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Gesundheitsentwicklung von Kindern und pädagogische Möglichkeiten in der Schule

Title: Gesundheitsentwicklung von Kindern und pädagogische Möglichkeiten in der Schule

Examination Thesis , 2008 , 122 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Elke Lichtenberg (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die gesundheitliche Entwicklung von Kindern in Deutschland erfährt in den vergangenen Jahren in bildungs- und gesundheitspolitischen Diskursen verstärkte Aufmerksamkeit. Im Laufe der letzten 20 Jahre haben gesundheitliche Beeinträchtigungen im Kindesalter zugenommen. Diese sind in der Regel nicht lebensbedrohlich, können aber das subjektive Wohlbefinden zum Teil erheblich beeinflussen, was sich dann in der Lebensqualität und der Leistungsfähigkeit der Kinder niederschlagen kann (vgl. Hurrelmann et al. 2003). Parallel zur Entwicklung neuer technischer Mess- und Diagnoseinstrumente entstanden neue Krankheitsbilder, die sich in „körperlichen, psychischen und sozialen Befindlichkeitsstörungen“ von Kindern und Jugendlichen äußern. „Störungen des Immunsystems, des Ernäh-rungs- und Bewegungsverhaltens und der Belastungsbewältigung scheinen die tieferen Ursachen hierfür zu sein.“ (ebd. S. 5) Dieser Entwicklung liegt ein erweitertes Verständnis von Gesundheit zugrunde. Danach wird der Gesundheitszustand nicht allein durch das Fehlen von Krankheit und Gebrechen, sondern über ein vollkommenes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden definiert. (Vgl. WHO 1947/48)

Trotz unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte in der Gesundheits- und Bildungspolitik besteht ein Interesse an präventionspolitischen Instrumenten, wie z. B. Kindervorsorgeuntersuchungen und Sprachstandserhebungen. Diese sollen möglichst alle Kinder der jeweiligen Altersgruppe erfassen, um damit Krankheiten und Entwicklungsstörungen frühzeitig erkennen und rechtzeitig individuelle Präventionsmaßnahmen einleiten zu können.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit als gesellschaftliche Norm und Leistung

2.1 Das allgemeine Verständnis von Gesundheit

2.2 Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit von Kindern aus Sicht der Medizin

2.3 Der Kinderkörper in der Kindheitsforschung

2.3.1 Der gesundheitsrelevante Faktor Ernährung im Spannungsverhältnis von Energie- und Symbolkörper

2.3.2 Die Bedeutung des gesundheitsrelevanten Faktors körperliche Bewegung im Kinderalltag

3. Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

3.1 Ernährung

3.2 Körperliche Bewegung

4. Die Lebenswelt Schule

5. Fragestellung, Methode und Design

5.1 Fragestellung

5.2 Forschungsmethode und Design

6. Ergebnisse und Diskussion

6.1 Der Gesundheitsfaktor Ernährung im Schulalltag

6.2 Der Gesundheitsfaktor Bewegung im Schulalltag

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht pädagogische Möglichkeiten zur Förderung der gesundheitlichen Entwicklung von Grundschulkindern mit besonderem Fokus auf die Faktoren Ernährung und körperliche Aktivität. Basierend auf den Ergebnissen der KiGGS-Studie und sechs Experteninterviews mit Grundschullehrerinnen wird analysiert, wie diese Faktoren im Unterricht und Schulalltag integriert werden können.

  • Bedeutung von Ernährung und Bewegung für die kindliche Entwicklung
  • Kritische Analyse aktueller Gesundheitsnormen und gesellschaftlicher Einflüsse
  • Empirische Untersuchung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens von Kindern
  • Identifikation pädagogischer Gestaltungsspielräume in der Lebenswelt Schule
  • Praktische Anregungen zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils

Auszug aus dem Buch

2.1 Das allgemeine Verständnis von Gesundheit

Gemessen an den epidemiologischen Routinedaten, wie meldepflichtige Infektionskrankheiten und Kindersterblichkeit, können Kinder in Deutschland weitestgehend als gesund eingestuft werden. Im Sinne dieser „klassischen“ Gesundheitsindikatoren hat sich die gesundheitliche Lage der Kinder sehr günstig entwickelt. Infektionskrankheiten und Kindersterblichkeit sind statistisch kaum noch von Bedeutung. (Vgl. Hurrelmann et al. 2003)

Das allgemeine Verständnis von Gesundheit definiert sich aber nicht allein über statistische Daten von Morbidität, Mortalität und medizinischer Grundversorgung der Bevölkerung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert: Health is „characterized not merely by ’absence of disease or infirmity’ but also by a ‘state of complete physical, moral and social well-being‘”. (WHO 1947/48, S. 4) Im Sinne dieser Definition von Gesundheit sind für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Gesundheitsentwicklung einer Person nicht nur somatische Indikatoren wie Krankheit oder Lebenserwartung von Bedeutung, sondern auch deren subjektives Wohlbefinden: wie sich diese Person fühlt, wie sie mit ihrem Alltag zurechtkommt, wie ihre Kontakte zu anderen Menschen sind. Damit wird die physische Wahrnehmung von Gesundheit um eine psychische und soziale Dimension erweitert. Dieses erweiterte Verständnis von Gesundheit wird auch mit dem Begriff subjektive Gesundheit bzw. subjektives Wohlbefinden beschrieben.

