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Berufliche Grundlagen für Präsenz- und Betreuungskräfte

Band 3: Aufbaukurs Betreuungsarbeit

Titel: Berufliche Grundlagen für Präsenz- und Betreuungskräfte

Fachbuch , 2022 , 141 Seiten

Autor:in: Sabine Schmidt (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Sachbuch gibt einen umfassenden Überblick über die Grundlagen für Präsenz- und Betreuungskräfte. Der vorliegende Band behandelt den Aufbaukurs für die Betreuungsarbeit.

Menschen mit Demenz haben aufgrund der krankheitsspezifischen Beeinträchtigungen nicht nur einen höheren, sondern vor allem einen anders gearteten Bedarf an professioneller Pflege und psychosozialer Betreuung als anderes pflegebedürftiges Klientel. Die Demenzerkrankung beeinflusst auf vielfältige Weise den Lebensalltag der Betroffenen und deren Beziehungs- und Interaktionsfähigkeit zu ihrer sozialen Umwelt. Der meist langjährige Krankheitsverlauf führt zu dauerhaften Einschränkungen im Alltagsleben. Hierdurch werden auch die Fähigkeit zur selbständigen Lebensführung und die Lebensqualität maßgeblich beeinflusst. Die Qualität der Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz betrifft aber nicht nur deren Lebensgefühl, sondern auch das ihrer Angehörigen.

Neben dem sukzessiven Verlust der geistigen [kognitiven] Fähigkeiten sind es insbesondere die psychischen Veränderungen der an Demenz Erkrankten, die von den An- und Zugehörigen als sehr viel belastender erlebt werden als die körperliche [physische] Betreuung und Pflege. Die Lebensqualität der Betreuer und auch der Erkrankten wird mit dem Voranschreiten der Demenzerkrankung und der jeweiligen Symptomatik maßgeblich durch diese Verhaltensänderungen bestimmt bzw. beeinflusst. Primäres Ziel ist es, die Lebensqualität für alle Beteiligten zu optimieren, indem hilfreiche und dem jeweiligen Krankheitsstadium angemessene Bewältigungsstrategien angewendet werden. Angestrebt wird ein adäquater Umgang mit der Demenz und trotz der Beeinträchtigungen diese letzte große Herausforderung an den/die Betroffenen würde- und respektvoll bewältigen zu können in einem vernünftigen Verhältnis zur Umwelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Checkliste nach der ärztlichen Diagnosestellung

