwendbarkeit der Weberschen Theorie auf moderne Tech-Unternehmer.

Schlüsselwörter

Max Weber, Herrschaftssoziologie, Legitime Herrschaft, Charismatische Herrschaft, Steve Jobs, Jeff Bezos, GAFA-Konzerne, Kapitalismus, Unternehmertum, Visionär, Wirtschaftssoziologie, digitale Transformation, Führungskultur, rationale Herrschaft, traditionale Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moderne Wirtschaft, insbesondere die großen Tech-Konzerne (GAFA), unter der soziologischen Perspektive der Herrschaftstheorie von Max Weber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Soziologie Max Webers, die Analyse von Führungsstilen in globalen Technologieunternehmen und die Dynamik von Macht und Legitimität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob die Führungsstile von Steve Jobs und Jeff Bezos als "legitime Herrschaft" nach Weber eingeordnet werden können und welche Strukturen dabei wirksam sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch geleitete Fallanalyse, bei der soziologische Idealtypen Webers auf moderne empirische Beispiele angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Weberschen Begriffe und eine darauf basierende Analyse der Unternehmensführung bei Apple und Amazon.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Charismatische Herrschaft, Unternehmertum, Wirtschaftssoziologie und die spezifischen Namen der untersuchten Unternehmer definiert.

Wie unterscheidet sich die Herrschaft bei Steve Jobs von der bei Jeff Bezos?

Während bei Steve Jobs die charismatische Komponente und die messiasähnliche Wirkung auf die Anhängerschaft dominieren, zeigt sich bei Jeff Bezos eine Mischung aus charismatischem Anspruch und rationaler, fast bürokratisch-technokratischer Steuerung des Unternehmens.

Ist charismatische Herrschaft im Unternehmen dauerhaft stabil?

Weber und die Autorin verdeutlichen, dass charismatische Herrschaft instabil ist und meist eine "Veralltäglichung" erfordert, um nach dem Ableben des Charismaträgers in stabilere (z.B. legale) Strukturen überzugehen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Aktualität von Max Webers Herrschaftssoziologie. Herrschaft im Kontext des modernen Unternehmertums im digitalen Zeitalter
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Institutionen der Wirtschaft
Note
1,3
Autor
Carolin Ochs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
25
Katalognummer
V1181446
ISBN (PDF)
9783346602442
ISBN (Buch)
9783346602459
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weber Herrschaftssoziologie Steve Jobs Jeff Bezos Unternehmertum Soziologie Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Carolin Ochs (Autor:in), 2021, Zur Aktualität von Max Webers Herrschaftssoziologie. Herrschaft im Kontext des modernen Unternehmertums im digitalen Zeitalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181446
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Leseprobe aus  25  Seiten
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