Legt man dieses erweiterte Verständnis von Gesundheit zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Kindern in Deutschland zugrunde, ergibt sich ein anderes Bild. Denn nur auf den ersten Blick erscheinen Kinder als die gesündeste Bevölkerungsgruppe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung gesundheitlicher Entwicklung bei Kindern und die Rolle von Bildungsinstitutionen bei der Förderung präventiver Maßnahmen.

2. Altersgerechte Entwicklung und Gesundheit als gesellschaftliche Norm und Leistung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel des Gesundheitsbegriffs und die medizinischen sowie soziologischen Konstruktionen von „normaler“ kindlicher Entwicklung.

3. Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland: Es werden die zentralen Ergebnisse der KiGGS-Studie zu Ernährung und körperlicher Aktivität analysiert und in den Kontext von Gesundheitsbeeinträchtigungen gesetzt.

4. Die Lebenswelt Schule: Die Schule wird als wichtiger sozialer Lebensraum betrachtet, in dem neben Wissen auch Kompetenzen zur Lebensbewältigung vermittelt werden.

5. Fragestellung, Methode und Design: Die Autorin präzisiert die Forschungsfragen zur pädagogischen Förderung und beschreibt das Design der qualitativen Experteninterviews.

6. Ergebnisse und Diskussion: Basierend auf den geführten Interviews werden pädagogische Möglichkeiten und Grenzen bei der Umsetzung von Ernährungsprojekten und Bewegungsaktivitäten diskutiert.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der aktuellen schulischen Rahmenbedingungen und unterstreicht die Notwendigkeit einer konsequenteren Integration gesundheitsfördernder Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Gesundheitsentwicklung, Ernährung, körperliche Aktivität, KiGGS-Studie, Grundschule, pädagogische Möglichkeiten, Gesundheitsförderung, Experteninterviews, Lebenswelt Schule, Bewegungsverhalten, Prävention, Kindheitsforschung, Ernährungsverhalten, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie Lehrer an Grundschulen die Gesundheitsentwicklung von Kindern, insbesondere durch die Faktoren Ernährung und körperliche Bewegung, unterstützen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Definition von Gesundheit im Kindesalter, moderne Kindheitsforschung, Ergebnisse der KiGGS-Studie sowie die praktische Umsetzung von Gesundheitsförderung im schulischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, pädagogische Möglichkeiten zu identifizieren, die Grundschullehrer nutzen können, um Ernährung und Bewegung bei Schülern positiv zu beeinflussen und weiterzuentwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form von sechs Experteninterviews mit Grundschullehrerinnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Analyse der KiGGS-Daten, die Beschreibung der schulischen Lebenswelt sowie die Darstellung und Diskussion der Experteninterviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Gesundheitsentwicklung, Ernährung, körperliche Aktivität, Grundschule, Prävention, Kindheitsforschung und pädagogische Handlungsmöglichkeiten.

Warum spielt die Schule eine so große Rolle für die Gesundheit?

Die Schule ist für Kinder ein langjähriger, zentraler Lebensraum, in dem nicht nur Wissen, sondern auch soziale und verhaltensbezogene Kompetenzen für die Entwicklung und Lebensführung vermittelt werden.

Welche Rolle spielen Eltern bei der Umsetzung der Projekte?

Die Autorin betont, dass eine erfolgreiche Gesundheitsförderung nur in intensiver Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen kann, da diese die entscheidenden Weichen für das tägliche Verhalten der Kinder stellen.

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Details

Title
Gesundheitsentwicklung von Kindern und pädagogische Möglichkeiten in der Schule
College
Technical University of Berlin  (Erziehungswissenschaften)
Grade
1,0
Author
Elke Lichtenberg (Author)
Publication Year
2008
Pages
122
Catalog Number
V118147
ISBN (eBook)
9783640220380
ISBN (Book)
9783640231386
Language
German
Tags
Gesundheitsentwicklung Kindern Möglichkeiten Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elke Lichtenberg (Author), 2008, Gesundheitsentwicklung von Kindern und pädagogische Möglichkeiten in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118147
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