1.2 Pflegebedürftigkeit

2. Demenz

2.1 Demenzformen

2.2 Sekundäre Demenzen

2.3 Differentialdiagnosen der Demenz

2.4 Mögliche auftretende Probleme dementieller Erkrankungen

2.5 Stadien der Demenzen

2.5.1 Möglicher Erklärungsansatz: Theorie der Retrogenese

2.5.2 Entwicklungsphasen nach Erik Homburger Erikson

3. Alltagsbewältigung/Betreuung/Pflege

3.1 Umgang mit an Demenz Erkrankten

3.2 Wozu Validation an Demenz und psychisch Kranker u.a.?

3.2.1 Verbale Techniken, die hilfreich sein können, um mit an Demenz erkranktem Klientel zu kommunizieren

3.3 Repräsentationssystem der Sinne

3.4 Basale Stimulation

3.4.1 Die somatische Stimulation

3.4.2 Die vibratorische Stimulation

3.4.3 Die vestibuläre Stimulation

3.4.4 Die olfaktorische Stimulation

3.4.5 Die orale Stimulation

3.4.6 Die auditive Stimulation

3.4.7 Die taktil-haptische Stimulation

3.4.8 Die visuelle Stimulation

3.5 Bobath-Konzept

3.6 Handhabungsempfehlungen im Umgang mit nicht alltäglichen psychischen Belastungssituationen

3.7 Konkrete Handhabungsempfehlungen für Klientel mit Demenz und Einschränkung des Sinnesorgan Haut

3.8 Konkrete Handhabungsempfehlungen für Klientel mit Demenz und Einschränkung des Sinnesorgan Auge

3.9 Konkrete Handhabungsempfehlungen für Klientel mit Demenz und Einschränkungen des Sinnesorgan Nase

3.10 Konkrete Handhabungsempfehlungen für Klientel mit Demenz und Einschränkungen des Sinnesorgan Ohr

3.11 Zusätzliche Handhabungsempfehlungen für an Demenz erkranktes Klientel

4. Beschäftigungsmöglichkeiten/Angebote und Freizeitgestaltung

4.1 Milieutherapie

4.2 Allgemeines im Umgang mit (an Demenz) erkranktem Klientel

4.3 Planung und Durchführung von Beschäftigungs- und Aktivierungsangeboten

4.3.1 10 Minuten Aktivierung

4.4 Gestaltung eines Aktivierungsprozesses

5. Kommunikation

5.1 Grundprinzipien professioneller Kommunikation

5.2 Kommunikation mit dementiell erkrankten Personen

6. Grundlagen Arbeitsrecht

6.1 Hygiene

7. Grundlagen Haftungsrecht

8. Grundlagen Betreuungsrecht

9. Anhang

9.1 Das Innovative Demenz orientierte Assessmentsystem (IdA)

9.2 Instrumentelle Aktivitäten des täglichen Lebens (IADL) bei Demenz (Anwendung z.B. in der ambulanten Pflege)

9.3 Schmerzerfassung für an Demenz Erkrankte © IBSdigital

9.4 Mini-Mental-Status-Test

9.5 Konzepte/Ausarbeitungen von Teilnehmer*innen

9.5.1 Basale Stimulation: Handmassage von Brita Kubisch

9.5.2 Praktikumsbericht von Urszula Jonas

9.5.3 Praktikumsbericht von Katinka Kappler

9.5.4 Gruppen- und/oder Einzelbeschäftigungsangebot Schneekugeln herstellen von Göksu Kocak

9.5.5 Gruppen- und/oder Einzelbeschäftigungsangebot Börek zubereiten von Sehriban Esen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz durch die Anwendung hilfreicher und stadienorientierter Bewältigungsstrategien zu optimieren sowie Betreuungspersonen Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen zu vermitteln.

  • Medizinische und pflegerische Grundlagen zur Demenzerkrankung
  • Methoden der Alltagsbewältigung, insbesondere Validation und Basale Stimulation
  • Professionelle Kommunikation im Umgang mit dementiell erkrankten Personen
  • Rechtliche Rahmenbedingungen wie Arbeits-, Haftungs- und Betreuungsrecht
  • Praktische Anleitungen zur Beschäftigung und Aktivierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Umgang mit an Demenz Erkrankten

physische und psychische Anforderungen an Pflegende

- innere Ruhe/Ausgeglichenheit

- positive Gefühle/Empathie

- Ungezwungenheit in der Kontaktaufnahme

- Flexibilität

- Stabilität

- Belastbarkeit

- Akzeptanz von Andersartigkeit

- Akzeptanz von umgekehrten Rollenverhältnissen

Konkrete Handhabungsempfehlungen, um Zugang zu den Lebenswelten von Menschen mit Demenz zu bekommen (in Bezug auf das Türöffnerkonzept des KDA)

Türöffner:

1. Akzeptieren Sie die Situation so, wie sie ist. Urteilen Sie nicht über das jeweilige Verhalten, sein Sie objektiv und wertfrei. Vermeiden Sie Schubladendenken [Stereotypen], Übertragungen in Form von Forderungen nach dem „wie früher sein“ und Anspruchshaltungen wie z.B. „du bist doch der Mann/Frau (Vater/Mutter), du musst für mich sorgen...“,die/der Betroffene kann nichts für seine Erkrankung und auch nichts für seine jeweiligen Befindlichkeiten, er handelt nicht absichtlich so.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den erhöhten und spezifischen Betreuungsbedarf von Menschen mit Demenz sowie das Ziel, ihre Lebensqualität zu optimieren.

2. Demenz: Definiert das demenzielle Syndrom, seine Ursachen und unterteilt die Erkrankung in verschiedene Formen und Stadien.

3. Alltagsbewältigung/Betreuung/Pflege: Bietet konkrete Handhabungsempfehlungen und Methoden wie Validation und Basale Stimulation zur Unterstützung im Pflegealltag.

4. Beschäftigungsmöglichkeiten/Angebote und Freizeitgestaltung: Erläutert gesetzliche Rahmenbedingungen und konkrete Planung von Aktivierungsangeboten zur Förderung der Ressourcen.

5. Kommunikation: Vermittelt Grundprinzipien professioneller Kommunikation, insbesondere im Umgang mit dementiell erkrankten Personen.

6. Grundlagen Arbeitsrecht: Informiert über Datenschutz in der Pflegedokumentation sowie Aspekte des Arbeitsschutzes und der Hygiene.

7. Grundlagen Haftungsrecht: Setzt den Orientierungsrahmen für die berufliche Verantwortung und Sorgfaltspflicht von Betreuungskräften.

8. Grundlagen Betreuungsrecht: Erklärt die Ziele des modernen Betreuungsrechts als Ersatz für das Vormundschaftsrecht sowie die Bedeutung von Betreuungsverfügungen.

9. Anhang: Enthält praktische Instrumente wie das IdA-Assessmentsystem, Testverfahren zur Demenzerkennung und Konzepte von Kursteilnehmern.

Schlüsselwörter

Demenz, Pflege, Betreuung, Validation, Basale Stimulation, Alltagsbewältigung, Kommunikation, Arbeitsrecht, Haftungsrecht, Betreuungsrecht, Aktivierung, Lebensqualität, Biografiearbeit, Symptomatik, Ressourcen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Ziel dieses Bandes?

Das Hauptziel besteht darin, Präsenz- und Betreuungskräften fundierte berufliche Grundlagen für die Arbeit mit an Demenz erkrankten Menschen gemäß SGB XI zu vermitteln.

Welche zentralen Themenbereiche werden behandelt?

Die Arbeit umfasst medizinische Demenzformen, professionelle Kommunikation, Methoden der Basalen Stimulation, rechtliche Aspekte sowie praktische Anleitungen zur Alltagsgestaltung.

Welches übergeordnete Ziel verfolgt die Betreuung dementer Personen?

Das Ziel ist die Optimierung der Lebensqualität durch individuelle Bewältigungsstrategien, die den jeweiligen Krankheitsstadien angemessen sind.

Welche wissenschaftlichen Methoden zur Betreuung werden vorgestellt?

Besonderer Fokus liegt auf dem Konzept der Validation, dem Bobath-Konzept sowie der Basalen Stimulation zur Anregung körpereigener Sinne.

Was wird im Hauptteil des Buches vermittelt?

Neben theoretischen Grundlagen finden sich konkrete Handhabungsempfehlungen für den täglichen Umgang mit Betroffenen, auch in schwierigen psychischen Ausnahmesituationen.

Wie lässt sich die Arbeit anhand von Schlüsselwörtern charakterisieren?

Die wesentlichen Aspekte sind Demenz, Validation, Betreuung, Basale Stimulation, Kommunikation, Pflegebedürftigkeit und rechtliche Grundlagen.

Wie unterscheidet sich die Validation vom herkömmlichen Umgang?

Die Validation akzeptiert die Lebenswelt der Betroffenen wertfrei, anstatt sie auf logischer Ebene korrigieren zu wollen, um Stress zu reduzieren und das Selbstwertgefühl zu stärken.

Welche Rolle spielt die Biografiearbeit im Pflegealltag?

Sie dient als Basis für eine personalisierte Betreuung, da Kenntnisse über frühere Lebensereignisse und Vorlieben helfen, den Zugang zu den Betroffenen zu erleichtern.

Warum ist das 24-Stunden-Konzept beim Bobath-Ansatz relevant?

Es stellt sicher, dass alle an der Pflege beteiligten Personen nach einheitlichen Richtlinien arbeiten, um die Selbstständigkeit der Klienten bestmöglich zu erhalten und Komplikationen wie Dekubitus zu vermeiden.

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Details

Titel
Berufliche Grundlagen für Präsenz- und Betreuungskräfte
Untertitel
Band 3: Aufbaukurs Betreuungsarbeit
Autor
Sabine Schmidt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
141
Katalognummer
V1181494
ISBN (PDF)
9783346593801
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demenz Alltagsbewältigung Validation Basale Stimulation Bobath-Konzept IdA Schmerzerfassung Skala Reisberg Naomi Feil Betreuungskraft gemäß §§ 43b und 53b SGB XI
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabine Schmidt (Autor:in), 2022, Berufliche Grundlagen für Präsenz- und Betreuungskräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181494
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